City Night Line



City Night Line (AbkĂŒrzung: CNL, Wagenfarben: weiĂ/rot, vorher dunkelblau/gelb, Logo im Schweizer Kursbuch:
) war eine Zuggattung fĂŒr NachtreisezĂŒge in Europa. Sie wurde seit 2013 unmittelbar von der DB Fernverkehr betrieben. Das Personal stellte DB European Railservice. Zur CNL gehörte der letzte noch von DB oder ihren Tochterunternehmen betriebene innerdeutsche Nachtzug MĂŒnchenâHamburg sowie Verbindungen zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik, den Niederlanden, der Schweiz sowie Italien via Ăsterreich.
Wie bereits Ende 2015 angekĂŒndigt, stellte DB Fernverkehr ungeachtet der starken Kritik den Nachtzugverkehr zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 ein. Einen Teil des bisherigen CNL-Angebotes ĂŒbernahmen die ĂBB-Personenverkehr, die hierfĂŒr auch einen Teil der Schlaf- und Liegewagen der DB erwarben. Die ZĂŒge verkehren seitdem unter dem Markennamen nightjet.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das im CNL zusammengefasste Nachtzugangebot der Deutschen Bahn wurde in den letzten Jahrzehnten vor der Einstellung sukzessive reduziert, beispielsweise gab es in den 1990er Jahren mehr als je eine Verbindung nĂ€chtlich zwischen MĂŒnchen und Rom bzw. MĂŒnchen und Berlin.
1998 wurde das NachtzuggeschĂ€ft der Deutschen Bahn mit den Zuggattungen EN (EuroNight) und UEx (Urlaubsexpress) von DB Fernverkehr in die DB AutoZug ausgelagert. Ein Jahr spĂ€ter wurde die CityNightLine mit Sitz in ZĂŒrich, die bis dahin ein Gemeinschaftsunternehmen der DB, der ĂBB und der SBB war, eine 100-prozentige Tochter der DB Fernverkehr. Sie wurde zusammen mit der DB Autozug gefĂŒhrt. Somit lag die Verantwortung fĂŒr alle Nachtzuggattungen, die den Kern des City-Night-Line-Netzes bildeten, ab diesem Zeitpunkt in einer Hand. Service, Wagenmaterial und Preise der CityNightLine und ihres deutschen Pendants wurden jedoch getrennt weitergefĂŒhrt. Ziel des City-Night-Line-Liniennetzes war es, das europĂ€ische Fernverkehrsnetz auf langen Reiseweiten zu ergĂ€nzen. Fahrzeiten von ĂŒber sechs Stunden wurden in die Nacht verlagert und konnten so ohne zusĂ€tzlichen Zeitverlust im Schlaf zurĂŒckgelegt werden. Die City-Night-Line-ZĂŒge wurden in einem FlĂŒgelzugsystem gefahren. Beispielsweise fuhren die Zugteile der Linien AmsterdamâMĂŒnchen und AmsterdamâZĂŒrich gemeinsam bis Frankfurt (Main) Hauptbahnhof, wo sie getrennt wurden.
Parallel zur unternehmerischen Integration wurden die NachtzĂŒge der DB Autozug in die Zuggattung DB Nachtzug umbenannt. Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2002 war das DB-Nachtzug-Angebot auf 20 ZĂŒge ausgebaut worden.[1] Mit dem Aufkommen der Billigfluggesellschaften und dem Ausbau des internationalen Hochgeschwindigkeitsnetzes im Eisenbahnverkehr sah die DB die Notwendigkeit, den Nachtreiseverkehr auf die geĂ€nderten Anforderungen des Verkehrsmarktes auszurichten. Ziel war, die Nachtreiseverkehre als ErgĂ€nzungsprodukt zum Hochgeschwindigkeitsverkehr auf langen Distanzen (zwischen 800 und 1500 km) zu etablieren. Um dies zu erreichen, wurden die bestehenden Zuggattungen CityNightLine (CNL), DB NachtZug (NZ) und UrlaubsExpress (UEx) in das neue Produkt City Night Line (CNL) integriert. Parallel wurde das Produkt in die Preissysteme und den Vertrieb des jeweiligen Abfahrtslandes integriert. Das Liniennetz wurde entsprechend der Zielsetzung neu konzipiert: Parallelverbindungen zum Fernverkehr wurden gestrichen, Linien gezielt verlĂ€ngert und stark saisonale und touristische Destinationen zugunsten tĂ€glicher Verbindungen aufgegeben. Im Zuge der BĂŒndelung des Angebotes wurden Ă€ltere Reisezugwagen auĂer Dienst gestellt. Die gesamte Flotte von Schlaf-, Liege- und Ruhesesselwagen war seither durchgehend klimatisiert. Die Wagen erhielten ein einheitliches Erscheinungsbild in weiĂ mit rotem Fensterband. TĂŒren sind ganz in weiĂ gehalten. Der Service wurde ĂŒber alle Linien standardisiert.
Zum 1. Januar 2010 wurde die City Night Line CNL von der DB AutoZug, ebenfalls eine hundertprozentige Tochter von DB Fernverkehr, ĂŒbernommen. Im September 2013 wurde DB AutoZug aufgelöst und auf DB Fernverkehr verschmolzen.
Bis 2014 gab es fĂŒnf jeweils auf Teilstrecken zusammengefasste Gruppen von CNL-Linien:[2]
- die gegabelten ZuglĂ€ufe MĂŒnchen â Mailand/Rom und
- MĂŒnchen â Berlin/Hamburg,
- den mit einem EN Wien â Venedig gegabelten CNL MĂŒnchen â Venedig,
- sechs auf Teilstrecken gekoppelte Linien zwischen Amsterdam â MĂŒnchen / ZĂŒrich (âChur), Paris â Hamburg / Berlin (âBinz) / MĂŒnchen (-Innsbruck) sowie Hamburg â ZĂŒrich (âChur), mit Umkopplung in Mannheim, sowie
- sieben auf Teilstrecken gekoppelte Linien zwischen Amsterdam (ĂŒber Köln), Kopenhagen (ĂŒber Hamburg), ZĂŒrich bzw. Basel, Warschau und Prag (z. T. ĂŒber Berlin). Hierzu gehörten die drei Verbindungen zwischen Amsterdam, Kopenhagen und Prag, die jeweils paarweise zusammengefasst waren, sich in beiden Richtungen gleichzeitig in Hannover trafen und dort die TeilzĂŒge austauschten. Beispielsweise wurde von den beiden TeilzĂŒgen von Kopenhagen nach Amsterdam bzw. Prag in Hannover der eine an den Teilzug von Prag nach Amsterdam angekoppelt, der andere an den Teilzug der Gegenrichtung von Amsterdam nach Prag. In Berlin wurde noch ein Zugteil AmsterdamâWarschau abgespalten, in Hannover ein Zuglauf KopenhagenâBasel. Nur auf der Teilstrecke PragâDresden erfolgte eine Kopplung mit der Verbindung PragâZĂŒrich, die ĂŒberwiegend als Gabelzug mit dem Zuglauf (Binzâ) Berlin â ZĂŒrich ausgefĂŒhrt war.

Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2014 erfolgten deutliche EinschrÀnkungen des Netzes, dabei entfielen die folgenden Linien:
| Zugnummer | Zugname | Ehemaliger Zuglauf |
|---|---|---|
| CNLÂ 40447/40473 | Borealis | Amsterdam â Kopenhagen |
| CNLÂ 450/451 | Perseus | Paris â Berlin |
| CNLÂ 40418/40451 | Cassiopeia | (Innsbruck â) MĂŒnchen â Paris |
| CNLÂ 473/472 | Aurora | Kopenhagen â Basel |
| CNLÂ 40479/50451 | Andromeda | Hamburg â Paris |
| CNLÂ 50456/50473 | Orion | Prag â Kopenhagen |
Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 wurde der CityNightLine Capella (MĂŒnchen Ost â Berlin-Lichtenberg) eingestellt. Seitdem fand zwischen MĂŒnchen und Berlin kein Nachtzugverkehr mehr statt.
Die Deutsche Bahn kĂŒndigte Ende 2015 an, den Nachtzugverkehr zum Fahrplanwechsel 2016 einzustellen.[3] Als Ursachen wurden unter anderem ein ĂŒberaltertes Wagenmaterial, steigender Wettbewerbsdruck und eine niedrige QualitĂ€t genannt. Als Ersatz baute die DB Fernverkehr das nĂ€chtliche IC- und ICE-Angebot aus, teilweise als saisonale Verbindungen. International sollen IC-Nachtbusse zum Einsatz kommen. Daneben ĂŒbernahm die ĂBB-Personenverkehr einen Teil der Nachtzugverbindungen, teilweise jedoch mit abweichenden Laufwegen (zum Beispiel ZĂŒrichâPrag ĂŒber Innsbruck und Salzburg statt ĂŒber Frankfurt (Main)).[3] Die ĂBB ĂŒbernahmen das Nachtzugpersonal der Deutschen Bahn allerdings nicht. Die Deutsche Bahn habe nach eigenen Angaben von Mitte 2016 bei einem Umsatz von 90 Millionen Euro ein Rekorddefizit von 30 Millionen Euro erzielt.[4] Eine Vielzahl von Organisationen wie z. B. VCD, Back-On-Track und Allianz pro Schiene unterstĂŒtzen Initiativen und Petitionen, die NachtzĂŒge als klimafreundliche Alternative zum Flugverkehr erhalten und ausbauen wollen. Einen Teil des bisherigen CNL-Angebotes ĂŒbernahmen die ĂBB-Personenverkehr, die hierfĂŒr auch einen Teil der Schlaf- und Liegewagen der DB erwarben. Die ZĂŒge verkehren seitdem unter dem Markennamen nightjet.[5]

Ausstattung der ZĂŒge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]City-Night-Line-ZĂŒge fĂŒhrten verschiedene Komfortkategorien. So wurden neben Liegewagen, Schlafwagen und Speisewagen auch klassische Abteil-Sitzwagen und GroĂraumwagen[6] mit Ruhesesseln fĂŒr preisbewusstere Kundschaft eingesetzt. Auf fast allen Linien boten die ZĂŒge ein spezielles Abteil fĂŒr mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte Reisende.[7] Um die GepĂ€ckmitnahme zu erleichtern, wurden entweder kombinierte Liege-/GepĂ€ckwagen oder Sitzwagen mit speziellem GepĂ€ck-/Fahrradabteil eingesetzt.
Schlafwagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In City-Night-Line-ZĂŒgen kamen ĂŒber die Jahre verschiedene Schlafwagentypen zum Einsatz. Unter der Marke âCity Night Lineâ wurden vorwiegend moderne Schlafwagen des Typs WLABmz 173 âSiemens Comfortlineâ und Doppelstockschlafwagen des Typs WLABm 171 bzw. WLBm 172 eingesetzt.[8]
WLABmz 173 â Siemens Comfortline
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die eigens fĂŒr den CNL-Verkehr entwickelten und 2003 bis 2005 gebauten Siemens Comfortline Schlafwagen WLABmz 173.1 zĂ€hlten zu den neuesten Fahrzeugen im Bestand. Sie dĂŒrfen bis zu 200 km/h schnell fahren, sind luftgefedert, mehrspannungsfĂ€hig und so im gesamten regelspurigen RIC-Raum einsetzbar.[9] Die Wagen sind klimatisiert und bieten je Abteil drei Betten[10] mit echter Matratze. Die Deluxe-Abteile verfĂŒgen ĂŒber ein eigenes Bad nebst Dusche, Waschgelegenheit und WC. Ansonsten befindet sich in jedem gewöhnlichen Abteil eine Steckdose und ein Waschbecken, Dusche und WC hingegen sind am Gang.
Zuletzt wurden ausschlieĂlich diese Schlafwagen eingesetzt. Alle Wagen dieser Art wurden im Dezember 2016 von ĂBB-Personenverkehr ĂŒbernommen.
- WLABmz 173.1 Siemens Comfortline von auĂen
- Bad im Schlafwagen (Comfortline-Deluxe)
- Betten im Schlafwagen (mit Kindersicherung)
WLABm 171 und WLBm 172 (ex DWL(A)Bm) â Doppelstockschlafwagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Doppelstockschlafwagen wurden in den Jahren 1994 bis 1997 in der ersten Serie als Einspannungswagen (76-94) gebaut und in einer zweiten Serie 2004 als MehrspĂ€nner (76-90) neu aufgelegt. Die Wagen verfĂŒgten in der WLAB-Variante ĂŒber 4 Deluxe-Abteile in der 1. Klasse (Single/Double); 9 Economy-Abteile in der 2. Klasse (Single/Double) und 1 Vierer-Abteil in der 2. Klasse.[11] Die reine Zweite-Klasse-Variante (WLB) hatte 17 Economy-Abteile in der 2. Klasse (Single/Double) und 2 Vierer-Abteile.[12]
Aufgrund ihres Lichtraumprofils waren die Wagen nicht RIC-fĂ€hig und besaĂen nur eine Zulassung fĂŒr Deutschland, Ăsterreich und die Schweiz. SpĂ€ter kam noch DĂ€nemark hinzu.
- WLABm von auĂen auf der Abteilseite
- Economy-Abteil 2. Klasse im Unterdeck
- Deluxe-Abteil 1. Klasse im Oberdeck
Liegewagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Liegewagen wurden aus vorhandenen Typen der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn modernisiert und teilweise gröĂeren Umbauten unterzogen. Die Liegewagen waren in der Regel mit sechs Liegen ausgestattet und waren in drei Unterarten im Einsatz, die sich in ihren Zusatzfunktionen unterscheiden.
Bvcmz 248.5 â Liegewagen mit 10 Abteilen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Liegewagen der Bauart 248.5 bildeten das RĂŒckgrat der Liegewagenflotte. Sie gingen in den Jahren 1999 bis 2000 aus Umbauten von Bundesbahn-Liegewagen hervor und wurden leicht modernisiert, sind RIC-fĂ€hig und können mit bis zu 200 km/h im ganzen regelspurigen RIC-Raum eingesetzt werden. Die Wagen laufen auf klassischen stahlgefederten Minden-Deutz-LD36-Drehgestellen, verfĂŒgen ĂŒber zehn Abteile mit jeweils sechs Liegen, ein Betreuerabteil mit Pritsche, KĂŒhlschrank und Stauraum, klimatisierte Abteile, Ăbersetzfenster, drei WaschrĂ€ume und zwei WCs.[13]
- Bvcmz 248.5 in Kopenhagen
- Der Wagen verfĂŒgt ĂŒber 6er-Abteile
Bvcmbz 249.1 â Liegewagen mit 8 Abteilen und einem Abteil fĂŒr mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte Reisende
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auch die Bvcmbz 249.1 gingen aus Liegewagen der Bundesbahn hervor. Sie entsprechen weitestgehend den 248.5, jedoch mit kleinen Unterschieden. An Wagenende zwei befindet sich das Abteil und das WC fĂŒr mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte Reisende. Hier befindet sich auch die DrehfalttĂŒr, die durch einen kleinen FlĂŒgel verbreitert werden kann. Entsprechend fĂ€llt auf dieser Seite der Waschraum weg. Zudem laufen die Wagen auf moderneren Drehgestellen Minden-Deutz LD55, die man u. a. an den groĂen Federn erkennt.[14]
- EinstiegstĂŒr auf der Seite des Rollstuhlabteils, mit kleinem FlĂŒgel, um Einstieg zu verbreitern.
- Rollstuhlabteil im Bvcmbz 249.1
- Bvcmbz 249.1 in Leipzig Hbf, zu erkennen an den Drehgestellen Bauart MD LD 52
Viele Wagen gingen nach Ende der City Night Line an private EVU wie Regiojet[15] und BahnTouristikExpress[16], doch auch die ĂBB[17] ĂŒbernahmen einige Wagen.
BDcm 874.1 â HalbgepĂ€ck-Liegewagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Ersatz fĂŒr die VollgepĂ€ckwagen wurden im Jahre 2003 15 Liegewagen umgebaut zu HalbgepĂ€ckwagen mit groĂem GepĂ€ckraum und breiter LadetĂŒr, die den Fahrrad- oder Skitransport vereinfachten. Auch ein Transport von gröĂeren Traglasten war in ihnen möglich. Die Wagen verfĂŒgten neben einem groĂen GepĂ€ckraum und einem kleinen Lagerraum ĂŒber sechs Liegeabteile, ein Betreuerabteil mit Pritsche, ein WC und zwei WaschrĂ€ume.
- BDcm 847.1 von auĂen, im hinteren Zugteil die groĂe LadetĂŒr
- GepÀckraum von innen
- GepÀckraum mit Fahrrad
Ein Wagen gingen nach Ende der City Night Line an die norwegische Staatsbahn vy[18], Regiojet[19] und TRI[20].
Sitzwagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bpm 875 â Sleeperette-Sitzwagen mit Ruhesesseln
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ebenfalls aus Bundesbahn-Liegewagen umgebaut wurden 1995 bis 1996 die Bpm 875 Sleeperette-Sitzwagen mit Ruhesesseln, die Anfangs nur als Einspannungsvariante gebaut, aber im Jahre 2003 bis 2004 teilweise mehrspannungsfĂ€hig umgebaut wurden. Sie boten Platz fĂŒr preisbewusste Reisende in 62 Ruhesesseln und verfĂŒgten ĂŒber zwei WCs und zwei WaschrĂ€ume. Teilweise wurden die Wagen ab 2011 nachtrĂ€glich mit FahrradstellplĂ€tzen ausgestattet.[21]
- An erster Stelle hinter der Rangierlok ein Bpm 875
- Ruhesessel
Bomz 236.3 und Bomdz 236.9 â Abteil-Sitzwagen, teilweise mit Fahrradabteil
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Sitzwagen wurden auch klassische Abteilwagen eingesetzt, die aus Reichsbahn-Sitzwagen umgebaut und leicht modernisiert wurden. Die Bomz 236.3 bieten Platz fĂŒr 66 Reisende in elf Abteilen, wĂ€hrend die Fahrrad-Variante Bomdz 236.9 sechs Reisende weniger transportieren kann, dafĂŒr Platz fĂŒr GepĂ€ck und FahrrĂ€der bietet.[22]
- Bomdz 236.9 im CNL nach Kopenhagen
- Abteil eines Bom(d)z
Tarife und Preise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Deutschland
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Der CNL-Verkehr wurde tariflich der Produktklasse IC/EC (vormals Produktklasse B), der zweithöchsten der drei Produktklassen des DB Personenverkehrs zugeordnet. FĂŒr den City Night Line galten alle Sparpreise des Fernverkehrs sowie die entsprechenden Rabattierungsmöglichkeiten (BahnCard).
Die inzwischen ĂŒblichen Sonderangebote des Fernverkehrs (zum Beispiel das Lidl-Ticket oder das Tchibo-Ticket) galten in der Regel, aber nicht grundsĂ€tzlich auch im City Night Line. Es waren die jeweiligen Angebotskonditionen zu beachten.
Fahrkarten konnten frĂŒhestens drei Monate vor ihrem ersten Geltungstag erworben werden. FĂŒr Gruppenreisen lag der Vorlauf bei bis zu zwölf Monaten, soweit der entsprechende Fahrplan bereits bekannt war.[23]
ZusĂ€tzlich zur Fahrkarte war eine Reservierung erforderlich (Ausnahme s. o.). Sie diente gleichzeitig als Entgelt fĂŒr die Zusatzleistungen ĂŒber Nacht und unterschied sich je nach Komfortkategorie.
Weitere LĂ€nder
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Niederlande
In den Niederlanden wurde der City Night Line generell ĂŒber die sogenannten Globalpreise verkauft, wie sie in Deutschland fĂŒr Transitverkehre gelten. Reisende mit Fahrschein (z. B. Interrailer) konnten Reservierungen auch einzeln erwerben.
- Ăsterreich
Analog Niederlande
- Schweiz
Analog Deutschland. Aufgrund des hohen Transitanteils, d. h. Reisen in Richtung Niederlande, Tschechien oder DÀnemark war der Anteil der Globalpreis-Fahrscheine allerdings hoch.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Olaf Gebauer: Traum auf Schienen: Der neuer Schlafwagen im DB NachtZug und DB AutoZug setzt MaĂstĂ€be. In: Deine Bahn. Nr. 12. Bahn Fachverlag GmbH, Januar 2004, ISSN 0948-7263, S. 20â24.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Fahrplanwechsel. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 11/2002, ISSN 1421-2811, S. 498 f.
- â Webseiten der CNL, Abruf im Juni 2014.
- 1 2 Zukunft Bahn â Gemeinsam fĂŒr mehr QualitĂ€t, mehr Kunden, mehr Erfolg. Deutsche Bahn AG, 2015, archiviert vom am 1. Januar 2016; abgerufen am 21. Mai 2016.
- â Kerstin Schwenn: Das Ende der Reise im Pyjama. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 123, 30. Mai 2016, ISSN 0174-4909, S. 22 (unter anderem Datum online).
- â ĂBB ĂŒbernehmen Nachtzugsverbindungen der Deutschen Bahn. In: DiePresse.com. 7. Oktober 2016, abgerufen am 9. Januar 2018.
- â City Night Line: Sitzwagen. 6. MĂ€rz 2016, archiviert vom am 6. MĂ€rz 2016; abgerufen am 25. November 2024.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â City Night Line: Liegewagen. 13. MĂ€rz 2016, archiviert vom am 13. MĂ€rz 2016; abgerufen am 25. November 2024.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â Doppelstockschlafwagen im Nachtzug CNL 472 nach Koebenhavn H (Mannheim Hbf, 17.08.12) Die oberen Fenster erinnern doch etwas an den ⊠- Bahnbilder.de. Abgerufen am 26. November 2024.
- â 173 WLABm, WLABmz | Deutsche-Reisezugwagen.de. Abgerufen am 26. November 2024.
- â Wagenskizze CNL Schlafwagen von 2016
- â 171 WLABm | Deutsche-Reisezugwagen.de. Abgerufen am 26. November 2024.
- â 172 WLBm | Deutsche-Reisezugwagen.de. Abgerufen am 26. November 2024.
- â Health hazard evaluation determination report: HHE-75-108-248, HHE-75-111-248, HHE-75-113-248, Fairbanks Weighing Division; Colt Industries, St. Johnsbury, Vermont. U.S. Department of Health, Education, and Welfare, Public Health Service, Centers for Disease Control, National Institute for Occupational Safety and Health, 1. Dezember 1975, doi:10.26616/nioshhhe75108111113248.
- â 248 Bvcmz. In: Deutsche-Reisezugwagen.de. Abgerufen am 26. November 2024.
- â vagonWEB » Fotogalerie » Äesko » RJ » Bcmz, Bvcmz 50-91 RegioJet. Abgerufen am 26. November 2024.
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- â vagonWEB » Fotogalerie » Äesko » RJ » BDcm RegioJet. Abgerufen am 26. November 2024.
- â Vectron X4E: TRI Liegewagen BDcm 61 85 82 90 400-8, Crailsheim. 31. August 2021, abgerufen am 26. November 2024.
- â 875 Bpm | Deutsche-Reisezugwagen.de. Abgerufen am 26. November 2024.
- â 236 Bom[d]z. In: Deutsche-Reisezugwagen.de. Abgerufen am 26. November 2024.
- â Beförderungsbedingungen fĂŒr Personen durch die Unternehmen der Deutschen Bahn AG (BB Personenverkehr), Punkt 2.1, mit Stand vom 1. September 2007.