Phoxim
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Gemisch aus (E)-Phoxim (links) und (Z)-Phoxim (rechts) | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Phoxim | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C12H15N2O3PS | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
gelbe bis rötliche FlĂŒssigkeit[1] | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 298,30 g·molâ1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flĂŒssig | |||||||||||||||
| Dichte |
1,18 g·cmâ3[1] | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||
| Siedepunkt |
Zersetzung beim Erhitzen[1] | |||||||||||||||
| Dampfdruck | ||||||||||||||||
| Löslichkeit | ||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0âŻÂ°C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Phoxim ist eine organische Verbindung aus der Gruppe der ThiophosphorsĂ€ureester, die vor allem in der VeterinĂ€rmedizin und beim Holzschutz als Insektizid und Akarizid eingesetzt wird. Sie liegt in Form einer gelben bis rötlichen FlĂŒssigkeit vor. Strukturell eng verwandte Verbindungen sind das Chlorphoxim und das Phoxim-Methyl.[5]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Phoxim wurde 1968 von Bayer unter dem Namen Baythion auf den Markt gebracht.
Wirkprinzip
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wirkung als Kontakt-, FraĂ- und Atemgift beruht nach metabolischer Desulfurierung zum PhosphorsĂ€ureester auf der Hemmung der Acetylcholinesterase.[4] Die beiden Stereoisomere des Phoxims besitzen eine unterschiedlich starke Wirkung als Insektizid. Dabei wirkt das cis-Isomer â gemessen als KT50-Wert â sowohl als Kontakt- als auch als FraĂgift schneller auf Organismen wie Stubenfliegen oder die Larven von Gemeiner StechmĂŒcke und dem Eulenfalter Mythimna separata als das trans-Isomer. Die StereoselektivitĂ€t ist je nach Art unterschiedlich stark ausgeprĂ€gt; besonders ausgeprĂ€gt ist sie bei StechmĂŒckenlarven.[6]
Zulassung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, die Phoxim enthalten, wurde in Europa am 21. Juni 2007 widerrufen.[7] Auch in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[8]
Nachweis
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine akute Vergiftung kann durch Cholinesterasebestimmung oder Gaschromatographie nachgewiesen werden. Die zulĂ€ssigen Höchstmengen in Tee und Getreide sowie in anderen pflanzlichen Lebensmitteln betragen nach der RĂŒckstands-Höchstmengenverordnung zwischen 0,1 mg·kgâ1 und 0,05 mg·kgâ1.[4]
Handelsnamen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Baythion
- Sebacil
- Valexon
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bericht des Committee for veterinary medicinal products ĂŒber Phoxim (PDF-Datei; englisch, 40 kB)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA), Monograph fĂŒr Phoxim
- WHO/FAO Data Sheet on Pesticides (PDS) fĂŒr Phoxim ( vom 2. Juli 2014 im Internet Archive)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 7 8 Eintrag zu Phoxim in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 2. Januar 2024. (JavaScript erforderlich)
- â Eintrag zu Phoxim bei Vetpharm, abgerufen am 5. August 2012.
- â Eintrag zu Phoxim in der Datenbank ECHA CHEM der EuropĂ€ischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
- 1 2 3 Eintrag zu Phoxim. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 5. MÀrz 2011.
- â Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu Phoxim-Methyl: CAS-Nr.: 14816-16-1, PubChem: 6506394, ChemSpider: 5005731, Wikidata: Q27286361.
- â Wang Wenli et al.: Stereoselecivity in Insecticidal Activities of Geometric Isomers of Phoxim. In: Pesticides. 1998, 37, 9, S. 20â21.
- â Entscheidung der Kommission vom 21. Juni 2007 ĂŒber die Nichtaufnahme bestimmter Wirkstoffe in Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG (PDF).
- â Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der EuropĂ€ischen Kommission: Eintrag zu Phoxim in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Ăsterreichs und Deutschlands, abgerufen am 27. MĂ€rz 2016.
- GefÀhrlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Giftiger Stoff bei Hautkontakt
- Sensibilisierender Stoff
- Stoff mit Verdacht auf reproduktionstoxische Wirkung
- UmweltgefÀhrlicher Stoff (chronisch wassergefÀhrdend)
- ThiophosphorsÀure-O-ester
- Phenylsubstituierte Verbindung
- Oximester
- Nitril
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Ethylester