Synomon
Ein Synomon (von griech. ÏÏÏ , syn zusammen, mit) ist ein Botenstoff (eine sog. Allelochemikalie) zur InformationsĂŒbertragung zwischen unterschiedlichen Arten, die sowohl dem emittierenden Individuum, dem Sender, als auch dem aufnehmenden Organismus, dem EmpfĂ€nger, nĂŒtzt. Der Begriff wurde 1976 von Donald Nordlund und W. J. Lewis geprĂ€gt.[1] Locken beispielsweise von einem FraĂinsekt befallene Pflanzen mittels eines Botenstoffes andere Insekten an, die wiederum den PflanzenschĂ€dling fressen, so ist der Botenstoff als Synomon anzusehen, da er sowohl der Pflanze als auch dem Insekt nutzt, das sich von den PflanzenschĂ€dlingen ernĂ€hrt. Bekannt ist diese Art der Anlockung bei der Limabohne (Phaseolus lunatus). Diese produziert bei Befall der Bohnenspinnmilbe Tetranychus urticae, das Linalool, welches eine Raubmilbe (Phytoseiulus persimilis), also einen natĂŒrlichen Feind des PflanzenschĂ€dlings,[2] anlockt. Dieser vertilgt den FraĂfeind der Limabohne und befreit somit die Pflanze von ihrem SchĂ€dling; das Linalool ist ein Synomon fĂŒr die Pflanze und die Raubmilbe.
Der Begriff dient der Abgrenzung zu den Allomonen, die dem abgebenden Organismus (Sender) nĂŒtzen, den Kairomonen, die dem empfangenden Organismus nĂŒtzen, und den Pheromonen, die innerhalb einer Spezies Informationen vermitteln.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Donald A. Nordlund, W. J. Lewis: Terminology of chemical releasing stimuli in intraspecific and interspecific interactions. In: Journal of Chemical Ecology. 2, 1976, S. 211â220, doi:10.1007/BF00987744.
- â Pflanzenschutzamt Hamburg: Biologischer Pflanzenschutz: NĂŒtzlingseinsatz.