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V-Antenne

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Antennendiagramm und Aufbau der V-Antenne, aus der Patentschrift von Carter

Eine V-Antenne ist eine Richtantenne, die im Frequenzbereich von ca. 1 MHz bis ca. 1 GHz als Sende- und Empfangsantenne dient. Sie zÀhlt zu der Gruppe der Langdrahtantennen und wurde im Jahre 1928 von Lindenblad erfunden und im Jahre 1930 von Philip Staats Carter bei der Firma Radio Corporation of America (RCA) in einem Patent beschrieben.[1]

Aufbau und Beschreibung

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Bei der V-Antenne wird durch die V-förmige Anordnung zweier horizontaler Langdrahtantennen die Richtwirkung und der Antennengewinn erhöht. Dadurch entsteht eine bidirektional wirkende (nach zwei Richtungen wirksame) Richtantenne. Der Gewinn einer V-Antenne ist um ca. 3 dB höher als der eines gleich langen Einzeldrahtes, vorausgesetzt, dass der Spreizwinkel α (alpha) optimal gewÀhlt wurde.

Mit wachsender SchenkellĂ€nge steigt der Antennengewinn in der Hauptstrahlrichtung, gleichzeitig wird die BĂŒndelung des Strahls schĂ€rfer. Der optimale Spreizwinkel ist von der SchenkellĂ€nge abhĂ€ngig, er wird mit steigender SchenkellĂ€nge kleiner. Bei einer V-Antenne ist die SchenkellĂ€nge relativ unkritisch. Der Spreizwinkel ist, besonders bei großen SchenkellĂ€ngen, sehr kritisch. Der Spreizwinkel bewirkt, dass sich die Hauptkeulen im Richtdiagramm der beiden Antennenzweige phasengleich zusammensetzen.

FĂŒr die Berechnung des Spreizwinkels gilt der folgende empirische Zusammenhang:

  • α = Spreizwinkel
  • λ = WellenlĂ€nge
  • l = SchenkellĂ€nge (LĂ€nge der EinzeldrĂ€hte)

Die Hauptstrahlrichtung der Antenne liegt in der Richtung der Winkelhalbierenden. Der Erhebungswinkel der Strahlung ist relativ klein. Die V-Antenne eignet sich deshalb vor allem fĂŒr die hochfrequenten KurzwellenbĂ€nder.

Die Speisung der V-Antenne erfolgt in einem Spannungsbauch, sie hat deshalb eine hochohmige Eingangsimpedanz. Ein Mehrbandbetrieb ist bei Verwendung einer abgestimmten Speiseleitung möglich. Beim Einbandbetrieb ist eine Speisung der Antenne ĂŒber eine unabgestimmte Speiseleitung, ĂŒber eine abgeschlossene Viertelwellenstichleitung, vorteilhafter. Bei großen SchenkellĂ€ngen betrĂ€gt der Eingangswiderstand ca. 600 Ω.

Abgeschlossene V-Antenne

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Eine Abgeschlossene V-Antenne ist eine Richtantenne, welche im Frequenzbereich von ca. 1 MHz bis ca. 1 GHz als Sende- und Empfangsantenne dient. Sie zĂ€hlt zu der Gruppe der Langdrahtantennen und wurde im Jahre 1933 von Philip Staats Carter in einem Patent (P. S. Carter – US 2,099,296 - 1933) beschrieben.

FĂŒr den Aufbau der Antenne werden 3 Maste und 2 AbschlusswiderstĂ€nde benötigt. Kritisch ist die Erdung der AbschlusswiderstĂ€nde, da ihre Entfernung von der Erde im Normalfall der Masthöhe entspricht. Das Erdungsproblem kann durch den Einsatz einer kĂŒnstlichen Erde gelöst werden. Die kĂŒnstliche Erde wird aus λ/4 langen DrĂ€hten gebildet, die an die AbschlusswiderstĂ€nde angeschlossen werden. Allerdings wird die Antenne dadurch frequenzabhĂ€ngiger bzw. schmalbandiger. Bei Mehrbandbetrieb werden fĂŒr jedes Band gesonderte λ/4-Leitungen benötigt.

Die angepasste, symmetrische Speiseleitung der abgeschlossenen V-Antenne hat einen Wellenimpedanz von ca. 450 Ω bis 600 Ω. Die abgeschlossene V-Antenne kann ĂŒber ein beliebig langes 50-Ω-Koaxialkabel erregt werden. Dazu wird am Speisepunkt ein Ringkern-Balun 9:1 bis 12:1 eingesetzt.

Inverted-V-Antenne

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Von einer Inverted-V-Antenne (englisch inverted ‚umgekehrt‘) wird gesprochen, wenn die Spitze oben liegt.

Abgeschlossene Inverted-V-Antenne

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Eine abgeschlossene Inverted-V-Antenne, auch: halbe Rhombusantenne, ist eine Richtantenne, die im Frequenzbereich von ca. 1 MHz bis ca. 1 GHz als Sende- und Empfangsantenne dient. Sie zĂ€hlt zu der Gruppe der Langdrahtantennen und wurde im Jahre 1929 von E. Bruce in einem Patent (E. Bruce – US 1,899,410 - 1929) beschrieben.

Abgeschlossene Inverted-V-Antennen werden vor allem in der Form eines senkrecht aufgebauten, stumpfwinkligen V-Strahlers verwendet. Der vertikale Aufbau hat den Vorteil, dass nur ein Mittelmast benötigt wird und dass der Abschlusswiderstand unmittelbar geerdet werden kann. In dieser AusfĂŒhrung ist die Antenne gemischt polarisiert. Die Hauptstrahlung verlĂ€uft unidirektional (einseitig wirksam) in Richtung zum mit dem Abschlusswiderstand abgeschlossenen Antennenende.

Wie bei der offenen Version der Inverted-V-Antenne hĂ€ngt der optimale Spreizwinkel α von der SchenkellĂ€nge l ab. Es ergeben sich fĂŒr die geschlossene AusfĂŒhrung der Inverted-V-Antenne in etwa die gleichen Werte. Der optimale Abschlusswiderstand betrĂ€gt annĂ€hernd 600 Ω. Er hat damit den gleichen Wert wie die Impedanz der Antenne. Die Impedanz hĂ€ngt nur wenig von der Frequenz ab. Dadurch ergibt sich auch eine Eingangsimpedanz von etwa 600 Ω. Die Eingangsimpedanz ist ĂŒber einen sehr großen Frequenzbereich reell.

Ein typischer Einsatzbereich der abgeschlossenen Inverted-V-Antenne sind z. B. Scatter-Messungen.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Patent US1974387: Antenna. Angemeldet am 11. Juni 1930, veröffentlicht am 18. September 1934, Erfinder: Philip Staats Carter.‌