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Professor Columbus

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Film
Titel Professor Columbus
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1968
LÀnge 91, 93 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Rainer Erler
Drehbuch Guido Baumann
Rainer Erler
Produktion Rob Houwer
Musik Eugen Thomass
Kamera Fred Tammes
Besetzung

Professor Columbus ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1968 mit Rudolf Platte in der Hauptrolle eines alten Aussteigers.

Der alte, ordnungsliebende Bibliothekar Reinhold Colbus hat ein BĂŒndel Aktien geerbt und erhĂ€lt fĂŒr den Verkauf 12.000 DM, fĂŒr die der alte Wal-Liebhaber ein Walfangschiff kauft, das in Holland vor Anker liegt. Mit ihm plant er, zu den WalgrĂŒnden in die Antarktis zu schippern. Colbus verlĂ€sst seine Arbeitsstelle, um endgĂŒltig seinem alten Leben adieu zu sagen, sich vom Alltagstrott zu verabschieden und diesen verrĂŒckten Traum zu verwirklichen. Das Schiff will er „Walburga VII“ nennen. Als er in Amsterdam ankommt, muss Colbus erkennen, dass sein „Traumschiff“ doch eher einem rostigen, klapprigen Kahn entspricht.

In diesem morschen SeelenverkĂ€ufer haben sich auch noch eine Reihe hollĂ€ndischer Hippies breitgemacht und ihr ganz persönliches Kifferparadies aufgebaut. Hasch-Partys, schwarze Messen und muntere BĂ€umchen-wechsel-dich-Spiele zwischen den jungen MĂ€nnern und MĂ€dchen bestimmen den Alltag der Flower-Power-Hippies. Doch bald ist der Alte nicht mehr entsetzt, sondern lĂ€sst sich von der rauschhaften Lebenseinstellung seiner Untermieter anstecken. Gemeinsam wollen Colbus und die Blumenkinder den vergammelten Pott wieder seetĂŒchtig machen. Aus Colbus wird schließlich „Prof. Columbus“, ein TrĂ€umer auf Entdeckungsfahrt. Zwar macht die hollĂ€ndische Polizei dem Drogensumpf rasch ein Ende, doch schließlich kann der Alte seinen Traum verwirklichen und mit seinem Kutter in See stechen. An fernen Gestaden betritt er schließlich Neuland und tanzt losgelöst im Sand.

Produktionsnotizen

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Professor Columbus entstand Ende 1967 in der Bundesrepublik Deutschland und in den Niederlanden. Am 20. Mai 1968 passierte der Streifen die FSK-PrĂŒfung, die UrauffĂŒhrung war am 23. Mai 1968.

„Der TV-Regisseur Rainer Erler, 35, hatte mit einer biederen Kriegskomödie (‚Fast ein Held‘) im Kino debĂŒtiert; sein zweiter Film ist eine biedere Biedermann-Komödie.“

– Der Spiegel, Ausgabe Nr. 25 vom 17. Juni 1968

„
zeitgeistige(r) Hippie- und Aussteigerkomödie...“

– Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films, Band 6, Berlin 2001

„Eine schmalbrĂŒstige Aussteigergeschichte im Geist der unruhigen 60er Jahre, gewaltsam auf SpielfilmlĂ€nge gebracht, mit einigen lauen satirischen AnsĂ€tzen.“

„Deutsches Jungfilmer-Kino, das alles das feilbietet, was Papas Kino auch schon aufwies: Phantasiemangel, Unfertigkeiten und Langeweile.“

Einzelnachweise

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  1. ↑ Professor Columbus. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. MĂ€rz 2017.
  2. ↑ Evangelischer Presseverband MĂŒnchen, Kritik Nr. 252/1968