Zum Inhalt springen

Canner

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Canner
Verlauf der Canner

Verlauf der Canner

Daten
GewÀsserkennzahl FR: A87-0200
Lage Frankreich

Lothringen

Flusssystem Rhein
AbflussÂ ĂŒber Mosel → Rhein → Nordsee
Quelle im Ortsgebiet von Vry
49° 11â€Č 40″ N, 6° 20â€Č 27″ O
Quellhöhe ca. 302 m[1]
MĂŒndung nördlich von Koenigsmacker in die MoselKoordinaten: 49° 24â€Č 2″ N, 6° 16â€Č 30″ O
49° 24â€Č 2″ N, 6° 16â€Č 30″ O
MĂŒndungshöhe ca. 150 m[1]
Höhenunterschied ca. 152 m
SohlgefĂ€lle ca. 5,2 ‰
LÀnge 29,4 km[2]
Einzugsgebiet 110,3 kmÂČ[3]
Abfluss[3]
an der MĂŒndung
MQ
980 l/s

Die Canner ist ein rund 29 Kilometer langer rechter Zufluss der Mosel im Département Moselle.

Der Fluss wird 896/897 als fluvius Canera erstmals urkundlich genannt. Der Name könnte sich von keltisch *can-o- fĂŒr 'singen' ableiten und Bezug auf das GerĂ€usch des fließenden Wassers nehmen. Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang mit dem indogermanischen Wortstamm *kano- mit der Bedeutung 'gegraben, Graben'.[4]

Die Canner entspringt mit zwei QuellĂ€sten auf dem Gebiet des Ortes Vry. Nach der Vereinigung der beiden QuellbĂ€che fließt die Canner in Richtung Norden, ihrer Hauptfließrichtung, welche sie im Wesentlichen bis zu ihrer MĂŒndung beibehĂ€lt. Sie zieht rechts an Vigy vorbei, wo sie auf der rechten Seite der Merles stĂ€rkt. Bei St. Hubert wird sie rechts vom Reibach gespeist und kurz darauf fließen ihr der Villers und die Grand St. Martin zu. Bei Aboncourt mĂŒndet die PĂąquis in die Canner und bei Budange der Katzenbach. Sie durchfließt nun bis Hombourg-Budange eine Auenlandschaft. Dort wird sie vom Altbach gestĂ€rkt. Bei KĂ©dange-sur-Canner nimmt sie den Kohlbach und etwas spĂ€ter den Strumbach auf. Ab dort wird sie in ihrem Lauf von der D2 begleitet Nördlich von Elzing erhĂ€lt sie Zufluss vom Reimersbach und bei Moulin de Buding erreicht sie auf ihrer linken Seite der Kedingerbach. Sie passiert nun Buding und danach Molin Haut, wo sie der Bisbach anwachsen lĂ€sst. FlussabwĂ€rts von Hastroff lĂ€uft ihr noch die Breistroff zu. Sie durchquert Elzange und mĂŒndet schließlich nördlich von Koenigsmacker in die Mosel.

  • Merles (rechts)
  • Reibach (rechts), 4,4 km
  • Villers (rechts)
  • Grand St. Martin (rechts)
  • PĂąquis (rechts), 3,6 km
  • Katzenbach (rechts), 3,4 km
  • Altbach (rechts), 2,6 km
  • Kohlenbach (rechts), 2,8 km
  • Strumbach (rechts), 4,8 km
  • Reimersbach (Durbach) (rechts), 5,2 km
  • Kedingerbach (links)
  • Bisbach(rechts), 4,6 km
  • Breistroff (rechts)

An der MĂŒndung der Canner in die Mosel betrĂ€gt die mittlere Abflussmenge (MQ) 0,98 mÂł/s; das Einzugsgebiet umfasst hier 110,3 kmÂČ.

Am Pegel Koenigsmacker wurde ĂŒber einen Zeitraum von 40 Jahren (1971–2010) die durchschnittliche jĂ€hrliche Abflussmenge der Canner berechnet.[5] Das Einzugsgebiet entspricht an dieser Stelle mit etwa 110 kmÂČ, damit fast 100 % des vollstĂ€ndigen Einzugsgebietes des Flusses.

Die höchsten WasserstĂ€nde werden in den Wintermonaten Januar und Februar gemessen. Ihren Höchststand erreicht die Abflussmenge mit 1,92 mÂł/s im Februar. Von MĂ€rz an geht die SchĂŒttung Monat fĂŒr Monat merklich zurĂŒck und erreicht ihren niedrigsten Stand im August und September mit 0,33 mÂł/s, um danach wieder von Monat zu Monat erst leicht und dann im Dezember stark anzusteigen

Der monatliche mittlere Abfluss (MQ) der Canner in mÂł/s, gemessen an der hydrologischen Station Koenigsmacker
Daten aus den Werten der Jahre 1971–2010 berechnet

  1. 1 2 geoportail.fr (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im MĂ€rz 2023. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  2. ↑ Canner bei SANDRE (französisch)
  3. 1 2 siehe Weblink: Débits caractéristiques de la Canner
  4. ↑ Albrecht Greule: Deutsches GewĂ€ssernamenbuch. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1, S. 262, „Kanner, die“ (Auszug in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Banque Hydro - A8732010 La Canner Ă  Koenigsmacker (Memento des Originals vom 20. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (MenĂŒpunkt: SynthĂšse)