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Optische Bank

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Ansicht einer optischen Bank von der Seite mit fĂŒnf Reitern fĂŒr verschiedene optomechatronische Komponenten, wie einem Helium-Neon-Laser als Lichtquelle (links), einem Neutraldichtefilter und einem Bildsensor zur Bildaufnahme (rechts).
Ansicht einer optischen Bank von oben mit sechs Reitern fĂŒr verschiedene optomechatronische Komponenten, wie einem Helium-Neon-Laser (links), einer Aufweitungsoptik, Linsen, einer Blende, einem Kollimatorobjektiv, einem Mikrolinsen-Array und einem Bildsensor (rechts) sowie einem Mikrocomputer (rechts oben).

Eine optische Bank ist eine Einrichtung, die dazu dient, die Elemente eines linearen optischen Systems zu halten. HÀufig können die einzelnen optischen Elemente wie Linsen, Lichtquellen oder Sensoren zur Justierung entlang der optischen Achse verschoben werden.

Die optischen BĂ€nke finden in einfacher Bauform beim schnellen Aufbau von optischen Systemen, fĂŒr Schulversuche und in der Fotografie Verwendung. Die optische Bank eines astronomischen Teleskops ist hingegen aufwĂ€ndig auf besonders hohe mechanische StabilitĂ€t optimiert.

Im Gegensatz zu einer optischen Bank hat ein optischer Tisch keine bevorzugte Achse, sondern eine bevorzugte Ebene.

Wie der Name beschreibt, handelt es sich dabei um einen linearen TrĂ€ger fĂŒr optische Bauelemente. Es gibt dafĂŒr verschiedenste Bauformen, wie Dreiecksprofile (mit einer Ecke oben), flache Rechteckprofile oder auch Schienensysteme aus zwei oder vier parallelen Rund- oder Rechteckprofilen. Passend zu diesen Profilen gibt es Reiter (die FĂŒĂŸe der Bauelemente), die auf den Schienen verschoben und an beliebiger Stelle festgeklemmt werden können und die eigentlichen optischen Bauelemente tragen. So eine Bank fixiert die optischen Elemente also sowohl in der Höhe als auch in einer der Horizontalkoordinaten, sodass nur noch ein Freiheitsgrad lĂ€ngs der Bankrichtung verbleibt.

Eine in Hochschulen und Schulen noch hĂ€ufig anzutreffende Bauform sind BĂ€nke mit Zeißprofil, deren Querschnitt in der Grundform ein gleichseitiges Dreieck ist. Sie wurden 1912/13 von der Firma Carl Zeiss Jena herausgebracht und sind nach wie vor erhĂ€ltlich.[1]

Eine lineare Bank fĂŒr oft zu verĂ€ndernde Aufbauten wird meistens mittels kleiner Stative oder FĂŒĂŸe aufgestĂ€ndert.

Wenn es um abgewinkelte StrahlengÀnge geht, beispielsweise mit einem brechenden Prisma, gibt es Gelenke, mit denen mehrere solcher linearen BÀnke zusammenmontiert werden können. Die Gelenke sind frei verdreh- und feststellbar.

Insbesondere Großformatkameras werden auch mitunter als „optische Bank“ bezeichnet, da dabei die einzelnen Elemente (Objektivstandarte, Filmstandarte) auf einem gemeinsamen TrĂ€ger, eben der „optischen Bank“, weitgehend verschiebbar und verschwenkbar angeordnet sind. Dieser TrĂ€ger ist zumeist ein stabiles Metallprofil auf einem Stativ mit aufgeschobenen, lĂ€ngenverstellbaren und klemmbaren Halterungen (sogenannte Reitern) fĂŒr die optisch wirksamen Elemente.

Auf dem Fuß der Bauelemente sitzt dann die eigentliche Montierung (siehe auch die astronomische Montierung mit Ă€hnlichen Aufgaben), die Halterung fĂŒr das eigentliche optische Bauelement, also Linsen, Spiegel, Prismen usw.

Zur Justierung der Elemente muss deren Lage variabel gemacht werden. Dazu gibt es Montierungen mit den entsprechenden Einstellmöglichkeiten, zum Verkippen in zwei Achsen (fĂŒr Spiegel, siehe bei Planspiegel), fĂŒr Feinjustierung in der xy-Ebene quer zur Strahlrichtung (fĂŒr Linsen), zur Rotation senkrecht zur Strahlrichtung (von Polarisatoren), zur Rotation in der Strahlebene (fĂŒr Prismen) oder zur Höhenverstellung (von KĂŒvetten mit FlĂŒssigkeiten). Dies sind aber nur die besonders hĂ€ufig vorkommenden Beispiele, es gibt viele weitere hochspezialisierte AusfĂŒhrungen.

Die meisten dieser Verstellmöglichkeiten werden von Hand betÀtigt, im Zuge der Grundjustierung des Strahlengangs. Manche werden aber auch von (Servo-)Motoren betrieben, um sie öfters und/oder automatisiert zu betreiben.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Reinhard Pieper: Aufbauphysik - Ihr Bezug zur Methode des Physikunterrichts und ihre geschichtliche Entwicklung in Deutschland. Dissertation an der UniversitĂ€t Köln 1981, S. 148