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Georg Wolfram

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Georg Karl Wolfram (* 3. Dezember 1858 in Allstedt; † 14. MĂ€rz 1940 in Jena) war ein deutscher Archivar, Bibliothekar und Historiker.

Wolfram studierte Geschichte und Germanistik an der UniversitĂ€t Jena und wurde 1878 Mitglied der Burschenschaft Teutonia Jena.[1][2][3] 1880 ging er nach Straßburg, machte 1882 sein Doktorexamen und 1883 sein Staatsexamen. In Folge war er bis 1888 Mitarbeiter am Straßburger Urkundenbuch. 1888 heiratete er KĂ€the Harries aus Jena.

Er wurde 1888 Direktor des Stadtarchivs Metz. Von 1909 bis 1918 leitete er als Geheimer Regierungsrat die UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek in Straßburg und wechselte nach Ende des Ersten Weltkriegs nach Frankfurt am Main, wo er das „Wissenschaftliche Institut der Elsaß-Lothringer im Reich“ grĂŒndete. Er leitete von 1922 bis 1933 den Gesamtverein der Deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. Er grĂŒndete die Gesellschaft fĂŒr Lothringische Geschichte und Altertumskunde. Politisch war er deutschnational eingestellt.

  • Kritische Bemerkungen zu den Urkunden des Arnulfklosters. In: Jahrbuch der Gesellschaft fĂŒr lothringische Geschichte und Altertumskunde, Erster Jahrgang 1888–89, G. Scriba, Metz 1889, S. 40–80 (books.google.de).
  • Die lothringische Frage auf dem Reichstage zu NĂŒrnberg und dem Tage zu Speier. In: Jahr-Buch der Gesellschaft fĂŒr lothringische Geschichte und Altertumskunde. Zweiter Jahrgang, G. Scriba, Metz 1890, S. 214–230 (books.google.de).
  • Die Urkunden Ludwigs des Deutschen fĂŒr das Glossindenkloster in Metz von 875 November 25. In: Mittheilungen des Instituts fĂŒr österreichische Geschichtsforschung. Band XI, Innsbruck 1890, S. 1–27 (books.google.de).
  • Katalog der laufenden Zeitschriften der Kaiserlichen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek. TrĂŒbner, Straßburg 1911.
  • Elsaß-Lothringen und seine Zukunft. BrĂŒckmann, Berlin 1918.
  • Die völkische Eigenart Elsaß-Lothringens. Finckh, Basel 1918.
  • Kulturelle Wechselbeziehungen zwischen Elsaß und Baden. Freiburg 1926.
  • Metz und Lothringen. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1926.
  • Entstehung der nationalen und politischen Grenzen im Westen. Englert & Schlosser, Frankfurt am Main 1926.
  • Elsaß-Lothringischer Atlas. Landeskunde, Geschichte, Kultur und Wirtschaft Elsaß-Lothringens, dargestellt auf 45 KartenblĂ€ttern mit 115 Haupt- und Nebenkarten. Selbstverlag des Wissenschaftlichen Instituts der Elsaß-Lothringer im Reich, Frankfurt am Main 1931.
  • Wissenschaft, Kunst und Literatur in Elsass-Lothringen 1871–1918. Institut der Elsaß-Lothringer im Reich an der UniversitĂ€t Frankfurt, Frankfurt am Main 1934.
  • Ein feste Burg ist unser Gott. Die Entstehungszeit und der ursprĂŒngliche Sinn des Lutherlieds. de Gruyter, Berlin/Leipzig 1936.
  • Verfassung und Verwaltung von Elsaß-Lothringen 1871–1918. Verlag fĂŒr Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik, Berlin 1936.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 554.
  2. ↑ Burschenschaft Teutonia zu Jena. Verfassung, Geschichte und Mitglieder-Verzeichnis. Jena 1912, S. 74.
  3. ↑ Harald Lönnecker: „... welfischen Umtrieben vorzubeugen“ – Die Burschenschaftliche Historische Kommission und die GrĂŒndung der Historischen Kommission fĂŒr Niedersachsen und Bremen 1909/10. In: Bernhard GrĂŒn, Peter Krause, Klaus Gerstein, Harald Lönnecker (Hrsg.): GDS-Archiv fĂŒr Hochschul- und Studentengeschichte, Bd. 9, Essen 2011, ISBN 978-3-939413-18-9, S. 106.