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MitGift

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Film
Titel MitGift
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1976
LÀnge 110 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Sentana und den WDR
Stab
Regie Michael Verhoeven
Drehbuch Michael Verhoeven
Produktion
Musik Michael RĂŒggeberg
Kamera Igor Luther
Schnitt Helga Borsche
Besetzung

MitGift ist eine deutsche Kriminalkomödie aus dem Jahre 1976. Unter der Regie von Michael Verhoeven spielen Verhoevens Ehefrau Senta Berger, Mario Adorf und Ron Ely.

Eine ungewöhnliche Dreierbeziehung steht im Mittelpunkt dieser Geschichte. Gemeinsam haben Alice und ihr Geliebter Edgar mit ein paar Pillen zu viel den herzkranken Senator Millinski, Alices Vater, vom Leben zum Tode befördert und leben jetzt von dessen Vermögen in seiner luxuriösen Villa. Jedoch macht stĂ€ndiges Misstrauen seitdem beiden das Leben fortschreitend zur Hölle. Alice, eine schöne und junge Frau, nimmt sich zunĂ€chst heimlich, dann aber immer offener verschiedene Liebhaber. Ihrer neuesten Eroberung, dem attraktiven, hoch gewachsenen aber schlecht bezahlten Wissenschaftler Kurt, vertraut sie schließlich ihre grĂ¶ĂŸte Sorge an: Dass Edgar sie eines Tages ermorden könnte. Sie plagt die Ahnung, er wolle sich auf diese Weise fĂŒr all ihre Verfehlungen, ihre SeitensprĂŒnge und handfesten AffĂ€ren, rĂ€chen.

Und tatsĂ€chlich hat Edgar einen raffinierten Mordplan ausgeheckt, um Alleinbesitzer des großen Vermögens zu werden. Er tauscht ihre Medizin gegen eine giftige Substanz aus, und beide fahren ins sonnige Sorrent, um sich vom vielen Nichtstun daheim endlich zu erholen. Doch Alice hat lĂ€ngst den Braten gerochen, tĂ€uscht die Einnahme ihrer „Medizin“ vor und stellt sich tot. Erst im Leichenhaus kehrt sie zu den Lebenden zurĂŒck, doch da ist ihr Edgar lĂ€ngst wegen Mordes verhaftet worden und muss nun im GefĂ€ngnis einsitzen. Bald ist auch Kurt abgeschrieben, und Alice fĂ€hrt mit dem Auto fort in eine ungewisse, von Ex-Liebhabern befreite Zukunft. Unterwegs gabelt sie einen gut aussehenden, jungen Anhalter auf, eine neue AffĂ€re. Im Rausch des SiegesgefĂŒhls unachtsam geworden, nimmt Alice einen Schluck aus Edgars FlĂ€schchen, das sie lĂ€ngst nicht mehr auf der Rechnung hatte...

Produktionsnotizen

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  • Die Schreibweise „MitGift“ ist ein Wortspiel, das mit einer Doppeldeutigkeit jongliert: mit den Worten „mit Gift“ und mit dem Terminus „Mitgift“.
  • Der Film passierte am 15. Dezember 1975 die FSK und wurde am 13. Februar 1976 uraufgefĂŒhrt.
  • Der aus den USA verpflichtete Ron Ely war in der Bundesrepublik Deutschland zu Beginn der 1970er Jahre durch seine Darstellung des Tarzan in der gleichnamigen Fernsehserie (Ausstrahlung im ZDF) zu großer PopularitĂ€t gekommen und erhielt daraufhin mehrere deutsche Filmangebote.
  • Die KostĂŒmentwĂŒrfe stammen von Ilse Dubois, deren letzter Kinofilm MitGift war.

Im film-dienst ist zu lesen: „Michael Verhoeven will die durchweg gepflegt und diszipliniert im attraktiven ‚besseren‘ Milieu arrangierte KinomĂ€r als Komödie verstanden wissen. Doch die beliebten Unterhaltungsklischees sind zu wenig versetzt, SchauplĂ€tze und Figuren etwas zu bunt und zusammengewĂŒrfelt, die Handlung zu schwerblĂŒtig-zĂ€hflĂŒssig und arm an echten Überraschungsmomenten. Zu einer schwarzen Komödie angelsĂ€chsischer GĂŒtemarke hat’s vor allem deshalb nicht gereicht, weil ein guter Schuß unterkĂŒhlter Ironie fehlt. [
] Doch eigentlich vermögen nur Elisabeth Flickenschildt und Helmut Qualtinger in zwei Nebenrollen dem faden, grobkörnigen Gift der schönen weiten Welt etwas knisterndes Salz beizumischen. [
] Immerhin, handwerklich ein Lichtblick in der tristen Landschaftsszene deutschen Konsumfilms.“[1]

Das Lexikon des Internationalen Films schrieb: „Absichtsvoll mit Klischees und Kolportageelementen ĂŒberladene ‚Schwarze Komödie‘ von Michael Verhoeven. Die etwas zĂ€hflĂŒssige Inszenierungsweise bremst das Tempo der Geschichte und mildert ihre satirische SchĂ€rfe.“[2]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Leo Schönecker in film-dienst, Nr. 3 vom 3. Februar 1976
  2. ↑ Klaus BrĂŒne (Red.): Lexikon des Internationalen Films Band 5, S. 2618. Reinbek bei Hamburg 1987.