Schlachtfett
Als Schlachtfett (auch Depotfett) bezeichnet man die ĂŒberwiegend aus Fett bestehenden Bestandteile des Fleischs von Schlachttieren.
Die Teile bestehen zu mindestens 80Â % aus reinem Fett, welches je nach Tierart, Alter und FĂŒtterung auĂerdem aus Bindegewebe und Wasser bestehen. Man unterscheidet zwischen Organfett und Gewebefett.
Organfett
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Dieses Fett befindet sich direkt in und an den Inneren Organen der Tiere. In der Lebensmittelproduktion haben aber nur einige Teile Bedeutung:
- Rind â Nierentalg, Herztalg, Beckentalg, Euterfett und Sackfett (Hodenfett).
- Schwein â Flomen, Liesen, Herzfett, Beckenfett, Darmfett (Micker), Netzfett
- Schaf (Hammelfett) â Nierentalg, Netztalg
Aus Organfett wird meist Talg (Rinderfeintalg â Premier jus) oder Schmalz (Schweineschmalz) gewonnen.
Gewebefett
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dieses Fett ist im Muskelgewebe eingelagert oder befindet sich als Fettschicht unter der Haut. In der Lebensmittelproduktion wird es fast vollstÀndig verwendet.
- Rind â Rinderfleischfett
- Schwein â RĂŒckenfett, Backenfett, Schinkenfett, Wammenfett, (Speck)
- Schaf â Muskelfett
Gewebefett wird besonders zur Herstellung von Fleischprodukten verwendet. WĂ€hrend Rinderfett allgemein fĂŒr Rohwurstsorten und einfache BrĂŒhwurstsorten genutzt wird, hat die Herkunft des Schweinefetts deutliche Unterscheidungen zur Folge. Das hochwertige Kammfett wird fĂŒr die Herstellung von Rohwurst, das Backenfett fĂŒr BrĂŒhwurst und das Abschwartefett fĂŒr Blut- und LeberwĂŒrste verwendet, wĂ€hrend das RĂŒckenfett allgemein zur Schmalzgewinnung verwendet wird.
Das Rindernierenfett wird traditionell im Yorkshire Pudding verwendet. Fett von anderen Teilen hat einen höheren Schmelzpunkt und ist daher zum Backen nicht geeignet.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Fleischverarbeitung. Rohstoffe, Arbeitsmittel und Verfahren zum Zerlegen von Fleisch sowie zum Herstellen und Haltbarmachen von Fleischerzeugnissen. 4., verbesserte Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 1978, 114â210/76/78.