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Daniel Harrich

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Daniel Harrich (rechts), zusammen mit Ulrich Chaussy (2015)

Daniel M. Harrich (* 7. August 1983 in MĂŒnchen) ist ein deutscher Regisseur, Filmproduzent, Dokumentarfilmer, Drehbuchautor und Sachbuchautor. FĂŒr die Erfindung des „Investigativen Spielfilms“ wurde ihm im MĂ€rz 2024 von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Nach dem Abitur am Albert-Einstein-Gymnasium MĂŒnchen, studierte Harrich Betriebswirtschaft an der Cass Business School in London und der Goizueta Business School der Emory University in Atlanta, USA. Anschließend war er bei der Endeavor Talent Agency in Los Angeles tĂ€tig.[1]

Daniel Harrich begann im Jahr 2006 eine Ausbildung am renommierten American Film Institute in Los Angeles. Sein Abschlussfilm „Acholiland“ (2008), ĂŒber den Verlauf einer Lebensmittellieferung in Nord-Uganda, wurde unter anderem mit drei Student-Emmy-Awards der Academy of Television Arts & Sciences Foundation sowie dem BAFTA-LA ausgezeichnet.

In Deutschland war er fĂŒr mehrere TV-Serien wie „UngeklĂ€rte Morde – Dem TĂ€ter auf der Spur“, „Tatort Ausland – Mord im Paradies“ sowie fĂŒr die Dokumentation „Ziemlich beste Freunde – Was im Leben wirklich zĂ€hlt“ (2012) des ZDF-Formats „37 Grad“ verantwortlich.

Investigative Spielfilme sowie Dokumentationen

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Daniel Harrich hat das Genre des investigativen Spielfilms erfunden.[2] Seine Spielfilme, die alle auf seinen eigenen investigativen Recherchen beruhen,[3] und Dokumentationen haben mehrfach gesellschaftspolitische Auswirkungen auf reale Ereignisse gehabt. Unter anderem die Wiederaufnahme der Ermittlungen zum Oktoberfestattentat von 1980 durch die Bundesanwaltschaft – mit ausgelöst durch „Der blinde Fleck“,[4] – und die EnthĂŒllung illegaler Waffenexporte nach Mexiko und Kolumbien durch den Spielfilm „Meister des Todes“[5] die Dokumentationen „Waffen fĂŒr die Welt“[6] und „Tödliche Exporte“ sowie das Sachbuch „Netzwerk des Todes“ im Heyne Verlag.[7]

„Mit „Der blinde Fleck“ schuf Daniel Harrich das Genre des investigativen Spielfilms. Nun hat er wieder einen Spielfilm und dazu eine Doku gedreht – ĂŒber illegale WaffengeschĂ€fte der Deutschen mit Mexiko. Themenabend in der ARD: Waffenexporte: Starker Film „Meister des Todes“.“

– Marcel Kawentel: Neue OsnabrĂŒcker Zeitung Medien vom 23. September 2015

Der blinde Fleck – Das Oktoberfestattentat

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Bei der UrauffĂŒhrung von „Der blinde Fleck“ am 11. Juni 2013 im Bayerischen Landtag sicherte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann dem Journalisten Ulrich Chaussy zu, die angeblich vernichteten Spurenakten des Landeskriminalamts Bayern freizugeben. Diese befanden sich im Asservatenkeller des LKA. Im Januar 2014 bekam der Opferanwalt Werner Dietrich erstmals Zugang zu den Spurenakten im LKA Bayern. Am 6. Dezember 2016 beantragte der MĂŒnchner Anwalt Werner Dietrich außerdem die Entbindung des Leiters der bayerischen Sonderkommission zum Oktoberfest-Attentat, gegen den selbst auf Grund eines V-Mann-Einsatzes im Rockermilieu ermittelt wird. Am 26. Dezember 2016 wurde der Chef der Soko schließlich abgelöst.

Nach Veröffentlichung des Films meldeten sich zahlreiche neue Zeugen und Hinweisgeber bei Ulrich Chaussy und Werner Dietrich. Der Anwalt reichte im September 2014 den Antrag ein, die Ermittlungen wieder aufzunehmen – zum vierten Mal. Am 11. Dezember 2014 verkĂŒndet Generalbundesanwalt Harald Range die Wiederaufnahme der Ermittlungen zum Oktoberfestattentat vom 26. September 1980. Damit hat die Bundesanwaltschaft zum ersten Mal in ihrer Geschichte ein abgeschlossenes Verfahren wieder aufgenommen.

Die durch Der blinde Fleck ausgelösten Entwicklungen sind Inhalt der Dokumentation AttentÀter. EinzeltÀter? Neues vom Oktoberfestattentat, die am 4. Februar 2015 im Ersten im Rahmen eines Themenabends zu sehen war. Die Dokumentation veröffentlicht auch erstmals eine neue Spur: Eine Krankenschwester, die angab, 1980 im Oststadtkrankenhaus Hannover einen schwer verletzten jungen Mann versorgt zu haben, möglicherweise einen MittÀter.

Im Juli 2020 beendete die Bundesanwaltschaft die neuen Ermittlungen der eingesetzten Sonderkommission. Bundesanwalt Peter Frank stellte klare rechtsextreme Motive des AttentĂ€ters heraus, konnte jedoch keine MittĂ€ter ermitteln und klĂ€rte die Ursachen der frĂŒheren Ermittlungsfehler nicht auf. Kurz darauf einigten sich die Stadt MĂŒnchen, der Freistaat Bayern und der Bund auf neue EntschĂ€digungszahlungen an die Opfer des Attentats, da die neuen Ermittlungen nun ein politisches Motiv (Rechtsterrorismus) festgestellt haben.

WĂ€hrend der Ermittlungen der neuen Sonderkommission (2014 bis 2020) arbeiteten Harrich und Chaussy weiter und veröffentlichten zum 40. Jahrestag des Terroranschlags neue Spuren und Zeugenaussagen zum Attentat in ihrer investigativen Dokumentation „Ermittlungen? Eingestellt! Das Oktoberfestattentat und der Erlanger Doppelmord“[8]. Unter anderem hinterfragen die Journalisten, inwiefern die Aussagen wichtiger Zeugen bei den neuen Ermittlungen ĂŒberhaupt gewĂŒrdigt worden sind.

Die Journalisten Daniel Harrich und Ulrich Chaussy in Begleitung bei der Einweihung des neuen Mahnmals an das Oktoberfestattentat zum 40. Jahrestag. Hinter ihnen: Die Videoinstallation ĂŒber ihre Arbeit.

Am 40. Jahrestag des Anschlags auf das Oktoberfest, weihte BundesprÀsident Frank-Walter Steinmeier das neue Mahnmal neben dem Haupteingang der Theresienwiese ein. In seiner Rede erwÀhnte er den blinden Fleck und sagte:

„Ich danke Ulrich Chaussy, der in den vergangenen vierzig Jahren keine Ruhe gegeben hat, der sich nie mit den WidersprĂŒchen zwischen Zeugenaussagen, Indizien und Ermittlungsergebnissen abfinden wollte und trotz aller Widrigkeiten weiter bohrte und weiter recherchierte.“

– Frank-Walter Steinmeier: Rede zur Gedenkveranstaltung zum 40. Jahrestag des Oktoberfestattentats[9]

Die Arbeiten von Ulrich Chaussy und Daniel Harrich werden an mehreren Stellen des neuen Mahnmals erwÀhnt, unter anderem in Form einer permanenten Videoinstallation.

Meister des Todes – Tödliche Exporte

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Am 23. September 2015, dem Tag der Erstausstrahlung von Meister des Todes im Ersten, fand im Deutschen Bundestag eine „Aktuelle Stunde“ zu den fĂŒr den Film recherchierten Waffenlieferungen nach Mexiko statt. Wenige Wochen spĂ€ter, am 5. November 2015, erhob die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage gegen sechs ehemalige Mitarbeiter des deutschen Waffenproduzenten Heckler & Koch aufgrund des Verdachts auf VerstĂ¶ĂŸe gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und Außenwirtschaftsgesetz der Bundesrepublik Deutschland bei Exporten nach Mexiko.

Im April 2016 wurde publik, wie umfassend der Vorwurf tatsĂ€chlich ist: Im genauen Wortlaut heißt es in der Anklage, dass die Angeschuldigten „jeweils gemeinschaftlich und durch andere, gewerbsmĂ€ĂŸig und als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung solcher Straftaten verbunden hat“ agiert hĂ€tten.[10] Dieser Vorwurf gegen WaffenhĂ€ndler ist ein PrĂ€zedenzfall.

Kurz nach der Verleihung des Grimme-Preises wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft MĂŒnchen I Ermittlungsverfahren gegen die EnthĂŒllungsjournalisten fĂŒhrt.[11] Dabei soll es um den Vorwurf der Veröffentlichung geheimer Behördendokumente gehen. Ermittelt wird gegen die Autoren des Sachbuchs „Netzwerk des Todes – Die kriminellen Verflechtungen von Waffenindustrie und Behörden“ (Daniel Harrich/JĂŒrgen GrĂ€sslin/Danuta Harrich-Zandberg, Heyne Verlag) sowie die Filmemacher hinter dem ARD-Themenabend.[12] Der Heyne Verlag spricht von einem „EinschĂŒchterungsversuch“.[13]

Im Mai 2016 wurde bekannt, dass gegen den ehemaligen Heckler & Koch GeschĂ€ftsfĂŒhrer und LandgerichtsprĂ€sident a. D. Peter Beyerle ein weiteres Ermittlungsverfahren gefĂŒhrt wird.[14] Es geht um den Verdacht der versuchten Bestechung von AmtstrĂ€gern in Verbindung mit den Mexiko-GeschĂ€ften von Heckler & Koch.

Am 15. Mai 2018 begann der Strafprozess gegen die mutmaßlich fĂŒr die illegalen Kriegswaffenexporte verantwortlichen ehemaligen Mitarbeiter von Heckler & Koch vor dem Landgericht Stuttgart. Nach zehnmonatiger Hauptverhandlung wurden im Februar 2019 zwei der Angeklagten (einer der ehemaligen Vertriebsleiter und die Sachbearbeiterin) zu BewĂ€hrungsstrafen verurteilt und die ĂŒbrigen freigesprochen.[15] Staatsanwaltschaft, die Verurteilten sowie das Unternehmen haben Revision beantragt.

Im April 2020 strahlte die ARD die Fortsetzung des investigativen Spielfilms Meister des Todes 2 und die Dokumentation „Tödliche Exporte 2 – RĂŒstungsmanager vor Gericht“ aus. Die realpolitischen Auswirkungen und die deshalb mit ausgelösten Strafverfahren des ersten Films, haben den zweiten Teil inhaltlich erst möglich gemacht.

Am 11. Februar 2021 wurde das Revisionsverfahren mĂŒndlich vor dem Bundesgerichtshof verhandelt, der am 30. MĂ€rz die Urteile des Landgericht Stuttgart bestĂ€tigte. Zudem stellte der Hohe Senat schwerwiegende MĂ€ngel im Kriegswaffenexportgesetz der Bundesrepublik Deutschland fest und mahnte politisches Handeln und eine neue Gesetzgebung an.[16] Zur Rolle des Filmemachers Daniel Harrich schrieb Felix Zimmermann, Rechtsexperte des ZDF im Legal Tribune Online

„Der Filmproduzent und Regisseur Daniel Harrich hat in seinen preisgekrönten Dokumentar- und Spielfilmen "Tödliche Exporte I und II" sowie "Meister des Todes I und II" detailliert aufgezeigt, welches immense Behördenversagen diese Exporte erst möglich machte.“

– Felix Zimmermann: Legal Tribune Online[17]

Gift – GefĂ€hrliche Medikamente

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Der dritte investigative Spielfilm Gift wurde am 5. Mai 2017 im großen Sendesaal des RBB in Berlin uraufgefĂŒhrt, gefolgt von einer politischen Podiumsdiskussion mit dem Leiter des Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte Professor Karl Broich und dem PrĂ€sidenten der Generalzolldirektion Uwe Schröder. Die Branchenzeitung Apotheke Adhoc schrieb „Pharmabranche zittert vor Heiner Lauterbach“.[18]

Saat des Terrors – Spur des Terrors

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Der ARD-Themenabend „Saat des Terrors“[19] deckt, am Beispiel des pakistanischen Geheimdiensts Inter-Services Intelligence (ISI), die Verstrickungen westlicher Geheimdienste, allen voran die Central Intelligence Agency (CIA) und der Bundesnachrichtendienst (BND), mit Partnerorganisationen auf, die gleichzeitig aktiv Terroristen unterstĂŒtzen. Obwohl der pakistanische Geheimdienst ISI nachweislich die AnschlĂ€ge in Mumbai 2008 unterstĂŒtzt hat, bei denen mehr als 160 Menschen, darunter zahlreiche westliche StaatsbĂŒrger, ermordet wurden, arbeitet der BND immer noch eng mit dem ISI zusammen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellte die Frage:

„HĂ€tten Geheimdienste die TerroranschlĂ€ge verhindern können?[20]“

– Matthias Hannemann: Frankfurter Allgemeine Zeitung Medien vom 21. November 2018

Kern der Recherche ist das „GeschĂ€ftsmodell Terror“: WĂ€hrend der pakistanische Geheimdienst ISI offiziell einer der wichtigsten Partner der westlichen Allianz im Krieg gegen den Terror ist, unterstĂŒtzt er gleichzeitig heimlich genau die Terrororganisationen, die er eigentlich bekĂ€mpfen soll – beispielsweise Laschkar-e Taiba, al-Qaida, die Taliban und das Haqqani-Netzwerk. Ziel ist es, den Konflikt weiter zu befeuern, um weitere Hilfs- und UnterstĂŒtzungsleistungen zu erhalten und politisch relevant zu bleiben. Das doppelte Spiel des pakistanischen Geheimdiensts ISI ist seit vielen Jahren bekannt, das bestĂ€tigen mehrere ehemalige Chefs westlicher Nachrichtendienste.[21] Trotzdem hielten sie an der Zusammenarbeit fest.

Die Dokumentation „Spur des Terrors“ belegt durch Interviews mit den ehemals zustĂ€ndigen Geheimdienstchefs die problematische Zusammenarbeit der Behörden. Unter anderem kommen Michael Hayden, langjĂ€hriger Direktor der National Security Agency (NSA) und der CIA, Asad Durrani, ehemaliger Chef des pakistanischen Geheimdiensts ISI, Ernst Uhrlau und Gerhard Schindler, beide ehemalige BND-PrĂ€sidenten, Markus Potzel, Sonderbeauftragter der Bundesregierung fĂŒr Afghanistan und Pakistan, Sanjeev Tripathi und Vikram Sood, beide ehemalige Chefs des indischen Nachrichtendiensts Research & Analysis Wing (RAW) zu Wort.

Der investigative Spielfilm „Saat des Terrors“ lief erstmals im Ersten am 21. November 2018 um 20.15 Uhr, erreichte knapp fĂŒnf Millionen Zuschauer und war der erfolgreichste Mittwochsfilm (90 Minuten) des Jahres. Die EnthĂŒllungs-Dokumentation „Spur des Terrors“ folgte um 21.45 Uhr und hatte 3,51 Millionen Zuschauer.[22]

Die UrauffĂŒhrungen von „Saat des Terrors“ fanden auf höchster politischer Ebene im Landtag Rheinland-Pfalz und der Landesvertretung Baden-WĂŒrttemberg in Berlin statt. An der politischen Podiumsdiskussion Berlin nahmen Gerhard Schindler, ehemaliger PrĂ€sident des Bundesnachrichtendiensts, Clemens Binninger, ehemaliger CDU-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des 2. NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestages („Terrorgruppe NSU II“), Stefan Liebich, außenpolitischer Sprecher der LINKS-Fraktion im Bundestag, der SWR-Journalist Thomas Reutter sowie Daniel Harrich teil. Die Moderation fĂŒhrte der Chefredakteur der ARD Rainald Becker.

Am 28. November 2018 war „Saat des Terrors“ Thema im Deutschen Bundestag. Am 12. Dezember tagte der AuswĂ€rtige Ausschuss des Bundestags zu der Frage, wo und ob es Grenzen fĂŒr den Bundesnachrichtendienst in der Zusammenarbeit mit Partnerdiensten geben muss, die gleichzeitig Terroristen aktiv unterstĂŒtzen.[23] Der Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich forderte danach:

„Einige EinsĂ€tze des Bundesnachrichtendienstes in Pakistan haben die Sicherheit Deutschlands gefĂ€hrdet und Terrororganisationen in die Lage versetzt, ihre todbringenden Attacken auszuĂŒben. Der Dienst agiert ohne Regeln, ohne Ethos und offenbar auch ohne umfassende Verantwortung.[24]“

– Stefan Liebich: stefan-liebich.de vom 21. November 2018

Am 17. Januar 2019 wurde „Spur des Terrors“ fĂŒr den Grimme-Preis 2019 nominiert.[25]

Die Recherchen zu den HintergrĂŒnden der Zusammenarbeit westlicher Geheimdienste mit fragwĂŒrdigen Partnern fĂŒhrte Daniel Harrich mit „GeschĂ€ftsmodell Terror – Unsere Geheimdienste und der Dschihad“ weiter, der zum fĂŒnften Jahrestag der TerroranschlĂ€ge von Paris 2015 auf ARTE ausgestrahlt wurde. FĂŒr den Film wurde Harrich mit dem Bayerischen Fernsehpreis 2021[26] ausgezeichnet, den die Jury als „investigative Reportage von höchster GĂŒte“[27] bezeichnet.

Meister des Todes 2 und Tödliche Exporte 2 – RĂŒstungsmanager vor Gericht

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Am 1. April 2020 strahlte die ARD den von Daniel Harrich in Zusammenarbeit mit dem SWR, der ARD Degeto, dem RBB und dem SR produzierten investigativen Spielfilm Meister des Todes 2 und die EnthĂŒllungs-Dokumentation Tödliche Exporte 2 – RĂŒstungsmanager vor Gericht aus.

Inhaltlich geht es um den Strafprozess gegen den deutschen Waffenproduzenten Heckler & Koch wegen illegaler Kriegswaffenexporte nach Mexiko vor dem Landgericht Stuttgart. Die Filmemacher zeigen auf, dass dutzende Heckler & Koch HK G36 bei der MassenentfĂŒhrung in Iguala 2014 eingesetzt wurden. Auch die GeschĂ€ftspraktiken des deutschen Waffenherstellers SIG Sauer thematisiert der Film und deckt dazu neue mutmaßlich illegale WaffengeschĂ€fte auf.[28][29] Der Autor Arno Frank bezeichnet den Themenabend als „ein Appell an die zustĂ€ndigen Staatsanwaltschaften, ein Antrag auf Revision beim Bundesgerichtshof“.[30]

In Tödliche Exporte 2 – RĂŒstungsmanager vor Gericht Ă€ußern sich erstmals der damals zustĂ€ndige PrĂ€sident des Bundesamtes fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Arnold Wallraff sowie der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zu den VorwĂŒrfen. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Jan van Aken war Prozessbeobachter im Stuttgarter Verfahren.

Bereits am Abend der Ausstrahlung bestĂ€tigt die Staatsanwaltschaft Kiel gegenĂŒber der DPA neue Ermittlungen gegen den RĂŒstungskonzern SIG Sauer aufgrund der Veröffentlichungen des ARD-Themenabends.[31]

Der erste Film Meister des Todes hat zu strafrechtlichen Ermittlungen und gerichtlichen Urteilen gegen deutsche Waffenhersteller wegen illegaler Exporte gefĂŒhrt und so Meister des Todes 2 erst möglich gemacht.

#unserWasser – Bis zum letzten Tropfen – Die große DĂŒrre

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Der investigative Spielfilm „Bis zum letzten Tropfen“ wurde am 14. MĂ€rz 2022 bei einer Veranstaltung im Deutschen Bundestag uraufgefĂŒhrt.

Am 16. MĂ€rz 2022 startete die ARD mit „#unserWasser“ ihren ersten Themenschwerpunkt ĂŒberhaupt,[32] den Daniel Harrich mit dem SWR, dem Bayerischen Rundfunk, dem RBB und dem SaarlĂ€ndischen Rundfunk produzierte. Über sechs Monate machten zahlreiche Programme im linearen Fernsehprogramm, in der ARD Mediathek, auf Social Media und im Hörfunk auf DĂŒrre und Wasserknappheit in Deutschland aufmerksam. Den Auftakt machte der erste ARD-Thementag mit Harrichs investigativem Spielfilm „Bis zum letzten Tropfen“ und der Dokumentation „Bis zum letzten Tropfen – Die Doku“. Zahlreiche Organisationen, wie der WWF, BUND, NABU, Umweltbundesamt und Fridays for Future sind UnterstĂŒtzer von „#unserWasser“ und haben zur ersten ARD-Crowd-Science-Aktion „Wo verschwinden unsere BĂ€che und Teiche?“[33] aufgerufen. Abschluss war der zweite ARD-Thementag „#unserWasser“ am 29. August 2022 mit der Primetime-Dokumentation „Story im Ersten – Die große DĂŒrre – Was tun, damit Deutschland nicht austrocknet?“[34]

„Bis zum letzten Tropfen“ hat mit dazu beigetragen, dass der GetrĂ€nkehersteller Coca-Cola den Antrag auf einen dritten Brunnen zur Förderung von Grundwasser fĂŒr die Herstellung der Wassermarke Vio in LĂŒneburg aktuell ruhen lĂ€sst[35].

Die Ergebnisse der investigativen Recherchen zu „#unserWasser“ wurden mehrmals im Deutschen Bundestag diskutiert. Die ARD-Doku „Bis zum letzten Tropfen – Die Doku“ veröffentlichte erstmals Daten der NASA-Satellitenmission GRACE zu Deutschlands Verlust an verfĂŒgbarem Wasser. Demnach hat Deutschland seit dem Jahr 2000 so viel Wasser verloren, wie der Bodensee umfasst.[36] Aktuell nutzen Landesbehörden in Rheinland-Pfalz, Bayern und Niedersachsen diese Daten.

An der UniversitĂ€t Koblenz-Landau wurde fĂŒr „#unserWasser“ eigens ein Forschungsprojekt zur ARD-Crowd-Science-Aktion „Wo verschwinden unsere BĂ€che und Teiche?“ aufgelegt. Aus ganz Deutschland wurden der ARD und den Wissenschaftlern mehr als 2.100 OberflĂ€chengewĂ€sser und Quellen gemeldet, die gerade austrocknen. Laut des wissenschaftlichen Leiters der Studie, Grundwasserökologe Hans JĂŒrgen Hahn, fehlen bundesweit einheitliche Daten zur Entwicklung unseres Wasserhaushalts. Hier hĂ€tten die Meldungen der Bevölkerung einen ausgesprochen hohen Wert und seien ein wissenschaftlicher Schatz. Sie zeigten, dass die offizielle Datenlage ungenĂŒgend sei und dringend gehandelt werden mĂŒsse.[37]

FĂŒr seine wissenschaftliche Arbeit zu „#unserWasser“ hat das Bundesumweltministerium Hans JĂŒrgen Hahn eingeladen, die Ergebnisse der ARD-Crowd-Science-Aktion dem Ministerium vorzustellen.

Daniel Harrich wurde fĂŒr das Projekt mit dem Umweltmedienpreis 2022 ausgezeichnet. Die Jury der Deutschen Umwelthilfe sagt:

„Der ARD-Thementag #unserWasser, der das massiv unterbelichtete Thema Wasserknappheit in Deutschland auf das Tableau holt, zeigt, in welcher dramatischen Lage wir uns hierzulande bereits jetzt befinden. Mit großartigem GespĂŒr fĂŒr Mensch und Wissenschaft geht er einem Streit um das Wasser bei LĂŒneburg nach und stĂ¶ĂŸt dabei auf eine Reihe von besorgniserregenden neuen Daten und Erkenntnissen. Dabei wirft der Filmemacher die bisher ungeklĂ€rte Frage auf, wem unser Trinkwasser eigentlich gehört.[38]“

– Deutsche Umwelthilfe e. V.: www.duh.de vom 19. Oktober 2022

„#unserWasser“ stellte mit mehr als 40 Millionen Kontakte eine neue Rekordreichweite fĂŒr ein Programm der ARD auf.[39]

#unsereErde – Am Abgrund – Kampf um Rohstoffe

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Der ARD-Thementag „#unsereErde“ beleuchtet den schmutzigen Kampf um kritische Rohstoffe, die fĂŒr die Energiewende benötigt werden.[40] Jahrelange investigative Recherchen zeigen ein System weitreichender Korruption im Europarat und decken erstmals auf, dass Aserbaidschan die Region Bergkarabach im September 2023 auch wegen großer Vorkommnisse kritischer Rohstoffe erobert hat.

Schon im Vorfeld der Erstausstrahlung im Hauptabendprogramm der ARD, kam es zu realpolitischen Konsequenzen. Am 20. Februar 2024, dem Tag der UrauffĂŒhrung des investigativen Spielfilms „Am Abgrund“, verkĂŒndeten die Regierungsfraktionen SPD, GrĂŒne und FDP eine Gesetzesinitiative zur VerschĂ€rfung des Strafrechts des §108f „Abgeordnetenbestechung“.[41] Der Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe sagte in Blickpunkt Film dazu:

„Die öffentliche, mediale PrĂ€senz der Abgeordneten-Bestechung durch Aserbaidschan hat neben den Masken-Deals natĂŒrlich einen entscheidenden Anteil am Zustandekommen dieses neuen Gesetzes. Das Wissen und die Erarbeitung des Projekts ‚Am Abgrund‘ gehört maßgeblich dazu.[42]“

– Susanne von Kessel-Doelle: blickpunktfilm.de vom 22. Februar 2024

„Am Abgrund“ wurde am 20. Februar 2024 im Rahmen eines fraktionsĂŒbergreifenden Parlamentarischen Abends im Deutschen Bundestag uraufgefĂŒhrt. Die Schirmherrschaft hatten die Abgeordneten Knut Abraham (CDU), Gyde Jensen (FDP), Michael Georg Link (FDP), Max Lucks (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen), Tabea RĂ¶ĂŸner (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen), Frank Schwabe (SPD), Derya TĂŒrk-Nachbaur (SPD) und Volker Ullrich (CDU). Nach dem investigativen Spielfilm diskutierten Gerald Knaus (European Stability Initiative), Anna-Maija Mertens (Transparency International), Andreas Nick (ehem. MdB, ehem. Leiter der deutschen Delegation im Europarat), Claudia von Salzen (Tagesspiegel), Frank Schwabe und Thomas Reutter (Koordinator des ARD-Thementags) unter der Moderation von Oliver Köhr (ARD-Chefredakteur) ĂŒber die wahren HintergrĂŒnde und neuen Erkenntnisse der Recherchen von Daniel Harrich.

Der ARD-Thementag „#unsereErde - Kampf um Rohstoffe“ lief am 6. MĂ€rz 2024 ab 20.15 Uhr im Ersten: Der investigative Spielfilm „Am Abgrund“, gefolgt von Teil 1 der Doku-Reihe „Am Abgrund - Kampf um Rohstoffe“.[43] Inhaltlich sind die Filme an das Leben der deutschen Politiker Frank Schwabe und Christoph StrĂ€sser angelehnt und zeigt deren Kampf gegen Korruption und politische Einflussnahme. Die Dreharbeiten fĂŒr Doku und Spielfilm erfolgten zum großen Teil verdeckt. Die gesellschaftliche Relevanz des Gesamtprojekts schĂ€tzt der Journalist Arno Frank wie folgt ein:

„Nebenbei kann der Dienst, den Harrich mit diesem Hybrid aus Unterhaltung und AufklĂ€rung den Öffentlich-Rechtlichen erweist, gar nicht hoch genug veranschlagt werden.[44]“

– Arno Frank: www.spiegel.de/ vom 6. MĂ€rz 2024

Alle vier Folgen der Doku-Reihe „Am Abgrund - Kampf um Rohstoffe“ wurden zeitgleich in der ARD Mediathek veröffentlicht.

In der Folge des investigativen Spielfilms „Am Abgrund“ hat die juristische Aufarbeitung der sogenannten Aserbaidschan-AffĂ€re in Deutschland bereits erste konkrete Konsequenzen gezeitigt: Im Juli 2025 verurteilte das Oberlandesgericht MĂŒnchen den ehemaligen CSU-Abgeordneten Eduard Lintner wegen strategischer Korruption im Zusammenhang mit Einflussnahmen Aserbaidschans zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe auf BewĂ€hrung, was Transparency Deutschland als historischen PrĂ€zedenzfall begrĂŒĂŸte – denn erstmals wurde § 108e StGB zur BekĂ€mpfung strategischer Korruption angewandt, also der gezielten Einflussnahme auslĂ€ndischer Akteure auf demokratische MandatstrĂ€ger.[45]

Parallel dazu lĂ€uft ein weiteres, separates Verfahren gegen den ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Axel E. Fischer aus Karlsruhe: Fischer ist ebenfalls wegen Bestechlichkeit im Zusammenhang mit Aserbaidschan-VorwĂŒrfen angeklagt und wurde im Dezember 2025 per Haftbefehl festgenommen, nachdem er wiederholt unentschuldigt nicht zu seinen Verhandlungsterminen erschienen war und sich letztlich in einer Klinik aufhielt.[46]

Diese Entwicklungen zeigen, dass der durch „Am Abgrund“ thematisierte Netzwerk- und Einfluss-Skandal nicht nur politisches Aufsehen, sondern auch anhaltende strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht – auch wenn der Ausgang weiterer Verfahren wie des gegen Fischer noch aussteht.

Verschollen (Film) – Schmutzige GeschĂ€fte mit dem Klimaschutz

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Der ARD-Themenschwerpunkt „Verschollen“ bĂŒndelte am 12. November 2025 den investigativen Spielfilm „Verschollen“ (mit Axel Milberg, Julia Koschitz, Max Hubacher und Elisa Schlott 20:15 Uhr) und die anschließende Dokumentation „Verschollen – Schmutzige GeschĂ€fte mit dem Klimaschutz“ (21:45 Uhr) zu einem auf die UN-Klimakonferenz in BelĂ©m 2025 (Brasilien, 10.–21. November 2025) terminiertem Programmereignis.[47] ErgĂ€nzt wurde die Fernsehausstrahlung durch bundesweite Preview-Veranstaltungen, SchulvorfĂŒhrungen und begleitende Workshops, in denen die Rechercheergebnisse vermittelt und diskutiert wurden.[48]

„Schneller als die Tagesschau: SchĂŒler berichten ĂŒber „Verschollen“ und die Wahrheit hinter dem Klimaschutz[49]“

– Deutsches Jugendherbergswerk: news4teachers.de vom 13. November 2025

Damit wurde „Verschollen“ bewusst ĂŒber das klassische Sendeereignis hinaus als gesellschaftlicher Diskursraum angelegt.

Inhaltlich thematisiert der Themenschwerpunkt systematische MissstĂ€nde im globalen Klimaschutz. Im Zentrum stehen der internationale Handel mit CO₂-Zertifikaten, Greenwashing-Strategien rund um sogenannten „grĂŒnen Stahl“ sowie die ökologischen und sozialen Folgen großflĂ€chiger Aufforstungs- und Plantagenprojekte im brasilianischen Cerrado. Die investigativen Recherchen zeigen, wie vermeintliche Klimaschutzprojekte zu Gewalt und Vertreibung traditioneller Gemeinden in Brasilien, zu Umweltzerstörung sowie zu industriellen Landnutzung fĂŒhren, deren wirtschaftliche und politische Verflechtungen bis nach Europa reichen.[50]

„Daniel Harrich enthĂŒllt als Journalist und Regisseur die Geschichte eines gigantisches Betrugs: GrĂŒner Stahl galt als Vorzeigeprojekt klimafreundlicher Politik.[51]“

– David Baum: www.stern.de vom 11. November 2025

Die Dreharbeiten in Brasilien fanden unter außergewöhnlich schwierigen und teils gefĂ€hrlichen Bedingungen statt. Teile der Recherche fĂŒhrten das Team in abgelegene Regionen des brasilianischen Cerrado, in denen Landkonflikte, illegale Abholzung und wirtschaftliche Interessen aufeinandertreffen. FĂŒr investigative Dreharbeiten bestehen dort nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen und Journalisten erhöhte Sicherheitsrisiken, unter anderem durch bewaffnete private Sicherheitsdienste, lokale Milizen und Auftragskiller. Mehrere Drehs mussten aus SicherheitsgrĂŒnden verdeckt erfolgen, Routen und Aufenthaltsorte wurden kurzfristig geĂ€ndert. Hauptdarsteller Axel Milberg sprach rĂŒckblickend von einer realen GefĂ€hrdungslage wĂ€hrend der Arbeiten in der „tiefsten Provinz“, in der es weder Tourismus noch verlĂ€ssliche Sicherheitsstrukturen gebe.[52]

Hauptdarsteller Axel Milberg ordnete Harrichs Arbeitsweise gegenĂŒber n-tv als Versuch ein, „konkrete politische VerĂ€nderungen anzustoßen“, und verwies auf die realpolitischen Folgen frĂŒherer Projekte.[53]

Im Rahmen der Weltklimakonferenz COP30 wurde „Verschollen“ sowohl von der brasilianischen staatlichen Umweltforschungsbehörde Embrapa als auch durch die Bundesregierung im German Climate Pavilion gezeigt[54]. Die PrĂ€sentationen richteten sich an ein internationales Fachpublikum aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft und ordneten die im Film dokumentierten Recherchen in den Kontext globaler Klimaschutzmechanismen ein.

In der linearen Fernsehausstrahlung erzielte der investigative Spielfilm eine hohe Reichweite und war TagesmarktfĂŒhrer bei den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern. Parallel entwickelte sich „Verschollen“ zu einer der erfolgreichsten Produktionen des Jahres in der ARD Mediathek und wurde von einer reichweitenstarken Social-Media-Kampagne begleitet, die insbesondere jĂŒngere Zielgruppen erreichte und aktivierte. Medien wĂŒrdigten den ARD-Themenschwerpunkt als beispielhaft fĂŒr den öffentlich-rechtlichen Auftrag.

Der Spielfilm „Verschollen“ wurde zudem fĂŒr den Jupiter Award in den Kategorien „Bester Film National“ sowie „Bester Darsteller National“ nominiert und fand damit auch ĂŒber den öffentlich-rechtlichen Kontext hinaus breite Anerkennung.

Bundesverdienstkreuz

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Verleihung Bundesverdienstkreuz 2024 (links Markus Blume, rechts Daniel Harrich)

Am 7. MĂ€rz 2024 wurde Daniel Harrich das Bundesverdienstkreuz von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier verliehen. Bei der Überreichung im MĂŒnchener GĂ€rtnerplatztheater sagte der bayerische Kunstminister Markus Blume:

„Daniel Harrich ist der Meister des investigativen Spielfilms. Als Meister des investigativen Spielfilms produziert Daniel Harrich Kunst, die wirkt: Seine Filme zu hochbrisanten Themen wie Waffenhandel, Wasserknappheit oder Korruption sind extrem fesselnd erzĂ€hlt und ziehen oft konkrete Konsequenzen nach sich! Er recherchiert beeindruckend prĂ€zise und löst mit seinen Spielfilmen immer wieder weitreichende gesellschaftliche und politische Reaktionen aus – das macht ihn zur idealen Verbindung aus Investigativjournalist und Ausnahmeregisseur! Wenn es Sie noch nicht gĂ€be, mĂŒsste man Sie erfinden!“

– Markus Blume: stmwk.bayern.de vom 7. MĂ€rz 2024

Er hat den Orden zum vorgeschriebenen Mindestalter von 40 Jahren erhalten und ist somit eine der jĂŒngsten Personen, denen dieser verliehen wurde.

  • 2009: Acholiland (Kurzfilm, 20 Minuten)
  • 2013: Der blinde Fleck (Kinofilm)
  • 2013: Ein schmaler Grat (Kinofilm)
  • 2014: Waffen fĂŒr die Welt – Export außer Kontrolle (Dokumentarfilm)
  • 2015: AttentĂ€ter. EinzeltĂ€ter? Neues vom Oktoberfestattentat (Dokumentarfilm)
  • 2015: Tödliche Exporte – Wie das G36 nach Mexiko kam (Dokumentarfilm)
  • 2015: Meister des Todes (Spielfilm – Produktion, Drehbuch & Regie)
  • 2016: Waffen fĂŒr den Terror – Die Balkan-Route (Dokumentarfilm)
  • 2016: Waffen fĂŒr den Terror – Gefahr fĂŒr den SĂŒdwesten? (Dokumentarfilm)
  • 2016: Eine verhĂ€ngnisvolle Nacht – Gefangen in New York (Dokumentarfilm)
  • 2017: Urlaub im Slum – Eine deutsche KinderĂ€rztin in Indien (Dokumentarfilm)
  • 2017: GefĂ€hrliche Medikamente – gepantscht, gestreckt, gefĂ€lscht (Dokumentarfilm)
  • 2017: Gift (Spielfilm – Produktion, Drehbuch & Regie)
  • 2017: 37 Grad Die Wahrheit und ihr Preis – Whistleblower packen aus (Dokumentarfilm)
  • 2018: Saat des Terrors (Spielfilm – Produktion, Drehbuch & Regie)
  • 2018: Spur des Terrors (Dokumentarfilm)
  • 2020: Tödliche Exporte – RĂŒstungsmanager vor Gericht (Dokumentarfilm)
  • 2020: Meister des Todes 2 (Spielfilm – Produktion, Drehbuch & Regie)
  • 2020: Ermittlungen? Eingestellt! Das Oktoberfestattentat und der Erlanger Doppelmord (Dokumentarfilm)
  • 2020: GeschĂ€ftsmodell Terror – Unsere Geheimdienste und der Dschihad (Dokumentarfilm)
  • 2022: Bis zum letzten Tropfen (Spielfilm – Drehbuch, Produktion & Regie)
  • 2022: Bis zum letzten Tropfen – Die Doku (Dokumentarfilm)
  • 2022: DURST – Die Serie (3 x 45 Minuten – Dokumentar Mini-Serie fĂŒr ARD Mediathek)
  • 2022: Story im Ersten – Die große DĂŒrre (Dokumentarfilm)
  • 2023: Lebenslinien – Heiner Lauterbach – SĂŒchtig nach Abenteuer (Dokumentarfilm)
  • 2024: Am Abgrund (Spielfilm – Drehbuch, Produktion, Kamera & Regie)
  • 2024: Am Abgrund – Kampf um Rohstoffe (vierteilige Doku-Reihe)
  • 2025: Verschollen (Spielfilm – Drehbuch, Produktion, Kamera & Regie)
  • 2025: Verschollen – Schmutzige GeschĂ€fte mit dem Klimaschutz

Beide Filme „Ein schmaler Grat“ und „Der blinde Fleck“ liefen im Wettbewerb des Filmfestival Max OphĂŒls Preis. „Der blinde Fleck“ und „Meister des Todes“ wurden auf dem Filmfest MĂŒnchen uraufgefĂŒhrt. „Meister des Todes“ und „Saat des Terrors“ liefen beide auf dem Fernsehfilmfestival Baden-Baden und waren fĂŒr den Hauptpreis nominiert.

Daniel Harrich ist der einzige Filmemacher, der mit dem Marler Medienpreis Menschenrechte in beiden Hauptkategorien Dokumentation und Fiktion ausgezeichnet wurde.

Harrichs Eltern, Danuta Harrich-Zandberg und Walter Harrich, sind ebenfalls TrĂ€ger des Bayerischen Fernsehpreises, den sie 2004 fĂŒr ihre Dokumentation „Der Contergan-Skandal“[65] erhielten.

Commons: Daniel Harrich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Daniel Harrich im Munzinger-Archiv, abgerufen am 27. August 2024 (Artikelanfang frei abrufbar)
  2. ↑ Meisterklasse mit Daniel Harrich: Investigation als Berufung, auf dokumentarfilm.info
  3. ↑ Waffenexporte aus Deutschland: "Hinfahren, filmen und berichten". Abgerufen am 31. Oktober 2021.
  4. ↑ Rainer Gansera: Mit stechendem Blick. In: sueddeutsche.de. 22. Januar 2014, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 13. Juni 2017]).
  5. ↑ Karoline Meta Beisel: Mama, Papa und Gewehre. In: sueddeutsche.de. 22. September 2015, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 13. Juni 2017]).
  6. ↑ Paul-Anton KrĂŒger: Weg der Waffen. In: sueddeutsche.de. 3. Februar 2014, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 13. Juni 2017]).
  7. ↑ Susanne Hermanski: Blut an deutschen HĂ€nden. In: sueddeutsche.de. 30. Juni 2015, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 13. Juni 2017]).
  8. ↑ Thomas Herrig: Doku zu Oktoberfest-Attentat: Angst und Schrecken und Hass. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 31. Oktober 2021]).
  9. ↑ Rede zur Gedenkveranstaltung zum 40. Jahrestag des Oktoberfestattentats
  10. ↑ Anklagen gegen Heckler & Koch und Regisseur Harrich nach TV-Doku, MĂŒnchner Merkur vom 26. April 2016
  11. ↑ Anklagen gegen Heckler & Koch und Regisseur Harrich nach TV-Doku. In: MĂŒnchner Merkur. 26. April 2016 (merkur.de [abgerufen am 13. Juni 2017]).
  12. ↑ RenĂ© Martens: Pressefreiheit in Deutschland: EnthĂŒller im Visier. In: die tageszeitung. (taz.de [abgerufen am 13. Juni 2017]).
  13. ↑ „EinschĂŒchterungsversuch“: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Grimme-PreistrĂ€ger nach Waffen-Doku â€ș Meedia. 27. April 2016, abgerufen am 13. Juni 2017.
  14. ↑ Stuttgarter Zeitung, Stuttgart, Germany: Nach Anklage wegen illegaler Waffenexporte: Jurist unter Verdacht der Bestechung. In: stuttgarter-zeitung.de. (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 13. Juni 2017]).
  15. ↑ Pressemitteilung des LG Stuttgart. 21. Februar 2019, abgerufen am 5. April 2020.
  16. ↑ LTO: BGH zu H&K-Waffenexporten: Tödliche Verwaltungsakte. Abgerufen am 31. Oktober 2021.
  17. ↑ BGH zu Waffenexporten von Heckler & Koch : Tödliche Verwaltungsakte
  18. ↑ Apotheke Adhoc: Pharmabranche zittert vor Heiner Lauterbach. Abgerufen am 24. Juli 2021.
  19. ↑ Themenabend: Saat des Terrors – Themenabend Saat des Terrors – ARD | Das Erste. Abgerufen am 24. Juli 2021.
  20. ↑ Matthias Hannemann: HĂ€tten Geheimdienste die TerroranschlĂ€ge verhindern können? In: FAZ.net. 21. November 2018, abgerufen am 28. Januar 2024.
  21. ↑ Bundesnachrichtendienst | Der Pakt mit den Paten des Terrors (Memento vom 12. Februar 2019 im Internet Archive), auf tagesschau.de
  22. ↑ Thriller vor Show: Das Erste punktet mit «Saat des Terrors» (Memento vom 16. Februar 2019 im Internet Archive), auf rheinpfalz.de
  23. ↑ Politische Reaktionen auf Themenabend "Saat des Terrors" im Ersten Daniel Harrichs Recherchen sind am 12. Dezember Thema im AuswĂ€rtigen Ausschuss (Memento vom 13. Juli 2023 im Internet Archive), auf aktiencheck.de
  24. ↑ Der BND braucht rote Linien (Memento vom 5. Januar 2019 im Internet Archive), auf stefan-liebich.de
  25. ↑ 55. Grimme-Preis 2019 | Nominierungen | Wettbewerb Fiktion, auf grimme-preis.de
  26. ↑ SWR Doku „Spur des Terrors“ gewinnt Bayerischen Fernsehpreis. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 31. Oktober 2021; abgerufen am 31. Oktober 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  27. ↑ Bayerischer Fernsehpreis 2021 verliehen / Digitalministerin Gerlach: Gewinner zeigen, wie vital Fernsehbranche ist – Bayerisches Landesportal. Abgerufen am 31. Oktober 2021.
  28. ↑ Themenabend Waffenhandel – Tödliche Exporte: RĂŒstungsmanager vor Gericht. Abgerufen am 3. April 2020.
  29. ↑ Daniel Harrich, Thomas Reutter, Tagesschau.de.de: Drogenkrieg mit deutschen Waffen – tagesschau.de – Investigativ. Abgerufen am 17. April 2020.
  30. ↑ Arno Frank: ARD-Themenabend ĂŒber WaffenhĂ€ndler | Kopfschuss made in Germany. In: Der Spiegel. Abgerufen am 3. April 2020.
  31. ↑ DPA: Staatsanwaltschaft Kiel prĂŒft neue VorwĂŒrfe gegen Sig Sauer. Abgerufen am 17. April 2020.
  32. ↑ Wo verschwinden unsere BĂ€che und Teiche?, auf daserste.de
  33. ↑ Jetzt mitmachen und trockene BĂ€che, Seen und FlĂŒsse melden. In: swr.de. 18. November 2021, abgerufen am 11. MĂ€rz 2024.
  34. ↑ Thementag #unserWasser, auf daserste.de
  35. ↑ Dramatische Wasserverluste: Auch Niedersachsen ist betroffen | - Nachrichten - Niedersachsen - Studio LĂŒneburg. In: ndr.de. 15. MĂ€rz 2022, abgerufen am 12. MĂ€rz 2024.
  36. ↑ Deutschlands Wasser verschwindet | Neue Satellitendaten zeigen dramatische Wasserverluste, auf daserste.de
  37. ↑ ARD zeigt „Die große DĂŒrre“: Europa geht das Wasser aus. In: rnd.de. 30. August 2022, abgerufen am 29. Februar 2024.
  38. ↑ UmweltMedienpreis | Die PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€ger 2022, auf duh.de
  39. ↑ ARD-Themenschwerpunkt #unserWasser mit Rekordbeteiligung | ARD-Crowd-Science-Aktion liefert neue Erkenntnisse zur Trockenheit. In: presseportal.de. Das Erste, 2. September 2022, abgerufen am 16. Mai 2024.
  40. ↑ ARD Thementag: #unsereErde – Kampf um Rohstoffe, auf daserste.de
  41. ↑ Katja Kraft: MĂŒnchner Regisseur Daniel Harrich deckt in ARD-Film Bestechung auf: Ist jetzt Schluss mit Korruption im Bundestag? In: merkur.de. 20. Februar 2024, abgerufen am 16. Mai 2024.
  42. ↑ Susanne Kessel-Doelle: Daniel Harrich | ARD-Politthriller „Am Abgrund“ löst Gesetzentwurf gegen Korruption aus. blickpunktfilm.de, 22. Februar 2024, abgerufen am 16. Mai 2024.
  43. ↑ Timo Niemeier: "Am Abgrund" | ARD-Themenabend: Film und Doku mit guten Quoten. dwdl.de, 7. MĂ€rz 2024, abgerufen am 16. Mai 2024.
  44. ↑ Arno Frank: ARD-Thriller »Am Abgrund« | Hyperlinks in die Wirklichkeit. In: spiegel.de. 6. MĂ€rz 2024, abgerufen am 16. Mai 2024.
  45. ↑ Margarete Bause: "Erste Verurteilung wegen strategischer Korruption: Transparency Deutschland begrĂŒĂŸt historisches Urteil in der Aserbaidschan-AffĂ€re". Abgerufen am 28. Dezember 2025.
  46. ↑ Mirka Tiede: "Richter lĂ€sst Ex-CDU-Abgeordneten Fischer festnehmen". Abgerufen am 28. Dezember 2025.
  47. ↑ Jonas Bernauer: "Erst abholzen, dann aufforsten". Abgerufen am 11. November 2025.
  48. ↑ "Preview von "Verschollen" in Sasbachwalden". Abgerufen am 28. Dezember 2025.
  49. ↑ Deutsches Jugendherbergswerk: Schneller als die Tagesschau. In: news4teachers.de. 13. November 2025, abgerufen am 28. Dezember 2025.
  50. ↑ BĂ€ume pflanzen, damit die Savanne stirbt. In: faz.de. 11. November 2025, abgerufen am 28. Dezember 2025.
  51. ↑ David Baum: ARD-Film „Verschollen“: Skandal um grĂŒnen Stahl – „Hier wird in großem Stil betrogen“. In: stern.de. 11. November 2025, abgerufen am 28. Dezember 2025.
  52. ↑ Vom „Tatort“ nach Brasilien: GefĂ€hrlicher Dreh fĂŒr Milberg. In: Die Zeit (dpa). 6. Februar 2025, abgerufen am 28. Dezember 2025.
  53. ↑ Axel Milberg ĂŒber Killer, Konvois und Konzerne. In: n-tv.de. 30. November 2025, abgerufen am 28. Dezember 2025.
  54. ↑ Climate and the Cerrado: Community-led Strategies vs. Carbon Markets. 20. November 2025, abgerufen am 28. Dezember 2025.
  55. ↑ „Acholiland“ gewinnt College Television Awards: FFF Bayern. In: archive.is. 11. Februar 2016 („Acholiland“ gewinnt College Television Awards: FFF Bayern (Memento vom 8. Februar 2016 im Internet Archive) [abgerufen am 13. Juni 2017]).
  56. ↑ SWR-Doku erhĂ€lt Marler Fernsehpreis fĂŒr Menschenrechte Amnesty International kĂŒrt „Waffen fĂŒr die Welt – Export außer Kontrolle“. In: presseportal.de. (presseportal.de [abgerufen am 13. Juni 2017]).
  57. ↑ Sechs Grimme-Preise fĂŒr ARD-Koproduktionen | DasErste.de. In: Erstes Deutsches Fernsehen (ARD). (daserste.de [abgerufen am 13. Juni 2017]).
  58. ↑ Amnesty International ehrt den Regisseur Daniel Harrich (Memento vom 6. MĂ€rz 2019 im Internet Archive), auf huffingtonpost.de
  59. ↑ Grimme Preis 2019: ARD geht mit 42 Nominierungen ins Rennen. Abgerufen am 4. Februar 2025.
  60. ↑ SWR Doku „Spur des Terrors“ gewinnt Bayerischen Fernsehpreis. swr.de, 13. Oktober 2021, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 31. Oktober 2021; abgerufen am 31. Oktober 2021.
  61. ↑ BR gratuliert Filmemacher Daniel Harrich und Dokumentarfilmerin Sybille Krafft zum Bundesverdienstkreuz. Bayerischer Rundfunk, 8. MĂ€rz 2024, abgerufen am 4. Mai 2024.
  62. ↑ Grimme Preis 2025 Nominierungen=de. Abgerufen am 4. Februar 2025.
  63. ↑ 2025 Winners – AT THE ABYSS – BATTLE FOR RAW MATERIALS. Deauville Green Awards, abgerufen am 6. Juni 2025 (französisch).
  64. ↑ Marler Medienpreis 2025: Hinschauen, wo es wehtut (Memento vom 6. MĂ€rz 2019 im Internet Archive), auf amnesty.de
  65. ↑ Bayerischer Fernsehpreis fĂŒr NDR Dokumentation "Der Contergan-Skandal". Abgerufen am 31. Oktober 2021 (englisch).