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Friedrich Winterhager

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Friedrich Winterhager, 2016

Friedrich Christian Winterhager (* 21. Februar 1953 in Berlin; † 25. Januar 2024 in Salzgitter) war ein deutscher UniversitĂ€tsarchivar und historischer Sachbuchautor.

Winterhager wuchs in West-Berlin auf. Zeitweise lebte er als Kind auch in Ewersbach bei Dillenburg. Er war der Sohn des evangelischen Theologen JĂŒrgen W. Winterhager. Sein Vater war um 1935 ein Mitarbeiter des Theologen Dietrich Bonhoeffer gewesen, der damals in London tĂ€tig war.[1]

Er absolvierte das Evangelische Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin und studierte Latein und Geschichte an der Freien UniversitĂ€t Berlin, an der UniversitĂ€t WĂŒrzburg und wieder Berlin. 1977 folgte das Erste Staatsexamen in Berlin. Das Referendariat durchlief er in Oldenburg und beendete es dort mit dem 2. Staatsexamen. An der FU Berlin wurde er 1979 zum Dr. phil. promoviert. Von 1979 bis 1983 war er Studienassessor bzw. Studienrat in einem niedersĂ€chsischen Gymnasium in der Grafschaft Bentheim. Von 1983 bis 2004 war er Referent am NiedersĂ€chsischen Landesinstitut fĂŒr Lehrerfortbildung in Hildesheim; von 2004 bis 2005 hatte er die gleiche Aufgabe am NiedersĂ€chsischen Landesamt fĂŒr Schulentwicklung und Bildung in Hildesheim. Seit 2005 war er – mit einer Zusatzausbildung – Projektbeauftragter (UniversitĂ€tsarchiv) in der UniversitĂ€t Hildesheim. Er war Oberstudienrat an einem Gymnasium.

Winterhager war als Lektor fĂŒr den MatrixMedia Verlag in Göttingen tĂ€tig und sah fĂŒr diesen BĂŒcher ĂŒber norddeutsche und britische Themen durch. In den Jahren von 1999 bis 2001 war er Lehrbeauftragter an der UniversitĂ€t Hildesheim im Fach Kirchengeschichte. Im Jahr 2004 war er Vorsitzender bei 1. Staatsexamens-PrĂŒfungen fĂŒr das berufsbildende Schulwesen in OsnabrĂŒck.

Winterhager war in der Jungen Union Niedersachsen ehrenamtlich als Kreisvorsitzender tĂ€tig. Er war stellvertretender Kreisvorsitzender der CDA Hildesheim. Im Verband der Geschichtslehrer, Landesverband Niedersachsen, war er SchriftfĂŒhrer.[2]

Er verstarb am 25. Januar 2024 nach schwerer Krankheit in Salzgitter.[3]

Publikationen (Auswahl)

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  • Der Bauernkrieg von 1525 in der historischen Literatur. Positionen der Forschung vom VormĂ€rz bis heute. Philosophische Dissertation FU Berlin 1979.
  • Bauernkriegsforschung (= ErtrĂ€ge der Forschung. Band 157). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1981, ISBN 978-3-534-07246-0
  • Wilhelm Zimmermann, Ein schwĂ€bischer Pfarrer als Historiker des Bauernkrieges. Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg 1986, ISBN 978-3-88479-246-9
  • Louise Ebert, Von der niedersĂ€chsischen HĂ€uslerkate zum PrĂ€sidentenpalais in Berlin. Academia Verlag, St. Augustin 1995, ISBN 978-3-88345-589-1.
  • GĂŒnther Gereke, Ein Minister im Spannungsfeld des Kalten Krieges.Ludwigsfelder Verlags-Haus, Ludwigsfelde 2002; 2. Auflage 2003, ISBN 978-3-933022-16-5.
  • Lateinunterricht fĂŒr Nonnen im Kloster Ebstorf um 1490 unter dem Einfluß der Bursfelder Reformbewegung. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift fĂŒr Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015, S. 79–85.
  • Kontroversen seit 80 Jahren: Der Reichstagsbrand vom 27.2.1933. In: Christ und Sozialist / Christin und Sozialistin. In: CuS. 66. Jg. (2013), Heft 2–3, S. 31–36 Heft online (pdf).

Einzelnachweise

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  1. ↑ Eberhard Bethge: Biographie ĂŒber Bonhoeffer, ausfĂŒhrliche Fassung.
  2. ↑ Philologenjahrbuch Niedersachsen 2008/2009, S. 153; Vorlesungsverzeichnis der Stiftung UniversitĂ€t Hildesheim WS 2009/2010, S. 24; Vademekum der Geschichtswissenschaften 8. Ausg. Stuttgart 2008/2009, S. 654.
  3. ↑ Traueranzeige Friedrich Christian Winterhager. In: Hildesheimer Allgemeine Zeitung. 31. Januar 2024, abgerufen am 1. Oktober 2026.