Le Point
| Le Point | |
|---|---|
| Beschreibung | Wochenzeitung |
| Verlag | Artémis |
| Erstausgabe | 25. September 1972 |
| Erscheinungsweise | wöchentlich |
| Verkaufte Auflage | 289.000 (2022) Exemplare |
| Chefredakteur | Sébastien Le Fol |
| Herausgeber | Ătienne Gernelle |
| Weblink | Le Point |
| ISSN (Print) | 0242-6005 |
Le Point ist ein französisches politisches Wochenmagazin mit Standort der Redaktion in Paris und einer landesweiten Verbreitung.[1] Seine Aufmachung Ă€hnelt derjenigen der amerikanischen Magazine Time[1] und Newsweek. Das Blatt ist offen fĂŒr vielfĂ€ltige Meinungen, Analysen und Interviews; es gilt allgemein als liberal-konservativ.[1]
Sein Herausgeber Franz-Olivier Giesbert (* 1949) war zuvor Chefredakteur beim Nouvel Observateur und anschlieĂend beim Figaro.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]GrĂŒndung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Le Point wurde 1972 von einer Gruppe von Journalisten gegrĂŒndet, die im Jahr zuvor die Redaktion von LâExpress verlassen hatten,[1] die damals von Jean-Jacques Servan-Schreiber geleitet wurde.
Unter den GrĂŒndern befanden sich Olivier Chevrillon als Generaldirektor sowie die Journalisten Claude Imbert, Jacques Duquesne, Pierre Billard, Georges Suffert, Henri Trinchet, Robert Franc, als Marketing- und Werbeleiter Philippe Ramond sowie als Manager Michel Bracciali. Dank des finanziellen Einsatzes der Hachette-Gruppe konnte diese Mannschaft bis zum FrĂŒhjahr 1972 eine Reihe namhafter Journalisten von groĂen Pariser Presseorganen abwerben.
Le Point setzte von Anfang an auf das Konzept eines Wochenmagazins Àhnlich dem von Newsweek und Time Magazine.[1]
Wechselnde BesitzverhÀltnisse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Sieg der Linken bei der PrĂ€sidentschaftswahl 1981 â von Mitte 1981 bis Mitte 1995 war François Mitterrand als erster Politiker der Parti socialiste (PS) französischer StaatsprĂ€sident â verlieĂ die Zeitung die Groupe Hachette aus Furcht, diese könnte verstaatlicht werden und die Redaktion damit ihre UnabhĂ€ngigkeit verlieren. Le Point schloss sich dem Kinounternehmen Gaumont an, das damals von Nicolas Seydoux gefĂŒhrt wurde. 1992 verkaufte Seydoux seine Anteile an die GĂ©nĂ©rale Occidentale. Deren Muttergesellschaft, der Konzern Alcatel-Alsthom, besaĂ bereits das Magazin LâExpress. Diese Verbindung fĂŒhrte dazu, dass LâExpress und Le Point eine Anzeigengemeinschaft bildeten.
Alcatel-Alsthom wiederum ĂŒbertrug im Oktober 1995 ihre Pressesparte an CEP communication, ein Tochterunternehmen der Havas-Gruppe, deren HauptaktionĂ€r Alcatel-Alsthom war.
1997 ĂŒbernahm der GeschĂ€ftsmann François Pinault ĂŒber seine Finanzholding Groupe ArtĂ©mis Le Point.[1]
Wichtige Daten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 22. September 1975: Le Point erreicht die Gewinnschwelle und zÀhlt 150 Mitarbeiter.
- 25. Februar 1982: Die Gaumont-Gruppe verkauft 51Â % der Anteile an Hachette Livre.
- Dezember 1985: Nach dem Ausscheiden von Olivier Chevrillon wird Jacques Duquesne, zuvor stellvertretender Redaktionsleiter, Generaldirektor von Le Point.
- September 1992: Die Générale Occidentale erwirbt 40 % der Anteile.
- September 1992: Die Générale Occidentale wird MehrheitsaktionÀr.
- 22. Januar 1994: Le Point senkt den Verkaufspreis und prÀsentiert sich in neuer Aufmachung: breiteres Format, neues Layout und neues Logo.
- 29. Januar 1994: Die erste Spezialausgabe fĂŒr eine besondere Zielgruppe erscheint: Le Point Grandes Ă©coles et universitĂ©s (Le Point fĂŒr Hochschulen).
- Oktober 1995: In Zusammenarbeit mit Business Week erscheint eine Wirtschaftsausgabe.
- Dezember 1997: Die Artémis-Holding unter François Pinault tritt als MehrheitsaktionÀr ein.
- September 2000: Franz-Olivier Giesbert wird Direktor von Le Point. Claude Imbert ist nach wie vor Herausgeber.
- Januar 2001: Erneute Umgestaltung von Format, Layout und Logo.
- Dezember 2009: Der 33 Jahre alte Ătienne Gernelle wird zum Chefredakteur ernannt.
- Im Februar 2012 bestÀtigt François Pinault Informationen des Wirtschaftsmagazins Challenges, dass StaatsprÀsident Nicolas Sarkozy von ihm (Pinault) gefordert habe, Giesbert bei 'Le Point' zu entlassen.[2]
Verbreitete Gesamtauflage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Titel | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2022[1] |
| Le Point | 358.909 | 371.615 | 391.952 | 396.633 | 408.931 | 443.956 | 443.738 | 408.546 | 412.286 | 399.291 | 383.559 | 364.133 | 289.000 |
Quelle: GeprĂŒfte Auflagenzahlen des Office de Justification de la Diffusion, Stand 2016.
Mitarbeiter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Impressum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Gegensatz zu den ĂŒblichen Gepflogenheiten veröffentlicht Le Point seit einigen Jahren sein Impressum nur sporadisch (Stand 2009).
Bekannte Mitarbeiter in Vergangenheit und Gegenwart
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Themensystematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Themen sind nach folgenden Rubriken aufgeteilt: Internationale Nachrichten, Nachrichten im Minutentakt aktualisiert, Neuigkeiten aus Afrika, Innenpolitik Frankreichs.[3]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 7 Thorsten Schilling: Le Point. In: Eurotopics. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, abgerufen am 26. April 2026.
- â Zitat: Câest Ă moi que Nicolas Sarkozy sâadressait pour me demander rĂ©guliĂšrement de virer Franz-Olivier Giesbert de la direction du 'Point'; Pinault wies dieses Ansinnen öffentlich zurĂŒck. («François Pinault: la vie aprĂšs la vie», in: Challenges, Ausgabe 287, 9. Februar 2012, S. 51)
- â Le Point â ActualitĂ©s en France et dans le monde. 22. April 2026, abgerufen am 26. April 2026 (französisch).