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Fedaia-Stausee

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Fedaia-Stausee
Der Fedaia-Stausee vom Bindelweg, rechts die Pfeilerstaumauer
Der Fedaia-Stausee vom Bindelweg, rechts die Pfeilerstaumauer
Der Fedaia-Stausee vom Bindelweg, rechts die Pfeilerstaumauer
ZuflĂŒsse Avisio, Ombretta, Vernel
Abfluss Avisio, Cordevole
GrĂ¶ĂŸere Orte in der NĂ€he Canazei, Rocca Pietore
Fedaia-Stausee (Trentino-SĂŒdtirol)
Fedaia-Stausee (Trentino-SĂŒdtirol)
Koordinaten 46° 27â€Č 24″ N, 11° 52â€Č 47″ OKoordinaten: 46° 27â€Č 24″ N, 11° 52â€Č 47″ O
Daten zum Bauwerk
Sperrentyp Pfeilerstaumauer und SchĂŒttdamm
Bauzeit 1952 bis 1956[1]
Höhe des Absperrbauwerks 57 m
KronenlÀnge 622 m
Basisbreite 43 m
Kraftwerksleistung 20 MW
Betreiber Enel
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 2057 m s.l.m.
WasseroberflÀche 53,7 ha[2]dep1
StauseelÀnge 1,62 km
Stauseebreite 500 m (max.)dep1
Speicherraum 16 700 000 m³

Der Fedaia-Stausee (italienisch Lago di Fedaia, ladinisch LÚch de Fedaa) ist ein Speichersee in der NÀhe des Fedaiapasses auf etwa 2050 m s.l.m. Höhe in den Dolomiten im Trentino (Italien). Er dient sowohl der Gewinnung von Elektroenergie als auch dem Hochwasserschutz.

Der Stausee liegt zwischen dem Nordhang der Marmolata und dem nördlich des Sees verlaufenden Padonkamm. Am Nordufer des Sees entlang fĂŒhrt die Staatsstraße SS 641 „del Passo Fedaia“ von Canazei nach Rocca Pietore. Gestaut wird der Fluss Avisio, der im Gletscherbereich der Marmolata entspringt und weiter durch das Fassatal fließt, sowie einige kleinerer FlusslĂ€ufe, wie der Torrente Vernel und der Torrente Ombretta. Das Wasser des unterhalb des Stausees liegenden Torrente Obretta wird dabei aufgefangen und in den See gepumpt.[3]

Der See wurde in einer Senke westlich der Passhöhe in den 1950er Jahren aufgestaut. Er besitzt zwei Staubauwerke, die zwischen 1952 und 1956 von der SADE errichtet wurden.[1][3]

Das Hauptsperrwerk „Fedaia“ im Westen zum Fassatal ist eine Pfeilerstaumauer mit insgesamt 19 Pfeilern.[3] Sie besitzt eine maximale Höhe von 57 Metern und einer Basisbreite von 43 Metern und setzt sich aus zwei gegeneinander leicht abgewinkelten geraden StĂŒcken und einem gekrĂŒmmten um die Stelle der grĂ¶ĂŸten Mauerhöhe zusammen. Sie ist insgesamt 622 Meter lang und wegen ihrer Form lĂ€nger als die Seebreite. Über sie fĂŒhrt eine fĂŒr den Verkehr geöffnete Fahrstraße.

Im Osten, in Richtung des nur wenige Meter höheren Passes, sichert ein 270 Meter langer geradlinig verlaufender SchĂŒttdamm namens „Maria al Lago“ das östlich gelegene Val Pettorina ab. Unterhalb des Dammes, etwa 15 Meter tiefer als der Wasserspiegel des Stausees liegt der kleine natĂŒrliche Fedaia-See von etwa 100 mal 150 Metern, der nach Osten von der Passhöhe abgeriegelt wird.[4] Der Abstand der beiden Staubauwerke und damit die LĂ€nge des Stausees betrĂ€gt 1,62 km.

Das vom Fedaia-Stausee gespeiste Speicherkraftwerk befindet sich im Gegensatz zum Stausee auf dem Gebiet der Provinz Belluno in der Region Venetien. In einer ersten Fallstufe wird das Wasser ĂŒber das auf der orographisch linken Seite des Sees gelegene Einlaufbauwerk ĂŒber vier Kilometer lange unterirdische verlaufende Druckrohrleitungen zum 570,45 Meter tiefer gelegenen Maschinenhaus an der sĂŒdöstlich des Stausees gelegenen Malga Ciapela geleitet. In einer zweiten Fallstufe wird das Wasser anschließend in das 335,42 Meter tiefer gelegene Maschinenhaus im Ortsteil Saviner der Gemeinde Rocca Pietore gefĂŒhrt, bevor das Wasser in den Cordevole abgelassen wird.[5][1]

Das 1956 ans Netz gegangene und von ENEL-Green-Power betriebene Kraftwerk Malga Ciapela liefert mit seinen zwei Fallstufen eine Leistung von 20 Megawatt und speist im Jahresdurchschnitt 16 GWh ein.[5]

Der Fedaia-Stausee vor dem Nordhang der Marmolata, mit der Fahrstraße ĂŒber die Pfeilerstaumauer im Vordergrund und dem SchĂŒttdamm links hinten.

Im Fedaia-Stausee sind nur zwei Fischarten heimisch: die Bach- und die Regenbogenforelle.[6]

Die Baustelle am Fedaia-Stausee diente 1955 als Kulisse fĂŒr den Spielfilm „Flucht in die Dolomiten“ mit Luis Trenker in der Hauptrolle. An der Fahrstraße, die ĂŒber die Pfeilerstaumauer fĂŒhrt, wurden einige Szenen des Hollywood-Streifens „The Italian Job – Jagd auf Millionen“ aus dem Jahr 2003 gedreht.[7]

  • Renzo Dori: Le grandi derivazioni idroelettriche del Trentino. Fondazione Museo Storico del Trentino, Trient 2015, ISBN 978-88-7197-201-5.
  • Aldo Gorfer: Le Valli del Trentino. Guida geografica-storico-artistico-ambientale. Trentino Orientale, Manfrini, Calliano 1977.
  • Gino Tomasi: I trecento laghi del Trentino, Artimedia-Temi, Trient 2004, ISBN 88-85114-83-0
Commons: Fedaia-Stausee – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Un monumento all’ombra del ghiacciaio. In: ilsole24ore.com. 20. Juni 2018, abgerufen am 30. August 2022 (italienisch).
  2. ↑ gemessen mit Google Maps
  3. 1 2 3 Le dighe – Fedaia. In: progettodighe.it. Abgerufen am 31. August 2022 (italienisch).
  4. ↑ Aldo Gorfer: Le Valli del Trentino. Guida geografica-storico-artistico-ambientale. Trentino Orientale. S. 666
  5. 1 2 La centrale di Malga Ciapela. In: bimtrento.it. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 31. August 2022; abgerufen am 31. August 2022 (italienisch).
  6. ↑ Provincia Autonoma di Trento – Servizio Foreste e Fauna (Hrsg.): Manuale dell’aspirante pescatore. Provincia Autonoma di Trento, Trient 2017, (PDF).
  7. ↑ Diga Fedaia. In: trentinofilmcommission.it. Abgerufen am 30. August 2022 (italienisch).