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Tippen

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
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Michelangelo Merisi da Caravaggio: Die Falschspieler (GemÀlde um 1594)
Georges de la Tour: Der Falschspieler mit dem Karo-Ass
Gerrit van Honthorst: Die Falschspieler

Tippen, Dreiblatt oder Zwicken (vgl. hier) ist ein dem Mauscheln Ă€hnliches Karten-GlĂŒcksspiel, das frĂŒher in Deutschland und den LĂ€ndern Österreich-Ungarns weit verbreitet war.

Weitere Namen des Spieles sind Labet (von frz. la bĂȘte), Pochen – allerdings nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen VorlĂ€ufer des Pokerspiels (vgl. Poch) – und KleinprĂ©fĂ©rence (vgl. PrĂ©fĂ©rence).

Dem Tippen Ă€hnliche Spiele sind das in Großbritannien und den USA beheimatete Loo, auch das dĂ€nischen und schwedischen Trekort („Dreiblatt“) sowie das aus Frankreich stammende Mistigri.

Die Grundregeln

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Tippen wird von drei bis sechs Personen mit 32, bei noch mehr Teilnehmern mit 52 Karten gespielt.

Der jeweilige Kartengeber setzt drei Spielmarken als Stamm in den Pot und teilt jedem Spieler einzeln drei BlÀtter. Die nÀchste Karte wird offen aufgeschlagen und bestimmt die Trumpffarbe.

Liegt nur der Stamm im Pot, so mĂŒssen alle Spieler mitgehen, und wer keinen Stich erzielt, zahlt als BĂȘte den Betrag, der im Pot liegt.

Liegt jedoch mehr als nur der Stamm im Pot, so darf der Spieler, welcher auf einen Stich nicht rechnet, passen; hat jemand aber gute Karten, so sagt er: „Ich gehe mit“ oder tippt mit dem Finger auf den Tisch.

Man muss Farbe bedienen oder trumpfen.

FĂŒr jeden Stich erhĂ€lt man ein Drittel des Kasseninhalts. Wer mitgeht und keinen Stich macht, zahlt so viel BĂȘte wie im Pot steht.

Wie die meisten Kartenspiele wird auch Tippen mit vielen zusÀtzlichen Regelvarianten gespielt; insbesondere wird hÀufig so wie beim Mauscheln die Möglichkeit geboten, Karten zu tauschen.