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Greffern

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Greffern
Wappen von Greffern
Koordinaten: 48° 45â€Č N, 8° 0â€Č OKoordinaten: 48° 45â€Č 11″ N, 8° 0â€Č 22″ O
Höhe: 125 mÂ ĂŒ. NHN
FlĂ€che: 7,68 kmÂČ
Einwohner: 2066 (9. Nov. 2022)[1]
Bevölkerungsdichte: 269 Einwohner/kmÂČ
Eingemeindung: 1. Oktober 1974
Postleitzahl: 77836
Vorwahl: 07227
St. Johannes und Paulus
St. Johannes und Paulus
Rhein bei Greffern: Blick von der RheinfÀhre nach Norden in Richtung Dalhunden.
Luftaufnahme: Chemiepark RheinmĂŒnster im Vordergrund, Greffern oben links, Rhein oben rechts, Blick flussaufwĂ€rts.

Greffern ist seit der Gemeindeverwaltungsreform vom 1. Oktober 1974 ein Ortsteil der Gemeinde RheinmĂŒnster im baden-wĂŒrttembergischen Landkreis Rastatt.[2] Es hat (Stand 2018) 2051 Einwohner und ist damit der bevölkerungsreichste Ortsteil im Gemeindegebiet.

Greffern liegt rechtsrheinisch unmittelbar am Rhein, der hier die Grenze zu Frankreich bildet. SĂŒdwestlich der Ortschaft befindet sich der Altrheinarm Kirchhöfel und westlich der Grefferner Altrhein. Jenseits des Rheins liegen die französischen Gemeinden Dalhunden und Drusenheim.

Bis zur Rheinbegradigung musste der Ort aufgrund der stĂ€ndig wechselnden RheinverlĂ€ufe mehrmals verlegt werden. 2005 wurde der Polder Söllingen/Greffern fertiggestellt, der durch gezielte Überflutung der unbesiedelten Rheinauen zwischen Freistett und HĂŒgelsheim einen Beitrag zum Hochwasserschutz leistet.

ArchĂ€ologische Besiedlungsnachweise reichen bis in die römische Zeit. Ein römisches FundstĂŒck, wahrscheinlich ein Altarstein, ist nahe der Schule öffentlich aufgestellt.

Zwischen Greffern und dem französischen Ort Drusenheim verkehrt die AutofĂ€hre „Drusus“ ĂŒber den Rhein.

GrĂ¶ĂŸter Arbeitgeber war lange Zeit die Firma Dow Chemical, die in Greffern ein Zweigwerk unterhielt. Das Werk in Greffern wurde 1965 aufgebaut und stellte den Ă€ltesten Produktionsstandort des Dow-Konzerns in Deutschland dar. Im zweiten Halbjahr 2019 wurden die Produktionsanlagen von Dow von der Firma Trinseo ĂŒbernommen. Trinseo erweiterte durch diese Übernahme seine schon bestehende Produktion am Standort RheinmĂŒnster. Zusammen mit Niederlassungen der Unternehmen Evonik, Olin und Ravago bildet der Trinseo-Standort den Chemiepark RheinmĂŒnster. Im Zuge der VerĂ€ußerung der GeschĂ€ftsanteile von Dow ĂŒbernahm Trinseo auch den Betrieb des Chemieparks und verantwortete ab der Übernahme standortbezogene Dienstleistungen wie die Instandhaltung, Logistik und Entsorgung.[3][4][5]

KirchengebÀude

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Die neogotische Pfarrkirche St. Johannes und Paul wurde 1887–1888 nach PlĂ€nen des BĂŒhler Architekten Karl Hoerth erbaut. Sie ersetzte eine barocke Kirche von 1746, die baufĂ€llig geworden war und den BedĂŒrfnissen der Pfarrgemeinde nicht mehr entsprach. Das Baumaterial, insbesondere der Sandstein, stammt aus dem elsĂ€ssischen Lutzelbourg. Das Patrozinium der Kirche, die den frĂŒhchristlichen MĂ€rtyrern Johannes und Paul geweiht ist, wird am 26. Juni gefeiert.[6]

Die Kirche besitzt ein dreistimmiges GelĂ€ut, das 1956 von der Karlsruher Glockengießerei gegossen wurde und in seiner Melodiefolge das Te-Deum-Motiv aufgreift. Die Glocken hĂ€ngen an Eichenholzjochen in einem Stahlglockenstuhl innerhalb eines massiven, mittig ĂŒber dem Eingangsportal errichteten Glockenturms. Er verfĂŒgt auf drei Seiten ĂŒber UhrenzifferblĂ€tter, die unterhalb der Glockenstube angebracht sind. Alle drei Bronze-Glocken sind mit Schlagwerken ausgestattet.[7]

Glocke Gussjahr Material Durchmesser Gewicht Schlagton Uhrenschlag
1 1956 Bronze 1030 mm 625 kg gâ€Č+1 Stundenschlag
2 860 mm 370 kg bâ€Č±0 Viertelstundenschlag
3 780 mm 295 kg c″-1 Viertelstundenschlag

Einzelnachweise

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  1. ↑ Zahlen Daten Fakten. Abgerufen am 17. Februar 2023 (deutsch).
  2. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und SchlĂŒsselnummernĂ€nderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 483 (Statistische Bibliothek des Bundes und der LĂ€nder [PDF; 41,1 MB]).
  3. ↑ Dow: Dow in RheinmĂŒnster, abgerufen am 13. Mai 2019
  4. ↑ rheinmuenster.de: Dow und Trinseo unterzeichnen Vereinbarung ĂŒber beabsichtigten EigentĂŒmerwechsel im Chemiepark RheinmĂŒnster, abgerufen am 2. Oktober 2019
  5. ↑ swr.de: Chemiekonzern Trinseo ĂŒbernimmt Dow-Chemiepark (Memento vom 2. Oktober 2019 im Internet Archive), abgerufen am 2. Oktober 2019
  6. ↑ o. V.: St. Johannes und Paulus, Greffern. In: compastoral.de. Römisch-katholische Kirchengemeinde RheinmĂŒnster/Lichtenau, abgerufen am 17. Dezember 2025.
  7. ↑ o. V.: Kath. Pfarrkirche St. Johannes und Paulus in RheinmĂŒnster-Greffern. In: ebfr-glocken.de. Erzdiözese Freiburg Glockeninspektion, 21. MĂ€rz 2022, abgerufen am 17. Dezember 2025.
Commons: Greffern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien