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Richard Peduzzi

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Richard Peduzzi (* 28. Januar 1943 in Argentan) ist ein französischer Architekt, Maler und BĂŒhnenbildner. Er war von 1990 bis 2002 Direktor der École nationale supĂ©rieure des arts dĂ©coratifs de Paris und leitete anschließend sechs Jahre lang die AcadĂ©mie de France Ă  Rome.

Als Ausstellungsarchitekt

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Als Ausstellungsarchitekt gestaltete Peduzzi unter anderem die OpernrĂ€ume im MusĂ©e d’Orsay und die RĂ€ume zur Geschichte des Louvre im MusĂ©e du Louvre, die Sammlungen von Daniel Filipacchi und Nesuhi ErtegĂŒn am Guggenheim Museum New York, Ausstellungen am Grand Palais und in der Villa Medici in Rom (beide 1999), sowie die Nijinski-Ausstellung am MusĂ©e d’Orsay (2000–01) und den Salon du meuble de Paris (2002).

Er zeichnete auch verantwortlich fĂŒr den französischen Pavillon bei der EXPO 1992 in Sevilla, das Mobiliar der BibliothĂšque nationale de France, sowie die Einrichtung des Nationalmuseums in Luxemburg.

2012 wurde im Weingut Chùteau Mouton-Rothschild in Pauillac, Département Gironde der erweiterte und modernisierte GÀrkeller (cuvier) in Betrieb genommen, dessen Entwurf von Peduzzi stammt.

Als BĂŒhnenbildner

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Seit 1968 zeichnet Peduzzi fĂŒr alle Ausstattungen von Patrice ChĂ©reaus Sprechtheater- und Operninszenierungen verantwortlich. LegendĂ€r wurde seine Ausstattung des ChĂ©reau’schen Ring des Nibelungen zum 100-jĂ€hrigen Bestehen der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth 1976 – auch bekannt als Jahrhundertring, Dirigent war Pierre Boulez. Dasselbe Team wurde von Publikum und Kritik auch fĂŒr die UrauffĂŒhrung der von Friedrich Cerha fertiggestellten Lulu von Alban Berg 1979 in Paris – mit Reprisen an der Scala in Mailand – gefeiert. Höchst erfolgreich war auch ChĂ©reaus und Peduzzis Arbeiten fĂŒr das Festival d’Aix-en-Provence: CosĂŹ fan tutte (2005, spĂ€ter auch in Paris und Wien zu sehen) und LeoĆĄ Janáčeks Aus einem Totenhaus (2007, dann auch in Wien und Berlin).

FĂŒr die Salzburger Festspiele gestaltete Peduzzi die BĂŒhnenbilder fĂŒr ChĂ©reaus Don Giovanni (1994), Luc Bondys Nozze di Figaro (1995) und Peter Zadeks Inszenierung von Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (1998). Mit Luc Bondy arbeitet Peduzzi bereits seit den spĂ€ten 1980er Jahren zusammen – beispielsweise fĂŒr Die Zeit und das Zimmer (1989 an der SchaubĂŒhne am Lehniner Platz), The Turn of the Screw (2001 beim Festival d’Aix-en-Provence), Racines PhĂšdre (2003 in Paris) oder HĂ€ndels Hercules (2005 bei den Wiener Festwochen).

Einzelnachweise

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  1. ↑ Angaben auf der Seite der Staatsoper Berlin, abgerufen am 30. Oktober 2012
  2. ↑ Akademie der KĂŒnste Pressemitteilung vom 20. Januar 2022: Akademie der KĂŒnste vergibt Kunstpreis Berlin – JubilĂ€umsstiftung 1848/1948. Richard Peduzzi erhĂ€lt den Großen Kunstpreis Berlin 2022, abgerufen am 21. Januar 2022