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Anything Goes

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Anything Goes ist eine Musical Comedy mit der Musik und den Gesangstexten von Cole Porter. Das Buch stammt von Guy Bolton und P. G. Wodehouse, die Überarbeitung von Russel Crouse und Howard Lindsay, der auch Regie fĂŒhrte. Produziert wurde die Show von Vinton Freedley. Die UrauffĂŒhrung fand am 21. November 1934 im Alvin Theatre in New York statt. Es war das erste von fĂŒnf Broadway-Musicals (Red, Hot and Blue, Du Barry Was a Lady, Panama Hattie, Something for the Boys) fĂŒr das Cole Porter komponierte und in dem Ethel Merman die Hauptrolle spielte. In weiteren Hauptrollen waren William Gaxton und Victor Moore zu sehen.

Die ErstauffĂŒhrung im Londoner West End am 14. Juni 1935 im Palace Theatre wurde von Charles B. Cochran produziert.
Die deutschsprachige ErstauffĂŒhrung fand am 10. Februar 1981 im Pfalztheater Kaiserslautern statt. Die Übersetzung ins Deutsche dafĂŒr kam von Christian Severin, Hartmut H. Forche und Lida Winiewicz.

An Bord des Transatlantikliners S.S. America auf der Route New York—London trifft sich eine bunte Gesellschaft: die NachtclubsĂ€ngerin und ehemalige Laienpredigerin Reno Sweeney in Begleitung ihrer VarietĂ©-Girls; die finanziell angeschlagene Witwe Evangeline Harcourt in Begleitung ihrer Tochter Hope und des, als reicher Schwiegersohn ausersehenen, EnglĂ€nders Sir Evelyn Oakleigh; der als Pfarrer verkleidete Gauner und Staatsfeind Nr. 2, Moonface Martin, begleitet von Bonnie, der Braut „Schlangenauges“, des meistgesuchten Verbrechers Amerikas (Staatsfeind Nr. 1); ein echter geistlicher WĂŒrdentrĂ€ger in Begleitung zweier missionierter Chinesen, die die Passagiere krĂ€ftig abzocken; der Börsenmakler Elisha Whitney und schließlich (neben Reportern, FBI-Agenten und dem ĂŒbrigen Schiffspersonal) dessen Assistent, Billy Crocker, der sich als blinder Passagier einschleicht, um die Heirat seiner neuen Liebe Hope Harcourt mit Sir Oakleigh mit Hilfe seiner alten Freundin Reno zu verhindern.

Aus diesem Grund muss Billy in verschiedene Rollen schlĂŒpfen. Mit falscher IdentitĂ€t, nĂ€mlich mit den Papieren „Schlangenauges“, gerĂ€t er bald ins Fadenkreuz des misstrauischen KapitĂ€ns, muss sich als Matrose verkleiden, wird aber als vermeintlicher Verbrecher enttarnt und ĂŒberraschenderweise, in Ermangelung anderer Prominenter, als Ehrengast gefeiert. Erst als er seine wahre IdentitĂ€t preisgibt, wandert er ins GefĂ€ngnis, zusammen mit dem falschen Pfarrer und den beiden Chinesen, die beim Falschspiel erwischt wurden. Dort bemĂ€chtigt er sich mit Moonface der chinesischen Trachten, und nun kompromittieren die beiden, nunmehr als falsche Chinesen, Sir Oakleigh, der eigentlich ein Zigeuner ist, mit seiner Vergangenheit in China, wo dieser ein Techtelmechtel mit einer asiatischen Schönheit hatte. Hope, die sich schon lange fĂŒr Billy entschieden hat und das Spiel durchschaut, wendet sich von Sir Oakleigh ab und will, angeblich zur SĂŒhne, einen der Chinesen, Billy eben, heiraten. Sir Oakleigh macht das wenig aus, hat er doch inzwischen mehr Gefallen an Reno gefunden. Moonface Martin muss zu seiner EnttĂ€uschung erfahren, dass er vom FBI von der Staatsfeind-Liste gestrichen wurde, darf sich aber mit Bonnie trösten. Und auch Hopes Mutter Evangeline Harcourt geht nicht leer aus; sie nimmt sich den Börsenmakler Elisha Whitney, dessen gelungenes BörsengeschĂ€ft ihn zum MillionĂ€r gemacht hat.

In den spÀteren Revivals wird aus Sir Evelyn Oakleigh ein Lord. Schlangenauges Braut Bonnie erhÀlt den Namen Erma.

TitelDarbietendeLĂ€nge[1]Anmerkung zu verschiedenen Inszenierungen
OvertureOrchester4:08Medley aus Elementen der Lieder „Anything Goes“, „You’re the Top“, „All Through the Night“, „Friendship“ und erneut „Anything Goes“
I Get a Kick Out of YouReno Sweeney2:14
(There’s No Cure Like Travel) / Bon VoyageMatrose, MĂ€dchen, Schiffsmannschaft und Ensemble3:45zum Teil (Bsp. 2003) in drei Teilen: „There’s No Cure Like Travel“ (1:14) – „Bon Voyage“ (1:22) – „Reprise: There’s No Cure Like Travel“ (1:09)
All Through the NightBilly Crocker, Hope Harcourt und MĂ€nner3:56in den Inszenierungen von 1962, 1987, 2003 und 2011 in den II. Akt verschoben
You’d Be So Easy to LoveBilly Crocker3:201934 aus dem Programm genommen, in die Inszenierungen von 1987, 2003 und 2011 wieder eingearbeitet als „Easy to Love“; 2003 unmittelbar gefolgt von 21-sekĂŒndiger Reprise
I Want to Row on the CrewElisha J. Whitney1:31eingefĂŒhrt in der Inszenierung von 1987, erneut verwendet 2003, fĂŒr 2011 umbenannt zu „The Crew Song“
Sailor’s Shanty (There’ll Always Be A Lady Fair)Matrosen-Quartett2:55nicht in der Inszenierung von 1962 enthalten
Where Are the Men?Bonnieersetzt durch „Heaven Hop“
You’re the TopReno Sweeney, Billy Crocker4:53in der Inszenierung von 2003 bereits vor Easy to Love platziert
Waltz Down the AisleBilly Crocker, Hope Harcourt1934 herausgenommen
FriendshipReno Sweeney, Moonface Martin3:02eingefĂŒhrt in der Inszenierung von 1962, nur 1962 auch von Billy Crocker mitgesungen
It’s De-LovelyBilly Crocker, Hope Harcourt4:40eingefĂŒhrt in der Inszenierung von 1962
Anything GoesReno Sweeney und Ensemble4:30
Entr’acteOrchester2:23Beginn des zweiten Aktes; zum Teil (Bsp. 2003) als Interlude bezeichnet
Public Enemy Number OneCaptain, Zahlmeister und Ensemble1:51
Let’s Step OutBonnienur in der Inszenierung von 1962 enthalten
What a Joy to be YoungHope Harcourtnur in der Inszenierung von 1934 enthalten, noch vor der Broadway-Premiere herausgenommen
Let’s MisbehaveReno Sweeney, Sir Evelynnur in der Inszenierung von 1962 enthalten
Blow, Gabriel, BlowReno Sweeney und Ensemble7:16folgt in den Inszenierungen von 1987, 2003 und 2011 unmittelbar auf „Public Enemy Number One“
Goodbye, Little Dream, GoodbyeHope Harcourt1:42nur in den Inszenierungen von 1987, 2003 und 2011 enthalten
Be Like the BluebirdMoonface Martin2:15
Reprise: All Through the NightBilly Crocker, Hope Harcourtin den Inszenierungen von 1987, 2003 und 2011 findet sich erst hier die ursprĂŒngliche Version des Liedes (s. I. Akt), eine Reprise entfĂ€llt
The Gypsy in MeHope Harcourt3:39in den Inszenierungen von 1987, 2003 und 2011 gesungen von Lord Evelyn Oakleigh
Buddie, BewareReno Sweeney3:09in den Inszenierungen von 1987 und 2011 gesungen von Erma und den Matrosen
Take Me Back to ManhattanReno Sweeneynur in der Inszenierung von 1962 enthalten
Finale: I Get a Kick Out of YouReno Sweeney und Ensemble1:43ersetzte wĂ€hrend der Saison 1934 „Buddie Beware“; in fast allen folgenden Inszenierungen als Schlusslied dargeboten; 2011 durch ein neues Lied zur Melodie von „It’s De-Lovely“ ersetzt
Bows: Anything GoesEnsemble1:142003 als Zugabe wÀhrend der Verbeugungen dargeboten

Anything Goes wurde 1936 vom Regisseur Lewis Milestone mit verÀndertem Score (Partitur) verfilmt. In den Hauptrollen waren Bing Crosby und Ethel Merman zu sehen.
Eine 1956er Anything Goes-Version von Robert Lewis, ebenfalls mit Bing Crosby, verwendet lediglich einige Songs aus dem Porter-Score.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Angaben zur Lieddauer sind exemplarisch dem 2003 London Cast Recording entnommen. Je nach AuffĂŒhrung und Aufzeichnung schwanken die Zeitangaben ggf. leicht.