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Marcel Helbig

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Marcel Helbig (* 1980 in Erfurt[1]) ist ein deutscher Sozialwissenschaftler und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

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Helbig studierte Sozialwissenschaften und Kommunikationswissenschaft an der UniversitĂ€t Erfurt. Dort schloss er 2004 mit dem Bachelorgrad ab. Anschließend wechselte er an die Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin, an der er bis 2007 ein Masterstudium in Sozialwissenschaften absolvierte. Danach ging er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Wissenschaftszentrum Berlin fĂŒr Sozialforschung. 2012 wurde er mit der Dissertation Sind MĂ€dchen besser? Der Wandel geschlechtsspezifischen Bildungserfolgs in Deutschland im Bereich Soziologie an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin zum Dr. phil. promoviert.

Helbig folgte im Oktober 2015 einem Ruf als Professor an den Lehrstuhl fĂŒr Bildung und soziale Ungleichheit an die UniversitĂ€t Erfurt. Dieser Lehrstuhl besteht als Kooperation der UniversitĂ€t Erfurt mit dem Wissenschaftszentrum Berlin fĂŒr Sozialforschung. 2020 wechselte Helbig von Erfurt an das Leibniz-Institut fĂŒr BildungsverlĂ€ufe nach Bamberg.[2] In Erfurt ist er weiterhin Lehrbeauftragter.[3]

Helbig beschĂ€ftigt sich mit Fragen der sozialen Ungleichheit im Bildungssystem, wobei er dabei nicht nur die soziale Herkunft berĂŒcksichtigt, sondern andere Aspekte wie beispielsweise Religion, Geschlecht, familiĂ€re Konstellationen in den Blick nimmt. 2018 veröffentlichte er mit Stefanie JĂ€hnen eine Studie zur wachsenden sozialrĂ€umlichen Spaltung in deutschen StĂ€dten.[4] Diese erregte bundesweit Aufmerksamkeit.[5][6][7][8]

Publikationen (Auswahl)

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  • mit Rita Nikolai: Die Unvergleichbaren: der Wandel der Schulsysteme in den deutschen BundeslĂ€ndern seit 1949, Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2015, ISBN 978-3-7815-2051-6.
  • Auf der Suche nach dem katholischen ArbeitermĂ€dchen vom Lande: Religion und Bildungserfolg im regionalen, historischen und internationalen Vergleich, VS Springer, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-06281-1.
  • Sind MĂ€dchen besser?: der Wandel geschlechtsspezifischen Bildungserfolgs in Deutschland, Campus, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-593-39754-2.
  • mit Jutta Allmendinger und Christine Puschmann: Frauen auf dem Sprung. Die Brigitte-Studie 2008. Gruner + Jahr, Hamburg 2008.
  • mit Benjamin Edelstein, Detlef Fickermann und Carolin Zink: Aufholen nach Corona? Maßnahmen der LĂ€nder im Kontext des Aktionsprogramms von Bund und LĂ€ndern, veröffentlicht als 19. Beiheft Die Deutsche Schule, Waxmann 2022, MĂŒnster / New York, 355 Seiten, ISBN 978-3-8309-4603-8, (OpenAcces-Link)
  • Marcel Helbig auf der Seite des Leibniz-Instituts fĂŒr BildungsverlĂ€ufe
  • Marcel Helbig auf der Seite der UniversitĂ€t Erfurt
  • Marcel Helbig im Who is Who der UniversitĂ€t Erfurt (wird seit 2020 nicht mehr aktualisiert)
  • Marcel Helbig auf der Seite des Wissenschaftszentrums Berlin

Einzelnachweise

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  1. ↑ Autorenangaben (Memento vom 17. September 2018 im Internet Archive) in Zeitschrift fĂŒr Soziologie, Jahrgang 44, Heft 3, Juni 2015, S. 241.
  2. ↑ Lebenslauf (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2026. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) auf der Seite des Leibniz-Instituts (zuletzt abgerufen am 13. Dezember 2020).
  3. ↑ Helbig auf uni-erfurt.de (zuletzt abgerufen am 13. Dezember 2020).
  4. ↑ Marcel Helbig, Stefanie JĂ€hnen: Wie brĂŒchig ist die soziale Architektur unserer StĂ€dte? Trends und Analysen der Segregation in 74 deutschen StĂ€dten, WZB, Berlin 2018 (abgerufen am 17. September 2018).
  5. ↑ In deutschen GroßstĂ€dten nimmt die Gettoisierung deutlich zu, Beitrag auf Die Welt vom 23. Mai 2018.
  6. ↑ Reiche hier, Arme dort, Beitrag der SĂŒddeutschen Zeitung vom 23. Mai 2018.
  7. ↑ Segregation in Deutschland: Die soziale Spaltung der StĂ€dte nimmt zu, Der Tagesspiegel vom 23. Mai 2018.
  8. ↑ Segregation in Deutschland erheblich gestiegen, Beitrag des WDR vom 23. Mai 2018.