Laub (Munningen)
Laub Gemeinde Munningen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 48° 54′ N, 10° 39′ O |
| Höhe: | 421 m ü. NHN |
| Einwohner: | 492 (25. Mai 1987)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 86754 |
| Vorwahl: | 09092 |


Laub ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Munningen im Landkreis Donau-Ries (Schwaben, Bayern).[2] Die Gemarkung Laub hat eine Fläche von 8,079 km². Sie ist in 988 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8177,36 m² haben.[3] In ihr liegen die Gemeindeteile Eulenhof und Laub.[4]
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Pfarrdorf liegt auf freier Flur an der Rohrach und am Federwiesgraben, der innerorts als linker Zufluss in die Rohrach mündet. Die Kreisstraße DON 5/WUG 31 führt nach Wechingen zur Staatsstraße 2221 (3,5 km westlich) bzw. nach Kronhof zur Staatsstraße 2214 (2,1 km nordöstlich). Ein Anliegerweg führt zum Eulenhof (1,4 km südlich). Im Nordosten der Gemarkung befinden sich in einer aufgelassenen Sandgrube zahlreiche Weiher. Der Uferbewuchs an der Rohrach ist als Naturdenkmal ausgezeichnet.[5]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Laub lag im Fraischbezirk des brandenburg-ansbachischen Oberamtes Hohentrüdingen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es im Ort 11 Anwesen. Die Grundherren waren „pfälzisch“.[6]
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) entstand der Steuerdistrikt Laub. Zu diesem gehörten Amerbach, Amerbacherkreut, Eulenhof und Kronhof. Dieses unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Monheim und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Monheim.[7] Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde die Ruralgemeinde Laub gebildet, zu der Eulenhof gehörte.[8]
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Laub nach Munningen eingemeindet.[9]
Baudenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Laub gibt es neun Baudenkmäler:[10]
- Dorfstraße 13: katholische Kirche St. Margareth
- Dorfstraße 24: katholische Pfarrhaus
- drei Bildstöcke
- drei Wegkapellen
- eine Kapelle
Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Gemarkung Laub gibt es 29 Bodendenkmäler.[10]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Kaspar Bundschuh: Laub. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 280 (Digitalisat).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Laub in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 7. April 2026.
- Laub in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 7. April 2026.
- Laub im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 7. April 2026.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 400 (Digitalisat).
- ↑ Gemeinde Munningen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 7. April 2026.
- ↑ Gemarkung Laub (096724). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 7. April 2026.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. April 2026.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. April 2026 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ Johann Bernhard Fischer: Laub. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 256 (Digitalisat). (= J. K. Bundschuh, Bd. 3, Sp. 280.).
- ↑ Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 138 (Digitalisat).
- ↑ Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 57 (Digitalisat).
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 793 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- 1 2 Denkmalliste für Munningen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
