Tippen



Tippen, Dreiblatt oder Zwicken (vgl. hier) ist ein dem Mauscheln Ă€hnliches Karten-GlĂŒcksspiel, das frĂŒher in Deutschland und den LĂ€ndern Ăsterreich-Ungarns weit verbreitet war.
Weitere Namen des Spieles sind Labet (von frz. la bĂȘte), Pochen â allerdings nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen VorlĂ€ufer des Pokerspiels (vgl. Poch) â und KleinprĂ©fĂ©rence (vgl. PrĂ©fĂ©rence).
Dem Tippen Ă€hnliche Spiele sind das in GroĂbritannien und den USA beheimatete Loo, auch das dĂ€nischen und schwedischen Trekort (âDreiblattâ) sowie das aus Frankreich stammende Mistigri.
Die Grundregeln
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Tippen wird von drei bis sechs Personen mit 32, bei noch mehr Teilnehmern mit 52 Karten gespielt.
Der jeweilige Kartengeber setzt drei Spielmarken als Stamm in den Pot und teilt jedem Spieler einzeln drei BlÀtter. Die nÀchste Karte wird offen aufgeschlagen und bestimmt die Trumpffarbe.
Liegt nur der Stamm im Pot, so mĂŒssen alle Spieler mitgehen, und wer keinen Stich erzielt, zahlt als BĂȘte den Betrag, der im Pot liegt.
Liegt jedoch mehr als nur der Stamm im Pot, so darf der Spieler, welcher auf einen Stich nicht rechnet, passen; hat jemand aber gute Karten, so sagt er: âIch gehe mitâ oder tippt mit dem Finger auf den Tisch.
Man muss Farbe bedienen oder trumpfen.
FĂŒr jeden Stich erhĂ€lt man ein Drittel des Kasseninhalts. Wer mitgeht und keinen Stich macht, zahlt so viel BĂȘte wie im Pot steht.
Regelvarianten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wie die meisten Kartenspiele wird auch Tippen mit vielen zusÀtzlichen Regelvarianten gespielt; insbesondere wird hÀufig so wie beim Mauscheln die Möglichkeit geboten, Karten zu tauschen.
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Brockhaus Konversationslexikon, 1894/96.
- Meyers Konversationslexikon von 1885/92.
- Liste verbotener Spiele des k.u.k. Justizministeriums, 1901/1904.
- Claus D. Grupp: GlĂŒcksspiele mit Kugel, WĂŒrfel und Karten. Falken Verlag, Wiesbaden 1976.