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Mutants

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Film
Titel Mutants
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2009
LÀnge 89 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie David Morlet
Drehbuch Louis-Paul Desanges
David Morlet
Produktion Alain Benguigui
Thomas Verhaeghe
Kamera Nicolas Massart
Besetzung

Mutants (Alternativtitel: Mutants – Du wirst sie töten mĂŒssen!) ist ein französischer Horrorfilm von David Morlet aus dem Jahr 2009.

Eine Infektionskrankheit hat innerhalb kĂŒrzester Zeit fast die gesamte Menschheit in kannibalische Wesen verwandelt. Die wenigen noch nicht Infizierten kĂ€mpfen um ihr Überleben. So auch die schwangere Sonia und ihr Freund Marco. In einem Krankenwagen unterwegs, versuchen sie mit einer Soldatin und einem schwerverletzten Mann die nahe gelegene MilitĂ€rbasis Noe zu erreichen. Auf dem Weg dorthin tötet die Soldatin den nicht mehr zu rettenden Mann. Als die drei zum Tanken einen Zwischenstopp einlegen, wird die Soldatin von einem Mann attackiert. Sonia beschĂŒtzt den Mann, den sie fĂŒr einen verĂ€ngstigten Autisten hĂ€lt und zwischen den dreien entbrennt ein Streit. Als der Mann Marco attackiert, erschießt ihn die Soldatin, die im Verlauf des nachfolgend entbrannten Feuergefechts stirbt. Marco hat eine Schussverletzung erlitten und Blut des Infizierten verschluckt.

Mit der letzten TankfĂŒllung erreichen Sonia und Marco ein ehemaliges medizinisches GebĂ€ude. Sonia versorgt die Wunden ihres Freundes und macht ihm Hoffnung. Sie selber sei zwar gebissen worden, zeige aber keine Krankheitssymptome. Vielleicht könne sie ihm helfen, indem sie ihm Transfusionen mit ihrem Blut gebe. Die Behandlung zeigt jedoch keinen Erfolg. Immer wieder versucht Sonia, Funkkontakt zur MilitĂ€rbasis aufzunehmen, aber es ist nicht klar, ob ihr das auch gelingt. Die Infektion von Marco ist nun so weit fortgeschritten, dass sie ihn isolieren muss. Statt der erhofften Rettung durch das MilitĂ€r taucht eine Gruppe von drei MĂ€nnern und einer Frau unter der FĂŒhrung des psychopathischen Francks auf, die die SchlĂŒssel zu dem Krankenwagen wollen. Einer der MĂ€nner ist verletzt und Sonia versorgt ihn medizinisch. Sie kann den undurchsichtigen Virgile ĂŒberreden, sie zu einem FunkgerĂ€t zu bringen. Dort angekommen gelingt es Sonia, Funkkontakt zu der MilitĂ€rbasis Noe aufzunehmen und von ihrer ImmunitĂ€t zu berichten. Die beiden werden jedoch von Infizierten angegriffen und Virgile stirbt.

Sonia, die sich ohne Wissen der anderen von Virgile zu dem FunkgerĂ€t hat bringen lassen und nun ohne Virgile und ohne Benzin fĂŒr den Krankenwagen zurĂŒckkommt, wird von Franck brutal zusammengeschlagen. Marco, der im Keller eingeschlossen ist und bei dem die Infektion immer weiter fortschreitet, stĂ¶ĂŸt einen markerschĂŒtternden Schrei aus, den andere Infizierte hören und auf den hin sie das GebĂ€ude angreifen. Die Gruppe wird einer nach dem anderen von den Infizierten getötet. Sonia kann mit Hilfe ihres Freundes Marco auf ein kleines, sicher umzĂ€untes Areal entkommen, doch Marco hat kaum noch Kontrolle ĂŒber sein Verhalten. Sonia tötet ihren Freund. Als die Infizierten versuchen, den Stacheldrahtzaun zu ĂŒberwinden, taucht ein Helikopter von der MilitĂ€rbasis auf. Die Soldaten töten die Infizierten in der unmittelbaren Umgebung und nehmen Sonia im Hubschrauber mit.

Mutants ist nach zwei Kurzfilmen das SpielfilmdebĂŒt von Regisseur David Morlet. Der Film wurde mit einem geringen Budget gedreht. Er spielt im Winter an wenigen Drehorten.

Obwohl der Filmtitel auf Mutanten hindeutet, ist der Bezug auf Zombiefilme eindeutig, da sich die Infizierten genauso verhalten wie Zombies. Der Film legt den Fokus auf das Einzelschicksal eines Liebespaares und zeigt an vielen Stellen die aussichtslose Beziehung zwischen Hoffen und Bangen um Rettung. Mit dem psychopathischen Franck taucht außerdem eine Figur auf, die sich bereits in Die Nacht der lebenden Toten „zum integralen Bestandteil des postapokalyptisch subpolitischen“ Zombiefilms entwickelte: die „Bestie in Menschengestalt“[1], ein entmenschlichter Charakter, der Zombies (oder in diesem Fall Mutanten) aus reiner Lust am Töten bekĂ€mpft, aber selber sozial und moralisch völlig verkommen ist.

Veröffentlichung

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Erstmals gezeigt wurde Mutants am 31. Januar 2009 auf dem Gérardmer Film Festival.[2] Die Premiere der deutschsprachigen Fassung erfolgte am 21. August 2009 auf dem Fantasy Filmfest. Im deutschsprachigen Raum wurde der Film von Sunfilm Entertainment veröffentlicht. Die DVD erschien am 7. Januar 2010, eine Blu-ray-Veröffentlichung folgte am 5. Februar 2010. Der Film wurde von der FSK ohne Jugendfreigabe freigegeben.[3]

Mutants wurde von vielen Kritikern der neuen Horrorfilmwelle aus Frankreich um Martyrs oder Frontier(s) zugerechnet, die vermehrt auf harte Splattereffekte setzen, aber auch eine komplexere Geschichte erzĂ€hlen wollen. Wobei Mutants stark vom britischen 28 Days Later und dem Roman Ich bin Legende beziehungsweise dessen Verfilmungen beeinflusst zu sein scheint.[1] Die Kritiken fielen sehr gemischt aus, teilweise wurde der Film wohlwollend gelobt, aber er wurde auch als mittelmĂ€ĂŸig bezeichnet.

„MUTANTS ist atmosphĂ€risches Spannungskino der europĂ€ischen Art – hart, psychologisch, nihilistisch. Weniger ist hier mehr, da mĂŒssen keine epischen Reisen durch Zombieland unternommen werden, da braucht man keine Massen an Schießbudenfiguren, es reicht der verschneite Schauplatz und eine Handvoll ambivalenter Charaktere. Die dynamische Kamera und eine klaustrophobische Tongestaltung machen den Film zum Genuss fĂŒr Genrefans.“

– Marcus Stiglegger: Review im Ikonen-Magazin[4]

„Die effektvolle Inszenierung vermag jedoch dabei dem Horror-Subgenre des Zombie- bzw. Mutantenthrillers nicht annĂ€hernd etwas Neues hinzuzufĂŒgen. Auch Tiefgang sucht man in diesem stets soliden, nie jedoch wirklich ĂŒberzeugenden Splatterfilm vergebens. Man kennt die Motive des Films schon von woanders, von besseren und innovativeren Genre-Vertretern. Aus diesem Grunde wird man auch so gut wie nie wirklich ĂŒberrascht: zu vertraut ist das Gezeigte, obwohl es dieses Mal ausnahmsweise aus Frankreich kommt.“

– Lutz Granert: Movie Maze[5]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Review. Hanlemedown.de, abgerufen am 16. September 2010.
  2. ↑ GĂ©rardmer 2009: Mutants. Films-horreur.com, 5. Februar 2009, abgerufen am 16. September 2010.
  3. ↑ Mutants in der Online-Filmdatenbank; abgerufen am 16. September 2010.
  4. ↑ Marcus Stiglegger: Mutants –Review. Ikonen-Magazin, abgerufen am 16. September 2010.
  5. ↑ Lutz Granert: Mutants – Review. Moviemaze.com, abgerufen am 16. September 2010.