RGB-Signal
Das RGB‐Signal ist ein Standard für die Übertragung von Farb-Videosignalen. Dabei werden die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau jeweils in einem eigenen Kanal übertragen beziehungsweise gespeichert.



Farbcodierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jede der Farben Rot, Grün, Blau wird jeweils separiert von den anderen beiden von der Bildquelle zur Anzeige übertragen. Dabei ist der eigentliche Farbwert, d. h. wie viel Rot (Grün, Blau), eine Funktion der Spannung. Kleine Spannung bedeutet wenig Farbwert, hohe Spannung bedeutet viel Farbwert. Die Spitzenspannung für die üblichen Anschlussarten liegt bei 0,7 Volt.
Die Umwandlung bei vorheriger digitaler Bilderzeugung erfolgt durch einen RAMDAC. Dieser setzt den digitalen Farbwert (z. B. 0–255) in ein entsprechendes analoges Spannungssignal um.
Die Art der Farbdarstellung von Bildinhalten als RGB‐Signal ist nah am Sehen des Menschen orientiert, denn dessen Farbrezeption erfolgt mithilfe dreier Arten sogenannter Seh‐Zapfen, deren höchste Empfindlichkeitswerte in den Farbbereichen Rot, Grün, Blau liegen.
Anschlußarten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]RGB-Signale werden zum Beispiel
- über den VGA-Anschluss (bei Computern)
- über den SCART-Anschluss (in der Videotechnik)
- über BNC‐Verbindungen
übertragen.
Im asiatischen Raum findet sich noch eine alternative Form des SCART‐Kabels namens JP‐21, die ebenfalls RGB-Signale übertragen kann. Diese ist durch eine andere Anordnung der Pins jedoch nicht kompatibel mit SCART.
Bei der Funkübertragung von Bildern wird das dreikanalige RGB‐Signal meist nicht verwendet, da es einfacher ist, ein Signal aus nur einem bzw. zwei Kanälen zu übertragen.
Bildsynchronisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Um das Anzeigegerät über den Start einer neuen Bildzeile oder den Start eines neuen Bildes zu informieren, muss gleichzeitig noch ein Synchronisationssignal übertragen werden.
Während das Sync-Signal bei Composite Video bereits in der Chroma-Information integriert ist, oder bei Component Video und S-Video über der Luminance liegt (Y/C), gibt es drei große Typen von Sync für RGB.
Die im Videobereich am häufigsten vertretenen Typen sind Sync on Composite und Composite Sync. Bei Sync on Composite bezieht das Anzeigegerät das Sync-Signal über den Scart Pin, welcher Composite Video überträgt. Composite Sync bedeutet, dass ein separates Sync-Signal über einen separaten Pin des Scarts-Anschlusses übertragen wird und das Signal sowohl die horizontale als auch die vertikale Sync Information enthält.
Bei der Übertragung von VGA wird meist Separate Sync verwendet. Dieses benutzt zwei separate Pins für den horizontalen (HSync) sowie vertikalen Sync (VSync).
BNC-Kabel sind in der Lage sowohl Composite Sync als auch Separate Sync zu nutzen. Eine besondere Form der Übertragung kommt dabei sogar mit nur drei Adern für die Farbkanäle aus und legt das kombinierte (HSync + VSync) Synchronisationsignal zusätzlich mit auf den grünen Farbkanal. Dies nennt man Sync on Green.
Analoge RGBHV-Anschlüsse (RGB mit separaten horizontalen und vertikalen Synchronsignalen) wie BNC waren früher ausschließlich auf professionellen Geräten zu finden. Nun werden sie zum Teil von YPbPr-Component Video verdrängt, da dieses die YCbCr-kodierten Bilddaten, die bei MPEG-basierten digitalen Videoformaten anfallen, ohne vorherige Umrechnung übertragen kann. Die Umrechnung wird in die Kamera (mit RGB-basiertem CCD- oder CMOS-Chip) und in die RGB-basierten Ausgabegeräte verlagert.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Informationen und Tipps zur Wahl der richtigen Videoverbindung (abgerufen am 1. Oktober 2015)
- Messungen an S-VHS- und RGB-Signalen mit dem Videomeßsystem R&S VSA und dem Videoanalysator R&S UAF (abgerufen am 1. Oktober 2015)
- Grundlagen Videosignale (abgerufen am 1. Oktober 2015)