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Knappe

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Singular Plural
Nominativ der Knappe die Knappen
Genitiv des Knappen der Knappen
Dativ dem Knappen den Knappen
Akkusativ den Knappen die Knappen
[3] ein Knappe (Spilostethus saxatilis) auf Spitzwegerichblüte

Worttrennung:

Knap·pe, Plural: Knap·pen

Aussprache:

IPA: [ˈknapə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Knappe (Info)
Reime: -apə

Bedeutungen:

[1] Gehilfe und Lehrling eines Ritters
[2] Geselle im Bergbau
[3] Zoologie: Bodenwanze aus der Klasse der Insekten

Herkunft:

mittelhochdeutsch: knappe; althochdeutsch: knappo = Knabe; aus westgermanisch: *knabon, vergleiche altenglisch: cnafa; zu der germanischen Wortwurzel: *knab- = Stock, Klotz gebildet[1][2]; vergleiche Knabe

Synonyme:

[2] Bergknappe
[3] wissenschaftlich: Spilostethus saxatilis

Beispiele:

[1] Der Knappe des Ritters Don Quijote im gleichnamigen Roman von Miguel de Cervantes heißt Sancho Pansa.
[1] „…und ein Edelknecht, sanft und keck, tritt aus der Knappen zagendem Chor…“[3]
[2] „Kaum war ich nämlich eingetreten, trug sie Sorge, daß man den großen Glaswürfel vor mich stellte, der ein ganzes lebendiges Bergwerk in sich schloß, worin sich kleine Knappen, Hauer, Steiger mit Karren, Hämmern und Laternen pünktlich im Takte eines Uhrwerks regten.“[4]
[2] „Nun beginnt eigentlich erst der wichtigste Teil der Ausbildung, denn jetzt ist der junge Mann schon eingerückt in die Front unter Tage, wo der Bergmann das schwarze Gold gewinnt. Hier wird der Berglehrling im letzten Ausbildungsjahr zum Knappen.“[5]
[3] „Der Knappe ist vor allem im südlichen Mitteleuropa, in Südeuropa und im gesamten Mittelmeerraum verbreitet.“[6]

Wortbildungen:

[2] Knappenuniform, Knappschaft

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1–3] Wikipedia-Artikel „Knappe“
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Knappe“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Knappe“

Quellen:

  1. ↑ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 418, Seite 417, Eintrag „Knabe“.
  2. ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 500, Eintrag „Knabe“.
  3. ↑ aus: Der Taucher, Friedrich Schiller
  4. ↑ Walter Benjamin, Berliner Kindheit um Neunzehnhundert, Rolf Tiedemann/Hermann Schweppenhäuser (Herausgeber), Gesammelte Schriften Band 4, 1, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980 [1932–1938], S. 235–304, zitiert nach dem DWDS
  5. ↑ Der Bergmann ê ein Facharbeiter, NS-Frauen-Warte (1942), S. 180–181, zitiert nach dem DWDS
  6. ↑ Der Knappe (Spilostethus saxatilis). Abgerufen am 8. Oktober 2020.
Singular m Singular f Plural 1 Plural 2
Nominativ der Knappe
(Knappe)
die Knappe
(Knappe)
die Knappes die Knappe
Genitiv des Knappe
des Knappes
Knappes
der Knappe
(Knappe)
der Knappes der Knappe
Dativ dem Knappe
(Knappe)
der Knappe
(Knappe)
den Knappes den Knappe
Akkusativ den Knappe
(Knappe)
die Knappe
(Knappe)
die Knappes die Knappe
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen
[1] Verteilung des Nachnamens Knappe in D
[1] Alexander Knappe, Sänger (*1985)

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Knappe“ – für männliche Einzelpersonen, die „Knappe“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein oder eine „Knappe“ für einen Angehörigen oder eine Angehörige aus der Familie „Knappe“ oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Alternative Schreibweisen:

Knape

Nebenformen:

Knabe

Worttrennung:

Knap·pe, Plural 1: Knap·pes, Plural 2: Knap·pe

Aussprache:

IPA: [ˈknapə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Knappe (Info)
Reime: -apə

Bedeutungen:

[1] deutschsprachiger Nachname, Familienname

Abkürzungen:

[1] K.

Namensvarianten:

[1] Knapp

Bekannte Namensträger: (Links führen zu Wikipedia)

Alexander Knappe, Franz Knappe, Katrin Knappe

Beispiele:

[1] Frau Knappe arbeitet als Maskenbildnerin.
[1] Herr Knappe betreibt ein Restaurant.
[1] Die Knappes fahren heute nach Bremerhaven.

Charakteristische Wortkombinationen:

mit Anrede: Herr/Frau Knappe; veraltet: Fräulein Knappe
mit Titel: Doktor/Professor/Privatdozent/Universitätsprofessor Knappe; Knappe der Ältere/der Jüngere; Knappe junior/senior; Direktor/Hofrat/Meister Knappe; Bruder/Pfarrer/Schwester Knappe

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Wikipedia-Artikel „Knappe (Familienname)“
[1] Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands: „Knappe“
[1] „Knappe“ bei Geogen Deutschland 3.2 Online. Bei Geogen Deutschland v4: „Knappe“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Knappe“

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Kappe, knapp
Anagramme: kappen, Kappen