Hallodri
Hallodri (geschrieben auch: Halodri)[1][2] ist eine vornehmlich im sĂŒddeutschen Raum wie auch in Ăsterreich gebrĂ€uchliche umgangssprachliche Bezeichnung fĂŒr einen leichtfĂŒĂigen, lockeren und bisweilen durch seine UnbestĂ€ndigkeit unberechenbaren Menschen.
Auch und vor allem hinsichtlich zwischenmenschlicher (Liebes-)Beziehungen wird Hallodri als Synonym fĂŒr einen Tunichtgut, Taugenichts oder windigen Hund verwendet, der moralische Vorschriften nicht allzu genau beachtet.[3] Eher wohlwollend kann das Wort auch einen LebenskĂŒnstler, Spitzbuben oder Narren bezeichnen.
Die Bezeichnung ist vermutlich eine Verballhornung des zuerst in der Gelehrtensprache des 17. Jahrhunderts aufgetauchten, aus der griechischen Sprache stammenden Begriffs Allotria.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heinz KĂŒpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. 1. Auflage, 6. Nachdruck. Stuttgart, MĂŒnchen, DĂŒsseldorf, Leipzig: Klett, 1997
Belletristik
- August Silberstein: Der Hallodri. ErzÀhlung. Janke Verlag, 1868