Wie ich schon erwÀhnte, war unser Weihnachten sehr "techniklastig".
Ich hatte schon etwas lĂ€nger ĂŒberlegt, Gabriel ein Tablet zu schenken, da er total verliebt in die diversen Spiele auf den Ipods der GroĂen und auf meinem Handy war, und abgesehen davon denke ich, dass ein 10,5jĂ€hriger auch mal ein "cooles Teil" haben sollte, so wie Gleichaltrige auch - da ist das DS ziemlich egal, wenn´s um´s Coolsein geht;-)
Im November besuchte ich ein Seminar zum Lesen udn Schreiben in Leoben, und dabei wurden auch einige wirklich nette und wertvolle Apps vorgestellt, die aber nur auf Apple-Produkten laufen. Einige Stunden intensiver App-Durchforsterei spĂ€ter war klar, dass es kaum gleichwertige Apps auf dem Android Markt gibt, und somit war die Entscheidung fĂŒr das IPad gefallen.
Wir haben uns fĂŒr die gĂŒnstigste Variante entscheiden, das IPad2, ohne mobilem INternet - schlieĂlich braucht er das ja nicht wirklich.
Ich bin ja eigentlich ein Verfechter des "Begreifens", und ich werde sicher nicht aufhören, unsere Ăbungen nach "altmodischer" Materialarbeit weierzufĂŒhren.
Es gibt aber drei wirklich gute Argumente FĂR das IPad:
1. es hat einen unheimlichen Aufforderungscharakter - auch ein noch so schlecht gelaunter MĂ€usemann lĂ€sst sich zum Arbeiten damit verfĂŒhren;-)
2. Es ist zwar in der ersten Anschaffung relativ teuer, die Spiele/Apps sind aber wirklich kostengĂŒnstig (und ich denke ich muss jetzt nicht aufzĂ€hlen, wieviel wertvolle Spiele "im echten Leben" kosten)
3. Wenn wirklich nur "gute" Apps auf dem GerĂ€t sind, ist es ĂŒberhaupt kein Problem fĂŒr mein Gewissen, wenn Gabriel das IPad auf lĂ€ngere Autofahrten oder zu Arztterminen mitnimmt, und so die Fahrt- oder Wartezeit mit "Arbeit" verbringt, die ihm gar nicht wie Arbeit vorkommt:-)
Ich werde Euch hier vielleicht immer wieder mal Apps vorstellen, mit denen ich besonders zufrieden bin und die auch bei Gabriel gut ankommen.
Die erste wÀre "Special Words" von
specialiapps
Hier kann man entweder
Bild zu BIld zuordnen (Lotto),
Oder Wort zu Wort (wie auch beim FrĂŒhen lesen)
oder Bild zu Wort
oder Wort zu Bild
immer mit einer Auswahl von 4 Worten/Bildern
Es steht eine schon vorgefertigte Liste von Wörtern und passenden Bildern zur VerfĂŒgung (und auf den Bildern sind viele Kinder mit DS vertreten), die Wörter sind mit passendem Artikel eingestellt.
Was ich persönlich aber wirklich grandios finde ist, dass die Wortliste einfach und schnell zu verÀndern und zu erweitern ist.
Möchte ich nun meinen Gabriel mit ins Programm nehmen, muss ich nur "neues Wort" wÀhlen, kann dort "Gabriel" eintippen, kann dann die "Kamera verwenden", damit ein Foto von meinem Schatz machen, und wÀhle dann einfach "Ton aufzeichnen" und spreche das Wort "Gabriel" und schon bin ich fertig - alles in einem, ratzfatz erledigt.
So kann man eigene Profile anlegen mit den Dingen die dem Kind wichtig sind, mit den Lernwörtern aus der Schule usw.
Klingt jetzt nicht extrem spektakulĂ€r, das Spiel ist auch nicht extrem spektakulĂ€r aufgebaut, aber wĂ€hrend ich hier tippe, spielt Gabriel das Spiel wieder mal durch, und das macht er zwei bis dreimal tĂ€glich. So oft wĂŒrde ich es mit meinen klassischen Wortkarten auf Papier nie schaffen, ihn zu motivieren. AuĂerdem spricht er, wenn er sich unbeobachtet fĂŒhlt, die Worte auch immer wieder nach - was er sonst auch nicht tun wĂŒrde.
Ihr seht - ich bin begeistert - und Gabriel offenbar auch:-)
Und weil Fotos vom Ipad eher langweilig sind und man sich sowieso alles gut erklĂ€rt auf den HP der App-Entwickler ansehen kann, ein Post ohne Foto aber immer irgendwie komisch ist, gibt´s zum Abschluss einen Schnee-Gabriel - denn Wien hat Schnee - und zwar so richtig viel - das erste mal seit Jahren!