SĂŒĂbier
Als SĂŒĂbier oder Malzbier bezeichnet man allgemein ein dunkles obergĂ€riges NĂ€hrbier mit wenig Bitterstoffen. Mit Ausnahme von Bayern und Baden-WĂŒrttemberg ist die Zugabe von Zucker, Zuckersirup und Zuckercouleur zulĂ€ssig.[1]
Herstellung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Biere werden mit einer StammwĂŒrze von 7 bis 8 Grad Plato eingebraut. Nach der Filtrierung wird es mit soviel Zucker versetzt, dass der StammwĂŒrzegehalt auf ca. 12 Grad Plato steigt. FĂŒr die MalzschĂŒttung werden verschiedene Malze verwendet, hauptsĂ€chlich ist dies dunkles Malz, dem evtl. dunkles Karamellmalz zugegeben wird. Der Rest ist helles Malz. Die Zugabe von Sauermalz ist zulĂ€ssig, um den erwĂŒnschten pH-Wert des Brausuds von 4,5 bis 4,9 zu erreichen.[1]
Alkoholgehalt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Beim Malzbier wird die Hefe bei ungefÀhr 10 °C zugegeben. Es kommt nur zu einer geringen alkoholischen GÀrung und es entsteht nur wenig Alkohol. Der Alkoholgehalt liegt bei alkoholarmem Malzbier bei 1,5 % Vol., alkoholfreie Biere enthalten weniger als 0,5 % Vol.[1]
SĂŒĂbier-Krieg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis in die 1950er Jahre sprach man in der Bundesrepublik Deutschland allgemein von Malzbier. Einem Urteil[2] des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 1958 folgend, darf Malzbier mit Zuckerzusatz in Deutschland nicht als Bier bezeichnet werden, so dass es seitdem unter Namen wie Malztrunk o. À. gehandelt wird. Bekannte Marken sind Vitamalz und Karamalz. Entgegen dieser Rechtslage wird umgangssprachlich der Begriff Malzbier weiterhin verwendet.[3] In der DDR wurde bis 1990 Malzbier als solches produziert und verkauft, unter anderem in der Variante des untergÀrigen Doppelcaramel.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Ludwig NarziĂ, Werner Back, Martina Gastl, Martin Zarnkow: Die ObergĂ€rung. In: Abriss der Bierbrauerei. 8. Auflage. Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2017, ISBN 978-3-527-81282-0, S. 440â441, doi:10.1002/9783527812820.ch8.
- â BGH, Urteil vom 15. Februar 1958, Az. 2 StR 80/57.
- â Informationen bei brauer-bund.de