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Austin 7

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Austin 7
Produktionszeitraum 1909–1911
1922–1939
Klasse Kleinwagen
Karosserieversionen Phaeton, Roadster, Limousine, Kombi, Coupé, Cabriolet
Nachfolgemodell Austin A30

Austin 7 war der Name zweier Kleinwagenmodelle der britischen Austin Motor Company, die von 1909 bis 1911 und von 1922 bis 1939 hergestellt wurden. Das in den 1920er- und 1930er-Jahren gefertigte Modell war einer der populĂ€rsten Personenkraftwagen seiner Zeit und wurde „britisches Modell T“ genannt.

Austin 7 (1909–1911)

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7 (1909–1911)
Produktionszeitraum 1909–1911
Karosserieversionen Phaeton
Motoren Ottomotor:
1,1 Liter (6,6 kW)
LÀnge 2680 mm
Breite 1397 mm
Höhe
Radstand 1829 mm
Leergewicht 381 kg

Der erste Austin 7 (hp) war ein winziger, zweisitziger Tourenwagen mit vorne eingebautem Einzylindermotor mit 1097 cm³ Hubraum (9 PS / 6,6 kW) und HolzspeichenrÀdern. Er wurde von der Swift Motor Company in Coventry gebaut, war Austins kleinstes Modell und ergÀnzte die seit 1906 gebaute Palette der Vierzylindermodelle.

Bereits 1912 war er wieder aus dem Programm gefallen und Austin baute kĂŒnftig nur noch Autos mit 4- oder 6-Zylinder-Motoren.

Austin 7 (1922–1932)

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7 (1922–1932)
Austin 7 Limousine (1926)
Austin 7 Limousine (1926)

Austin 7 Limousine (1926)

Produktionszeitraum 1922–1932
Karosserieversionen Roadster, Limousine, Kombi, Coupé, Cabriolet
Motoren Ottomotor:
0,75 Liter (7,7 kW)
LÀnge 2870 mm
Breite 1588 mm
Höhe
Radstand 1905 mm
Leergewicht Fahrgestell: 249 kg

Sir Herbert Austin fĂŒhrte die Produktion des Austin 12 ein, als sich nach dem Ersten Weltkrieg herausstellte, dass die Firmenpolitik, sich auf ein einziges Modell zu beschrĂ€nken, zu Problemen fĂŒhrte. In Zusammenarbeit mit dem jungen Designer Stanley Edge entwarf Austin einen winzigen Wagen, der die Sidecar-MotorrĂ€der und DreirĂ€der ersetzen sollte. In Anlehnung an den Peugeot Quadrilette stellte er 1922 einen kleinen, viersitzigen, Vierzylinder mit 696 cmÂł Hubraum vor. Der Hubraum wurde 1923 auf 747 cmÂł erweitert. Ab 1927 wurden auch besondere Karosserievarianten angeboten, die u. a. von der 1923 gegrĂŒndeten Swallow Sidecar Co. (aus der Jaguar Cars hervorging) geliefert wurden. SportausfĂŒhrungen folgten unter Bezeichnungen wie Ulster und Nippy. Der Karosseriehersteller Compton Sons & Terry baute eine sportliche, als Arrow bezeichnete CoupĂ©-Karosserie, deren Fertigung 1931 von A.P. Compton & Co. fortgesetzt wurde.

Austin 7 Sports (1927)
Austin 7 Swallow Saloon (1931)

Austin 7 (1933–1939)

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7 (1933–1939)
Austin 7 Limousine (1933)
Austin 7 Limousine (1933)

Austin 7 Limousine (1933)

Produktionszeitraum 1933–1939
Karosserieversionen Roadster, Limousine, Kombi, Coupé, Cabriolet
Motoren Ottomotor:
0,75 Liter (8,8 kW)
LÀnge 3023 mm
Breite 1588 mm
Höhe
Radstand 2057 mm
Leergewicht

Ab 1934 wurden Radstand und FahrzeuglĂ€nge um 3″ (76 mm) vergrĂ¶ĂŸert und der 747 cmÂł-Motor leistete nun 12 bhp (8,8 kW).

1939 wurde der 7 kriegsbedingt nach 290.000 Exemplaren eingestellt. Ein Nachfolger erschien erst 1951 wieder mit dem Austin A30.

Austin 7 Nippy Rennwagen (1934)

Lizenzmodelle und Abarten

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Französisches Lizenzmodell: Rosengart LR2 (1929)
1932 Austin Seven Mulliner Military in Lizenz als BMW-Dixi von der Reichswehr genutzt.

Lizenzversionen des Modells wurden von Herstellern in anderen LĂ€ndern gebaut. In Deutschland erschien ein Modell der Firma Dixi, die spĂ€ter von BMW ĂŒbernommen wurde; in Frankreich nahm Rosengart die Produktion des Modells auf. In Japan nahm sich Nissan den Austin 7 als Vorbild fĂŒr die ersten eigenen Modelle, ohne eine Lizenz zu erwerben. Auch die in Berlin-Adlershof ansĂ€ssige Firma Willys-Overland Crossley baute den Austin 7 als Lizenzmodell. Wegen der hohen Einfuhrzölle wurden Einzelteile angeliefert und zusammengebaut; die Modelle besaßen Linkssteuerung.

In den 1950er Jahren benutzte die Firma Lotus die Technik des Austin 7 als Ausgangsbasis zur Entwicklung des Lotus Seven. Der Motor des Austin 7 wurde auch von der Marke Reliant fĂŒr ihre Dreiradfahrzeuge eingesetzt. Als Austin die Produktion aufgab, fertigte Reliant eine Kopie des Aggregats und verwendete es in seinen Modellen bis 1963.

Auf der Basis des Austin 7 baute Pippbrook Garages Ltd. in den spÀten 1940er-Jahren den Humming Bird.

Karosserieformen

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Type Name Beschreibung Von Bis
XL Prototyp 1922
AB Aluminiumkarosserie, 4 Sitze 1922 1924
AC 1924 1926
AD 4 Sitze 1926 1929
AE 4 Sitze. 5,1 cm breiter als AD 1929 1929
2 Sitze 1929 1930
AF Stahlkarosserie, 4 Sitze 1930 1932
AH Presstahl-Karosserie. 4 Sitze 1932
AAK Tourenwagen verkleideter KĂŒhler 1934
AH Presstahl-Karosserie. 4 Sitze 1932
PD Zweisitzer 1934
APD Opal Zweisitzer 1934 1936
AAL Tourenwagen Abgedecktes Ersatzrad 1935
AH Presstahl-Karosserie. 4 Sitze 1932
APE New Opal Zweisitzer 1936
Type Name Beschreibung Von Bis
R Aluminium oder Segeltuch Saloon 1926 1927
RK Aluminium oder Segeltuch Saloon 1927
RL Stahl Saloon 1930
RG Segeltuch Saloon 1930
RN Langer Radstand, Stahl Saloon
RP 1932
ARQ Ruby Saloon 1934
ARR „New“ Ruby Saloon 1936
Type Name Beschreibung Von Bis
AC Pearl Cabriolet von ARQ Ruby. 1934
ACA „New“ Pearl Cabriolet von ARR New Ruby. 1936
Type Name Beschreibung Von Bis
50 mph Aluminiumkarosserie. Langes Heck 1926
E Super Sports Aluminiumkarosserie. Keine TĂŒren 1927 1928
EA Sports Ulster Aluminiumkarosserie. Keine TĂŒren, spitzes Heck 1931
EB 65 Type 65 Aluminiumkarosserie. Keine TĂŒren. Rundes Heck 1933 1934
AEB Nippy Stahlkarosserie. TĂŒren. Rundes Heck 1934 1937
EK 75 Speedy Aluminiumkarosserie. Spitzes Heck
AEK Speedy Andere Bezeichnung des EK 75 1935
Type Name Beschreibung Von Bis
Type B Oberer Teil Segeltuch. 1928 1931
Type Name Beschreibung Von Bis
AB, AC and AD Umgebauter Tourenwagen 1923 1927
AE 1929 1930
RK Umgebauter RK Saloon
RM Umgebauter RL Saloon
RN Umgebauter RN Saloon
RP Umgebauter RP Saloon 1933
AVH
AVJ and AVK Umgebauter Ruby 1939

Folgende jĂ€hrlich gebauten StĂŒckzahlen des Austin 7 sind ĂŒberliefert[1]:

Baujahr19231924192519261927192819291930193119321933193419351936193719381939Summe
Anzahl19364700704314.00022.50022.70926.44723.82621.28220.12120.47522.54227.28023.50023.00085001000290.806

Danach begann die eigentliche Serienproduktion des Austin 7 erst 1923, im Jahr 1922 entstand offenbar nur ein Prototyp[2].

  • Culshaw, David & Horrobin, Peter: The Complete Catalogue of British Cars 1895–1975. Veloce Publishing PLC, Dorchester 1997, ISBN 1-874105-93-6.
  • Wyatt, R.J.: The Austin 1905-1952, David & Charles, Newton Abbot - London 1981, ISBN 0-7153-7948-8
  • Badwin, Nick: A-Z of Cars of the 1920s, 3rd. ed. Beaworthy, Devon, 2010, ISBN 978-1-906133-24-5
  • Sedgwick, Michael & Gillies, Mark: A-Z of Cars of the 1930s, 6th. ed. Beaworthy, Devon, 2010, ISBN 978-1-906133-25-2
Commons: Austin 7 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Wyatt S. 287
  2. ↑ vgl. auch Wyatt S. 84 ff