Geisterfjord
| Film | |
| Titel | Geisterfjord Alternativtitel: I Remember You |
|---|---|
| Originaltitel | Ég man þig |
| Produktionsland | Island |
| Originalsprache | Isländisch |
| Erscheinungsjahr | 2017 |
| Länge | 105 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Óskar Þór Axelsson |
| Drehbuch | Óskar Þór Axelsson Ottó Geir Borg |
| Produktion | Skuli Fr. Malmquist Sigurjon Sighvatsson Thor Sigurjonsson |
| Kamera | Jakob Ingimundarson |
| Schnitt | Kristján Loðmfjörð |
| Besetzung | |
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Geisterfjord (der englische Alternativtitel I Remember You entspricht dem isländischen Originaltitel Ég man þig: „Ich erinnere mich an dich“) ist ein isländischer Film aus dem Jahr 2017 von Óskar Þór Axelsson. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Yrsa Sigurðardóttir. Der Film wurde in Deutschland zunächst im Rahmen des Fantasy Filmfest 2017 gezeigt.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Freyr, ein Arzt in einer Stadt in Island, hilft der örtlichen Polizei, als eine ältere Frau in einer alten Kirche erhängt aufgefunden wird. In ihren Rücken sind Kreuze geritzt, was vermutlich auf Misshandlungen zurückzuführen ist, aber der Ehemann der Toten schwört, dass er sie nie misshandelt hat. Die Polizistin Dagný verknüpft daraufhin den Tod der Frau mit dem mysteriösen Verschwinden eines kleinen Jungen - Bernódus - welches sich Jahrzehnte zuvor ereignet hat. Dagný zeigt Freyr ein Foto von Bernódus’ Klassenkameraden, auf denen acht Gesichter mit Kreuzen ausgekratzt sind. Sie erklärt, dass die Schüler dafür bekannt waren, Bernódus zu schikanieren, in dessen Rücken vergleichbare Kreuze von seinem ultra-religiösen, missbrauchenden Vater (der ihn für den Tod seiner Frau bei der Geburt verantwortlich machte) geritzt wurden. Sechs der acht starben bereits bei mysteriösen Unfällen und alle sechs wurden mit Kreuzen in ihren Rücken aufgefunden. Freyr, der immer noch stark unter dem mysteriösen Verschwinden seines eigenen Sohnes Benni leidet, beginnt Visionen von Bernódus zu sehen.
Im zweiten Handlungsstrang zieht das Ehepaar Katrín und Garðar zusammen mit Katríns bester Freundin Líf in eine kleine, verlassene Stadt, um dort ein altes verlassenes Haus zu einer Herberge umzubauen. Bei der Erkundung der Gegend entdeckt Katrín einen alten Friedhof, auf dem einer der Grabsteine fehlt. Sie beginnt auch paranormale Phänomene wahrzunehmen. So sieht sie den Geist von Bernódus in der Nähe des Baches zusammen mit dem fehlenden Grabstein. Auch hört sie seltsame Geräusche im Haus, die sie derart erschrecken, dass sie die Treppe hinunter fällt und dabei ihren Fuß verstaucht. Aufgrund des fehlenden Handyempfangs kann die Gruppe jedoch nicht um Hilfe rufen. Katrín wagt sich auch in den Keller des Hauses, wo sie die Leiche von Bernódus findet, der ein Bild seiner Mutter bei sich trägt, die Katrín ähnelt. Daraufhin weigert sich Katrín, länger in dem Haus zu bleiben und kurz darauf ziehen die drei in ein anderes unbewohntes Haus in der Nähe.
In der Zwischenzeit erlebt Freyr weitere seltsame Vorfälle. Bennis autistischer Freund offenbart ihm, dass Benni zuletzt in einem „grünen U-Boot“ gesehen wurde. Kurz darauf wird der siebte Peiniger von Bernódus tot aufgefunden, nachdem er einen Selbstmordversuch unternommen hat. Freyr findet dutzende Zeitungsausschnitte über Bennis Verschwinden in einem Zimmer in seinem Haus. Freyr erfährt auch, dass der achte Peiniger Úrsúla war, eine an Schizophrenie erkrankte Frau, die er kennt. Úrsúla sagt ihm, dass Benni „am Grunde“ von „etwas Grünem“ ist, aber Freyr kann nicht mehr aus ihr herausholen. Auch ein Hellseher, der behauptet, mit Bennis Geist in Kontakt treten zu können, gibt ihm ähnliche Informationen.
Währenddessen erfährt Katrín, dass Garðar und Líf während ihrer Entfremdung eine Affäre hatten, was sie sehr verletzt. Garðar und Líf sind immer noch verliebt, und während Katrín weg ist, planen sie zusammen wegzugehen und Katrín zurückzulassen. Dabei werden sie von einem kleinen Jungen angegriffen, der zu einem nahe gelegenen Walhaus rennt. Garðar und Líf verfolgen ihn und begegnen Bernódus’ Geist, woraufhin der Schornstein des Hauses über ihnen einstürzt. Katrín entdeckt kurz darauf die Leiche von Garðar und die tödlich verwundete Lif. Sie läuft auf einen Berg, um dort mit Lífs Handy Hilfe zu holen. Dabei entdeckt sie auf dem Handy ein Ultraschallbild dass beweist das Líf von Garðar schwanger ist. Daraufhin geht sie ohne Hilfe zu rufen zurück zum Haus und legt sich dort zu Bernódus' Leiche in den Keller.
Freyr erwacht mitten in der Nacht und geht joggen, wo er Bernódus’ Geist wieder sieht und verfolgt ihn. Bernódus führt ihn zu einer gefangenen Úrsúla, die behauptet, Bernódus sei immer bei ihr und enthüllt, dass sie die Letzte war, die ihn vor seinem Verschwinden gesehen hatte. Sie sah ihn sich in einem Boot verstecken und hielt diese Beobachtung jahrzehntelang geheim. Bernódus fuhr mit dem Boot zum verlassenen Dorf mit dem Grab seiner Mutter, deren Grabstein Katrín entdeckte. Allein wanderte er durch das leere Haus, bevor er sich im Keller zum Sterben hinlegte. Unterdessen zeichnet Bennis Freund ein grünes U-Boot, welches seine Mutter an Dagný schickt. In einem Moment der Klarheit erkennt Dagný, dass das, was er beschreibt, kein U-Boot, sondern ein Klärbehälter ist. Sie untersucht die Aufnahmen der Tankstelle, wo Benni zuletzt gesehen wurde, und das Filmmaterial zeigt Katrín, Garðar und Líf. Sie hatten einen Klärbehälter für die Renovierung des Hauses dabei.
Es zeigt sich, dass der Handlungsstrang von Katrín, Garðar und Líf Jahre zuvor stattfand. Garðar und Lífs Körper wurden entdeckt, aber Katrín wurde nie gefunden. Dagný vermutet, dass Benni in den grünen Klärbehälter an der Tankstelle kroch während die drei drinnen waren und etwas aßen. Sie machen sich auf den Weg zu dem verlassenen Haus, wo schließlich Bennis Leiche im Klärbehälter gefunden wird. Am Boden zerstört, aber endlich Gewissheit habend sitzt Freyr im Haus. Etwas zieht ihn in den Keller, wo die Körper von Katrín und Bernódus liegen, aber er schließt die Tür, ohne hineinzusehen. Er geht mit Bennis Leichnam weg, während die Geister von Katrín und Bernódus ihm händchenhaltend durchs Fenster traurig zusehen.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Geisterfjord bei IMDb
- Geisterfjord bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Ghost Fjord bei Brainless Pen