Endzeitgemeinde
Als Endzeitgemeinden werden diejenigen christlichen Gemeinden bezeichnet, welche die nahe bevorstehende Wiederkunft Christi erwarten und ihre Zeit daher als Endzeit verstehen. Im letzten Buch der Bibel (Offenbarung Kapitel 3, ab Vers 14) wird im Sendschreiben an die Gemeinde zu LaodizÀa die Endzeitgemeinde aus der Sicht Jesu beschrieben (Lauheit, Nacktheit, Blindheit).
Nach der nahe bevorstehenden Wiederkunft Jesu Christi erwarten Endzeit-Gemeinden den anschlieĂenden Beginn des TausendjĂ€hrigen Reiches. Im Neuen Testament gehören MatthĂ€us 24, Markus 13 und Lukas 21 zu den Kapitel, die von der Endzeit berichten.
Die Wiederkunft Jesu war eine vorherrschende Lehre im Urchristentum. Der frĂŒhchristliche Theologe Justin der MĂ€rtyrer starb fĂŒr den christlichen Glauben an die Auferstehung den MĂ€rtyrertod. Der Heilige IrenĂ€us von Lyon rechnete die Endzeitlehre zu den kirchlichen Glaubensbekenntnissen und alle AndersglĂ€ubigen zu den âKetzernâ. Auch KirchenvĂ€ter wie Tertullian und Cyprian haben die Lehre von den letzten Tagen verkĂŒndet. Eigentliche Endzeitgemeinden bildeten die Taboriten. Im 16. Jahrhundert erregten chiliastische TĂ€ufer Aufsehen. 1830 erwarteten die neu entstandenen katholisch-apostolischen Gemeinden die Wiederkunft Christi.
Zu den neuzeitlichen Endzeitgemeinden zÀhlen die Adventisten, die Freien Bibelforscher, die Zeugen Jehovas und die Gemeinschaft in Christo Jesu.