Grugapark


Der Grugapark ist ein Park in Essen. Er ist aus der ersten GroĂen RuhrlĂ€ndischen Gartenbau-Ausstellung im Jahr 1929 hervorgegangen und wurde ein Jahr spĂ€ter als ein dem Gemeinwohl dienender Volkspark wiedereröffnet. 1938 war der Grugapark Austragungsort der Reichsgartenschau, im Zweiten Weltkrieg wurde er zerstört. Nach Wiederaufbau und spĂ€terer Erweiterung wurden im Grugapark 1952 die zweite Gruga-Ausstellung und 1965 die Bundesgartenschau ausgerichtet. Heute dient der Park der Naherholung, als Spiel- und SportstĂ€tte und als Veranstaltungsort fĂŒr Konzerte und Feste.
Im Park befinden sich mehr als vierzig Skulpturen (Skulpturen im Grugapark) bedeutender Bildhauer, wie beispielsweise Alfred Hrdlicka, Auguste Rodin und Fritz Klimsch.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Grugapark erstreckt sich ĂŒber den Flanken der HĂŒgel im Tal des Borbecker MĂŒhlenbachs. Damit liegt er etwa 3,5 Kilometer sĂŒdwestlich der Essener Stadtmitte auf dem Gebiet des Stadtteils RĂŒttenscheid. Mit einer FlĂ€che von rund 65 Hektar nimmt er den gesamten SĂŒdwesten RĂŒttenscheids ein und grenzt unmittelbar an die Stadtteile Holsterhausen im Norden, die Margarethenhöhe im Westen und Bredeney im SĂŒden. Begrenzt wird er von den StraĂen NorbertstraĂe, LĂŒhrmannstraĂe, Am Grugapark, Juistweg, LĂŒhrmannwald und KĂŒlshammerweg sowie im Norden an den FuĂ- und Radweg Grugatrasse auf dem Bahndamm der ehemaligen Bahnstrecke MĂŒlheim-HeiĂenâAltendorf (Ruhr).
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vorgeschichte
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Der westliche Teil des heutigen Grugaparks, dem damaligen StenshofgelĂ€nde, lag im Mittelalter auf dem Gebiet der Abtei Werden. Das ursprĂŒngliche Wort Stens wandelte sich ĂŒber Stennes und Stenhus in Steinhaus.[1] Der unter Denkmalschutz stehende Stenshofturm wurde im 12. Jahrhundert aus Sandstein im romanischen Stil errichtet, weshalb er auch Romanisches Haus genannt wird. Bei den heutigen MustergĂ€rten im Grugapark gelegen, gilt der Stenshofturm als einzig erhaltenes, ursprĂŒngliches GebĂ€ude der etwa tausendjĂ€hrigen Geschichte des RĂŒttenscheider Bauerntums.
Nördlich nahe dem Stenshofturm stand, auf heutigem ParkgelĂ€nde, die Edmund-LĂŒhrmann-Stiftung, eine 1905 errichtete Kranken- und Heilanstalt, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Das Stiftungsvermögen ging in der neurologischen Abteilung der StĂ€dtischen Krankenanstalten, dem heutigen UniversitĂ€tsklinikum Essen, auf. Heute erinnert die LĂŒhrmannstraĂe (zuvor ab 1897 PaulstraĂe, 1906 bis 1907 ReinhardstraĂe),[2] die den Grugapark in Ost-West-Richtung teilt, an die ehemalige Stiftung.
Das Gebiet des neueren, sĂŒdlichen Grugaparkteils gehörte zum Hof Kamman, in dessen Ziegel-Fachwerk-Bau sich noch bis 1964 die Kruppsche HĂŒgel-GĂ€rtnerei befand. Dieses HofgebĂ€ude lag zwischen dem 1964 errichteten Grugabad und dem zur gleichen Zeit angelegten Margarethensee. Dieser wird vom Borbecker MĂŒhlenbach gespeist, an dessen Ufer dort um 1600 eine MĂŒhle erwĂ€hnt wird.[3] Der MĂŒhlenbach flieĂt innerhalb des GrugaparkgelĂ€ndes weiter nach Norden durch den spĂ€ter angelegten Waldsee. Westlich des heutigen Waldsees befanden sich die GebĂ€ude des Hofes Schulte-Silberkuhl, der 1355 erwĂ€hnt und nach 1600 Schulte im Hofe genannt wird.[4] Im weiteren Verlauf des MĂŒhlenbaches nach Norden, beim heutigen Hundertwasserhaus, gab es eine weitere vom Bach angetriebene MĂŒhle.
Bereits um 1900 gab es erste PlĂ€ne zur Anlage eines GrĂŒngĂŒrtels in Essen, die jedoch verworfen werden mussten, da die Familie Krupp ab 1906 auf dem dafĂŒr vorgesehenen GelĂ€nde die Siedlung Margarethenhöhe errichten lieĂ.
Am 20. September 1909 landete auf dem Feld, das zwischen dem heutigen Grugaturm und der heutigen Grugahalle lag, der Zeppelin LZ 6. Es war die erste Landung eines Zeppelins auf Essener Gebiet. Zu diesem damals besonderen GroĂereignis gab es schul- und arbeitsfrei. Bei Ankunft des Luftschiffes lĂ€uteten alle Kirchenglocken und auf dem Kruppschen SchieĂplatz schoss man mit Kanonen Salut. 2009 gab es zu diesem Ereignis die Ausstellung Zeppelin trifft auf Grugaturm in der Orangerie der Gruga.[5]
Erste Gruga-Ausstellung 1929
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Entstehung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Botanische Garten, der mithilfe von Stiftern und engagierten Kommunalpolitikern entstand und ab 1925 durch ein BeschĂ€ftigungsprogramm von 500 Notstandsarbeitern errichtet wurde, eröffnete am 24. Mai 1927 und gilt als Keimzelle des Grugaparks. Seine Anlage als Lehr- und Versuchsgarten diente wissenschaftlichen Zwecken, aber auch bereits der Bevölkerung, der damit die Botanik inmitten der damaligen Industriestadt nĂ€her gebracht wurde. Beispielsweise wurden heimische Koniferen sowie weitere Nadelgehölze aus Asien und Amerika gepflanzt, um die Auswirkung der durch Industrien im Ruhrgebiet verschmutzten Luft auf die Pflanzen zu untersuchen. Da viele Exemplare trotz jahrzehntelanger Luftverschmutzung gut gediehen, wurden sie als rauchhart angesehen. SĂŒdlich davon kann man heute noch steinerne Hinweistafeln finden, die aus diesen AnfĂ€ngen stammen. Kurz nach der Eröffnung des Botanischen Gartens fĂŒr Besucher zu Ostern 1928, wurde die 15 Meter breite Geologische Wand aufgestellt. Sie ist heute in gutem Zustand erhalten, da sie wĂ€hrend der Bombardements im Zweiten Weltkrieg unversehrt blieb. Die Wand am westlichen Ufer des Waldsees stellt im Querschnitt die geologischen Formationen des GroĂ-Essener Gebiets dar und ist daher ein Denkmal zur rund 500-jĂ€hrigen Bergbaugeschichte in Essen, der einst zechenreichsten Stadt Europas.[6] In den 1980er Jahren wurde der Botanische Garten mit dem Grugapark vereinigt.
Der Ursprung fĂŒr die weitere Entwicklung des GelĂ€ndes bis zum heutigen Park liegt bei der damals nahezu bankrotten GemeinnĂŒtzigen Ausstellungs-Gesellschaft der Messe Essen, die in den 1920er Jahren mit einem Park die AttraktivitĂ€t ihres AusstellungsgelĂ€ndes erhöhen wollte. 1922 veranstaltete der Gartenbauverband fĂŒr den Stadt- und Landkreis Essen, der VorgĂ€nger des heutigen Stadtverbands der KleingĂ€rtnervereine in Essen, eine Kleingartenbauausstellung in Halle 7 der Ausstellungshallen. 1926 folgte dort eine achttĂ€gige, öffentliche Herbstblumenschau. Diese Ausstellungen trugen das Ihre zur Entstehung des Grugaparks bei.[7] Zwischen dem damals zehn Hektar umfassenden MessegelĂ€nde[8] und dem Botanischen Garten lagen BrachflĂ€chen, die teils als Lager der Friedrich Krupp AG, als landwirtschaftliche FlĂ€che, aber auch als MĂŒllkippe genutzt wurden. Besatzung, Hyperinflation und eine schwierige Wirtschaftslage in der ersten HĂ€lfte der 1920er Jahre waren Hindernisse bei der Umsetzung des Vorhabens, eine groĂe Gartenschau anzulegen. Der Gedanke, diese BrachflĂ€chen in einen Park umzugestalten, wurde maĂgeblich durch den damaligen OberbĂŒrgermeister Franz Bracht und die Beigeordneten Albert Meurer (1878â1957) und Heinrich Reisner vorangetrieben.[9] Infolgedessen wurde das GelĂ€nde zwischen den Stadtteilen RĂŒttenscheid und Holsterhausen von der Stadt gekauft, um dort eine groĂe Gartenschau in der von der Schwerindustrie geprĂ€gten Stadt Essen zu installieren. Dazu der OberbĂŒrgermeister in der Essener Volkszeitung vom 29. Juni 1929:
âDaĂ die diesjĂ€hrige groĂe deutsche Gartenbauausstellung im Herzen des rheinisch-westfĂ€lischen Industriegebietes in Essen eröffnet wird, ist Symbol fĂŒr die besondere Aufgabe, die sich die Gruga gestellt hat. Die wirtschaftliche Entwicklung hat hier an der Ruhr industrielle Unternehmungen gröĂten AusmaĂes auf verhĂ€ltnismĂ€Ăig engen Raum zusammengedrĂ€ngt. Kohlenzechen und Eisenwerke vor allem haben die Bewohner dieses Gebietes aus der ursprĂŒnglichen und förderlichen Verbundenheit mit der Natur, der Landschaft gelöst. Die BemĂŒhungen der Stadt Essen gehen schon seit lĂ€ngerer Zeit dahin, diese Verbundenheit wieder herzustellen. [âŠ]â
Im Januar 1929 ĂŒbernahm der ReichsprĂ€sident Paul von Hindenburg die Schirmherrschaft der Gartenbauausstellung, um der Bedeutung des deutschen Gartenbaus Ausdruck zu verleihen.[10] Zwischen Oktober 1927 und Juni 1929 erfolgte der Bau der Gartenbauausstellung mit Hilfe von etwa eintausend Arbeitslosen, die von der produktiven ErwerbslosenfĂŒrsorge finanziert wurden. Sie bauten in dem sumpfigen Brachland Terrassen, pflanzten unzĂ€hlige Blumen und legten Teiche an. Die Dahlienarena entstand aus einer kreisrunden SportstĂ€tte, die die RĂŒttenscheider Sportfreunde 07 (heutiger Name: VfL Sportfreunde 07 Essen e. V.) vor den endgĂŒltigen Planungen zum Bau des Grugaparkes errichteten.[9] Die Essener Alleen mussten junge BĂ€ume an den neuen Park abtreten. Unter der Leitung des Gartenbau-Architekten Johannes Gabriel (â 4. Januar 1929)[11] und des Gartendirektors Rudolf Korte[8] entstand der sogenannte Blumengarten an der Ruhr, der Grugapark. Er war von Beginn an nicht nur fĂŒr eine Ausstellung angelegt, sondern darĂŒber hinaus als bestĂ€ndiger Volkspark gedacht.
Eröffnung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der ursprĂŒnglich geplante Eröffnungstermin musste von Mai auf Ende Juni 1929 verschoben werden, da sich die Arbeiten verzögerten â einerseits durch harten Frost im Winter 1928/1929, andererseits durch Streiks der Notstandsarbeiter. Am 7. Juni 1929 fĂŒhrten zwei fĂŒr die Entstehung der Gruga Verantwortliche, der Beigeordnete Ernst Bode und Gartenbaudirektor Rudolf Korte, Vertreter der Presse durch das GelĂ€nde.[12]
SchlieĂlich wurde die nun GRUGA (GroĂe RuhrlĂ€ndische Gartenbau-Ausstellung) genannte Ausstellung am 29. Juni 1929 durch den damaligen Reichsverkehrsminister, Adam Stegerwald, in der Ausstellungshalle V (VorlĂ€ufer der heutigen Grugahalle) vor mehr als 600 geladenen GĂ€sten eröffnet. Die Feierlichkeiten begannen um 11 Uhr mit Richard Wagners Meistersingervorspiel des StĂ€dtischen Orchesters unter der Leitung des Essener Generalmusikdirektors Max Fiedler.[13] Ihr wohnten neben der Stadtspitze, Behörden- und Wirtschaftsvertretern auch der Staatsminister fĂŒr Landwirtschaft Heinrich Steiger, Minister fĂŒr Volkswohlfahrt Heinrich Hirtsiefer, der Schriftsteller Gerhart Hauptmann, die Kronprinzessin Cecilie und der Schauspieler Willy Fritsch bei.[14] Gartendirektor Rudolf Korte wandte sich mit folgenden Worten an den OberbĂŒrgermeister Franz Bracht:
âIch habe die Ehre, Herr OberbĂŒrgermeister, Ihnen mitzuteilen, daĂ trotz dieser Schwierigkeiten, insbesondere klimatischer Natur â trotz lang andauernden Frostes und Trockenheit â die GroĂe RuhrlĂ€ndische Gartenausstellung fertiggestellt ist. [âŠ]â
Der Eintritt fĂŒr Erwachsene kostete 1 Reichsmark, fĂŒr Kinder unter vierzehn Jahren und SchwerkriegsbeschĂ€digte 50 Pfennige. Kinder unter drei Jahre hatten freien Eintritt. Zudem gab es Dauerkarten, fĂŒr die Erwachsene 15 Mark zahlen mussten.[11]
- Eröffnung der Gruga 1929 mit Blick vom Grugaturm: hinten Dahlienarena, davor Pergolagarten und MilchgaststÀtte
- Veranstaltung im Radiogarten 1929
- Steinerne Hinweistafel aus den AnfÀngen auf den 1927 angelegten Bauerngarten
- Geologische Wand von 1928
Charakter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die erste GroĂe RuhrlĂ€ndische Gartenbau-Ausstellung war eine 20 Hektar groĂe, geometrische Anlage von unterschiedlichen Abteilungen, die durch geradlinige Baumreihen, Hecken, Mauern und Treppen voneinander abgegrenzt waren. Das Konzept berĂŒcksichtigte den Ausstellungs- und Lehrcharakter genauso wie den Erholungsbedarf der Bevölkerung. Dazu sollte die Auswirkung der Industrie auf die Flora untersucht werden. So waren unter anderem in EinzelgĂ€rten der Bergbauregion rechnungstragende rauchempfindliche und rauchunempfindliche Pflanzen ausgestellt sowie Kleingartenbau und Kleintierzucht dargestellt.
Die gesamte Gartenbau-Ausstellung war in 31 Abteilungen gegliedert. Hinter dem damaligen Haupteingang an der LĂŒhrmannstraĂe, sĂŒdlich und auf Höhe des heutigen Blumenhofes, befand sich Abteilung 1. Hier war der Ehrenhof mit bepflanztem Wasserbecken und Fischzucht und eine Ausstellungshalle mit mehreren Bereichen. In einem stellte der Reichsverband des deutschen Gartenbaus seine TĂ€tigkeiten zur Förderung und Verbesserung der Kultureinrichtungen des Erwerbsgartenbaus vor. Ein weiterer Bereich war die Industrieabteilung mit StĂ€nden zu DĂŒngemitteln, Kunst-Keramik, Steinzeug und Gartenbedarfsmitteln. In der von Heinrich Reisner geleiteten Wissenschaftsabteilung wurden die Themen wie beispielsweise Gartenbau und Volkswirtschaft, Klima, Pflanzengeografie, der Boden als Pflanzenstandort, Pflanzenschutz vor Krankheiten und SchĂ€dlingen, ErnĂ€hrung und DĂŒngung von Kulturpflanzen oder ElektrizitĂ€t im Pflanzenbau behandelt. In der Ehrenhalle stand das 1927 von Joseph Enseling geschaffene Bildnis des Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg in dunkelbraun patinierter Bronze.[11]
Abteilung 2 bestand aus einem Innenhof mit Stauden- und Dahlienbepflanzung, LorbeerbĂ€umen, Vogelfutter- und WetterhĂ€uschen. Die Abteilung 3 behandelte durch mehrere Aussteller die Themen Vogelschutz in Halle III sowie die Themen Natur- und Heimatschutz in der Halle IV. Der Konzertplatz mit Rosen und BlumenkĂ€sten geschmĂŒckt bildete Abteilung 4. Er bot BĂ€nke und die Plastik Kugler von Jakob Schmitt. Zudem war hier das IndustrievorfĂŒhrgelĂ€nde. Die Abteilung 5 bot Plan- und Modellschauen sowie Sonderschauen in der Halle V. Dabei gab es an festgelegten Terminen die folgenden sechs Sonderschauen: Warmhauspflanzen, Topfpflanzen, Blumenschmuckkunst â Rosen, Aquarien und Terrarien â Stauden, Topfpflanzen, Kakteen, Neuheiten, FrĂŒhobst und -GemĂŒse â Dahlien und Gladiolen â Markt-, Baumschul- und Handelspflanzen â Chrysanthemen, Obst, GemĂŒse und Produkte. Die Abteilung 6 bestand aus der SĂŒdseite der Halle V, in der einerseits WintergĂ€rten und andererseits subtropische Pflanzen dargestellt wurden. Hinzu kamen zwei Pavillons, entworfen von Paul Portten, der auch den Grugaturm geplant hatte. Der römische Garten bildete die Abteilung 7. Er besaĂ eine Laube mit BĂ€nken, Mosaiken, Plastiken und eine Malerei von Otto Westphal. Abteilung 8 war die Halle VI mit einer Vorbepflanzung aus Dahlien. Sie beherbergte eine Industrieabteilung, in der unter anderem Gartenmöbel, Gartenbekleidung, Baustoffe, Gartenmaschinen und -gerĂ€te, BlumenkĂŒbel sowie Blumenzwiebeln und -samen vorgestellt wurden. Die Abteilung 9 bestand aus zwei SondergĂ€rten. Diese WochenendgĂ€rten nannten sich Klein-Gruga und Elisabeth.[11]
Abteilung 10 umfasste ein Teehaus mit Wintergarten, ein bergisches Haus und die Halle VII mit einer weiteren, sogenannten Industrieabteilung, die unter anderem auch Gartenmöbel und EinrichtungsgegenstĂ€nde, GartengerĂ€te, Werkzeuge und SportgerĂ€te vorstellte. Die Abteilung 11 bestand aus der ZugangsstraĂe mit Bepflanzung und Möblierung, entworfen vom Architekten des Grugaturms Paul Portten. Sie beherbergte eine Plastik von Joseph Enseling und eine von Hermann Tochtermann aus Berlin. Der Friedhof bildete die Abteilung 12 mit einem Kriegerehrenmal von Georg Metzendorf, KriegsgrabmĂ€lern, einem Sarkophag aus Werkstein und Marmor von Edmund Körner, mehreren Plastiken, einem Urnensammelgrabmal sowie einem Teich mit Brunnen. Eine GeflĂŒgelfarm mit Zuchtstation und ein Bauerngarten gehörte zu Abteilung 13. Abteilung 14 bot die Sommerblumenterrassen, die heutigen Farbenterrassen, die aus vier Einzelterrassen bestanden. Es gab oberhalb einen Vorplatz mit dem Glockenbrunnen und Goldfischen. Dieser Brunnen besaĂ mehrere, um eine sechs Meter hohe braune SĂ€ule herum angeordnete, helle Glocken, in denen bunte elektrische Lampen leuchteten.[15] Im Bereich der heutigen Orangerie befand sich Abteilung 15 mit den Gruga-Terrassen-GaststĂ€tten und dem Musikpavillon. Sie waren vom Essener Architekten Curt Wasse entworfen worden. Die zugehörigen Wasserterrassen besaĂen beleuchtete FontĂ€nen. Sie waren mit Bepflanzungen und mehreren Plastiken geschmĂŒckt. Die Abteilung 16 war der mit Rosen und Stauden bepflanzte Pergolagarten. Dazu gab es eine Sonnenuhr und eine WasserflĂ€che mit Wasserpflanzen und Goldfischen. Der Bereich der Abteilung 17 bestand aus vier WochenendgĂ€rten. Der Wochenendgarten von Ehren war vom Gartenarchitekten und Leiter der technisch-kĂŒnstlerischen Abteilung Johannes Gabriel (am 4. Januar 1929 im Alter von 31 Jahren gestorben[16]) entworfen worden, der Wochenendgarten in der Heide von Rudolf Korte. Zudem gab es die zwei GĂ€rten Meerkötter und Möller. In Abteilung 18 befanden sich vier GĂ€rten des Provinzialverbandes Westfalen im Reichsverband der Kleingartenvereine Deutschlands sowie weitere vier GĂ€rten des Provinzialverbandes Rheinland. Hinzu kam ein Kinderspielplatz. Die Abteilung 19 war ein Waldweg mit einem Waldplatz, auf dem ein von Will Lammert entworfener Brunnen mit der Plastik Steinbock von Ernst Gorsemann platziert war.[11]
Eine Staudenlichtung entfiel auf die Abteilung 20. In Nummer 21 befand sich die heute noch in Teilen vorhandene Dahlienarena. In Nummer 22 gab es einen Spaliergarten mit Koniferen, RankgewĂ€chsen, Stauden und Gehölzen sowie den Staudensondergarten Goos & Koenemann nach einem Entwurf von Johannes Gabriel. Die Abteilung 23 bildete der Berufsschulgarten fĂŒr mĂ€nnliche Jugendliche der Stadt Essen mit TurngerĂ€ten und Brunnen. In Nummer 24 waren die Forst- und Parkgehölze des Ruhrgebiets durch den Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk zusammengestellt. In Abteilung 25 gab es einen FrĂŒhgemĂŒseanbau unter Glas in GewĂ€chshĂ€usern. Darauf folgte in Abteilung 26 ein durch den Botanischen Garten gestalteter mittelalterlicher KrĂ€utergarten. Dazu gab es FreilandgemĂŒseanbau und den Schulgarten der stĂ€dtischen MĂ€dchenberufsschule. Das RosencafĂ©, das im Innern 500 und auf der Kaffeehausterrasse 700 Menschen Platz bot und vorgelagert sich die namensgebenden Roseterrassen befanden[17], war durch den Essener Architekten Curt Wasse entworfen worden und bildete Abteilung 27, gefolgt von Nummer 28, dem Rosenneuheitenweg mit den SondergĂ€rten Lohse, Barkhoff und dem Garten Timm, in dem sich die Plastik Die vier Jahreszeiten des Bildhauers Ernst Gorsemann befand. Der Begoniengarten mit Wasseranlage und kleinem Brunnen war die Abteilung 29.[11]
Abteilung 30 war der Radiogarten. Bis 1929 errichtete man den von Paul Portten entworfenen und heute unter Denkmalschutz stehenden Grugaturm, der damals als Radioturm fĂŒr MusikĂŒbertragungen in den Radiogarten genutzt wurde. Hinzu kamen die zwei Pavillons der MilchgaststĂ€tte der Essener Milchversorgungs-GmbH, die ebenfalls von Paul Portten entworfen worden waren. Zur letzten Abteilung 31 gehörte der Sondergartenweg mit dem Hausgarten Roehse, einem Garten mit japanischen Motiven und fĂŒnf SondergĂ€rten.[11]
Am 3. August 1929 wurde der 500.000. Besucher erwartet.[18] Die Gartenbau-Ausstellung endete am 13. Oktober 1929 und wurde von rund 1,9 Millionen[9] Menschen besucht. Die aufwÀndige Gartenarchitektur war dabei eine bis dahin noch nicht gekannte Attraktion.[11] Erstmals hatte auch die einfache Bevölkerung der durch die Schwerindustrie gezeichneten Stadt Essen die Möglichkeit, eine Parkanlage in diesem Stil zu besuchen.
Volkspark ab 1930
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 20. April 1930 wurde der Grugapark zusammen mit dem Botanischen Garten als erste Gartenausstellung Deutschlands als ein dem Gemeinwohl dienender Volkspark wiedereröffnet.[19] Es wurden Dauerkarten fĂŒr Erwachsene zum Preis von 3 Mark und fĂŒr Kinder von 1 Mark ausgegeben.[20] Einzelkarten kosteten fĂŒr Erwachsene 25 Pfennige und fĂŒr Kinder 10 Pfennige, zudem gab es ermĂ€Ăigte Abendkarten. An Freitagen war der Eintritt die ersten Jahre frei und spĂ€ter vergĂŒnstigt.[21] Der Park war jĂ€hrlich von April bis Oktober geöffnet.
In den Jahren 1931/32 wurde der Park nach dem Motto Blume und Tier durch neue Tiergehege belebt. Ab Sommer 1931 wurden Papageien, Kakadus, Sittiche, Flamingos und Kraniche gehalten.[22] Im FrĂŒhjahr 1932 kamen nahe dem RosencafĂ© ein etwa sieben Meter hoher, aus Ruhrsandstein bestehender Affenfelsen und ein rechteckiges Seelöwenbecken hinzu.[23] Ebenfalls zu dieser Zeit fand ein Ausbau der Aquarien und Terrarien statt.[24]
Im Terrassen-Restaurant mit Blick auf die WasserfontĂ€nen und die Rosenterrassen fanden tĂ€glich bei guter Witterung Konzerte und Tanz im Freien statt.[25] Am Radioturm gab es saisonabhĂ€ngig ein Freilicht-Kulturfilm-Theater mit tĂ€glichen VorfĂŒhrungen von Lehr- und Kulturfilmen ab Einbruch der DĂ€mmerung.[26]
Reichsgartenschau 1938
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Die Zweite Reichsausstellung des deutschen Gartenbaus fand vom 26. April bis 12. Oktober 1938 statt und wurde von der Stadt Essen in Zusammenarbeit mit dem ReichsnÀhrstand veranstaltet.
Die Nationalsozialisten nutzten die Gartenschau fĂŒr ihre Propaganda.[27] Zur Eröffnung sprach zunĂ€chst OberbĂŒrgermeister Just Dillgardt. Er ĂŒbergab an den Essener Gauleiter Josef Terboven. Danach eröffnete der âReichsbauernfĂŒhrerâ und âReichsernĂ€hrungsministerâ Walther DarrĂ© offiziell die Reichsgartenschau. Unter den knapp 3000 GĂ€sten befanden sich zahlreiche Personen aus Partei (NSDAP) und Staat, der Wehrmacht und der Wirtschaft. Darunter waren der StaatssekretĂ€r im Reichsministerium fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft Herbert Backe, Generalleutnant Fritz KĂŒhne, General GĂŒnther von Kluge, SA-ObergruppenfĂŒhrer Heinrich August Knickmann, PolizeiprĂ€sident und SS-BrigadefĂŒhrer Fritz SchleĂmann und RegierungsprĂ€sident Carl Christian Schmid. Das stĂ€dtische Orchester unter der Leitung von Musikdirektor Albert Bittner spielte die OuvertĂŒre zu Franz Schuberts Rosamunde. Der Eröffnungsakt schloss mit dem Ausbringen des HitlergruĂes durch Kreisleiter Peter HĂŒtgens und der sich anschlieĂenden Nationalhymne.[28]
1935 wurden erstmals 300.000 Reichsmark fĂŒr die Schau bereitgestellt. In der Ratssitzung vom 2. Oktober 1936 folgte die Freigabe von weiteren 400.000 RM, die zur WeiterfĂŒhrung der Arbeiten bis April 1937 ausreichen sollten. Insgesamt ging man in dieser Ratssitzung von Gesamtkosten von 1,73 Millionen Reichsmark aus.[29] Der geschĂ€ftsfĂŒhrende Vorsitzende und Gartendirektor der Stadt Essen (1921â1938), Rudolf Korte, leitete, wie auch bereits zur ersten Ausstellung 1929, die Erweiterung und Neugestaltung des GelĂ€ndes, insbesondere der Kolonialpflanzenschau.[30] Das Areal wurde von den Nationalsozialisten auf 47 Hektar verdoppelt und mit dem Keramik- und dem Blumenhof erweitert. So lockte die Gartenschau knapp 2,5 Millionen Besucher an.[9] Den Charakter der Ausstellung machte die geradlinige Trennung mithilfe von Hecken, Pappeln, Mauern und Treppen in Themenbereiche aus, wobei die geometrische Struktur des Parks entlang von Achsen ĂŒbernommen worden war. TĂ€glich um sieben Uhr morgens fand der organisierte FrĂŒhsport statt. Die Nationalsozialisten versahen die Gartenschau unter anderem mit Hakenkreuzfahnen und BĂ€nken mit der Aufschrift Nur fĂŒr Arier.[27]
Damals befand sich der Haupteingang des Parks an der LĂŒhrmannstraĂe, sĂŒdlich und auf Höhe des Blumenhofes. Die damalige GaststĂ€tte im Blumenhof bot bis zu 800 Personen Platz, wobei hier auch Modenschauen, Tagungen, Konferenzen und Bankette stattfanden. Zwischen Haupteingang und Blumenhof war der Keramikhof angeordnet, der an seinen quadratischen SĂ€ulen farbige Keramikplatten mit Tiermotiven zeigte. So sind der ehemalige Haupteingang und der Keramikhof heute vom MessegelĂ€nde ĂŒberbaut. Anstelle der heutigen Orangerie befand sich die groĂ angelegte TerrassengaststĂ€tte, der die Wasserterrassen mit FontĂ€ne vorgelagert waren. Hier fanden abendlich beleuchtete Wasserspiele statt. SĂŒdlich davon, dort wo heute die Kranichwiese liegt, folgten der Pergolagarten unterhalb des Radioturmes und der Rosengarten. Westlich des Pergolagartens, in dem die Bronzeskulptur Trauer von Joseph Enseling stand (heute auf dem SĂŒdwestfriedhof), lag die kreisrunde Dahlienarena, deren östliches Kreissegment noch heute existiert. SĂŒdlich der Dahlienarena gab es einen Kinderzoo. Ein Damwildgehege war ebenfalls angelegt. Ăstlich der TerrassengaststĂ€tte lagen die Sommerblumenterrassen, die heutigen Farbenterrassen, an deren oberen Ende sich der Leuchtbrunnen mit dem Reliefbild Schmied von Essen befand, der nach einem Entwurf des Berliner Bildhauers Ludwig Nick entstand. Die Figur war im Ursprung Teil einer am 25. Juli 1915 enthĂŒllten Nagelfigur auf dem nördlichen Vorplatz des Hauptbahnhofes. Nach dem Ersten Weltkrieg gelangte sie in den Stadtgarten und das Relief schlieĂlich 1934 in den Grugapark, wo es im Zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer fiel.[31]
Des Weiteren bot der Park einen Römischen Garten, einen Warmwasser-Seerosenteich, einen subtropischen und einen japanischen Garten. Letzterer war maĂgeblich vom Essener Bildhauer W. John geschaffen worden. In fast jedem der im Park verteilten zehn Lokale und SchĂ€nken stand eine eigene Musikkapelle zur VerfĂŒgung. Mit der ersten noch dampfgetriebenen Liliputbahn (siehe Grugabahn) konnte der Park besichtigt werden.
Im Jahr nach der Reichsgartenschau, zu Pfingsten 1939, eröffnete die erste Rollschuhbahn im Grugapark. Ebenfalls in diesem Jahr wurden reine Lehr-AusstellungsflĂ€chen am Keramik- und Blumenhof reprĂ€sentativ umgestaltet und der botanische Garten mit neuen PflanzenbestĂ€nden ausgebaut. Die Friedhofsabteilung aus der Zeit der Reichsgartenschau wurde in einen Kinderspielplatz mit BĂŒhne fĂŒr Kaspertheater und Ă€hnliche AuffĂŒhrungen umgewandelt. Die Waldschenke nahe des Heidegartens erhielt einen zusĂ€tzlichen groĂen Gastraum. Das Rhododendrontal wurde vergröĂert und der Schulgarten bekam ein Drittel mehr FlĂ€che. Die TierbestĂ€nde in den damaligen Gehegen wurden teils ergĂ€nzt. So kam ein Kaninchengehege neu hinzu. Das KĂ€ngurupaar vom letzten Jahr bekam ein Junges.[32] Der Parkeintritt betrug in diesem Jahr, wie auch im vorangegangenen Jahr, 3 Reichsmark fĂŒr Erwachsene und 1 RM fĂŒr Kinder.[33]
Zweiter Weltkrieg und die Folgen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mehr als 500 Bombentreffer der Alliierten im Zweiten Weltkrieg zerstörten den gesamten Grugapark in allen Teilen, wobei der schwerste Angriff am 11. MÀrz 1945 stattfand. Das ehemalige Restaurant Blumenhof diente zuvor als Fremd- und Zwangsarbeiterheim, bis es durch Bombardements völlig zerstört worden war.[34]
In der NĂ€he des heutigen Damwildgeheges im Grugapark erinnert ein Gedenkstein an das damals dort befindliche Montagsloch, in dem 35 Zwangsarbeiter aus Osteuropa am 12. MĂ€rz 1945 auf Anordnung des Essener Gestapo-Leiters Nohle erschossen worden waren.[35] SpĂ€ter wurden sie auf dem GelĂ€nde von amerikanischen Truppen bestattet. Am 3. November 1949 fand die ĂberfĂŒhrung der Toten auf den SĂŒdwestfriedhof statt.
Nach dem Krieg wurde das GelĂ€nde des zerstörten Grugaparks bis zur WĂ€hrungsreform 1948 als GemĂŒseanbauflĂ€che fĂŒr die hungernde Bevölkerung und die nördlich angrenzenden StĂ€dtischen Krankenanstalten, heute UniversitĂ€tsklinikum Essen, genutzt. Nachdem im FrĂŒhjahr 1949 der Eingangsbereich des Grugaparks und der Blumenhof verĂ€ndert wieder aufgebaut worden waren und der Park erneut Besucher angelockt hatte, zĂ€hlte man ein Jahr spĂ€ter trotz fehlender Attraktionen wieder mehr als 1,2 Millionen GĂ€ste.[11] Daraus folgte 1951 der Beschluss der Stadt Essen, den Grugapark wieder aufzubauen.
Zweite Gruga-Ausstellung 1952
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Vom 10. Mai bis 19. Oktober 1952 fand die auf 60 Hektar erweiterte Zweite GroĂe RuhrlĂ€ndische Gartenbau-Ausstellung statt, an der rund 2,7 Millionen[9] Menschen Interesse zeigten. DafĂŒr wurde ein Plakat entworfen, das die stilisierte Tulpe von 1929 des Essener Malers und Grafikers Jo Pieper wiederverwendet, die den Grugaturm schmĂŒckt und noch heute verĂ€ndert als Logo des Grugaparks verwendet wird. Auch diese zweite Ausstellung sollte den Essener BĂŒrgern danach wieder einen neuen Volkspark bescheren. Jedoch fiel sie mangels Zeit und Finanzen und aufgrund einer neuen Auffassung von Natur und Garten anders aus. Die zerstörte, geradlinige Gartenarchitektur der Vorkriegszeit war einer groĂzĂŒgigen hĂŒgeligen Landschaft mit viel Rasen und Ausblicken gewichen. Im unteren Bereich der heutigen Kranichwiese wurde 1952 ein elegantes, zweistöckiges GebĂ€ude im Stil der Zeit, die Milchbar, durch den Architekten Wilhelm Seidensticker errichtet. Im Obergeschoss befand sich eine Terrasse. In den 1980er Jahren wurde es abgerissen. Ein Seehundbecken und das Aquarium mit dem kĂŒnstlerisch gestalteten Fenster des Lehrers der Folkwang-Werkschule, Philipp Schardt, zĂ€hlten zu den Neuheiten.
Der Rat der Stadt Essen beschloss Ende 1962, dass ab Saisonbeginn im April 1963 eine EintrittsgebĂŒhr in den Grugapark von 30 Pfennigen erhoben wird. Angesichts der enormen BautĂ€tigkeiten im Park war dieser Beschluss politisch umstritten, und der Antrag der CDU, den Ratsbeschluss zu kippen, kam zu spĂ€t, denn die nĂ€chste Ratssitzung fand am 14. Mai 1963 statt.[36]
Bundesgartenschau 1965
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vom 29. April bis 17. Oktober 1965 fand die 8. Bundesgartenschau im Grugapark statt.
FĂŒr die Bundesgartenschau der Grugapark auf rund 70 Hektar erweitert, wobei der im Jahr 1900 angelegte SĂŒdfriedhof von ihm völlig umschlossen wurde. Erstmals wurden die Hauptwege des Grugaparks befestigt. FrĂŒher nur zwischen April und Oktober geöffnet, konnte der Park nun ganzjĂ€hrig genutzt werden.[37] Der Lesepavillon ist der letzte erhaltene Hochbau der Bundesgartenschau.
Seit der Bundesgartenschau bis heute
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Der Grugapark besitzt seit der Bundesgartenschau im Groben seine heutige Struktur. Durch Sonderschauen wie Mobile GĂ€rten (1968) und Wasser im Garten (1970) sowie neuen Veranstaltungsprogrammen sollte die AttraktivitĂ€t des Parks gehalten werden.[9] In der Folgezeit gab es einige bauliche VerĂ€nderungen, die sich den AnsprĂŒchen der sich Ă€ndernden Gesellschaft anpassten.
Ab 1977 wurde der Park um einige GrillplĂ€tze ergĂ€nzt. Wegen baulicher MĂ€ngel wurde die Rollschuhbahn 1979 grundsaniert[38] und aufgrund des Tierschutzes 1983 das Seehundbecken geschlossen. Nachdem zwischen 1971 und 1974 mehrere Seehunde durch Virusinfektionen gestorben waren,[39] kam es mehrfach vor, dass durch ins Becken geworfene MĂŒnzen und andere GegenstĂ€nde Tiere verendeten. 1961 war hier die erste in Gefangenschaft gezeugte Robbe zur Welt gekommen.[40] 1986 folgte der Abriss des Seehundbeckens und des Aquariums.
Mitte der 1980er Jahre wurde angrenzend an den Blumenhof ein japanischer Garten unter der Anleitung japanischer Fachleute errichtet. Mit dem Umbau des Blumenhofs in Kur vor Ort im Jahr 2005 wurde der Bereich des japanischen Gartens zum AuĂenbereich der Sauna des Kurbetriebs.[41]
1982 wurden die Greifvogelvolieren eingerichtet, in denen unter anderem WeiĂkopfseeadler zu Hause waren und auch dort nachgezĂŒchtet wurden. Aufgrund des verbesserungswĂŒrdigen Tierschutzes und der inzwischen baufĂ€lligen Volieren wurden die Greifvögel im April 2016 in das Wildgehege Hellenthal gebracht und die Volieren abgerissen.[42] Nachdem der Botanische Garten in den 1980er Jahren mit dem Grugapark vereinigt wurde, wichen seine alten PflanzenschauhĂ€user 1985 den heutigen drei Glaspyramiden. Darin sind ein Regenwald, ein Bergnebelwald und die Sukkulenten untergebracht. 1987 kam als kulturelles Forum die heutige Orangerie anstelle der zuvor hier befindlichen Volieren hinzu. Sie schloss sich östlich an das damalige, 1986 niedergelegte Aquarium und Terrarium an. Unter der glĂ€sernen Kuppel der Orangerie befinden sich die zentrale Gastronomie des Parks, das Gruga-Informationszentrum sowie RĂ€umlichkeiten fĂŒr Ausstellungen, AuffĂŒhrungen und regelmĂ€Ăige Pflanzenschauen. 1989 eröffnete das Kinderspielhaus nahe dem Haupteingang, das durch den Umbau der ehemaligen MilchgaststĂ€tte entstand. Ebenfalls 1989 wurde der Musikpavillon mit Spitzdach aus dem Jahr 1965 durch den heutigen Musikpavillon ersetzt, der auf einer etwa 1500 mÂČ groĂen ĂŒberdachten FlĂ€che rund 1600 bestuhlte PlĂ€tze bietet. Im ersten Halbjahr 2025 wurde die Stahlrohrkonstruktion des Daches saniert und eine neu Dachmembran eingezogen sowie der BĂŒhnenboden erneuert. So wurde der Musikpavillon am 28. Juni 2025 mit einem Konzert der Essener Philharmoniker feierlich wiedereröffnet.[43]
1995 folgte der Bau des Kleintiergartens im sĂŒdwestlichen Parkteil sowie die GrĂŒndung der auĂerschulischen Bildungseinrichtung Schule Natur, die unter anderem Schulklassen und anderen Interessierten naturwissenschaftlichen Anschauungsunterricht im Park bietet. Sie hat ihren Sitz dort, wo sich einst Aquarium und das Terrarium befanden. Bis zum Jahr 2025 zĂ€hlte die Schule Natur 700.000 Besucher in rund 27.000 Kursen. Im Jahr 2017 wurde sie zum Regionalzentrum im Landesnetzwerk Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung NRW ernannt und wird seitdem vom Ministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.[44] Ebenfalls 1995 eröffnete die Modellanlage mit Modell-Trucks im MaĂstab 1:16 bis 1:14 der Modell Truck Freunde Essen e. V. Die Vogelfreiflughalle entstand ein Jahr spĂ€ter. 1998 eröffnete sĂŒdlich des Kleintierparks der Ponyhof mit Reitmöglichkeit.
Im Mai 1996 wurde der Freundeskreis Grugapark Essen e. V. gegrĂŒndet, der sich fĂŒr den Erhalt der Parksubstanz einsetzt und botanische sowie zoologische ParkfĂŒhrungen, Workshops und VortrĂ€ge anbietet und aus BeitrĂ€gen und Spenden Projekte im Park, wie das Nachpflanzen von BĂ€umen oder das Aufstellen von Skulpturen finanziert.[45][46] Im Juni 2024 wurde OberbĂŒrgermeister Thomas Kufen zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.[47]
Die exakten Umrisse des Grugaparks haben sich durch die Messeerweiterungen der östlich an den Park angrenzenden Hallen der Messe Essen verĂ€ndert. Der Grugapark umfasst heute knapp 65 Hektar und hat sich Richtung Holsterhausen, Margarethenhöhe und RĂŒttenscheid mit neuen Eingangsbereichen geöffnet. Ein etwas in den Park hinein versetzter, neuer Haupteingang neben der Grugahalle wurde 2006 eröffnet. 2008 folgte ein neuer Parkeingang bei den 2006 angelegten MustergĂ€rten, fĂŒr die ein Verein verantwortlich ist.
2004 wurde ein Waldkindergarten gegrĂŒndet, der zeitweise im Waldgebiet Nachtigallental auf der Margarethenhöhe und im Grugapark betrieben wird. Er beherbergt eine Gruppe von gut zwanzig Kindern und wird von einer Elterninitiative getragen. Er besitzt kein festes GebĂ€ude. Als RĂŒckzugsmöglichkeit gibt es im Grugapark einen bunten Bauwagen in Anlehnung an die Fernsehserie Löwenzahn.[48]
Nahe dem Grugaturm wurde im Jahr 2004 ein Gradierwerk von 30 Metern LĂ€nge und zehn Metern Höhe errichtet. Es hat einen Sole-Inhalt von 120 Kubikmetern und wurde von der van Eupen-Stiftung fĂŒr Umweltschutz finanziert. Im Juli 2018 wurde es auĂer Betrieb genommen, da es durch SchĂ€den in der Holzkonstruktion als nicht mehr verkehrssicher galt. Im Februar 2019 entschied die Stadt Essen 300.000 Euro in die Sanierung der Anlage zu investieren. Dabei wird der Schwarzdorn, dessen Haltbarkeit mit rund 15 Jahren angegeben ist, ebenfalls ausgetauscht sowie eine neue automatisierte Sole-Steuerung installiert, die kĂŒnftig Personalkosten einspart.[49] Seit 2020 ist das Gradierwerk wieder in Betrieb.[50]
Am 1. Juli 2005 wurde auf dem GrugaparkgelĂ€nde, am Standort des dort zuvor befindlichen Restaurants Hirschgarten, von der McDonaldâs Kinderhilfe das Ronald-McDonald-Haus durch Schirmherr Henry Maske eröffnet. Es ist eines von 22 McDonald-HĂ€usern (Stand 2015),[51] wurde von Friedensreich Hundertwasser entworfen und dient den Familien schwer kranker Kinder als gemeinsame Unterkunft. Hundertwasser selbst nahm das GrundstĂŒck Ende der 1990er Jahre in Augenschein und passte das Haus entsprechend der Lage an. Nach Hundertwassers Tod im Jahre 2000 baute man einen GebĂ€udekomplex nach seinen PlĂ€nen um einen abgeschirmten Innenhof mit einem umlaufend begrĂŒnten Dach, das wie eine Rampe wirkt. Das Haus hat elf Apartments sowie einen Aufenthaltsraum, ein Esszimmer, ein Spielzimmer, einen Hobbyraum, einen Fernsehraum, eine GemeinschaftskĂŒche, eine WaschkĂŒche und einen Garten.[52]
Das Haus des Waldes wurde 2005 durch die Essener KreisjĂ€gerschaft, die es von der Stadt gekauft hatte, eröffnet. Sie dient als Bildungseinrichtung, die der groĂstĂ€dtischen Bevölkerung den Wald und seine Bewohner nĂ€her bringen möchte und zudem JĂ€ger aus- und weiterbildet.[53]

Der Botanische Garten der UniversitĂ€t Duisburg-Essen zog 2010 sĂŒdwestlich des Tropenhauses und westlich des im Sommer 2005 eröffneten Mediterraneums des botanischen Gartens des Grugaparks. Offizielle Eröffnung war im Mai 2012. Beide botanischen GĂ€rten arbeiten intensiv zusammen, bleiben aber organisatorisch unabhĂ€ngig voneinander. Dazu wurden ein Lehr- und ein ForschungsgewĂ€chshaus errichtet, das der Grundlagenforschung dient.[54]
Im Jahr 2010 erhielt die Stadt Essen fĂŒr den Grugapark als ehemaliges BUGA-GelĂ€nde den Nachhaltigkeitspreis der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) fĂŒr die bis heute nachhaltige Parknutzung.
Der 2010 ökologisch aufbereitete Margarethensee wird, wie auch der sĂŒdliche Waldsee, vom Borbecker MĂŒhlenbach gespeist, dem seitdem auch das Regenwasser der DĂ€cher der angrenzenden Messehallen zugefĂŒhrt wird. Ebenfalls 2010 eröffnete das Gaseum, eine Ausstellung der E.ON Ruhrgas im GebĂ€ude des ehemaligen Grugabad-Restaurants, die im Mai 2013 wieder geschlossen wurde. Ende 2012 wurde die am westlichen Rand des Parks gelegene, bereits baufĂ€llige Minigolfanlage geschlossen.
Im Sommer 2011 begannen die Arbeiten zur Errichtung von Essens erstem Biomasseheizwerk, das Mitte 2012 in Betrieb ging. Es wird durch die Stadtwerke Essen betrieben und befindet sich westlich des Margarethensees und dabei auĂerhalb des Grugaparks, direkt an der LĂŒhrmannstraĂe. Von dort versorgt es, durch Verbrennung von Restholz aus Parks und WĂ€ldern der Region, alle Einrichtungen des Grugaparks samt Therme im Blumenhof und Grugabad ĂŒber drei NahwĂ€rmeleitungen mit WĂ€rme.[55]
Im Dezember 2012 wurde der Stiftungsverein Grugapark unter dem Vorsitz des ehemaligen Essener Kulturdezernenten Oliver Scheytt gegrĂŒndet. Seine Mitglieder setzen sich aus Privatpersonen und Unternehmen zusammen. Ziel ist unter anderem die finanzielle UnterstĂŒtzung zur Weiterentwicklung des Grugaparks.[56]

Im August 2014 war eine UmrĂŒstung von genau 287 Lampen der gesamten Parkbeleuchtung auf energiesparende LEDs vollzogen. Das Licht der Lampen lĂ€sst sich bezĂŒglich IntensitĂ€t und Lichtfarbe an die Situation im Park anpassen.[57]
Die offizielle Eröffnungsfeier zur GrĂŒnen Hauptstadt Europas â Essen 2017 fand am 21. Januar 2017 im Grugapark statt. Beim Festakt im Musikpavillon mit 1200 geladenen GĂ€sten sprachen der EU-Kommissar fĂŒr Umwelt Karmenu Vella, die Bundesministerin fĂŒr Umwelt Barbara Hendricks, der NRW-Umweltminister Johannes Remmel und der OberbĂŒrgermeister Thomas Kufen. Es folgte ein zweitĂ€giges Kultur- und Familienfest mit AuffĂŒhrungen und Lichtinstallationen.
Im Mai 2018 eröffnete der sanierte Lesepavillon an der Tummelwiese neu. Ein Sonderprogramm des Bundes ermöglichte die 120.000 Euro teure Renovierung mit neuen Scheiben und FuĂbodenheizung, wovon zehn Prozent die Stadt ĂŒbernahm. So erhielt das Kulturprojekt im Pavillon den Namen KUBIG400, zusammengesetzt aus den Buchstaben der Wörter Kulturbau im Grugapark und der Zahl 400, die den Rauminhalt des Baukörpers in Kubikmetern wiedergibt.[58] Seit Sommer 2022 stand das GebĂ€ude wieder leer.[59] Seit 2024 wird es wieder fĂŒr diverse Kunstausstellungen genutzt.[60] Am 5. Dezember 2017 fasste der Ratsausschuss fĂŒr den stadteigenen Betrieb GrĂŒn und Gruga den Baubeschluss fĂŒr einen Bauernhof fĂŒr bedrohte Haustierrassen nahe dem Streichelzoo. Das knapp 190.000 Euro teure StallgebĂ€ude wurde am 11. Oktober 2018 eröffnet. Es enthĂ€lt einen GebĂ€udeteil des 1969 an der Grenze zwischen Katernberg und Altenessen niedergelegten Barkhofs, das im Ruhr Museum gelagert war. Der Barkhof diente ab dem 14. Jahrhundert der Versorgung der Essener Stiftsdamen.[61]
Am 1. Dezember 2021 wurden die sanierten, pyramidenförmigen PflanzenschauhÀuser aus dem Jahr 1985 als Zentrum des Botanischen Gartens wiedereröffnet. Die Sanierung dauerte rund zweieinhalb Jahre und kostete die Stadt rund drei Millionen Euro, wobei weitere rund zwei Millionen Euro im Rahmen der Umsetzung des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes in NRW (KInvFöG NRW) hinzukamen. Dabei wurden neben Schadensbeseitungen die bisherigen AcrylglasdÀcher durch leichter zu reinigende MembrandÀcher ersetzt sowie die Klima- und Steuerungstechnik erneuert.[62]
Im Dezember 2022 begann die Sanierung des Kinderspielhauses fĂŒr Kinder bis zum Alter von zehn Jahren mit 135 Quadratmetern SpielflĂ€che nahe dem Haupteingang. Es wurde zu einem Naturspielhaus fĂŒr Kinder unter BerĂŒcksichtigung der Themen Nachhaltigkeit und Inklusion umgestaltet.[63] Am 17. August 2023 wurde es wiedereröffnet. Da das GebĂ€ude aus der Zeit der Bundesgartenschau 1965 stammt, gestaltete sich der Umbau schwierig. Zur bereits 2019 geplanten Sanierung kamen bei einer durch den Stiftungsverein gestarteten Spendenaktion 25.000 Euro zusammen. Die Gesamtkosten betrugen 270.000 Euro.[64]
RegelmĂ€Ăige Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 2010 findet in den ersten Wintermonaten eines jeden Jahres das Parkleuchten statt, das durch ein privates Unternehmen aus Unna veranstaltet wird, welches auch das Winterleuchten im Dortmunder Westfalenpark inszeniert. Neben der Beleuchtung einiger Skulpturen und Illumination von nur fĂŒr dieses Event dargestellten Objekten wird auch die Natur des Grugaparks lichttechnisch in Szene gesetzt. Im Jahr 2026 wurde mit rund 167.300 GĂ€sten die bisher gröĂte Besucherzahl zu dieser Veranstaltung ermittelt.[65]
Mit dem FrĂŒhjahrs-PflanzenraritĂ€tenmarkt, dem Kakteen- und Sukkulentenmarkt und dem Herbst-PflanzenraritĂ€tenmarkt gibt es drei Mal im Jahr PflanzenmĂ€rkte mit Ausstellungen, Beratung und Verkauf.
JĂ€hrlich im September findet der Weltkindertag statt, zu dem Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 15 Jahren kostenlosen Eintritt in den Grugapark erhalten. Es gibt Angebote von Kooperationspartnern rund um Spiel, SpaĂ und Sport. Im Jahr 2024 besuchten 16.500 Menschen den Weltkindertag.[60]
Ende September findet jĂ€hrlich Essen erntet im Rahmen eines Programms fĂŒr Familien statt. Dabei bieten Essener Aussteller Dinge aus Fischerei, Floristik, GeflĂŒgelzucht, Imkerei, JĂ€gerschaft, Landwirtschaft, Umweltbildung und Backhandwerk.
Seit 2003 findet jĂ€hrlich der sogenannte Onkolauf statt, eine Benefiz-Laufveranstaltung, deren Erlös an die Krebshilfe und -beratung in Essen geht. Dabei gibt es unterschiedliche StreckenlĂ€ngen und einen Teamlauf im Veranstaltungsrahmen mit Musik, Verpflegung und AktivitĂ€ten fĂŒr Kinder.[66]
Die Stiftung UniversitĂ€tsmedizin Essen veranstaltet seit 2022 jĂ€hrlich den Grugalauf. Die Startgelder und SponsorenbeitrĂ€ge kommen ausschlieĂlich Projekten fĂŒr kranke Kinder und Jugendliche in der Kinderklinik im UniversitĂ€tsklinikum Essen zugute. Die rund 2,5 km lange Strecke zum Laufen, Walken oder Spazieren fĂŒhrt durch den Grugapark.[67]
Gastronomie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die zentrale Restauration des Grugaparks befindet sich in der 1987 erbauten Orangerie mit Sitzgelegenheiten im Inneren und im Freien.
Zwischen der Messehalle 5 und dem Haupteingang des Grugaparks befindet sich die Sommergastronomie Wassergarten. Sie liegt auĂerhalb des eingezĂ€unten ParkgelĂ€ndes und ist daher eintrittsfrei.
Am 1. April 1972 eröffnete das Restaurant Landhaus an der Rollschuhbahn[68]. Es wurde Ende 2015 geschlossen.[69] Der Bereich ist nicht mehr als Gastronomiestandort vorgesehen und soll neu gestaltet werden, so dass ein Abriss des HauptgebÀudes geplant ist.
In den Jahren 2023/2024 soll mit dem Bauern-CafĂ© eine neue Restauration im Bereich des Kleintiergartens und der Grugabahn-Haltestelle Grugabad entstehen. Sie soll neben einem Verkaufsfenster ins angrenzende Grugabad auch Innen- und AuĂengastronomie bieten. Die Baukosten belaufen sich auf 1,56 Millionen Euro. Neue angrenzende Toiletten werden fĂŒr alle Parkbesucher zugĂ€nglich genmacht.[70][59]
Im SpĂ€tsommer 2027 ist die Eröffnung des derzeit im Bau befindlichen CafĂ© am Bauernhof nahe dem Spielplatz âBurgâ, dem Historischen Bauernhof und dem Kleintiergarten geplant.[71]
Zudem gibt es im Park fĂŒnf Kioske. Sie befinden sich an der Kranichwiese, am Margarethensee, am Tierhof, am Grugabad und nahe der Rollschuhbahn. AuĂerdem stehen sechs GrillplĂ€tze zur Anmietung zur VerfĂŒgung.
VorĂŒbergehende ParkschlieĂung durch SturmschĂ€den 2014
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 9. Juni 2014 richtete die Gewitterfront Ela schwere SchĂ€den durch Starkregen mit Orkanböen im Grugapark an. Rund 350 BĂ€ume, teils ĂŒber hundert Jahre alt, wurden durch den Gewittersturm entwurzelt oder mussten wegen schwerer SturmschĂ€den gefĂ€llt werden. Betroffen waren auch die MammutbĂ€ume nahe dem Botanischen Garten. Der Park selbst, auĂer der Orangerie, dem Kurhaus und der Rollschuhbahn, war aus SicherheitsgrĂŒnden geschlossen, und sĂ€mtliche Veranstaltungen waren abgesagt worden. Der Stiftungsverein Grugapark rief zu Spenden auf. Am 5. Juli wurde der Park wieder geöffnet. Bis Ende 2015 wurden 175 BĂ€ume durch neue ersetzt. 700.000 Euro gingen an Spenden ein, mit deren Hilfe zudem auch GebĂ€ude und Wege wieder instand gesetzt wurden. Die Stiftung Gut fĂŒr Essen der Sparkasse Essen unterstĂŒtzte die SturmschĂ€denbeseitigung mit weiteren 490.000 Euro.[72]
Summer Park Festival
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vom 21. bis 26. Juli 2025 fand im Grugapark das Summer Park Festival als Teil der Summer World University Games 2025 statt. Es gab im Park verteilt ein Festprogramm sowie auf der Kranichwiese Konzerte von Alle Farben, der Leoniden und Michael Schulte.[73]
Grugapark als Teil der IGA 2027
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Grugapark wird Teil der Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027, die vom 23. April bis 17. Oktober 2027 in mehreren Orten im Ruhrgebiet stattfindet.[74]
Besucherstatistik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die erste Gruga-Ausstellung 1929 wurde von rund 1,9Â Millionen, die Reichsgartenschau 1938 von etwa 2,5Â Millionen, die zweite Gruga-Ausstellung 1952 von rund 2,7Â Millionen und die Bundesgartenschau 1965 von nicht wieder erreichten 5,3Â Millionen Menschen besucht.
Zum 75-jÀhrigen Bestehen der Gruga war, neben weiteren Veranstaltungen, vom 16. Juli bis zum 5. September 2004 die Sonderausstellung Tulpe, Turm und Tummelwiese. 75 Jahre Geschichten und Geschichte in der Orangerie zu sehen. In diesen 75 Jahren wurden rund 120 Millionen Besucher gezÀhlt.[14]
Allerdings werden genaue Besucherzahlen erst seit 1967 anhand der ausgegebenen Einzel- und Dauerkarten systematisch erfasst. So wurden fĂŒr die Jahre 1975, 1976 und 1979 mehr als 2,5 Millionen GĂ€ste gezĂ€hlt. Danach sanken die Zahlen kontinuierlich bis zum Jahr 2001, als noch rund 627.500 Besucher kamen. Seit diesem Tiefpunkt stiegen die Besucherzahlen bis 2017 wieder auf rund eine Million[75] und 2019 auf ĂŒber 1,1 Millionen an.[70] Im Jahr 2022 wurden 986.500 Besucher gezĂ€hlt.[76]
Attraktionen heute (Auszug)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Blumenhof mit Grugaturm
- PflanzenschauhÀuser (2013)
- Grugabahn Heimliche Liebe
- Wasserfall im Alpinum
- Musikpavillon und Musikgarten
- Kranichwiese mit Orangerie und Skulptur Orion
- Margarethensee
- Waldsee
- Dahlienarena
- Mustergarten Bee Home Garden
- Alpinum mit Wasserfall
- Bauernhof fĂŒr bedrohte Haustierrassen (im Oktober 2018 eröffnet)
- Haus der Bienen mit Bienenweidegarten (ersetzt seit 2013 den Bienen-Lehrstand aus den 1960er Jahren)
- Blumenhof (ehemaliges Tanzlokal), 2002 neu eröffnet als Kurhaus mit Fitness-Einrichtungen
- Botanischer Garten mit Mediterraneum und TropenhÀusern in Pyramidenform
- Dahlienarena
- Damwildgehege, 2002 umgebaut zum Kontaktgehege, seit 2011 von privater Hand unterhalten
- Eulenvolieren
- Farbenterrassen
- Feuchtbiotop
- Garten der Sinne
- Geologische Wand; nach der GrĂŒndung des Botanischen Gartens 1928 errichtet, hat sie den Krieg unbeschadet ĂŒberstanden.
- Gradierwerk
- fĂŒnf GrillplĂ€tze
- Grugabahn
- Grugapark-Therme, 2006 eröffnet
- Grugaturm, 29 Meter hoch, 1929 als Radioturm errichtet, unter Denkmalschutz
- GrĂŒne BrĂŒcke
- Haus des Waldes, Bildungseinrichtung der KreisjÀgerschaft, 2005 eröffnet
- Hundertwasserhaus, 2005 eröffnet
- Irrgarten, im Mai 2010 eröffnet
- Kleintiergarten, 1995 eröffnet
- Kletter- und Schlinggehölze
- Kranichwiese (Festwiese), gegenĂŒber der Orangerie
- KrÀutergarten
- Lese-Pavillon an der Tummelwiese, um 1965 errichtet, 2015 saniert
- Margarethensee, im Sommer 2008 saniert und umgestaltet
- Mediterranium, bis 2005 Mittelmeergarten genannt
- Modell-Anlage mit Modell-Trucks des MaĂstabs 1:16 â 1:14 (Modell Truck Freunde Essen e. V.)
- Musikpavillon mit etwa 1600 SitzplÀtzen und vorgelagertem Musikgarten
- MustergÀrten, 2006 eröffnet
- Niedrigseilparcours
- Orangerie, fĂŒr Ausstellungen und AuffĂŒhrungen 1987 erbaut (Aquarium und Terrarium auf dem heutigen OrangeriegelĂ€nde wurden abgerissen)
- Ponyhof mit Reitmöglichkeit, 1998 eröffnet
- Rhododendrontal mit rund 500 Arten
- Rollschuhbahn, 1965 eröffnet
- Rosengarten, 1927 angelegt
- Schule Natur, 1995 gegrĂŒndet
- Seerosenbecken
- Skulpturen im Grugapark
- Sonnenterrassen bei den Messehallen
- Spiel- und Partyhaus fĂŒr Kinder, 1989 eröffnet
- Spielplatz am Irrgarten
- Spielplatz Burg an der Tummelwiese, 1997 eröffnet, 2013 umgebaut
- Spielplatz Vogeldelle
- Sport und Spiel: Tennis, Schach sowie im Oktober 2026 neu eröffnete Beach-Volleyball-, Volleyball- und Badmintonfelder[77]
- Staudenhang, 1964 angelegt
- Stenshofturm (Romanisches Haus), Wohnturm aus dem 12. Jahrhundert, unter Denkmalschutz
- Tessiner Garten
- Tummelwiese
- Verkehrsspielplatz (Jugendverkehrsschule), 1993 eröffnet
- Vogelfreifluganlage, 1996 eröffnet
- Waldsee
- Wassergarten im Haupteingangsbereich, 2003 neu errichtet
- WestfÀlischer Bauerngarten, 1927 angelegt
Planungen zum 100-jÀhrigen Bestehen 2029
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 25. Mai 2022 beschloss der Rat der Stadt Essen einstimmig das Parkentwicklungskonzept 2029 mit dem Titel âGrugapark â Begeistert fĂŒr GrĂŒnâ. In diesem Rahmen soll der Grugapark unter anderem zur PrĂ€sentationsplattform fĂŒr Klimafragen und damit einheitlich nachhaltig gestaltet werden. Damit sind ĂŒber 50 Projekte geplant; darunter die Umgestaltung bzw. Erneuerung der Gastronomieangebote und des Spielplatzes Vogeldelle, der an den Radweg Grugatrasse angrenzt, ein Klimagarten, ein fernöstlicher Garten sowie BlĂŒhwiesen zur Steigerung der BiodiversitĂ€t. Zudem soll die Digitalisierung bezĂŒglich WLAN, Online-Ticketing und Gruga-App vorangetrieben werden.
Zum Projekt des Parkentwicklungskonzeptes 2029 wurde Anfang Mai 2025 ein Corporate Design vorgestellt. Es basiert in weiten Teilen auf der von Beginn an genutzten stilisierten Tulpe von Jo Pieper unter Verwendung ihrer Farbe Rot, dem Blau der Stadt Essen und WeiĂ. Dazu enthĂ€lt es geometrische Muster, die sich in der Architektur des Grugaparks wiederfinden. Dieses Corporate Design wird nun fĂŒr Werbung und Beschilderungen eingesetzt.[78]
Am 29. November 2022 beschloss der Rat der Stadt Essen den Abriss des GebĂ€udes der Orangerie aus dem Jahr 1987 mit maroder Grundsubstanz, fĂŒr das eine Sanierung als nicht lohnenswert gilt. An gleicher Stelle soll zum 100-jĂ€hrigen Bestehen des Grugaparks 2029 ein Neubau entstehen. Derzeit beherbergt die Orangerie einen Parkeingang, Gastronomie und bis 31. Dezember 2024 die Miniaturwelt-Ausstellung OKtoRail.[79] Im FrĂŒhjahr 2024 lief ein Architekturwettbewerb fĂŒr einen modernen, hochwertigen und nachhaltigen Bau. Aus zwölf Bewerbergemeinschaften wurde am 10. Juli 2024 der gemeinsam entwickelte Entwurf von Bez+Kock Architekten aus Stuttgart mit Koeber Landschaftsarchitektur (Stuttgart) und IFB Sorge (NĂŒrnberg) als Wettbewerbssieger der Ăffentlichkeit vorgestellt.[80] Im kĂŒnftigen GebĂ€ude sollen ein so genanntes Willkommenscenter, eine moderne Parkgastronomie sowie RĂ€umlichkeiten fĂŒr das Umweltbildungszentrum âSchule Naturâ untergebracht werden. Es wird aus drei Kuben bestehen, die mit einem hölzernen Dach zu einem Pavillon miteinander verbunden werden. Die bepflanzte DachflĂ€che wird eine Photovoltaikanlage erhalten. Zum Bau sollen natĂŒrliche und klimaschonende Materialien wie beispielsweise Holz und Stampflehm eingesetzt werden. Es wird eine Zertifizierung nach Goldstandard der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Nachhaltiges Bauen (DGNB) angestrebt. Die Kosten werden mit rund 24,8 Millionen Euro genannt.[81][82]
Am 27. August 2024 beschloss der Essener Ausschuss fĂŒr Umwelt, Klima- und Verbraucherschutz den Neubau der Volleyball- und Badmintonfelder aus den 1960er Jahren einschlieĂlich der angrenzenden Wege- und Aufenthaltsbereiche im sĂŒdwestlichen Teil des Grugaparks in Höhe von 505.000 Euro. Die Fertigstellung war fĂŒr das Jahr 2025 geplant.[83]
Verkehrsanbindung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Haupteingang zum Grugapark am Messeplatz liegt nahe der B 224 und unweit der Anschlussstelle (27) Essen-Haarzopf der A 52. Er befindet sich damit zwischen der Messe Essen und der Grugahalle und bietet kostenpflichtige Parkmöglichkeiten. Die NebeneingĂ€nge Orangerie (VirchowstraĂe), MustergĂ€rten (KĂŒlshammerweg), LĂŒhrmannstraĂe, Grugabad sowie Hirschgehege (NorbertstraĂe) und Rollschuhbahn (LĂŒhrmannwald) â die beiden letzteren nur fĂŒr Jahreskartenbesitzer â sind innerstĂ€dtisch erreichbar.
Im öffentlichen Personennahverkehr ist der Haupteingang des Grugaparks durch die Stadtbahnlinie U11, die Buslinie 142 und den Nachtexpress NE13 der Ruhrbahn sowie den BĂŒrgerbus Haarzopf-Margarethenhöhe-RĂŒttenscheid zu erreichen.
Die EingĂ€nge MustergĂ€rten und Rollschuhbahn sind von der Haltestelle Margarethenhöhe durch die Stadtbahnlinie U17, die Buslinie 169 und den Nachtexpress NE9 fuĂlĂ€ufig erreichbar.[84]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ausstellungsleitung (Hrsg.): Amtlicher FĂŒhrer durch die GroĂe RuhrlĂ€ndische Gartenbau-Ausstellung Gruga. Essen 1929.
- Ausstellungsleitung (Hrsg.): Reichsgartenschau Essen 1938, Amtlicher FĂŒhrer. Essen 1938.
- GemeinnĂŒtzige Ausstellungsgesellschaft m.b.H Essen (Hrsg.): Gruga â der Blumengarten an der Ruhr. W. Th. Webels, Essen 1953.
- Amt fĂŒr Wirtschafts- und Verkehrsförderung der Stadt Essen (Hrsg.): Gruga: Blumengarten an der Ruhr. W. Th. Webels, Essen 1966.
- Festschrift: 40 Jahre Gruga Essen. Essen Juni 1969.
- Astrid Schröer: Und Sonntags in die Gruga â Die Geschichte des Essener Volksparks. Hrsg.: Norbert Beleke. Nobel Verlag, Essen 1996, ISBN 3-922785-26-3.
- Julia Ruether, Astrid Schröer-Mlodoch: Die groĂe Schau â Gartenschauen im Essener Grugapark von 1929 bis 1965. Essen 2016, ISBN 978-3-00-051954-3.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Homepage Grugapark Essen
- Grugapark auf stadtpanoramen.de
- Interessengemeinschaft RĂŒttenscheid e. V. (IGR) â Grugapark und Grugahalle
- Beschreibung dieser SehenswĂŒrdigkeit auf der Route der Industriekultur (archivierte Version)
- Grugapark Essen. Eintrag in der Datenbank âKuLaDigâ des Landschaftsverbands Rheinland
- Botanischer Garten im Grugapark. Eintrag in der Datenbank âKuLaDigâ des Landschaftsverbands Rheinland
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Gedenktafel vor Ort
- â Erwin Dickhoff: Essener StraĂen. Hrsg.: Stadt EssenâHistorischer Verein fĂŒr Stadt und Stift Essen. Klartext-Verlag, Essen 2015, ISBN 978-3-8375-1231-1.
- â Marlies Holle: RĂŒttenscheider Denkmalpfade â WanderfĂŒhrer zu den historischen StĂ€tten in RĂŒttenscheid. BĂŒrger- und Verkehrsverein RĂŒttenscheid e. V., Essen 2004.
- â Essener Landmatrikel von 1668 Teil V. â Die Bauerschaft RĂŒttenscheid. ( vom 1. Juli 2013 im Webarchiv archive.today) abgerufen am 22. Oktober 2015.
- â Zeppelin trifft auf Grugaturm. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. (WAZ), 16. September 2009.
- â Ch. Laschet, D. E. Meyer, K. Militzer (Hrsg.): Die Geologische Wand im Grugapark. Essen.
- â Der GrĂŒne Bote. Sonderausgabe 4/2009, Chronik 1919 bis 2009, 90 Jahre Stadtverband Essen der KleingĂ€rtner e. V.
- 1 2 100 Jahre Landschaftsarchitektur.de; abgerufen am 7. Februar 2019.
- 1 2 3 4 5 6 BĂŒrger- und Verkehrsverein Essen-RĂŒttenscheid e. V. (Hrsg.): 1000 Jahre RĂŒttenscheid. Essen 1970.
- â Hindenbrug ĂŒbernimmt das Protektorat der GroĂen RuhrlĂ€ndischen Gartenbau-Ausstellung Essen; In: Essener Volkszeitung vom 24. Januar 1929
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Ausstellungsleitung (Hrsg.): Amtlicher FĂŒhrer durch die GroĂe RuhrlĂ€ndische Gartenbau-Ausstellung Gruga. Essen 1929.
- â Ein Rundgang durch die Gruga â Eine groĂartige Schöpfung ist fast fertig. In: Essener Volkszeitung vom 8. Juni 1929
- 1 2 Minister Dr. Stegerwald eröffnet die Gruga; In: Essener Volkszeitung vom 30. Juni 1929, Jahrgang 62
- 1 2 Paradies in der GroĂstadt â Der Gruga Park in Essen wird 75. ( vom 30. April 2014 im Webarchiv archive.today) WDR west.art, Sendung vom 8. Juli 2004, abgerufen am 26. September 2014.
- â Der Glockenbrunnen in der Gruga; In: Essener Volkszeitung vom 21. Juni 1929, Jahrgang 62
- â Ein schwerer Verlust; In: Essener Volkszeitung vom 6. Januar 1929, Jahrgang 62
- â Das RosencafĂ© auf der Gruga; In: Essener Volkszeitung vom 20. Juni 1929, Jahrgang 62
- â Der 500.000. Besucher der Gruga; In: Essener Volkszeitung vom 3. August 1929, Jahrgang 62
- â Eröffnung des Grugaparks; In: Essener Volkszeitung vom 7. MĂ€rz 1930, Jahrgang 63
- â Dauerkarten fĂŒr den Besuch des Grugaparks; In: Essener Volkszeitung vom 10. April 1932, Jahrgang 63
- â Saisonbeginn im Grugapark und Botanischen Garten; In: Essener Volkszeitung vom 29. April 1932, Jahrgang 63
- â Ăber 10000 Tiere zur Schau gestellt; In: Essener Volkszeitung vom 2. Januar 1932, Jahrgang 65
- â Neue Ăberraschungen in der Gruga; In: Essener Volkszeitung vom 12. MĂ€rz 1932, Jahrgang 65
- â Tierzuwachs im Grugapark; In: Essener Volkszeitung vom 30. April 1932, Jahrgang 65
- â Veranstaltungen; In: Essener Volkszeitung vom 31. MĂ€rz 1932, Jahrgang 65
- â Freilicht-Kulturfilm-Theater am Radioturm; In: Essener Volkszeitung vom 11. Juni 1932, Jahrgang 65
- 1 2 Vor 80 Jahren: Die Gruga in Essen wird eröffnet â Blumenwunder an der Ruhr. In: WDR Stichtag. 29. Juni 2009, abgerufen am 7. Februar 2019.
- â DarrĂ© eröffnete die Reichsgartenschau 1938; In: Essener Volkszeitung vom 27. April 1938, Jahrgang 71
- â Wichtige stĂ€dtische Aufgaben vor der DurchfĂŒhrung; In: Essener Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 1936
- â Publikation des Stadtverbandes Essen der KleingĂ€rtner e. V.: Der GrĂŒne Boote. Ausgabe 4/2009, Chronik 1919 bis 2009, 90 Jahre Stadtverband Essen der KleingĂ€rtner e. V.
- â Hugo Rieth: Essen in alten Ansichten. 7. Auflage. Band 2. Zaltbommel, Niederlande 1991, ISBN 90-288-3097-9.
- â FrĂŒhling in der Gruga. Essens schöner Volkspark öffnet heute wieder seine Tore â Ausbau neuer Anlagen. In: Essener Volkszeitung vom 29. April 1939, Jahrgang 72
- â Die Gruga lĂ€dt ein. In: Essener Volkszeitung vom 28. April 1939, Jahrgang 72
- â Jörg Friedrich: Der Brand â Deutschland im Bombenkrieg 1940â1945. 9. Auflage. PropylĂ€en Verlag, 2002, ISBN 3-549-07165-5, S. 38.
- â Volker Mohn: Zwangsarbeit in Deutschland wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges. Grin Verlag, 2010, ISBN 978-3-640-56309-8, S. 30.
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- â BĂŒrger- und Verkehrsverein Essen-RĂŒttenscheid e. V. (Hg.): 1000 Jahre RĂŒttenscheid. Essen-RĂŒttenscheid 1970. Ohne ISBN.
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- â Musikpavillons im Grugapark Essen mit festlichem Konzert der Philharmonie Essen gefeiert. In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 11. Juli 2025
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- â Gradierwerk im Grugapark soll im FrĂŒhjahr 2020 wieder öffnen; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 6. November 2018
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- â Sanierter Gruga-Lesepavillon lĂ€dt zum Tag der offenen TĂŒr; In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 30. April 2018; abgerufen am 7. Februar 2019.
- 1 2 Essen: Pavillon-Projekt Kubig400 im Grugapark gescheitert; In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 4. Dezember 2022
- 1 2 Grugapark Essen blickt auf erfolgreiche Veranstaltungssaison zurĂŒck; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 22. Oktober 2024
- â Baubeschluss gefasst: Der Grugapark bekommt seinen Bauernhof, In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 1. Mai 2018
- â Wiedereröffnung der PflanzenschauhĂ€user im Grugapark; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 1. Dezember 2021
- â Baustart fĂŒr die Sanierung des Spielhauses im Grugapark; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 15. Dezember 2022
- â Umweltbildung im neuen Naturspielhaus im Grugapark; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 17. August 2023
- â Parkleuchten 2026 mit neuem Besucherrekord In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 2. MĂ€rz 2026
- â Onkolauf e. V.
- â Grugalauf der Stiftung UniversitĂ€tsmedizin Essen
- â Landhaus: PĂ€chter bedauert das Aus. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 23. Mai 2015.
- â UmzugsplĂ€ne in der Gruga â âKur vor Ortâ möchte ins Landhaus; In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 8. Mai 2015
- 1 2 Neues Gastronomiekonzept fĂŒr den Grugapark; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 5. Februar 2020
- â CafĂ© am Bauernhof. In: Website des Grugaparks, abgerufen am 21. Oktober 2026
- â Marcus Schymiczek: 175 neue BĂ€ume fĂŒr den Essener Grugapark. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 8. Dezember 2015, abgerufen am 7. Februar 2019.
- â Grugapark: Zugang und Ăffnungszeiten wĂ€hrend des Park Festivals. In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 15. Juli 2025
- â Grugapark Essen, Website der IGA 2027
- â Essener Grugapark meldet einen Besucherboom in 2017; In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 14. Februar 2018
- â Anzahl der Besuche im Grugapark in Essen bis 2022. In: Statista Research Department vom 2. Mai 2024
- â Neue Volleyball- und Badmintonfelder im Grugapark. In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 16. Oktober 2026
- â Neues Corporate Design fĂŒr den Grugapark Essen â "Mein Gruga-Moment" wird erlebbar. In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 6. Mai 2025
- â Website der OktoRail, abgerufen am 9. Mai 2025
- â âPressemeldung der Stadt Essen vom 11. Juli 2024â
- â Baubeschluss fĂŒr neues Eingangs- und GastronomiegebĂ€ude im Grugapark Essen empfohlen.; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 8. September 2026
- â Neues Eingangs- und GastronomiegebĂ€ude im Grugapark Essen beschlossen.; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 16. September 2026
- â Grugapark erhĂ€lt neue Spielfelder: Modernisierung und Sicherheit im Fokus; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 27. August 2024
- â Ruhrbahn.de; abgerufen am 14. Januar 2020
Weitere Quellen sind in den genannten Weblinks enthalten.
Koordinaten: 51° 25âČ 41âłÂ N, 6° 59âČ 13âłÂ O