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CDU Saar

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
CDU Saar
Vorsitzender Stephan Toscani
Stellvertreter Uwe Conradt
Dagmar Heib
Daniela Schlegel-Friedrich
Nadine Schön
Roland Theis
General­sekretÀr Frank Wagner
Carolin Mathieu (Stellvertreterin)
Schatz­meister Henrik Eitel
GeschĂ€fts­fĂŒhrer Frank Wagner
Ehren­vorsitzender Peter MĂŒller[1]
GrĂŒndungs­datum 7. August 1955
GrĂŒndungs­ort SaarbrĂŒcken
Hauptsitz Stengelstraße 5
66117 SaarbrĂŒcken
Landtagsmandate
19/51
Mitglieder­zahl 13.000 (Stand: Ende Juni 2026)[2]
Website www.cdu-saar.de

Die CDU Saar ist ein Landesverband der CDU im Saarland. Von 1956 bis 1985 und von 1999 bis 2022 stellte die CDU im Saarland kontinuierlich den MinisterprĂ€sidenten. In den Jahren von 1985 bis 1999 war die CDU als Oppositionspartei im SaarbrĂŒcker Landtag. Seit 2022 ist die CDU Saar wieder in der Opposition. Aktueller Landesvorsitzender der CDU Saar ist Stephan Toscani.[3]

Innere Struktur

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Der Landesverband gliedert sich entsprechend den Vorgaben der Landessatzung von 1977[4] in den Landesverband, die sieben KreisverbĂ€nde, welche die Verbandsarbeit der CDU innerhalb der saarlĂ€ndischen Landkreise koordinieren, 52 Gemeinde- oder StadtverbĂ€nde zur Aufarbeitung von Themen, die die Kommunen betreffen und 356 OrtsverbĂ€nde fĂŒr die politische Arbeit an der Basis.

Als oberstes Gremium des CDU-Landesverbandes agiert der Landesparteitag, der die Mitglieder des Landesvorstandes und dessen Vorsitzende wĂ€hlt. Der Landesvorstand entscheidet ĂŒber die laufende Politik der CDU Saar unter Beachtung der BeschlĂŒsse des Landesparteitages. Die Vorsitzenden des geschĂ€ftsfĂŒhrenden Landesvorstandes fĂŒhren gemeinsam mit der LandesgeschĂ€ftsstelle die laufenden GeschĂ€fte des Landesvorstands.

Weiterhin bestehen LandesfachausschĂŒsse, um den Landesvorstand in verschiedenen politischen Themenkomplexen inhaltlich zu beraten. Die LandesfachausschĂŒsse bereiten auch die BeschlĂŒsse des Landesvorstandes und des Landesparteitages vor.

Im Jahre der offiziellen ParteigrĂŒndung 1955 startete die CDU Saar mit rund 15.000 Mitgliedern. Diese Zahl war dann leicht rĂŒcklĂ€ufig und erreichte 1958 ein Minimum von rund 13.000 Mitgliedern, um danach mit erheblichen Schwankungen allmĂ€hlich auf ĂŒber 30.000 Mitglieder im Jahre 1979 anzusteigen.[5] Im Jahre 2010 lag die Zahl wieder deutlich niedriger bei rund 20.000 Mitgliedern[6] und ist derzeit weiter rĂŒcklĂ€ufig.

Jahr Mitgliederzahl
(gerundet)
195515.000
195813.000
196015.000
196516.000
197018.000
197528.000
197931.000
201020.000
201517.338[7]
202114.454[8]
202413.606[9]
2025 13.080[10]

GrĂŒndungsphase

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Der Landesverband wurde am 4. Juni 1952 mit dem Ziel der Eingliederung des Saarprotektorats in das Bundesgebiet gegrĂŒndet, jedoch vom damaligen saarlĂ€ndischen Innenministerium als politische Partei nicht bestĂ€tigt. Die CDU unter dem Vorsitz von Hubert Ney verstand sich als christdemokratische Alternative zur regierenden CVP. Ziel der CVP unter MinisterprĂ€sident Johannes Hoffmann war die staatliche UnabhĂ€ngigkeit des Saarlands im Rahmen eines vereinten Europas. Die CDU Saar hingegen warb mit der nationalistischen Parole „Kein Europa ohne Vaterland“ fĂŒr einen Anschluss des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland. Damit war die CDU Saar eine verfassungsfeindliche Partei, da sie die in der Verfassung des Saarlandes vorgegebene enge Anlehnung an Frankreich bekĂ€mpfte.

Ablehnung des Saarstatuts in der Volksabstimmung 1955

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Erst im August 1955 wurde die dreijĂ€hrige IllegalitĂ€t der CDU an der Saar beendet, nachdem mit dem Inkrafttreten des Saarstatuts vom 24. Oktober 1954 die Voraussetzungen dafĂŒr gegeben waren. Die CDU Saar lehnte in einem erbittert gefĂŒhrten Wahlkampf die Annahme des Saarstatuts ab. Gemeinsam mit DPS und DSP schloss sie sich im ParteienbĂŒndnis Deutscher Heimat-Bund zusammen. Die in der Volksabstimmung am 23. Oktober 1955 abgegebenen 67,7 Prozent „Nein“-Stimmen bedeuteten einen klaren Sieg der Saar-CDU ĂŒber die CVP, was zum RĂŒcktritt der Regierung Hoffmann fĂŒhrte.

Bei der Landtagswahl am 18. Dezember 1955 zog die CDU Saar erstmals und sogleich mit 14 Mandaten als stÀrkste Fraktion vor der CVP mit 13 Mandaten in den Landtag des Saarlandes ein.

Regierungszeit unter Hubert Ney (1955–1957) und Egon Reinert (1957–1959)

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Hubert Ney wurde bereits 1952 zum Vorsitzenden der damals noch illegalen CDU des Saarlandes gewĂ€hlt. Nach der Zulassung der saarlĂ€ndischen CDU 1955 wurde Ney zum MinisterprĂ€sidenten des Saarlandes gewĂ€hlt. Ney bildete zusammen mit der SPD und der DPS die so genannte Heimatbundregierung. Wegen seiner unversöhnlichen Haltung gegenĂŒber der CVP geriet Ney innerhalb der CDU in die Kritik, was schließlich zum Verlust seiner Ämter als Parteivorsitzender und als Regierungschef fĂŒhrte.

Nachfolger in beiden Positionen wurde der bisherige Kultusminister Egon Reinert, der sich fĂŒr eine Aussöhnung mit der CVP einsetzte und mit Ludwig Schnur sogar ein CVP-Mitglied in sein zweites Kabinett aufnahm. ZunĂ€chst fĂŒhrte Reinert in seinem ersten Kabinett vom 4. Juni 1957 bis zum 26. Februar 1959 die schwarz-rot-gelbe Koalition weiter. Diese wurde jedoch zugunsten einer Koalition der CDU mit SPD und CVP aufgegeben. Reinerts Amtszeit wurde abrupt beendet, als er im April 1959 an den Folgen eines Verkehrsunfalls starb. Zu dieser Zeit ging die CVP dann auch in der CDU Saar auf.

Regierungszeit unter Franz-Josef Röder (1959–1973)

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Die Nachfolge Reinerts trat Franz-Josef Röder an. Auch er ĂŒbernahm die Ämter des Landesparteichefs und des MinisterprĂ€sidenten in Personalunion. In seiner Amtszeit widmete sich Röder vor allem den wirtschaftlichen Problemen des Saarlandes, die in der Anbindung an die Bundesrepublik und der damaligen einseitigen wirtschaftlichen Ausrichtung des Saarlandes auf Kohle und Stahl bestanden. Neben seinen Aufgaben als saarlĂ€ndischer Regierungschef leitete Röder von 1957 bis 1965 auch das Kultusministerium. WĂ€hrend die CDU in der Regierungszeit Röders eine Vormachtstellung in der saarlĂ€ndischen Parteienlandschaft erlangte, dominierte Röder in seinen Ämtern so stark, dass zu wenige neue CDU-FĂŒhrungskrĂ€fte herangezogen wurden. WĂ€hrend 1973 Werner Scherer das Amt des Landesparteichefs von Röder ĂŒbernahm, blieb dieser bis zu seinem Tode MinisterprĂ€sident.[11]

Röder fĂŒhrte bis zum 17. Januar 1961 eine schwarz-rote Koalitionsregierung. Unter der FĂŒhrung Röders ging die CDU aus der Landtagswahl 1960 mit 6,6 Prozentpunkten Vorsprung vor der Landes-SPD als stĂ€rkste politische Kraft hervor.[12] Röder beendete sodann das BĂŒndnis mit der SPD und bildete stattdessen mit der FDP/DPS eine schwarz-gelbe Koalition, die mit einem Sitz Vorsprung vor der Opposition ĂŒber eine relativ knappe Mehrheit im Landtag verfĂŒgte. Bei der Landtagswahl am 27. Juni 1965 wurde die schwarz-gelbe Landesregierung im Amt bestĂ€tigt, obgleich der Vorsprung der Landes-CDU zur saarlĂ€ndischen SPD auf zwei Prozentpunkte schrumpfte. Als die CDU bei der Landtagswahl 1970, abermals mit Röder als Spitzenkandidaten, die absolute Mehrheit der Landtagsmandate fĂŒr sich erringen konnte, wurde die Koalition mit der FDP/DPS beendet und eine CDU-Alleinregierung gebildet.

Die Zeit unter Werner Scherer (1973–1977 und 1985) und Werner Zeyer (1978–1985)

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In Scherers erster Amtszeit als Vorsitzender stieg die Anzahl der Mitglieder des Landesverbandes um 56 % auf 30.300 Personen. Bei der Landtagswahl 1975 erreichte die CDU ihr bislang bestes Landesergebnis; bezĂŒglich der Mandate kam es jedoch zu einer Pattsituation zwischen der CDU einerseits und SPD und FDP andererseits. Röder bildete zunĂ€chst eine Minderheitsregierung. Im Folgenden entwickelte sich aber eine stillschweigende Duldung der CDU-Regierung durch die FDP. Erst 1977 wurde wieder eine schwarz-gelbe Koalition gebildet. 1978 ĂŒbernahm Werner Zeyer das Amt des Landesparteichefs.

Nach dem unerwarteten Tod des MinisterprĂ€sidenten Röder im Juni 1979 wurde Zeyer auch zum neuen Regierungschef gewĂ€hlt. Bei der Landtagswahl am 27. April 1980 stellte sich Zeyer als Spitzenkandidat der CDU der Wiederwahl. Die SPD konnte die CDU erstmals ĂŒbertreffen und die stĂ€rkste Landtagsfraktion stellen. Zeyer konnte jedoch erneut ein BĂŒndnis mit der FDP bilden und MinisterprĂ€sident an der Spitze der bestehenden CDU-FDP-Koalition bleiben.[13] In Zeyers Amtszeit als MinisterprĂ€sident fiel die Montankrise. Es gelang ihm, den unter Druck geratenen Konzern Arbed Saarstahl in Völklingen durch Subventionen des Bundes zu retten. Der Preis dafĂŒr war die zunehmende Verschuldung des Saarlands.

Nachdem bei der Landtagswahl vom 10. MĂ€rz 1985 die SPD die absolute Mandatsmehrheit erringen konnte, folgte Oskar Lafontaine (SPD) Zeyer im Amt des MinisterprĂ€sidenten. Nach der Wahlniederlage ĂŒbernahm Scherer im Juni 1985 nochmals den Landesvorsitz, den er bis zu seinem Tod am 27. Oktober 1985 behielt.

Opposition unter Peter Jacoby (1986–1990) und Klaus Töpfer (1990–1995)

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1985 begann fĂŒr die CDU Saar nach fast 30 Jahren der ununterbrochenen RegierungsfĂŒhrung die ungewohnte Rolle in der Opposition, in welcher sie bis 1999 bleiben sollte. Dies bedeutete zunĂ€chst eine Zeit des Umbruchs und Neuaufbaus. Am 21. Februar 1986 ĂŒbernahm der bisherige stellvertretende Vorsitzende Peter Jacoby den Vorsitz der CDU Saar. GĂŒnther Schwarz war bereits im MĂ€rz des Vorjahres zum Vorsitzenden der Landtagsfraktion gewĂ€hlt worden, wodurch er auch zum OppositionsfĂŒhrer gegen die neue Regierung Lafontaine wurde. Bei der Landtagswahl im Saarland 1990 trat die CDU des Saarlandes mit dem damaligen Bundesumweltminister Klaus Töpfer als Spitzenkandidat an, der im gleichen Jahr Jacoby im Landesparteivorsitz ablöste. Der CDU gelang es jedoch nicht, die absolute Landtagsmehrheit der SPD zu brechen und verblieb in der Opposition. Den Vorsitz der Landtagsfraktion ĂŒbernahm Peter Jacoby. Töpfer ĂŒbernahm 1994 erneut die Spitzenkandidatur[14], konnte aber trotz Zugewinnen fĂŒr die CDU und Stimmverlusten fĂŒr die SPD keinen Regierungswechsel erreichen.

Die Oppositions- und Regierungszeit unter Peter MĂŒller (1995–2011)

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Peter MĂŒller wurde am 12. April 1994 zum Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion gewĂ€hlt. Im November 1995 wurde er zum Vorsitzenden des saarlĂ€ndischen Landesverbandes gewĂ€hlt. Als die SPD bei der Landtagswahl 1999 ihre absolute Landtagsmehrheit verlor und BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen und FDP an der FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde scheiterten, erreichte die Landes-CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Peter MĂŒller die absolute Mehrheit der Mandate. Der CDU gelang es nach 14 Jahren Landtagsopposition mit Peter MĂŒller den neuen saarlĂ€ndischen MinisterprĂ€sidenten zu stellen. Bei der Landtagswahl 2004 errang die CDU unter FĂŒhrung von MĂŒller abermals die absolute Mehrheit der Mandate und konnte ohne einen Koalitionspartner weiter regieren. Die Regierung ĂŒberraschte die WĂ€hler jedoch mit der von Kultusminister JĂŒrgen Schreier vorgenommenen Schließung eines Drittels aller Grundschulen. Dies wurde mit den seit Jahren rĂŒcklĂ€ufigen Zahlen von SchulanfĂ€ngern begrĂŒndet, fĂŒhrte jedoch zu heftigen Protesten in der Bevölkerung. Die BĂŒrgerinitiative „Rettet die Grundschulen im Saarland! - FĂŒr eine bessere Bildung unserer Kinder!“ scheiterte mit einem geplanten Volksbegehren am Urteil des Verwaltungsgerichtshofes vom 23. Januar 2006.[15] Bei der Landtagswahl im Saarland 2009 verlor die Landes-CDU ihre absolute Mehrheit. Zudem ergab sich weder eine schwarz-gelbe noch eine rot-rote oder rot-grĂŒne Parlamentsmehrheit. Obwohl die saarlĂ€ndischen GrĂŒnen auch in SondierungsgesprĂ€che mit der SPD und der Partei Die Linke eingetreten waren, gelang es MĂŒller zusammen mit der FDP und den GrĂŒnen das erste schwarz-gelb-grĂŒne RegierungsbĂŒndnis auf Landesebene zu bilden.[16] Am 22. Januar 2011 kĂŒndigte Peter MĂŒller an, im Laufe des Jahres sowohl vom Landesvorsitz der CDU als auch vom Amt des MinisterprĂ€sidenten zurĂŒckzutreten. Zugleich schlug er die Landesministerin Annegret Kramp-Karrenbauer als Nachfolgerin in beiden Positionen vor.[17][18][19][20]

Die Regierungszeit unter Annegret Kramp-Karrenbauer (2011–2018)

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Am 28. Mai 2011 folgte Kramp-Karrenbauer MĂŒller im Landesvorsitz nach. Am 10. August 2011 wurde Kramp-Karrenbauer zur MinisterprĂ€sidentin des Saarlandes gewĂ€hlt, benötigte dafĂŒr aber zwei WahlgĂ€nge und konnte nicht alle Stimmen der Koalitionsfraktionen fĂŒr sich gewinnen.[21] Bereits sechs Monate spĂ€ter, am 6. Januar 2012, kĂŒndigte Kramp-Karrenbauer das schwarz-gelb-grĂŒne BĂŒndnis aufgrund parteiinterner Personalquerelen der Landes-FDP auf und erklĂ€rte, das GesprĂ€ch mit der SPD Saar ĂŒber die Bildung einer Großen Koalition zu suchen.[22] Nachdem die SondierungsgesprĂ€che an der SPD-Forderung, Neuwahlen parallel zur Bundestagswahl 2013 herbeizufĂŒhren, scheiterten, kĂŒndigten Kramp-Karrenbauer und SPD-OppositionsfĂŒhrer Heiko Maas eine Neuwahl des Landtags fĂŒr den 25. MĂ€rz 2012 an.[23] Dabei zeigten die beiden Parteivorsitzenden Bereitschaft, nach dem Urnengang eine Große Koalition zu bilden, dann mit geklĂ€rten politischen VerhĂ€ltnissen. Damit richtete sich das Interesse auf das Abschneiden der in den Umfragen gleichauf liegenden großen Parteien CDU und SPD bei der Neuwahl und den daraus entstehenden Anspruch, in dem anvisierten RegierungsbĂŒndnis den MinisterprĂ€sidenten zu stellen. Bei der Neuwahl kam es jedoch zu einer Überraschung: Mit einem Vorsprung von annĂ€hernd 5 Prozentpunkten vor der SPD und einem kleinen Zugewinn siegte die CDU deutlich. Daraufhin wurde das Kabinett Kramp-Karrenbauer II gebildet.

Vor der Landtagswahl im Saarland 2017 erhielt die SPD in Umfragen durch die Kanzlerkandidatur von Martin Schulz RĂŒckenwind. Am Wahlabend setzte sich die CDU Saar bei der zweiten Spitzenkandidatur von Annegret Kramp-Karrenbauer jedoch mit 40,7 Prozent der Stimmen deutlich als stĂ€rkste Kraft durch und verfehlte die absolute Mehrheit im Landtag um zwei Sitze. Daraufhin fĂŒhrte die MinisterprĂ€sidentin die Große Koalition im Kabinett Kramp-Karrenbauer III fort.

Die Regierungszeit unter Tobias Hans (2018–2022)

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Nachdem Annegret Kramp-Karrenbauer im Februar 2018 als neue GeneralsekretĂ€rin der CDU in die Bundespolitik wechselte, wurde der bisherige Fraktionsvorsitzende Tobias Hans am 1. MĂ€rz 2018 zum neuen MinisterprĂ€sidenten gewĂ€hlt und fĂŒhrte die Große Koalition mit dem Kabinett Hans fort. Hans wurde am 19. Oktober 2018 mit einem Stimmenanteil von 96,4 Prozent im Rahmen des 68. Landesparteitags der CDU Saar zum neuen Landesvorsitzenden gewĂ€hlt.[24] Nach dem verheerenden Abschneiden der Saar-CDU bei der Landtagswahl 2022, bei der die SPD die absolute Mehrheit errang und die CDU Verluste von mehr als 12 Prozentpunkten hinnehmen musste, kĂŒndigte Hans am Tag nach der Wahl seinen RĂŒcktritt als Landesvorsitzender an.[25] Am 25. April 2022 schied er mit Wahl seiner Nachfolgerin Anke Rehlinger (SPD) als saarlĂ€ndischer MinisterprĂ€sident aus dem Amt.[26]

Stephan Toscani wird Landesvorsitzender (2022)

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Nach der verlorenen Landtagswahl 2022 stellt Tobias Hans das Amt des Parteivorsitzenden zur VerfĂŒgung. Stephan Toscani wird beim Landesparteitag im Mai zum neuen Landesvorsitzenden der CDU Saar gewĂ€hlt[27]. Zeitgleich wird er der Vorsitzende der CDU-Fraktion im saarlĂ€ndischen Landtag. Zum GeneralsekretĂ€r der CDU Saar wird Frank Wagner gewĂ€hlt. Im August 2022 wird Carolin Mathieu in der konstituierenden Sitzung des Landesvorstands zur designierten GeneralsekretĂ€rin berufen[28]. Beim 72. Landesparteitag im November 2023 wird sie offiziell von den Delegierten ins Amt gewĂ€hlt.

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
Hubert Ney Hubert Ney 1952 1957
Egon Reinert 19. Mai 1957 23. April 1959
Franz-Josef Röder Franz-Josef Röder 1959 1973
Werner Scherer Werner Scherer MĂ€rz 1973 1977
Werner Zeyer Werner Zeyer 1978 1985
Werner Scherer Werner Scherer Juni 1985 27. Oktober 1985
Peter Jacoby Peter Jacoby 21. Februar 1986 1990
Klaus Töpfer Klaus Töpfer 1990 1995
Peter MĂŒller Peter MĂŒller November 1995 28. Mai 2011
Annegret Kramp-Karrenbauer Annegret Kramp-Karrenbauer 28. Mai 2011 19. Oktober 2018
Tobias Hans Tobias Hans 19. Oktober 2018 28. Mai 2022
Stephan Toscani Stephan Toscani 28. Mai 2022 amtierend

Landtagsfraktion

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Fraktionsvorsitzende

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Der ehemalige Fraktionschef JĂŒrgen Schreier (2007)
Der ehemalige Fraktionschef Klaus Meiser (2017)
Jahre Vorsitzender
18. Januar 1956–25. Januar 1957 Wilhelm Kratz
25. Januar 1957–18. MĂ€rz 1957 Erwin Albrecht
12. Juni 1957–30. November 1959 Josef Schmitt
30. November 1959–2. Januar 1961 Walter Lorang
1961–19. Juli 1965 Franz Schneider
19. Juli 1965–1970 Jakob Feller
1970–26. Februar 1973 Alfred Wilhelm
26. Februar 1973–14. Januar 1974 Konrad Schön
14. Januar 1974–1. MĂ€rz 1977 Ferdi Behles
1. MĂ€rz 1977–1980 Berthold Budell
Oktober 1981–Juli 1984 Werner Scherer
1984–1985 GĂŒnther Schacht
MĂ€rz 1985–1990 GĂŒnther Schwarz
1990–1994 Peter Jacoby
12. April 1994–1999 Peter MĂŒller
1999–2007 Peter Hans
21. August 2007–November 2009 JĂŒrgen Schreier
November 2009–November 2015 Klaus Meiser
November 2015–MĂ€rz 2018 Tobias Hans
MĂ€rz 2018–Mai 2022 Alexander Funk
seit Mai 2022 Stephan Toscani

Aktuelle Zusammensetzung

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In der 17. Wahlperiode ist die Fraktion der CDU mit insgesamt 19 Abgeordneten vertreten. Stephan Toscani ist Fraktionsvorsitzender.

Landtagswahlergebnisse

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Landtagswahlergebnisse
in Prozent
40%
30%
20%
10%
0%
Landtagswahlergebnisse[29]
Jahr Stimmen Sitze Spitzenkandidat
195525,4 %14Hubert Ney
196036,6 %19Franz-Josef Röder
196542,7 %23Franz-Josef Röder
197047,8 %27Franz-Josef Röder
197549,1 %25Franz-Josef Röder
198044,0 %23Werner Zeyer
198537,3 %20Werner Zeyer
199033,4 %18Klaus Töpfer
199438,6 %21Klaus Töpfer
199945,5 %26Peter MĂŒller
200447,5 %27Peter MĂŒller
200934,5 %19Peter MĂŒller
201235,2 %19Annegret Kramp-Karrenbauer
201740,7 %24Annegret Kramp-Karrenbauer
202228,5 %19Tobias Hans

Ergebnisse bei den Bundestagswahlen

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Bundestagswahlergebnisse
in Prozent
40%
30%
20%
10%
0%
Bundestagswahlergebnisse[30]
Jahr Stimmenanzahl Stimmenanteil Sitze
1957183.42333,3 %5
1961284.25549,0 %5
1965295.25746,8 %4
1969292.98646,1 %4
1972316.95543,4 %4
1976344.85046,2 %4
1980313.70942,3 %4
1983336.99944,8 %4
1987299.32941,2 %4
1990271.31038,1 %4
1994250.97837,2 %4
1998219.48431,8 %3
2002224.84235,0 %3
2005191.06730,2 %3
2009179.28930,7 %4
2013212.36637,8 %4
2017189.57332,4 %3
2021135.13423,6 %2
2025 161.113 26,9 % 2

SaarlÀndische Abgeordnete der CDU im Bundestag

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Peter Altmaier (2005)

Ehemalige saarlÀndische Abgeordnete der CDU im Bundestag

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Ehemalige Abgeordnete der saarlÀndischen CDU im EuropÀischen Parlament

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Doris Pack (2009)
  • Gerhard Bauer: Vom Zentrum zur CDU. Hundert Jahre Christliche Politik an der Saar. Buchverlag SaarbrĂŒcker Zeitung, SaarbrĂŒcken 1981, ISBN 3-922807-07-0

Einzelnachweise

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  1. ↑ Peter MĂŒller (LV CDU Saar) (Memento vom 20. Juli 2011 im Internet Archive)
  2. ↑ Deutsche Presse-Agentur: Zwei Saar-Parteien legen bei Mitgliederzahlen zu. In: SaarbrĂŒcker Zeitung. 15. Juli 2026, abgerufen am 15. Juli 2026.
  3. ↑ CDU Saar wĂ€hlt neuen Landesvorstand - Stephan Toscani mit 94,6 % zum neuen Landesvorsitzenden gewĂ€hlt - CDU Saar startet eine grundlegende Parteireform und bringt Grundsatzprogramm auf den Weg. 31. Mai 2022, abgerufen am 31. Mai 2022.
  4. ↑ CDU-Landessatzung vom April 1977
  5. ↑ Gerhard Bauer: Vom Zentrum zur CDU. S. 103.
  6. ↑ Saar-CDU verzeichnet Mitgliederverlust (Memento vom 13. September 2012 im Webarchiv archive.today)
  7. ↑ Ute Kirch: AbwĂ€rtstrend mit Ausnahmen: Die meisten Parteien im Saarland verloren 2015 Mitglieder. Rheinische Post Mediengruppe, 27. Januar 2016, abgerufen am 26. August 2017.
  8. ↑ Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung: Parteimitglieder nach BundeslĂ€ndern | Infografiken | Parteien in Deutschland | bpb. 21. Oktober 2022, abgerufen am 10. November 2024.
  9. ↑ Christian Leistenschneider: CDU ĂŒberholt SPD bei Mitgliedern im Saarland wieder. SaarlĂ€ndischer Rundfunk, 16. MĂ€rz 2025, abgerufen am 8. April 2025.
  10. ↑ Christian Leistenschneider: Mitglieder-Boom bei Linken und AfD im Saarland. In: SaarlĂ€ndischer Rundfunk. 31. Januar 2026, abgerufen am 31. Januar 2026.
  11. ↑ Geschichte der CDU Saar – Geschichte des Landesverbandes, Artikel der Konrad-Adenauer-Stiftung
  12. ↑ Landtagswahlen 1947 bis 2009 im Saarland (Memento vom 1. Februar 2012 im Internet Archive) (PDF; 8 kB)
  13. ↑ Geschichte der CDU Saar (Memento vom 3. September 2017 im Internet Archive)
  14. ↑ Starker Verschleiß, Spiegel Online vom 10. Oktober 1994
  15. ↑ Urteil des Verwaltungsgerichtshofes ĂŒber die Anfechtung der Nichtzulassung eines Volksbegehrens (Memento vom 27. November 2021 im Internet Archive)
  16. ↑ Biografie von Peter MĂŒller
  17. ↑ Saar-MinisterprĂ€sident kĂŒndigt RĂŒckzug an, Spiegel Online
  18. ↑ MĂŒller kĂŒndigt RĂŒcktritt an, sueddeutsche.de
  19. ↑ MĂŒller kĂŒndigt RĂŒcktritt an (Memento vom 3. November 2018 im Internet Archive), Focus
  20. ↑ Verfassungsrichter fĂŒr Peter MĂŒller nur "eine Option", stern.de
  21. ↑ Frankfurter Allgemeine Zeitung: Kramp zur MinisterprĂ€sidentin gewĂ€hlt, 10. August 2011.
  22. ↑ CDU strebt Große Koalition an. Jamaika-Koalition im Saarland gescheitert. In: RP Online. RP Digital GmbH, DĂŒsseldorf, 6. Januar 2012, abgerufen am 9. November 2021.
  23. ↑ Neuwahl nach gescheiterter Sondierung Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 20. Januar 2012
  24. ↑ Tobias Hans neuer Landesvorsitzender der CDU Saar CDU Saar vom 19. Oktober 2018
  25. ↑ Tobias Hans gibt CDU-Landesvorsitz ab, zeit.de vom 28. MĂ€rz 2022, abgerufen am 29. MĂ€rz 2022
  26. ↑ FĂŒr „Siri“ ist Tobias Hans noch im Amt. bild.de, abgerufen am 28. April 2022.
  27. ↑ Janek Böffel: Toscani soll Partei auf Kurs bringen. In: https://www.sr.de/. SaarlĂ€ndischer Rundfunk, 28. Mai 2022, abgerufen am 3. Februar 2026 (deutsch).
  28. ↑ Frank Bredel: Carolin Mathieu ist mit 23 Jahren Vize-GeneralsekretĂ€rin - Die Senkrechtstarterin der CDU im Saarland hat große PlĂ€ne. In: https://www.saarbruecker-zeitung.de/. SaarbrĂŒcker Zeitung, 5. Juli 2022, abgerufen am 3. Februar 2026 (deutsch).
  29. ↑ Ergebnisse der Landtagswahlen im Saarland
  30. ↑ Ergebnisse der Bundestagswahlen (Memento vom 9. Juli 2013 im Internet Archive)