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No Other Woman

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Film
Titel No Other Woman
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1933
LÀnge 58 Minuten
Produktions­unternehmen RKO Pictures
Stab
Regie J. Walter Ruben
Drehbuch Wanda Tuchock, Bernard Schubert, Owen Francis
Produktion David O. Selznick
Musik Max Steiner
Kamera Edward Cronjager
Schnitt William Hamilton
Besetzung

No Other Woman ist ein Melodrama mit Irene Dunne und Charles Bickford aus dem Jahr 1933.

Jim Stanley ist Bergarbeiter. Seine Ehefrau Anna betreibt nebenbei eine Pension, um das Einkommen der Familie zu verbessern. Dank einer Erfindung von Joe Zarcovia, Logiergast bei den Stanleys, kommt die Familie zu Wohlstand. Nach einigen glĂŒcklichen Jahren verfĂ€llt Jim der zwielichtigen Margot Van Dearing. Jim verlangt von Anna die Scheidung, die sich jedoch weigert, ihre Zustimmung zu geben. Margot drĂ€ngt Jim, Anna unter allen UmstĂ€nden loszuwerden. Es kommt zu einer Scheidungsklage, in der Jim falsche Zeugen aufrufen lĂ€sst, die beeiden, Anna treibe sich stĂ€ndig mit anderen MĂ€nnern herum. Anna ist tief getroffen und obwohl der Richter ihr mit dem Verlust des Sorgerechts fĂŒr ihr Kind droht, gesteht Anna unter TrĂ€nen die angeblichen AffĂ€ren. Ihre Opfergang berĂŒhrt Jim in seinem Herzen und er springt auf, um seine Manipulationen zu gestehen. Das Gericht verurteilt ihn zu einem Jahr GefĂ€ngnis wegen Falschaussage und nach seiner Entlassung verzeiht Anna ihm seine Taten.

Seit ihrem DebĂŒt Ende 1930 war Irene Dunne zum kassentrĂ€chtigsten Star von RKO aufgestiegen. Das Studio setzte Dunne nach ihrem Erfolg in Back Street in einer ganzen Serie von Filmen ein, die die Schauspielerin zu einer MĂ€rtyrerin der Liebe und zur Ikone der Selbstlosigkeit stilisierten. No Other Woman, der im Oktober 1932 in Produktion ging, zeigte Irene Dunne erneut als langleidende Ehefrau, die klaglos jede Niedertracht ihres untreuen Gatten erduldet, niemals die geringsten VorwĂŒrfe erhebt und am Ende sogar aus Liebe eine infame Diffamierungskampagne unterstĂŒtzt. Das Studio stellte in seiner Werbung fĂŒr den Film gerade diesen Aspekt von Dunnes Image in den Vordergrund und erklĂ€rte die Schauspielerin pauschal zu:

„America’s idea of the perfect woman, wife, mother and sweetheart.“[1]

Gwilli Andre war wie auch Tala Birell, Wera Engels oder Marta Labarr eine der zahllosen europÀischen Schauspielerinnen, die zu Beginn der TonfilmÀra dem amerikanischen Publikum erfolglos als NEUE Garbo prÀsentiert wurden.

Der Film basiert auf dem StĂŒck Just a Woman, das 1916 136 AuffĂŒhrungen erlebte. 1925 verfilmte First National den Stoff zum ersten Mal mit Claire Windsor und Conway Tearle in den Hauptrollen.[2]

Die New York Herald-Tribune sah in der Darstellung von Irene Dunne ein Vorbild fĂŒr andere Frauen und wĂ€hlte dazu einen etwas gewagten Vergleich:

„Der weibliche Gandhi unter den Filmstars ist Hollywoods ĂŒberzeugendstes Beispiel fĂŒr die Macht des passiven Widerstands. [
] Ich bin sogar davon ĂŒberzeugt, dass sie eine Inspiration fĂŒr uns alles sein sollte und ein gutes Vorbild fĂŒr die amerikanischen Frauen.“[3]

Die New York Times zeigte sich weit weniger beeindruckt:

„Obwohl die Darsteller wirklich alles in ihrer Macht stehende fĂŒr ihre Rollen geben [
] mangelt es dem Film an Spannung und wo eigentlich Dramatik zu sehen sein sollte, ist alles nur hoffnungslos unglaubwĂŒrdig. [
] Irene Dunne ist nicht unbedingt sympathisch, hauptsĂ€chlich weil sie zu sehr bemĂŒht ist, ĂŒber die Fehler ihres Mannes hinwegzublicken.“[4]

  1. ↑ Amerikas Vorstellung von der perfekten Frau, Mutter und Freundin.
  2. ↑ Lorraine LoBianco: No Other Woman (1933) Articles. Turner Classic Movies, abgerufen am 4. Mai 2019 (englisch).
  3. ↑ The lady Gandhi of the cinema stars is Hollywood’s most determined representative of the mobility of passive resistance. [
] In fact I am sure she should be an inspiration to all of us und a fine example to American Womanhood.
  4. ↑ Even though [
] the leading players do all that is virtually possible with their roles [
] it lacks suspense and where it might be reasonably dramatic it is hopelessly implausible. [
] Irene Dunne, is not precisely sympathetic, chiefly because she is too willing to overlook her husband's reprehensible conduct.