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Estrapade

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Estrapade, Darstellung von Jacques Callot, 1633

Die Estrapade war eine Hinrichtungsmethode. Dem Opfer wurden die Arme hinter dem RĂŒcken an den Handgelenken zusammengebunden. An den Handgelenken wurde dann das Opfer nach oben gezogen und aus steigender Höhe fallen gelassen. Die LĂ€nge des Seils war so gewĂ€hlt, dass der Sturz noch vor dem Boden abrupt beendet wurde, was dem Opfer bei steigender Fallhöhe den Schulterbereich zerriss. DafĂŒr errichtete, einem Galgen Ă€hnliche GerĂ€te wurden auch Schnellgalgen oder Wippgalgen genannt. Auch eine Rolle konnte zur Estrapade dienen, wie in der Abbildung zu Florenz gezeigt.

Giuseppe Zocchi, Estrapade am Palazzo del Bargello in Florenz, 1744

In Paris, Loudun und Toulouse sind noch heute PlĂ€tze und Straßen „Place/Rue de l’Estrapade“ genannt, da jeweils dort die Hinrichtungsinstrumente standen.

Die Hinrichtungsmethode mittels der Estrapade ist mit den Foltermethoden Strappado und PfahlhÀngen verwandt.

  • Freddy Joris: Mourir sur l’échafaud. SensibilitĂ© collective face Ă  la mort et perception des exĂ©cutions capitales du Bas Moyen Âge Ă  la fin de l’Ancien RĂ©gime. Edtions du CĂ©fal, LiĂšge 2005, ISBN 2-87130-205-7, S. 14 (Online)