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Arithmeum

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Fassade des Arithmeums, im August 2007

Das Arithmeum ist ein AusstellungsgebĂ€ude im Forschungsinstitut fĂŒr Diskrete Mathematik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t Bonn, welches zur Vermittlung von wissenschaftlichen und technischen Fakten dient. Die Bezeichnung stellt eine Zusammensetzung aus den Begriffen „Arithmetik“ und „Museum“ dar. Es wurde vom Institutsdirektor Bernhard Korte gegrĂŒndet, der hier auch seine private Sammlung von Rechenmaschinen einbrachte. Im Jahr 2008 gehörten 4500 Rechenmaschinen, 2000 BĂŒcher, 800 Kunstwerke und 500 historische Computer zur Sammlung.[1] Das GebĂ€ude liegt an der sĂŒdwestlichen Ecke des Hofgartens. Seit 2003 ist Ina Prinz die Direktorin des Museums.

Der Museumsbau aus dem Jahre 1998 (Architekten: Wilfried Pilhatsch, Sepp Rössle)[2] wurde mit einer Stahl-Glas-Fassade versehen mit der Intention, die „Transparenz der Wissenschaft“ zu verdeutlichen. ZusĂ€tzliche schattenspendende Elemente und Fluchtbalkone bilden den Übergang zum umgebenden Luftraum.

Das GebĂ€ude drĂŒckt eine Symbiose von Wissenschaft, Technik und Kunst aus.

Rechenmaschinen im Arithmeum (an einer senkrechten Wand befestigt) (2008)

Die stĂ€ndige Ausstellung „Rechnen einst und heute“ liefert anschauliche Beispiele fĂŒr die Entwicklung des maschinellen Rechnens. Gezeigt werden neben historischen Rechenmaschinen auch Rechenhilfsmittel wie der Abakus, historische RechenbĂŒcher und die legendĂ€re Chiffriermaschine Enigma aus dem Zweiten Weltkrieg sowie nautische und astronomische Messwerkzeuge. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Exponate aus den AnfĂ€ngen des Computerzeitalters, wie beispielsweise die Lochkartenmaschine von Herman Hollerith. Der MuseumsgrĂŒnder hatte selbst an der Entwicklung moderner Logik-Chips mitgewirkt.

Das Museum besitzt eine von IJzebrand Schuitema (1929–2013) angelegte Sammlung von ca. 4000 Rechenschiebern aus vier Jahrhunderten.[3][4][5][6]

ErgĂ€nzt wird die Dauerausstellung durch regelmĂ€ĂŸig stattfindende Konzerte, so z. B. die seit 2006 etablierte Sendereihe „concerto discreto“ mit den PreistrĂ€gern des Förderpreises Deutschlandfunk, sowie wechselnde Ausstellungen von geometrisch-konstruktiven Bildenden KĂŒnstlern aus aller Welt. Die museumseigene Kunstsammlung enthĂ€lt Arbeiten von Max Bill, Camille Graeser, Richard Paul Lohse, Charmion von Wiegand und weiteren Vertretern der Konkreten Malerei.

Seit 2022 hat das Museum das historische ArithmomĂštre von Pius IX. in seiner Sammlung.

Commons: Arithmeum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Website des Arithmeums. Abgerufen am 15. MĂ€rz 2021.
  • Nils Röller: Ein lichtes Bollwerk der Moderne. Das Arithmeum in Bonn und sein Hausherr. In: tuxamoon.de. 27. Oktober 2004, archiviert vom Original am 6. Februar 2010; abgerufen am 15. MĂ€rz 2021.

Einzelnachweise

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  1. ↑ General-Anzeiger (Bonn) (Memento vom 1. August 2012 im Webarchiv archive.today) (vom 24. Juni 2008).
  2. ↑ Ingeborg Flagge (Hrsg.); Ingeborg Flagge, Anette Hellmuth: Gothaer ArchitekturfĂŒhrer Bonn: StadtfĂŒhrer zeitgenössischer Architektur. Verlag Das Beispiel, Darmstadt 2001, ISBN 978-3-935243-07-0, Objekt Nr. 18.
  3. ↑ Ina Prinz (Hrsg.): Rechenschieber im Arithmeum - Die Sammlung Schuitema. In: Shop des Arithmeums: Kataloge. Abgerufen am 15. MĂ€rz 2021.
  4. ↑ Ijzebrand Schuitema: My collection has a new home. Abgerufen am 15. MĂ€rz 2021 (englisch).
  5. ↑ Slide Rules in the Arithmeum. Bibliografische Angaben. In: amazon.de. Abgerufen am 15. MĂ€rz 2021.
  6. ↑ The Schuitema Collection. Bibliografische Angaben zum Katalog. Abgerufen am 15. MĂ€rz 2021.

Koordinaten: 50° 43â€Č 50,09″ N, 7° 6â€Č 17,7″ O