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Kabinett Bayrou

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Kabinett Bayrou
Gouvernement François Bayrou
XLVI. Regierung der
FĂŒnften Französischen Republik
Emblem der Französischen Republik
Premierminister François Bayrou
Legislaturperiode XVII. (FĂŒnfte Republik)
Ernannt durch StaatsprÀsident Emmanuel Macron (RE)
Beginn 13. Dezember 2024
Ende 9. September 2025
Dauer 270 Tage
VorgÀnger Kabinett Barnier
Nachfolger Kabinett Lecornu I
Zusammensetzung
Partei(en) Ensemble (RE, MoDem, HOR), LR
ReprÀsentation
Nationalversammlung
213/577
Logo der Regierung Frankreichs mit dem Wahlspruch LibertĂ©, ÉgalitĂ©, FraternitĂ©

Das Kabinett Bayrou war die ab dem 13. Dezember 2024 in Form des Premierministers und ab dem 23. Dezember 2024 vollstĂ€ndig amtierende Regierung der Französischen Republik unter Premierminister François Bayrou. Es war die 46. Regierung der FĂŒnften Französischen Republik und die siebte von StaatsprĂ€sident Emmanuel Macron ernannte Regierung. Macron ernannte François Bayrou als Nachfolger von Michel Barnier zum neuen Premierminister, nachdem die Nationalversammlung der Regierung Barnier am 4. Dezember 2024 das Misstrauen ausgesprochen hatte. Am 8. September 2025 wurde auch die Regierung Bayrou durch ein Misstrauensvotum gestĂŒrzt, einen Tag darauf wurde SĂ©bastien Lecornu zum Premierminister ernannt.

Regierungsbildung

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François Bayrou wurde am 13. Dezember 2024 vom französischen StaatsprÀsidenten Emmanuel Macron zum neuen Premierminister ernannt.[1] Macron beauftragte Bayrou mit der Bildung einer Regierung.[2]

Am 23. Dezember 2024 ernannte Macron die von Bayrou vorgeschlagenen Minister, womit die Regierungsbildung vollendet war.[3] Die Regierung umfasste neben dem Premierminister 35 weitere Mitglieder, davon 14 selbstÀndige Minister und 21 Minister oder Delegierte Minister, die einem anderen Minister oder dem Premierminister beigeordnet waren.[3]

Von den 35 Ministern waren 19 bereits Mitglieder des vorangegangenen Kabinetts Barnier, davon 14 mit identischer oder nahezu identischer ZustĂ€ndigkeit. Weitere 8 Minister waren – ebenso wie Premierminister Bayrou selbst, der in den Regierungen der Premierminister Édouard Balladur und Alain JuppĂ© und spĂ€ter zu Beginn der PrĂ€sidentschaft Macrons Minister war – bereits zu einem frĂŒheren Zeitpunkt Regierungsmitglieder, davon fĂŒnf wĂ€hrend der PrĂ€sidentschaft Emmanuel Macrons und drei wĂ€hrend der PrĂ€sidentschaft François Hollandes. Unter den Ministern waren mit Manuel Valls und Élisabeth Borne zwei ehemalige Premierminister.[4]

Parteipolitisch umfasste die Regierung Mitglieder der Parteien RE, MoDem, LR, HOR und einzelne Mitglieder kleinerer Parteien und Parteilose. Damit gehörten die Ministern zu denselben Parteien, die bereits im vorherigen Kabinett Barnier vertreten waren und deren Abgeordneten den erfolgreichen Misstrauensantrag gegen das vorangegangene Kabinett Barnier nicht unterstĂŒtzt hatten. Der Versuch Bayrous, einen Teil der bisherigen Opposition in die Regierung einzubinden, um ihr eine absolute Mehrheit in der Nationalversammlung zu verschaffen, war damit gescheitert. Ebenso wie alle Regierungen seit der Parlamentswahl von Juni 2022 hatte auch die Regierung Bayrou dort keine eigene Mehrheit.

Misstrauensvotum

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Am 8. September 2025 stellte Premierminister Bayrou im Zusammenhang mit einer RegierungserklĂ€rung die Vertrauensfrage. Die Vertrauensabstimmung verlor er mit 194 Ja-Stimmen gegen 364 Nein-Stimmen.[5] Mit Ja stimmten die Fraktionen dreier an der Regierung beteiligter Parteien, Ensemble pour la RĂ©publique (RE, bei einer Enthaltung), Les DĂ©mocrates (MoDem) sowie Horizons & indĂ©pendants (beide vollstĂ€ndig). Die Fraktion Droite rĂ©publicaine der ebenfalls an der Regierung beteiligten Partei Les RĂ©publicains stimmte gespalten ab (27 Ja-Stimmen, 13 Nein-Stimmen, 9 Enthaltungen), ebenso die Fraktion LibertĂ©s, indĂ©pendants, outre-mer et territoires (4 Ja-Stimmen, 15 Nein-Stimmen, 4 Enthaltungen) und die Fraktionslosen (3 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen, eine Enthaltung und eine Nicht-Teilnahme an der Abstimmung). Mit Nein stimmten die Fraktionen Rassemblement national, La France insoumise – Nouveau Front populaire, Socialistes et apparentĂ©s, Écologiste et social (Les Écologistes und VerbĂŒndete), Gauche dĂ©mocrate et rĂ©publicaine (Parti communiste français und VerbĂŒndete) und Union des droites pour la RĂ©publique (alle vollstĂ€ndig).[6]

Am 9. September 2025 reichte Bayrou daraufhin bei PrĂ€sident Macron den RĂŒcktritt der Regierung ein. Am selben Tag ernannte Macron SĂ©bastien Lecornu zum neuen Premierminister.

Zusammensetzung

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Die Regierung umfasste insgesamt 36 Mitglieder, neben dem Premierminister 14 selbstĂ€ndige Minister (davon vier mit dem Titel Staatsminister) und 21 Minister oder Delegierte Minister, die einem anderen Minister oder dem Premierminister beigeordnet waren. Anders als in den VorgĂ€ngerregierungen gab es keine StaatssekretĂ€re mehr. Mit Ausnahme des fĂŒr die Beziehungen zum Parlament zustĂ€ndigen Delegierten Ministers und der Regierungssprecherin nahmen die einem anderen Minister oder dem Premierminister beigeordneten Minister nur an Sitzungen des Ministerrates teil, sofern Angelegenheiten aus ihrem ZustĂ€ndigkeitsbereich behandelt wurden.[3]

Premierminister

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Bild Name Funktion Partei
François Bayrou
François Bayrou
François Bayrou Premierminister, zugleich zustĂ€ndig fĂŒr ökologische und energiepolitische Planung
Premier ministre, chargé de la planification écologique et énergétique
MoDem

Staatsminister und Minister

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Bild Name Titel Partei
Élisabeth Borne Staatsministerin, Ministerin des nationalen Bildungswesens, des Hochschulunterrichts und der Forschung
Ministre d’État, ministre de l’éducation nationale, de l’enseignement supĂ©rieur et de la recherche
RE
Manuel Valls Staatsminister, Minister fĂŒr die Überseegebiete
Ministre d’État, ministre des outre-mer
RE
Gérald Darmanin Staatsminister, Siegelbewahrer, Minister der Justiz
Ministre d’État, garde des sceaux, ministre de la justice
RE
Bruno Retailleau Staatsminister, Minister des Innern
Ministre d’État, ministre de l’intĂ©rieur
LR
Catherine Vautrin Ministerin fĂŒr Arbeit, Gesundheit, SolidaritĂ€t und Familien
Ministre du travail, de la santé, des solidarités et des familles
RE
Éric Lombard Minister fĂŒr Wirtschaft, Finanzen und industrielle und digitale SouverĂ€nitĂ€t
Ministre de l’économie, des finances et de la souverainetĂ© industrielle et numĂ©rique
parteilos
Sébastien Lecornu Minister der StreitkrÀfte
Ministre des armées
RE
Rachida Dati Ministerin fĂŒr Kultur
Ministre de la culture
parteilos
François Rebsamen Minister fĂŒr Raumplanung und Dezentralisierung
Ministre de l’amĂ©nagement du territoire et de la dĂ©centralisation
FP
Jean-NoĂ«l Barrot Minister fĂŒr Europa und Äußeres
Ministre de l’Europe et des affaires Ă©trangĂšres
MoDem
AgnĂšs Pannier-Runacher Ministerin fĂŒr die ökologische Wende, die BiodiversitĂ€t, den Wald, das Meer und die Fischerei
Ministre de la transition Ă©cologique, de la biodiversitĂ©, de la forĂȘt, de la mer et de la pĂȘche
RE
Annie Genevard Ministerin fĂŒr Landwirtschaft und ErnĂ€hrungssouverĂ€nitĂ€t
Ministre de l’agriculture et de la souverainetĂ© alimentaire
LR
Laurent Marcangeli Minister fĂŒr das öffentliche Handeln, den öffentlichen Dienst und die Vereinfachung
Ministre de l’action publique, de la fonction publique et de la simplification
HOR
Marie Barsacq Ministerin fĂŒr Sport, Jugend und Vereinsleben
Ministre des sports, de la jeunesse et de la vie associative
parteilos

Beigeordnete Minister

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Bild Name Titel Übergeordneter Minister Partei
Patrick Mignola Delegierter Minister zustĂ€ndig fĂŒr die Beziehungen zum Parlament
Ministre délégué chargé des relations avec le Parlement
Premierminister
Premier ministre
MoDem
Sophie Primas Delegierte Ministerin, Regierungssprecherin
Ministre déléguée, porte-parole du Gouvernement
LR
Aurore BergĂ© Delegierte Ministerin zustĂ€ndig fĂŒr die Gleichheit von Frauen und MĂ€nnern und den Kampf gegen Diskriminierungen
Ministre dĂ©lĂ©guĂ©e chargĂ©e de l’égalitĂ© entre les femmes et les hommes et de la lutte contre les discriminations
RE
Philippe Baptiste Minister zustĂ€ndig fĂŒr Hochschulunterricht und Forschung
Ministre chargĂ© de l’enseignement supĂ©rieur et de la recherche
Staatsministerin, Ministerin des nationalen Bildungswesens, des Hochschulunterrichts und der Forschung
Ministre d’État, ministre de l’éducation nationale, de l’enseignement supĂ©rieur et de la recherche
parteilos
François-Noël Buffet Minister
Ministre
Staatsminister, Minister des Innern
Ministre d’État, ministre de l’intĂ©rieur
LR
Astrid Panosyan-Bouvet Ministerin zustĂ€ndig fĂŒr Arbeit und BeschĂ€ftigung
Ministre chargĂ©e du travail et de l’emploi
Ministerin fĂŒr Arbeit, Gesundheit, SolidaritĂ€t und Familien
Ministre du travail, de la santé, des solidarités et des familles
RE
Yannick Neuder Minister zustĂ€ndig fĂŒr Gesundheit und den Zugang zur medizinischen Versorgung
Ministre chargĂ© de la santĂ© et de l’accĂšs aux soins
LR
Charlotte Parmentier-Lecocq Delegierte Ministerin zustĂ€ndig fĂŒr SelbstĂ€ndigkeit und Behinderung
Ministre dĂ©lĂ©guĂ©e chargĂ©e de l’autonomie et du handicap
HOR
AmĂ©lie de Montchalin Ministerin zustĂ€ndig fĂŒr die öffentlichen Finanzen
Ministre chargée des comptes publics
Minister fĂŒr Wirtschaft, Finanzen und industrielle und digitale SouverĂ€nitĂ€t
Ministre de l’économie, des finances et de la souverainetĂ© industrielle et numĂ©rique
RE
Marc Ferracci Minister zustĂ€ndig fĂŒr Industrie und Energie
Ministre chargĂ© de l’industrie et de l’énergie
RE
VĂ©ronique Louwagie Delegierte Ministerin zustĂ€ndig fĂŒr Handel, Handwerk, kleine und mittlere Unternehmen und die soziale und solidarische Wirtschaft
Ministre dĂ©lĂ©guĂ©e chargĂ©e du commerce, de l’artisanat, des petites et moyennes entreprises et de l’économie sociale et solidaire
LR
Clara Chappaz Delegierte Ministerin zustĂ€ndig fĂŒr kĂŒnstliche Intelligenz und Digitales
Ministre dĂ©lĂ©guĂ©e chargĂ©e de l’intelligence artificielle et du numĂ©rique
parteilos
Nathalie Delattre Delegierte Ministerin zustĂ€ndig fĂŒr Tourismus
Ministre déléguée chargée du tourisme
PRV
Patricia MirallĂšs Delegierte Ministerin zustĂ€ndig fĂŒr das Gedenken und die Veteranen
Ministre déléguée chargée de la mémoire et des anciens combattants
Minister der StreitkrÀfte
Ministre des armées
RE
ValĂ©rie LĂ©tard Ministerin zustĂ€ndig fĂŒr Wohnungswesen
Ministre chargée du logement
Minister fĂŒr Raumplanung und Dezentralisierung
Ministre de l’amĂ©nagement du territoire et de la dĂ©centralisation
UDI
Philippe Tabarot Minister zustĂ€ndig fĂŒr Verkehr
Ministre chargé des transports
LR
Françoise Gatel Delegierte Ministerin zustĂ€ndig fĂŒr den lĂ€ndlichen Raum
Ministre déléguée chargée de la ruralité
UDI
Juliette MĂ©adel Delegierte Ministerin zustĂ€ndig fĂŒr die Stadt
Ministre déléguée chargée de la ville
Benjamin Haddad Delegierter Minister zustĂ€ndig fĂŒr Europa
Ministre dĂ©lĂ©guĂ© chargĂ© de l’Europe
Minister fĂŒr Europa und Äußeres
Ministre de l’Europe et des affaires Ă©trangĂšres
RE
Laurent Saint-Martin Delegierter Minister zustĂ€ndig fĂŒr den Außenhandel und die Franzosen im Ausland
Ministre dĂ©lĂ©guĂ© chargĂ© du commerce extĂ©rieur et des Français de l’étranger
RE
Thani Mohamed Soilihi Delegierter Minister zustĂ€ndig fĂŒr die Francophonie und die internationalen Partnerschaften
Ministre délégué chargé de la francophonie et des partenariats internationaux
RE
Commons: Kabinett Bayrou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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