Völkisch
Völkisch ist ein Adjektiv, bei dem es sich um eine Ableitung von Volk handelt. Dem Begriff kommt seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts in der Alltagssprache, den Medien und der Politik, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus eine Bedeutung zu. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Wort dort seltener verwendet, wird aber seit dem Erstarken völkisch-nationaler Bewegungen in Deutschland und Ăsterreich zu deren Beschreibung in jĂŒngster Zeit wieder vermehrt herangezogen. Als Lehnwort wurde der Begriff im Englischen ĂŒbernommen.
Völkisch transportiert seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts einen rassistischen Volksbegriff, der insbesondere auch Antisemitismus beinhaltet. Es wurde im deutschsprachigen Raum als Selbstbezeichnung von der völkischen Bewegung ĂŒbernommen und zu einem SchlĂŒsselbegriff des völkischen Nationalismus. Auch einzelne, ehemals fĂŒhrende Politiker der deutschen Partei Alternative fĂŒr Deutschland (AfD) sprachen sich fĂŒr eine Rehabilitierung des Begriffs völkisch aus.
Entstehungsgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Adjektiv völkisch ist eine lange nur selten verwendete Ableitung von Volk. Erstmals belegt im Deutschen ist es als volckisch im 15. Jahrhundert (NĂŒrnberg, 1482) und mit Umlaut seit dem 16. Jahrhundert[1] als LehnĂŒbersetzung von lateinisch popularis.[2] Historisch entwickelten sich Bedeutungen von âKriegsvolkâ ĂŒber Sammelbegriffe fĂŒr sozial definierte Menschengruppen (âgemeines Volkâ, âUnterschichtenâ bzw. âBevölkerungsmehrheitâ in Unterscheidung zu den âherrschenden Schichtenâ) bis hin zu ethnischen Bezeichnungen, wie sie in Reaktion auf die Französische Revolution in Deutschland im 19. Jahrhundert aufkamen und mit Namen verbunden sind wie Friedrich Ludwig Jahn, Ernst Moritz Arndt und Johann Gottlieb Fichte, der bereits 1811 völkisch als ErklĂ€rung fĂŒr deutsch gebrauchte.
Ăsterreich-Ungarn und Deutsches Reich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Etwa seit der ReichsgrĂŒndung 1871 verengte sich der Bedeutungsinhalt in der medialen, politischen, wissenschaftlichen und Alltagsnutzung des Begriffs erheblich. Gleichzeitig weitete sich der Gebrauch stark aus. Bereits 1875 hatte der Linguist Hermann von Pfister-Schwaighusen (1836â1916), der fĂŒr die SĂ€uberung der deutschen Sprache und Kultur von âfremdenâ EinflĂŒssen kĂ€mpfte, völkisch als Ersatzwort fĂŒr das aus dem Lateinischen kommende national vorgeschlagen.[3][4] Zuerst breitete sich die Vokabel ab 1880 in den deutschsprachigen Gebieten Ăsterreich-Ungarns aus, wo es vor allem von der Alldeutschen Bewegung Georg von Schönerers benutzt wurde. Seit der Jahrhundertwende war es auch im Deutschen Reich im Umlauf. Die Verengung oder Neudefinition des Begriffsinhalts geht zurĂŒck auf die seit den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum stark zunehmende Bedeutung des nationalistischen Milieus und ihrer medialen und politischen Vertretungen wie der Alldeutschen und konservativer Parteien. Seit etwa 1880 war im deutschen Sprachraum ein âvölkischer âRassenantisemitismusââ virulent, der in den 1880er Jahren in heftige antisemitische Kampagnen mĂŒndete. Antisemitische und rassistische Tendenzen begannen âzu verschmelzenâ.[5] In seinem Hauptwerk Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts interpretiert der Verfasser Houston Stewart Chamberlain das antike Griechenland mit seiner Bedeutung fĂŒr Philosophie und Kunst, Rom als BegrĂŒnder von Gesetz und Reichsgedanken sowie die Juden in völkischem Sinne neu. Dabei werden die alten Griechen und Römer mit den Germanen bzw. der weltbeherrschenden âarischen Rasseâ gleichgesetzt, denen die Juden als negatives Gegenbild gegenĂŒbergestellt werden.[6]
Der antisemitische Alldeutsche Verband propagierte und organisierte erfolgreich einen âpangermanisch-völkischen Nationalismusâ. Dazu gehörte als Ziel die Schaffung einer die Marktklassengesellschaft der Kaiserzeit ĂŒberwindenden homogenen, national, politisch und ârassischâ einheitlichen âVolksgemeinschaftâ, also ein âVolkâ als erbbiologisch mystifizierter âBlutsgemeinschaftâ und als GroĂverwandtschaftsverband. Der weit verbreitete, politisch instrumentalisierte Antisemitismus als Ventil fĂŒr KlassengegensĂ€tze und diese völkische Konzeption des Nationalismus verbanden sich miteinander. Juden und andere ethnisch-ârassischâ definierte Minderheiten fielen per se aus der völkischen Definition von Gemeinschaft heraus.[7] Eine weitere, damit eng verbundene Komponente bereits im 19. Jahrhundert, war das sozialdarwinistische Konzept des âKampfs ums Daseinâ ethnisch-rassischer Kollektive.[8]
Eine Begrifflichkeit wurde massentauglich, die aus dem RĂŒckblick betrachtet âeindeutig prĂ€faschistische ZĂŒgeâ aufwies.[9]
Mit der wachsenden Verbreitung als bewusste Selbstbeschreibung und Selbstbezeichnung verlor sich der abwertende Anklang. Im akademischen Sinn von âdas NationalitĂ€tenrecht betreffendâ wurde völkisch in der Zwischenkriegszeit teilweise in akademischen Publikationen verwendet.[10]
Die Entstehung der modernen Kategorie völkisch aus den Besonderheiten der deutschen Geschichte in der Moderne bedeutet auch, dass es schwierig oder unmöglich ist, das Wort in andere Sprachen, so ins Englische, zu ĂŒbersetzen.[11]
Weimarer Republik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die vormals neutrale Bedeutung ging durch die neue Verbindung mit, wie einer der Theoretiker es formulierte, âin erster Linie rassentheoretisch gerichteter Politik und Weltanschauungâ in der Folge völlig verloren.[12] Bereits 1926 beschrieb das Staatslexikon die völkischen Kreise als solche, die Judentum und Nationalismus (ânationale Gesinnungâ) fĂŒr unvereinbar erklĂ€ren wĂŒrden und Juden âĂŒberallâ ausgeschlossen sehen wollten, und ging ausdrĂŒcklich auf den nationalsozialistisch-völkischen âNationalbegriffâ ein, der âVolkstumâ unter dem Einfluss der Rassenideologen Gobineau und Chamberlain mehr rassisch als kulturell verstehe und verwende.[13] Auch nicht nationalsozialistische Zirkel wie der George-Kreis, dem Persönlichkeiten wie der emigrierte Ernst Kantorowicz angehörten, pflegten âvölkischesâ Gedankengut.[14]
SpĂ€testens am Ende der 1920er Jahre ist âvölkischâ in diesem VerstĂ€ndnis fest etabliert und im gesamten nationalistischen Spektrum ein ideologischer SchlĂŒsselbegriff,[15] der Integrationsfunktion hatte und insbesondere die Einbindung von Antisemitismus und Rassismus ermöglichte.[16] So erhielt etwa das seit 1920 erscheinende Parteiorgan der NSDAP den Titel âVölkischer Beobachterâ.
Diese jĂŒngere Begriffsgeschichte von âvölkischâ ist Teil der Vorgeschichte des Nationalsozialismus, weil sich die NSDAP bereits in den Weimarer Jahren als feste GröĂe innerhalb einer gröĂeren völkischen Bewegung verstand. Unter der Vielzahl völkischer Akteure bildete sich die NSDAP als die stĂ€rkste deutschvölkische Kraft heraus.[17] Im Nationalsozialismus konnte das ideologische Konzept in eine Gewaltpraxis umgesetzt werden, ohne dass dazu noch âwesentlich Neuesâ hinzuzuerfinden war.[18]
Nationalsozialismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Obwohl Adolf Hitler in den Jahren 1919/20 das Wort völkisch hĂ€ufig verwendete, fehlt es im 25-Punkte-Programm der NSDAP. In Mein Kampf und in anderen ĂuĂerungen der 1920er Jahre sprach er sich explizit gegen die Sammelbezeichnung völkisch aus, da sie zu unscharf sei und âkeinen MaĂstab fĂŒr die Zugehörigkeitâ zu einer Bewegung biete. Gleichwohl verwendete er sie selbst wiederholt weiter, etwa als Antonym zu international.[19] Die nationalsozialistische Abgrenzung von der ĂŒbrigen völkischen Bewegung zeigt auch Joseph Goebbelsâ Tagebucheintrag vom 8. Januar 1925, völkisch und nationalsozialistisch seien âzwei Dinge, die sich gegenĂŒberstehen wie Feuer und Wasserâ.[20] In der Zeit des Nationalsozialismus ab 1933 wurde völkisch bzw. deutschvölkisch dagegen oft synonym mit nationalsozialistisch verwendet;[21] das Wort gehörte zum regimeĂŒblichen Vokabular: Der Volks-Brockhaus definierte es in seiner Ausgabe von 1940 als ânational mit Betonung der in Rasse und Volkstum liegenden Werteâ.[22] Ein Unterscheidungsmerkmal bildete die völkisch-rassische Variante des Antisemitismus zu anderen europĂ€ischen Faschismen.[23]
Trotz der diffusen Abgrenzungsversuche der Nationalsozialisten erschien die Parteizeitung der NSDAP als Kampfblatt vom Dezember 1920 (knapp 10 Monate nach dem von Hitler verkĂŒndeten GrĂŒndungsprogramm) bis zum 30. April 1945 (dem Todestag Hitlers) unverĂ€ndert unter dem Namen Völkischer Beobachter.
Dem Begriff völkisch wurde mit gleicher ideologischer Grundlage fremdvölkisch gegenĂŒbergestellt. âFremdvölkischeâ Bevölkerungsgruppen bildeten demnach eine Gefahr fĂŒr die Volksgemeinschaft, die von ihnen abzugrenzen war. Zwar war âfremdvölkischeâ Arbeitskraft zu nutzen, aber ihre TrĂ€ger bildeten Gruppen minderen Rechts oder waren rechtlos.[24] Um eine Erfindung nationalsozialistischer Sprachschöpfer handelt es sich auch bei fremdvölkisch nicht. Der Rassenideologe Hans F. K. GĂŒnther verwendete den Terminus in seiner Kleinen Rassenkunde des deutschen Volkes schon vor 1933 und konnte sich damit auf den FĂŒhrer der Alldeutschen Heinrich ClaĂ und dessen Bestseller Wenn ich der Kaiser wĂ€r beziehen. ClaĂ befĂŒrwortete bereits 1912 âfremdvölkische AuslĂ€nderâ als ArbeitskrĂ€fte im Deutschen Reich.[25]
Gegenwart
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Bedeutung â(ethno-)national, ethnischâ hielt sich der Begriff in der Nachkriegszeit noch ĂŒber mehrere Jahrzehnte,[26] insbesondere im Kontext ethnischer Minderheiten in Ost- und Mitteleuropa.[27]
Der Soziologe Friedrich Heckmann erklĂ€rte 1992, das Wort habe eine belastete Geschichte und sei deshalb ânicht mehr verwendbarâ.[28] Heute findet es sich nur noch in historischer Verwendung[29] und zur Beschreibung heutiger nationalistischer Erscheinungen in Gesellschaft und Politik wie etwa der Wochenschrift Junge Freiheit oder politischer Formationen wie der NPD.[30] 2016 erklĂ€rte Frauke Petry, damalige Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei AfD, dass der Begriff âwieder positiv besetztâ werden mĂŒsse und dass die Gleichsetzung âvölkisch ist rassistischâ eine unzulĂ€ssige VerkĂŒrzung sei. Es sei doch einfach nur das âzugehörige Attribut zu Volkâ.[31][32] Zahlreiche mediale Stimmen[33] verwiesen die Sprecherin auf den Duden (völkisch gleich ânationalsozialistisch, in der rassistischen Ideologie des Nationalsozialismusâ[34]). Neben Petry bemĂŒhten sich auch Björn Höcke und AndrĂ© Poggenburg (beide vom rechten FlĂŒgel der AfD, Poggenburg seit Januar 2019 Partei Aufbruch deutscher Patrioten) um eine Rehabilitierung der Begriffe völkisch und Volksgemeinschaft. Zwar verwenden sie nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Hajo Funke die Begriffe anders, als die Nationalsozialisten es taten, es gehe ihnen aber um eine ethnozentristische Verengung des Begriffes Volk: Menschen, die diesem in der Auffassung verengten Begriff nicht entsprĂ€chen, gĂ€lten bei Höcke als âFremdeâ und ihre Zuwanderung als Gefahr fĂŒr die IdentitĂ€t und nationale HomogenitĂ€t Deutschlands. Damit wende er sich nicht nur gegen die FlĂŒchtlinge, sondern gegen die gegenwĂ€rtige Verfassung Deutschlands, der ein solcherart verengter Volksbegriff fremd ist. Durch diese âvölkische Marginalisierungsparanoiaâ unterscheide sich Höckes Kritik an der FlĂŒchtlingspolitik der Bundesregierung von der Kritik demokratischer Politiker, die nicht auf Rassismus grĂŒnde, sondern auf âpraktischen (materiellen, logistischen oder sicherheitspolitischen) Fragestellungenâ.[35]
Die historischen Heimatbewegungen als Orte âvölkischer Ideologieâ
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Völkische Konzepte und Vertreter völkischer Ideologie hatten eine tragende Bedeutung, sowohl fĂŒr die deutschlandweiten regionalen Heimatbewegungen als auch fĂŒr die in Norddeutschland eigenstĂ€ndig aufgestellte Niederdeutsche Bewegung,[36][37] und zwar ĂŒber das Ende des Nationalsozialismus hinaus. SpĂ€testens nach 1918 lĂ€sst sich von einer âvölkisch radikalisierten Heimatbewegungâ sprechen.[38] Nationalsozialismus und Heimatbewegung verband eine âbeiderseitige völkische Dispositionâ.[39] Das Konzept der âHeimatkunstâ der 1920er Jahre, eng verknĂŒpft mit Vorstellungen von âHeimatschutzâ und âHeimatbewegungâ, war ein völkisches Konzept. Es geht ganz wesentlich auf den bekennenden Antisemiten Adolf Bartels zurĂŒck. âDer völkische Gedankeâ, erklĂ€rte er 1923 in einer Programmschrift, sei âdeutsche Weltanschauungâ. Ziel des völkischen Gedankens, dem man erstmals bei den â in völkischen Kreisen nicht zuletzt als Antisemiten verehrten â Persönlichkeiten âFichte, Arndt, Jahn usw.â habe begegnen können, mithin Ziel auch einer völkischen âHeimatkunstâ und âHeimatbewegungâ, sei die âdeutsche Wiedergeburtâ[40] jenseits des Weimarer Verfassungsstaats.
Auch fremdvölkisch ĂŒberstand den Nationalsozialismus und blieb zunĂ€chst weiter in Verwendung.[41] Inzwischen ist der Begriff aus dem Sprachgebrauch nahezu verschwunden.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck (â21. unverĂ€nderte Auflageâ) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 824.
- â Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2007, ISBN 978-3-11-092864-8, S. 645 (abgerufen ĂŒber De Gruyter Online).
- â Völkisch Movement and Ideology. In: Richard S. Levy: Antisemitism. A Historical Encyclopedia of Prejudice and Persecution. Band 1, Santa Barbara 2005, S. 743â744, hier S. 743.
- â Heiko Steuer: Das âvölkischâ Germanische in der deutschen Ur- und FrĂŒhgeschichtsforschung. In: Heinrich Beck u. a. (Hrsg.): Zur Geschichte der Gleichung âgermanisch-deutschâ. Sprache und Namen, Geschichte und Institutionen. Berlin 2004, S. 357â502, hier S. 375 und 387.
- â GĂŒnter Hartung: Völkische Ideologie. In: Uwe Puschner, Walter Schmitz, Justus H. Ulbricht (Hrsg.): Handbuch zur âVölkischen Bewegungâ 1871â1918. MĂŒnchen u. a. 1996, S. 22â41, hier S. 23 und 28.
- â Johann Chapoutot: From Humanism to Nazism: Antiquity in the Work of Houston Stewart Chamberlain, Abschnitt 4. Online
- â Wolfgang Kruse: Nation und Nationalismus. In: Dossier âDas Deutsche Kaiserreichâ. auf der Website der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 27. September 2012; Hans-Ulrich Thamer: Volksgemeinschaft: Mensch und Masse. In: Richard van DĂŒlmen (Hrsg.): Erfindung des Menschen. SchöpfungstrĂ€ume und Körperbilder 1500â2000. Wien/Köln/Weimar 1998, S. 367â386; Hans-Ulrich Thamer: Nation als Volksgemeinschaft. Völkische Vorstellungen, Nationalsozialismus und Gemeinschaftsideologie. In: Jörg-Dieter Gauger, Klaus Weigelt (Hrsg.): Soziales Denken in Deutschland zwischen Tradition und Innovation. Bonn 1990, S. 112â128.
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- â Wolfgang Kruse: Nation und Nationalismus. In: Dossier âDas Deutsche Kaiserreichâ. auf der Website der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 27. September 2012.
- â Martin Dachselt: Die RechtsverhĂ€ltnisse der fremden Minderheiten in Deutschland. In: Archiv fĂŒr Politik und Geschichte. Band 6, Nr. 1, 1926, S. 317â352, hier S. 321: âEine Regelung der Sprachenfrage gegenĂŒber den völkischen Minderheiten erfolgte durch die einzelnen deutschen Staaten verschieden, teils auf gesetzlichem Wege, so [âŠ]â, oder S. 329: âWas nun den Schutz der völkischen Eigenart der Polen in OstpreuĂen und der Grenzmark anbetrifft, [âŠ].â
- â Helmut Zander: Sozialdarwinistische Rassentheorien aus dem okkulten Untergrund des Kaiserreichs. In: Uwe Puschner, Walter Schmitz, Justus H. Ulbricht (Hrsg.): Handbuch zur âVölkischen Bewegungâ 1871â1918. MĂŒnchen u. a. 1996, S. 224â250, hier S. 244.
- â So Max Hildebert Boehm, 1932, zit. nach GĂŒnter Hartung: Völkische Ideologie. In: Uwe Puschner, Walter Schmitz, Justus H. Ulbricht (Hrsg.): Handbuch zur âVölkischen Bewegungâ 1871â1918. MĂŒnchen u. a. 1996, S. 22â41, hier S. 24.
- â Hermann Sacher (Hrsg.): Staatslexikon. Freiburg im Breisgau 1926, zit. nach haGalil.com.
- â Uwe Puschner, Walter Schmitz, Justus H. Ulbricht: Handbuch zur "Völkischen Bewegung" 1871-1918. Walter de Gruyter, 1996, ISBN 3-11-096424-4 (google.de [abgerufen am 4. Februar 2018]).
- â Marina Schuster: Fidus â ein GesinnungskĂŒnstler der völkischen Kulturbewegung. In: Uwe Puschner, Walter Schmitz, Justus H. Ulbricht (Hrsg.): Handbuch zur âVölkischen Bewegungâ 1871â1918. MĂŒnchen u. a. 1996, S. 635â650, hier S. 643.
- â Die antisemitische Kodierung gehörte âimmerâ zum modernen Inhalt des Begriffs. So Wolfgang Benz auf die Frage âWas bedeutet völkisch?â: Wolfgang Benz: Die 101 wichtigsten Fragen. Das Dritte Reich. MĂŒnchen 2006, S. 26.
- â GĂŒnter Hartung: Völkische Ideologie. In: Uwe Puschner, Walter Schmitz, Justus H. Ulbricht (Hrsg.): Handbuch zur âVölkischen Bewegungâ 1871â1918. MĂŒnchen u. a. 1996, S. 22â41, hier S. 22.
- â Hellmuth Auerbach: Völkische Bewegung. In: Wolfgang Benz, Hermann Graml, Hermann WeiĂ (Hrsg.): EnzyklopĂ€die des Nationalsozialismus. Stuttgart 1998, S. 784.
- â Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Berlin/New York 2007, ISBN 978-3-11-092864-8, S. 645 ff. (abgerufen ĂŒber De Gruyter Online); Christian Hartmann, Thomas Vordermayer, Othmar Plöckinger, Roman Töppel (Hrsg.): Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Band 1, Institut fĂŒr Zeitgeschichte MĂŒnchen, Berlin / MĂŒnchen 2016, S. 928 und 929 (hier das Zitat).
- â Zitiert nach Christian Hartmann, Thomas Vordermayer, Othmar Plöckinger, Roman Töppel (Hrsg.): Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition. Band 2, Institut fĂŒr Zeitgeschichte MĂŒnchen, Berlin / MĂŒnchen 2016, S. 1669.
- â Wolfgang Benz: Die 101 wichtigsten Fragen. Das Dritte Reich. MĂŒnchen 2006, S. 26.
- â Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Berlin / New York, 2007, ISBN 978-3-11-092864-8, S. 645 ff. (abgerufen ĂŒber De Gruyter Online).
- â Uwe Andersen, Woyke Wichard (Hrsg.): Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. 5., aktual. Auflage. Opladen 2003.
- â Siehe z. B. Dieter Gosewinkel: EinbĂŒrgern und AusschlieĂen: Die Nationalisierung der Staatsangehörigkeit vom Deutschen Bund bis zur Bundesrepublik Deutschland. Göttingen 2001, S. 413.
- â Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. Berlin/New York 2007, S. 329Â f.
- â Rosemarie KĂŒnzler-Behncke: Entstehung und Entwicklung fremdvölkischer Eigenviertel im Stadtorganismus. Ein Beitrag zum Problem der âprimĂ€renâ Viertelsbildung. (= Frankfurter geographische Hefte. 33.â34. Jg.). Frankfurt am Main 1960.
- â GĂŒnther Tontsch: Statutargesetzgebung und Gerichtsbarkeit als Kernbefugnisse der SĂ€chsischen NationsuniversitĂ€t. In: Wolfgang Kessler (Hrsg.): Gruppenautonomie in SiebenbĂŒrgen. 500 Jahre siebenbĂŒrgisch-sĂ€chsische NationsuniversitĂ€t. Böhlau, Köln/Wien 1990, S. 30: âMit der NationsuniversitĂ€t hat sich die personale Rechtsgemeinschaft der SiebenbĂŒrger Sachsen [âŠ] dasjenige [âŠ] Vertretungsorgan geschaffen, mit dessen Hilfe sie [âŠ] befĂ€higt wurde, ihre völkische Existenz [âŠ] selbst zu gestalten.â Oder bei: Maja Philippi: Die Bevölkerung Kronstadts im 14. und 15. Jahrhundert. SiedlungsverhĂ€ltnisse und ethnische Zusammensetzung. In: Paul Philippi (Hrsg.): BeitrĂ€ge zur Geschichte von Kronstadt in SiebenbĂŒrgen. (= SiebenbĂŒrgisches Archiv. Band 17). Böhlau, Köln 1984, S. 109: âDa in diese [Steuerregister] alle Hausbesitzer namentlich eingetragen sind, bieten sie die Möglichkeit, die völkische Zusammensetzung der damaligen Einwohnerschaft genau festzustellen.â Philippi bevorzugt ansonsten im Artikel weitestgehend âethnischâ und ânationalâ als entsprechende Begriffe.
- â Friedrich Heckmann: Ethnische Minderheiten, Volk und Nation. Soziologie inter-ethnischer Beziehungen. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-432-99971-2, S. 49, Anm. 24 (abgerufen ĂŒber De Gruyter Online).
- â Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus. De Gruyter, Berlin/New York 2007, S. 645â647, hier S. 647.
- â Helmut Kellershohn: Der völkische Nationalismus der NPD. GrundzĂŒge der NPD-Programmatik. In: Ders. (Hrsg.): Die âDeutsche Stimmeâ der âJungen Freiheitâ. Lesarten des völkischen Nationalismus in zentralen Publikationen der extremen Rechten (= Edition DISS. Band 23). 1. Auflage. Unrast Verlag, MĂŒnster 2013, ISBN 978-3-89771-752-7 (online).
- â Frauke Petry wirbt fĂŒr den Begriff âvölkischâ. In: Die Zeit. 11. September 2016. (zeit.de)
- â Petry will den Begriff âvölkischâ positiv besetzen. In: Die Welt. (welt.de, abgerufen am 11. September 2016)
- â Z. B.: Frauke Petry wirbt fĂŒr den Begriff âvölkischâ. In: Die Zeit. 11. September 2016. (zeit.de); AfD-Chefin Petry will âvölkischâ positiv besetzen. In: Der Tagesspiegel, 11. September 2016. (tagesspiegel.de)
- â Siehe Duden online: duden.de.
- â Hajo Funke: Volk, völkisch, Volksgemeinschaft â historische Konzepte. Die Rechtspopulisten heute und die Gesellschaft der Vielfalt. In: Einsicht. Bulletin des Fritz Bauer Instituts. 9. Jahrgang, 2017, Nr. 18, S. 25â30, hier S. 30 f.
- â Ulf-Thomas Lesle: Hamburg als âMittelpunkt und Kraftquelleâ. Die âNiederdeutsche Bewegungâ â ihre Voraussetzungen und Verbindungen. In: I. Stephan, H. G. Winter (Hrsg.): âLiebe, die im Abgrund Anker wirftâ. Autoren und literarisches Feld im Hamburg des 10. Jahrhunderts. Hamburg 1990, S. 69â82.
- â Siehe z. B. Justus H. Ulbricht: Völkische Erwachsenenbildung. Intentionen, Propaganda und Institutionen zwischen Jahrhundertwende und Weimarer Republik. In: Uwe Puschner, Walter Schmitz, Justus H. Ulbricht (Hrsg.): Handbuch zur âVölkischen Bewegungâ 1871â1918. MĂŒnchen u. a. 1996, S. 252â276; Joachim Wolschke Bulman: Heimatschutz. In: dies, S. 532â544.
- â Willi Oberkrome: âDeutsche Heimatâ. Nationale Konzeption und regionale Praxis von Naturschutz, Landschaftsgestaltung und Kulturpolitik in Westfalen-Lippe und ThĂŒringen. Paderborn 2004, S. 390.
- â Willi Oberkrome: âDeutsche Heimatâ. Nationale Konzeption und regionale Praxis von Naturschutz, Landschaftsgestaltung und Kulturpolitik in Westfalen-Lippe und ThĂŒringen. Paderborn 2004, S. 144.
- â Adolf Bartels: Der völkische Gedanke. Ein Wegweiser. Weimar 1923, S. 5.
- â Rosemarie KĂŒnzler-Behncke: Entstehung und Entwicklung fremdvölkischer Eigenviertel im Stadtorganismus. Ein Beitrag zum Problem der âprimĂ€renâ Viertelsbildung. (= Frankfurter geographische Hefte. 33.â34. Jg.). Frankfurt am Main 1960.