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Geocache-Datenbank

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
(Weitergeleitet von Listingplattform)

Durch die schnelle Verbreitung des Geocaching und die wachsende Anzahl an Geocaches entstand schnell das BedĂŒrfnis, diese in einer gemeinsamen Datenbank zu katalogisieren und den Nutzern ĂŒber das Internet komfortabel zur VerfĂŒgung zu stellen. Geocaching-Datenbanken werden auch als Listingplattform bezeichnet.

Überregionale Datenbanken

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Die bekannteste und umfangreichste Datenbank ist geocaching.com, die seit den AnfĂ€ngen im Jahr 2000 existiert und weltweit ca. 3 Millionen Geocaches enthĂ€lt (Stand April 2017). Deren Besitzer, die Groundspeak Inc., gewĂ€hrt jedem kostenpflichtig registrierten Premium-Mitglied Zugang zu allen Cachedaten. FĂŒr nichtzahlende Mitglieder ist nur ein Teil der Geocaches sichtbar.

Mit Adventurelabs[1] stellt Groundspeak seit 2019 eine rein App-basierte Variante bereit, die ein dosenloses Spiel ermöglicht.

Umstritten ist der Versuch, das in der Gemeinschaft entstandene Geocaching fĂŒr sich exklusiv zu schĂŒtzen. Das bekannteste Beispiel dafĂŒr ist der erfolglose Versuch, das Wort „Geocache“ als Warenzeichen zu registrieren. Auf dem amerikanischen Kontinent wird geocaching.com von einem großen Teil der Geocacher genutzt. In den Vereinigten Staaten, wo die Mehrheit der Geocaching-Seiten gehostet werden, stehen Cache-Dateien unter Markenschutz, Koordinaten jedoch nicht.

Als Alternative entwickelte sich die im MÀrz 2001 gestartete Website navicache.com. Seit 2011 wurde die Website nicht mehr gepflegt und der letzte neue Cache wurde Ende 2014 veröffentlicht. Inzwischen werden Spam-Mails an die Adressen in der Datenbank geschickt.

Terracaching.com

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Eine weitere Geocache-Datenbank ist die seit Oktober 2004 bestehende Website terracaching.com, die zwar deutlich weniger Caches gelistet hat, dafĂŒr aber nach eigenen Aussagen mehr Wert auf QualitĂ€t derselben legt; unter anderem werden die Caches von jedem Finder bewertet. Um Mitglied zu werden, wĂ€hlt man sich zwei bestehende Mitglieder als sogenannte „Sponsoren“ aus. Die Suche nach Sponsoren erfolgt nach der Anmeldung automatisch. Hauptaufgabe der Sponsoren ist das PrĂŒfen neuer Caches, Ă€hnlich der Funktion der Reviewer bei geocaching.com.

Wherigo.com und Waymarking.com

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FĂŒr spezielle Geocaches gibt es zudem zwei weitere Datenbanken der Groundspeak Inc. Hierbei handelt es sich zum einen um die wherigo.com-Datenbank, in der alle Wherigo-Caches gelistet sind. Die zweite Datenbank fĂŒr sogenannte Virtual Caches, Locationless Caches und Webcam-Caches ist die waymarking.com. Die Software wurde seit 2008 nicht mehr weiterentwickelt.

OpenCaching.com

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Nach Differenzen mit Groundspeak grĂŒndete im Dezember 2010 der NavigationsgerĂ€tehersteller Garmin mit opencaching.com eine weitere internationale Cachedatenbank. Im August 2015 stellte sie den Betrieb ein.[2]

Landesspezifische und Regionale Datenbanken

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Mittlerweile gibt es Angebote, die sich schwerpunktmĂ€ĂŸig auf einzelne LĂ€nder konzentrieren und damit ein Gegengewicht zu dem anglizistisch geprĂ€gten Angebot von geocaching.com darstellen.

Um einem Monopol von geocaching.com entgegenzuwirken, wurde von einer Gemeinschaft von deutschsprachigen Geocachern eine Open-Source-Software und -Datenbank opencaching.de entwickelt und im Herbst 2005 gestartet. Ziele des Opencaching-Konzeptes waren besonders die Vernetzung von opencaching-Datenbanken einzelner Staaten untereinander und die Möglichkeit zur Nutzung eines Interfaces fĂŒr Anwendungsentwickler von Geocaching-Software, wobei nur Letzteres tatsĂ€chlich realisiert wurde.

Ende Oktober 2006 wurde in dieser Datenbank bereits der 10.000. deutsche Cache eingetragen, wobei die meisten EintrĂ€ge jedoch DuplikateintrĂ€ge von geocaching.com sind. Weitere Opencaching-Datenbanken entstanden 2006 in Tschechien und Polen, dann im Jahr 2009 in Großbritannien, Schweden und Norwegen und im Jahr 2010 in den Vereinigten Staaten und Japan.

Opencaching.de enthĂ€lt heute (Stand 2019) knapp 27.000 aktive Caches, Opencaching.pl rund 41.000. Die Cachezahlen der ĂŒbrigen OC-Websites sind vernachlĂ€ssigbar.

Geocaching Australia

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Dies ist eine grĂ¶ĂŸere Datenbank mit Geocaches im ozeanischen Raum. Sie entstand wie opencaching.de als nichtkommerzielle Alternative zu geocaching.com.

FĂŒr den Französisch sprechenden Raum gibt es ebenfalls eine große Datenbank unter cistes.net. Hier waren im September 2007 ĂŒber 29.000 Geocaches in Frankreich gelistet, wĂ€hrend es geocaching.com zu diesem Zeitpunkt in diesem Gebiet auf nur etwa 3.100 EintrĂ€ge bringt.

Im November 2009 waren es ĂŒber 58.000 gelistete Caches. Auch in weiteren europĂ€ischen LĂ€ndern befinden sich Cistes.

FĂŒr den deutschsprachigen Raum wurde Anfang 2013 die Datenbank extremcaching.com geschaffen, um Caches aufzunehmen, die von Reviewern auf geocaching.com archiviert oder gar nicht erst freigeschaltet wurden.[3] In der Datenbank sind ca. 600 Caches enthalten (Stand 12. Juli 2013).[4] Hintergrund sind die erhöhten Anforderungen die geocaching.com an einen Cache stellt, bevor er freigeschaltet werden kann und die vermehrten Schließungen von Caches in Höhlen, Bunkern und Lost Places.

Es gibt derzeit keine ĂŒbergreifende Vernetzung der verschiedenen Geocache-Datenbanken. Daher entsteht das Problem, die neuen Geocaches in mehrere der genannten Verzeichnisse einzutragen und sie dort, beispielsweise bei Änderungen des RĂ€tsels oder der Koordinaten, zu pflegen. Ist der Cache auf mehreren Websites eingetragen, bleibt es zudem den Findern ĂŒberlassen, ihre Log-EintrĂ€ge auch auf allen dieser Seiten zu tĂ€tigen.

  • cistes.net – Geocaching-Datenbank fĂŒr den französischsprachigen Raum
  • Geocaching Australia – freie Geocaching-Datenbank in Ozeanien
  • geocaching.com – weltweit grĂ¶ĂŸte, internationale Geocaching-Datenbank
  • Adventure-Labs – Adventure-Labs
  • navicache.com – kleinere, ungepflegte Geocaching-Datenbank, vorwiegend Nordamerika und Deutschland
  • opencaching.com – internationale Geocaching-Datenbank des NavigationsgerĂ€tehersteller Garmin
  • opencaching.de – freie Geocaching-Datenbank mit Schwerpunkt Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Spanien
  • opencaching-Netzwerk – Übersichtsseite der aus Opencaching.de entstandenen, nichtkommerziellen Opencaching-Websites
  • opencaching.pl – freie Geocaching-Datenbank mit Schwerpunkt Polen
  • terracaching.com – kleine, vorwiegend englischsprachige Datenbank fĂŒr Caches „hoher QualitĂ€t“, die nicht auf den anderen Datenbanken gelistet sind
  • waymarking.com
  • wherigo.com
  1. ↑ Adventurelabs
  2. ↑ Pressemeldung des Betreibers auf Twitter, 12. August 2015, abgerufen am 18. August 2015.
  3. ↑ cachewiki.de
  4. ↑ Meldung auf extremcaching.com vom 27. MĂ€rz 2013: Extremcaching feiert den 200. aktiven Geocache auf der Plattform.