Ulle Hees

Ulle Hees (* 19. MĂ€rz 1941 in Wuppertal; â 9. Juli 2012 ebenda[1]) war eine deutsche Bildhauerin und bildende KĂŒnstlerin.[2]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hees wuchs in Vohwinkel auf und studierte Bildhauerei an der Werkkunstschule Wuppertal am Haspel bei Kurt Schwippert. 1958 ging sie an die Akademie der Bildenden KĂŒnste nach MĂŒnchen, unter anderen zu Josef Henselmann, und 1961 fĂŒr drei Jahre weiter nach Rom an die dortige Accademia Nazionale dei Lincei, wo sie auch bei Pericle Fazzini lernte. 1964 kehrte sie in ihre Heimatstadt zurĂŒck, in der sie seitdem lebte und arbeitete.
Die KĂŒnstlerin machte sich einen Namen insbesondere durch eine FĂŒlle von Skulpturen und Plastiken in der gröĂten Stadt des Bergischen Landes und im nĂ€heren Umkreis. Im Zentrum Elberfelds stehen ihre Abbilder der einheimischen Originale Zuckerfritz und Mina Knallenfalls. Im Foyer des Landeskirchenamts der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie am Ende einer Sichtachse zur Gemarker Kirche steht auf der belebten EinkaufsstraĂe Werth in der Mitte Barmens ihre Interpretation der ZeitlĂ€ufte rund um das Barmer Bekenntnis, die Bronzeplastik Ja-Sager und Nein-Sager.[3] In Hemer stammt von ihr die Stele Aus der Tiefe am Neuen Markt, in Gevelsberg das Mahnmal fĂŒr die Opfer und Verfolgten des Nationalsozialismus auf dem Rathausvorplatz und in Remscheid-LĂŒttringhausen der Bandwirkerbrunnen. Eine Pina-Bausch-Skulptur[4] war in Arbeit. Ein Werkeverzeichnis erschien im November 2011.[5]
Ăber ihr bildhauerisches Schaffen hinaus betĂ€tigte sich Ulle Hees, die in der Friedrich-Engels-Allee ein Atelier betrieb, beispielsweise auch als FotokĂŒnstlerin, Lithografin und KunstpĂ€dagogin.
Im Jahr 2000 war Ulle Hees PreistrÀgerin der Enno und Christa Springmann-Stiftung.
- Zuckerfritz
- Mina Knallenfalls
- Spielbrunnen (Elberfeld)
- Brunnen am Langerfelder Markt
- Bandwirkerbrunnen vor Rathaus LĂŒttringhausen
- Mahnmal am Wuppertaler Landgericht
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rita KĂŒster und Erik Schönenberg (Hrsg.): Ulle Hees â ErzĂ€hlte Geschichte. Plastiken im öffentlichen Raum. Edition Köndgen, Wuppertal 2011, ISBN 978-3-939843-18-4.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und ĂŒber Ulle Hees im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Skulptur fĂŒr Else: Ausstellung von Zeichnungen â Aktionen fĂŒr ein ELS-Theater; Internetseite der Else-Lasker-SchĂŒler-Gesellschaft
- Cora Theobalt: Ulle Hees freut sich auf GĂ€ste: Die KĂŒnstlerin öffnet ihr Atelier; Westdeutsche Zeitung vom 2. Dezember 2010; abgerufen am 12. Juli 2012
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Manfred Görgens: Ulle Hees ist tot: Trauer um die Mutter der Mina Knallenfalls; Westdeutsche Zeitung (online) vom 10. Juli 2012
- â Ruth Meyer-Kahrweg: DenkmĂ€ler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal (Biographien der beteiligten KĂŒnstler); Born, Wuppertal, 1991, ISBN 3-87093-058-6
- â Eko Alberts: Meditation zur Skulptur âJa-Sager und Nein-Sagerâ ( des vom 7. Juni 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.; auf der Internetseite der Union Evangelischer Kirchen, 2009 (pdf; 542 kB)
- â Meike Nordmeyer: Ulle Hees: Eine Skulptur zu Pina Bausch ist in Arbeit; Interview in der Westdeutschen Zeitung vom 8. April 2011; abgerufen am 29. November 2011
- â Ulle Hees: ErzĂ€hlte Geschichte â Plastiken im Ăffentlichen Raum; Buchanzeige bei der Edition Köndgen
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hees, Ulle |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Bildhauerin |
| GEBURTSDATUM | 19. MĂ€rz 1941 |
| GEBURTSORT | Wuppertal |
| STERBEDATUM | 9. Juli 2012 |
| STERBEORT | Wuppertal |