Zum Inhalt springen

Hard Wax

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Koordinaten: 52° 29â€Č 47,9″ N, 13° 25â€Č 15,2″ O

Das Hard Wax ist ein Schallplattenladen fĂŒr elektronische Musik und Reggae/Dub und spĂ€ter auch Dubstep im Berliner Ortsteil Kreuzberg.[1] Er ist einer der Ă€ltesten sortierten PlattenlĂ€den auf dem Gebiet der elektronischen Musik und gilt als bedeutender Kommunikationspunkt der internationalen Technoszene. Zudem wird ihm nachgesagt, in den frĂŒhen 1990er Jahren maßgeblich an der Entwicklung der Technoszene beteiligt gewesen zu sein.[1]

Schallplattenauslage im Hard Wax

Geleitet wird das Hard Wax von dem Musikproduzenten und Labelbetreiber Mark Ernestus. Es eröffnete im Dezember 1989 und befand sich zunĂ€chst gemeinsam mit dem Studio des Labels Basic Channel im Erdgeschossladen eines Wohnhauses der Reichenberger Straße.[2] 1996[3] zog der Laden in das dritte Geschoss einer Fabriketage in einen Hinterhof am Paul-Lincke-Ufer. Zu den Mitarbeitern gehörten zeitweise DJs und Musiker wie DJ Hell, Torsten Pröfrock, Marcel Dettmann, Modeselektor, DJ Rok, Gabriele „Mo“ Loschelder, RenĂ© Pawlowitz oder Electric Indigo, die von 1993 bis 1996 fĂŒr den Vertrieb zustĂ€ndig war.[1] Ab 1994 gab es fĂŒr einige Jahre eine Filiale des Ladens in SaarbrĂŒcken.[4]

Wie beispielsweise auch der Club Tresor pflegte das Hard Wax von Beginn an einen stĂ€ndigen Austausch mit Musikern des Detroit Techno, welche sich musikalisch wiederum stark an europĂ€ischen Stilrichtungen orientieren, und ist somit eine zentrale Einrichtung der sogenannten „Berlin-Detroit-Achse“.[5] Neben dem Mailorder-GeschĂ€ft mit Schallplatten werden auch online digitale Formate angeboten. 50 Prozent des GeschĂ€ftes liefen im Jahr 2009 ĂŒber den Mailorder-Versand.[5]

Commons: Hard Wax – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 3 Andreas Hartmann: Der Nabel der Technoszene. In: taz, 4. Dezember 2009.
  2. ↑ Hard Wax – Nur Record Store oder der wahre Techno Spirit von Berlin? (Memento des Originals vom 12. November 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Artikel von Tanith, 9. November 2010.
  3. ↑ Markus Schneider: Der Plattenladen Hard Wax, Keimzelle der Berliner Techno- und House-Kultur, wird 20 Jahre alt: Coolheit, Purismus, Revolution In: Berliner Zeitung, 30. November 2009.
  4. ↑ Steve Mizek: Interview mit Prosumer & Murat Tepeli bei littlewhiteearbuds.com, 14. Februar 2008.
  5. 1 2 Silke Weber: Hard Wax: Techno-Tempel im Kreuzberger Hinterhof. In: Der Tagesspiegel, 27. Juli 2009.