Zaum
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Zaum (Deutsch)
[Bearbeiten]Substantiv, m
[Bearbeiten]| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Zaum | die Zäume |
| Genitiv | des Zaums des Zaumes |
der Zäume |
| Dativ | dem Zaum dem Zaume |
den Zäumen |
| Akkusativ | den Zaum | die Zäume |
Worttrennung:
- Zaum, Plural: Zäu·me
Aussprache:
Bedeutungen:
- [1] zum Zügeln am Kopf von Zug-, Last- und Reittieren angebrachte Vorrichtung bestehend aus Zaumgebiss und Riemenzeug
- [2] übertragen, stark veraltet oder vereinzelt landschaftlich: Gehorsam, Zwang
Abkürzungen:
Herkunft:
- gemeingermanischer Ursprung *taugm, zu teuhan „ziehen“; bezeugt in althochdeutsch zaum „Seil, Riemen; Zügel“, mittelhochdeutsch zoum; etymologisch verwandt mit altnordisch taumr, altfriesisch tām, altsächsisch tōm, angelsächsisch tēam „Gespann von Zugochsen“, mittelniederdeutsch tōm, neuniederdeutsch tōm, mittelniederländisch und neuniederländisch toom[Quellen fehlen]
Synonyme:
- [1] Zaumzeug
Sinnverwandte Wörter:
- [1] Geschirr
Verkleinerungsformen:
- [1] Zäumchen, oberdeutsch oft: Zäumlein
Oberbegriffe:
- [1] Anspannung, Beschirrung
Beispiele:
- [1] Dem Rennkamel legt man den Zaum an.
- [1] „Geschirr, Sattel, Zaum, Gebiss und alle anderen Teile der Ausrüstung sind der Größe des Pferdes anzupassen und dürfen keine Verletzungsgefahr darstellen.“[1]
- [1] „Ein Zaum klirrte von draußen.“[2]
Redewendungen:
- ein güldener Zaum macht das Pferd nicht besser
- wissen, wo die Zäume hängen oder wissen, wo im Stall die Zäume hängen: wissen, wie man eine Sache angeht; in etwas bewandert sein
- jemandem in Zaum und Zwang halten
- jemanden im Zaume halten/jemanden im Zaum halten
- etwas im Zaume halten/etwas im Zaum halten
- sich im Zaume halten/sich im Zaum halten
- die Zunge im Zaum halten oder umgangssprachlich das Mundwerk im Zaum halten: nur das sagen, was angebracht ist; sehr überlegt reden
- einer Sache Zaum und Zügel anlegen: etwas zügeln
Charakteristische Wortkombinationen:
Wortbildungen:
- abzäumen, aufzäumen, Aufzäumer, Aufzäumerin, bezäumen, Bezäumung, Einohrzaum, entzäumen, gezäumen, gezäumt, Kappzaum, Stirnbandzaum, Westernzaum, Zaumbandage, Zaumbinde, zäumen, Zäumer, zaumfrei, Zaumgebiss, zaumgehorsam, Zaumgeld, zaumgerecht, zaumhaft, Zaumholz, (landschaftlich) zäumigen, Zaumknecht, Zaumkunst, Zaumleder, zaumleidig, zaumlos, Zaummacher, Zaummuschel, Zaumpflock, Zaumrecht, Zaumriemen, Zaumsattel, Zaumscheide, Zaumschläger, Zaumschnalle, Zaumseil, (landschaftlich) zäumsen, Zaumspange, Zaumspint, Zaumsticker, Zaumstrick, Zäumung, Zaumzeug, Zaumzügel
Übersetzungen
[Bearbeiten] [1] zum Zügeln am Kopf von Zug-, Last- und Reittieren angebrachte Vorrichtung
| Dialektausdrücke: | ||
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[2] Gehorsam, Zwang
- [1] Wikipedia-Artikel „Zaum“
- [1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Zaum“
- [1–2c] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Zaum“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Zaum“
Quellen:
- ↑ Österreichische Tierhaltungs-Gewerbeverordnung, § 15, abgerufen am 29. November 2015
- ↑ Halldór Laxness: Islandglocke. Roman. Suhrkamp Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 1975, ISBN 3-518-06728-1, Seite 227. Isländisch 1943-1946.


