Estrapade

Die Estrapade war eine Hinrichtungsmethode. Dem Opfer wurden die Arme hinter dem RĂŒcken an den Handgelenken zusammengebunden. An den Handgelenken wurde dann das Opfer nach oben gezogen und aus steigender Höhe fallen gelassen. Die LĂ€nge des Seils war so gewĂ€hlt, dass der Sturz noch vor dem Boden abrupt beendet wurde, was dem Opfer bei steigender Fallhöhe den Schulterbereich zerriss. DafĂŒr errichtete, einem Galgen Ă€hnliche GerĂ€te wurden auch Schnellgalgen oder Wippgalgen genannt. Auch eine Rolle konnte zur Estrapade dienen, wie in der Abbildung zu Florenz gezeigt.

In Paris, Loudun und Toulouse sind noch heute PlĂ€tze und StraĂen âPlace/Rue de lâEstrapadeâ genannt, da jeweils dort die Hinrichtungsinstrumente standen.
Die Hinrichtungsmethode mittels der Estrapade ist mit den Foltermethoden Strappado und PfahlhÀngen verwandt.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Freddy Joris: Mourir sur lâĂ©chafaud. SensibilitĂ© collective face Ă la mort et perception des exĂ©cutions capitales du Bas Moyen Ăge Ă la fin de lâAncien RĂ©gime. Edtions du CĂ©fal, LiĂšge 2005, ISBN 2-87130-205-7, S. 14 (Online)