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SC Berlin

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
SC Berlin
Logo von SC Berlin
Name Sportclub Berlin e. V.
GrĂŒndung 1990
Vereinssitz Weißenseer Weg 53
13053 Berlin
Mitglieder ca. 3000
Abteilungen 15
Vorsitzender Julia Neugebauer
Website www.sc-berlin.de
Turner des SC Berlin beim Internationalen Deutschen Turnfest 2017

Der SC Berlin (offiziell Sportclub Berlin e. V.) ist ein Sportverein aus dem Berliner Ortsteil Alt-Hohenschönhausen im Bezirk Lichtenberg. Er wurde im Jahr 1990 bzw. 1991 gegrĂŒndet und trat die Nachfolge des aufgelösten SC Dynamo Berlin an. Heute bietet der im Sportforum Hohenschönhausen beheimatete Verein 15 Sportabteilungen fĂŒr ca. 3100 Mitglieder (Stand: 2025) an.

Die Wurzeln des SC Berlin gehen auf den SC Dynamo Berlin zurĂŒck. Dieser war im DDR-Sportsystem einer der erfolgreichsten Sportclubs. Getragen wurde er von der SV Dynamo, der Sportvereinigung der inneren Sicherheitsorgane in der DDR (Volkspolizei, Ministerium fĂŒr Staatssicherheit (MfS), Zollverwaltung).

Mit dem Beginn der Wende in der DDR 1989 und der Auflösung des MfS, fiel auch die hauptsĂ€chliche UnterstĂŒtzung fĂŒr Dynamo weg. Daher wurde der SC Dynamo Berlin am 21. MĂ€rz 1990 in 1. Polizei-Sportclub (PSC) Berlin umbenannt, der dabei die zwölf Sektionen Boxen, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Fechten, Handball, Judo (ehem. SC Dynamo Hoppegarten), Leichtathletik, Radsport, Rudern, Schwimmsport, Turnen, Volleyball ĂŒbernahm. Zeitgleich machte sich die ehemalige Sektion Eishockey des SC Dynamo als EHC Dynamo Berlin selbstĂ€ndig. TrĂ€ger beider Clubs wurde das Ministerium fĂŒr Innere Angelegenheiten, als Clubvorsitzender des PSC fungierte Harold Dimke.[1]

Im weiteren Verlauf wurde der PSC am 23. April 1990 in 1. SC Berlin umbenannt, aus dem im Dezember 1990 bzw. Januar 1991 der SC Berlin als Rechtsnachfolger hervorging.[2][3][4][5] Auch von den ĂŒbernommenen Sektionen machten sich in der Folge einige (insbesondere Mannschaftssportarten) selbstĂ€ndig. In den folgenden Jahren lag der Fokus beim SC Berlin hauptsĂ€chlich auf Schwimmen, Eiskunst- und Eisschnelllauf.

Nachfolgend werden die WerdegĂ€nge verschiedener Sparten des Clubs geschildert. Die Liste der aufgefĂŒhrten Sparten erhebt keinen Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit.

Zu den herausragendsten EiskunstlĂ€ufern des Vereins zĂ€hlen Peggy Schwarz, Mirko MĂŒller, Kati Winkler und RenĂ© Lohse, die allesamt mehrfache deutsche Meister und Teilnehmer an den Welt-, Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen waren.

Die MĂ€nnerhandballmannschaft des SC Dynamo wurde wĂ€hrend der Oberligasaison 1989/90 umbenannt und konnte am Ende der Spielzeit mit dem Gewinn des ersten Meistertitels seit 1971 einen großen Erfolg feiern. Nach der Saison grĂŒndete die Abteilung den HC Preußen Berlin. Aktuell wird im SC Berlin kein Handball betrieben.

Seit 1990 starteten eine Reihe erfolgreicher Leichtathleten fĂŒr den SC Berlin – darunter etwa LĂ€uferin Kathrin Ullrich, MehrkĂ€mpferin Peggy Beer und 400-Meter-LĂ€uferin Janin Lindenberg. Mehrfach erhielt die Abteilung das grĂŒne Band fĂŒr vorbildliche Talentförderung. Bis zum Ende der 1990er Jahre verlor der einstige Elite-Verein viele seiner LeistungstrĂ€ger. Seit 2010 ist der SC Berlin wieder stĂ€rker in der Nachwuchsförderung aktiv und bringt seit 2016 auch wieder regelmĂ€ĂŸig Medaillengewinner bei Deutschen Jugendmeisterschaften sowie Nachwuchsbundeskaderathleten hervor. Der SC Berlin war bis zu deren Auflösung im Jahr 2013 Teil der LG Nike Berlin.

Die aktuell erfolgreichsten Fahrer des SC Berlin sind Maximilian Schachmann vom WorldTour-Team Bora-Hansgrohe, Theo Reinhardt, der u. a. bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2013 eine Bronzemedaille gewann, und Maximilian Beyer.

Der SC Berlin hat zahlreiche erfolgreiche Schwimmsportler hervorgebracht und eine Vielzahl an deutschen Meisterschaften gewonnen. Zu den bekanntesten Schwimmern gehören Franziska van Almsick, Steffen Zesner, Sylvia Gerasch oder Daniela Hunger, die auch bei Welt- und Europameisterschaften sowie den Olympischen Spielen erfolgreich antraten.

Die ĂŒberaus erfolgreichen Frauen- und MĂ€nnervolleyballmannschaften des SC Dynamo brachten in ihrer kurzen Zugehörigkeit zum SC Berlin in der Saison 1990/91 dem Verein jeweils zwei „Ostdeutsche“ Meisterschaften und Pokalsiege ein. Nach dieser Saison schlossen sich die MĂ€nner mit dem ehemals West-Berliner Verein SC Charlottenburg (bis 1989 VdS Berlin) zum SCC Berlin zusammen, wĂ€hrend die Frauen zusammen mit dem TSV Rudow 1888 den CJD Berlin grĂŒndeten. Beide Vereine waren in den Folgejahren sehr erfolgreich. Aktuell wird im SC Berlin kein Volleyball betrieben.

Commons: SC Berlin – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Fischer: Erster Polizei-Sportclub. In: Neues Deutschland. 22. MĂ€rz 1990, abgerufen am 14. Februar 2013.
  2. ↑ JĂŒrgen Holz: Treuhand-Entscheid und Jobsuche. Vom Berliner Sportforum wird nichts verscherbelt / 20 Millionen Defizit. In: Neues Deutschland. 4. Januar 1991, S. 12, Sp. 3.
  3. ↑ Sven Webers: Die 24 Vereine der eingleisigen DDR-Oberliga MĂ€nner 1964–1991. In: bundesligainfo.de. Abgerufen am 11. Februar 2013.
  4. ↑ Jurij Robel: Ausflug in die Geschichte: Sportclub Berlin. In: home.arcor.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 10. Januar 2010; abgerufen am 11. Februar 2013.
  5. ↑ JĂŒrgen Bertko, Gerd Bertko: Vereinsgeschichte. In: eiskunstlauf-scberlin.de. SC Berlin, abgerufen am 11. Februar 2013.