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Lazio Rom

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Lazio Rom
Vereinswappen von Lazio Rom
Basisdaten
Name Società Sportiva Lazio S.p.A.
Sitz Rom, Italien
Gründung 9. Januar 1900
Farben weiß, himmelblau
Präsident Claudio Lotito
Website sslazio.it
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Gennaro Gattuso
Spielstätte Olympiastadion Rom
Plätze 72.698
Liga Serie A
2025/26 9. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich

Die Società Sportiva Lazio, kurz S.S. Lazio oder einfach Lazio, im deutschsprachigen Raum bekannt als Lazio Rom, ist ein 1900 gegründeter Sportverein aus der italienischen Hauptstadt Rom.

Bekannt ist Lazio Rom vor allem durch seine Fußballabteilung. Weitere Bezeichnungen sind Le Aquile („Die Adler“) und I Biancocelesti („Die Weiß-Himmelblauen“).

Die Società Sportiva Lazio ist siebenfacher Italienischer Pokalsieger, zweifacher Italienischer Meister, fünffacher Italienischer Supercupsieger sowie einmaliger Gewinner des Europapokals der Pokalsieger und des UEFA Super Cups.

Lazio Rom, benannt nach der italienischen Bezeichnung der Region Latium, ist einer von drei an der Borsa Italiana notierten italienischen Fußballklubs. Heimspielstätte des Sportvereins ist das Olympiastadion, das man sich mit dem Lokalrivalen AS Rom teilt.

Lazio Rom wurde am 9. Januar 1900 von Luigi Bigiarelli gegründet. Große Erfolge blieben zunächst selten. 1958 gewann man den italienischen Pokal. In der Saison 1973/74 errang Lazio mit Trainer Tommaso Maestrelli das erste Mal die italienische Meisterschaft.

Gedenktafel zum 100. Jahrestag der Gründung der Società Sportiva Lazio auf der Piazza della Libertà

Am Ende der Saison 1979/80 wurde der Klub im Sog eines Wettskandals zusammen mit der AC Mailand in die Serie B zwangsversetzt. Nach drei Spielzeiten gelang zwar der Wiederaufstieg, doch schon 1984/85 musste Lazio als Tabellenletzter erneut den Gang in die Serie B antreten. Es dauerte bis zur Saison 1988/89, dass Lazio wieder erstklassig spielte.

Ab der Saison 1992/93 setzte sich Lazio unter den Spitzenmannschaften der Serie A fest und die nächsten Spielzeiten beendete man nie schlechter als auf Rang fünf. 1997 übernahm der Schwede Sven-Göran Eriksson den Trainerposten bei Lazio Rom. Seine erste Saison, die Spielzeit 1997/98, schloss man auf dem siebten Tabellenplatz ab und man gewann die Coppa Italia. Außerdem erreichte Lazio im UEFA-Pokal das Finale, wo sich die Biancocelesti Inter Mailand mit 0:3 geschlagen geben mussten.

In der Saison 1998/99 investierte der Verein die damals enorme Summe von umgerechnet insgesamt 126,4 Millionen Euro in neue Spieler. Christian Vieri, Marcelo Salas, Siniša Mihajlović und Dejan Stanković waren nur einige der namhaften Neuverpflichtungen dieser Saison. Der Erfolg gab der Vereinsführung aber zunächst Recht, denn mit einem 2:1-Sieg über den RCD Mallorca gewann Lazio unter dem schwedischen Trainer Sven-Göran Eriksson den Europapokal der Pokalsieger 1998/99, was zugleich den größten Erfolg der bisherigen Vereinsgeschichte bedeutet. Mit einem 1:0-Erfolg über Champions-League-Sieger Manchester United sicherte sich Lazio außerdem den UEFA Super Cup.

Nach dem Double, bestehend aus Meistertitel und Pokalsieg im Jahre 2000, kam Lazio aufgrund millionenschwerer Spielertransfers ihres damaligen Vereinspräsidenten Sergio Cragnotti in finanzielle Schwierigkeiten, obwohl zu Beginn der Saison Stürmer Christian Vieri für die damalige Rekordsumme von 45 Mio. Euro an Inter Mailand verkauft worden war.

In der Saison 2000/01 wurden dennoch 77,7 Mio. Euro in neue Spieler investiert, darunter die Rekordablösesumme von 55 Mio. Euro für den Argentinier Hernán Crespo. Auch Angelo Peruzzi, der die nächsten Jahre das Tor von Lazio hütete, wurde in dieser Saison verpflichtet. Zur Saison 2001/02 wurden Leistungsträger wie Juan Sebastián Verón, Pavel Nedvěd und Marcelo Salas für insgesamt über 100 Mio. Euro abgegeben, aber für eine noch höhere Summe wurden neue Spieler verpflichtet: Jaap Stam für fast 26 Mio. Euro, Stefano Fiore für 25 Mio. Euro und vom spanischen Verein FC Valencia Mittelfeldspieler Gaizka Mendieta für 48 Mio. Euro. Mendieta konnte die in ihn gesteckten Erwartungen allerdings nicht erfüllen.

Über die Jahre hinweg hatte sich Lazio durch seine fußballerische Rivalität mit der AS Rom und im Streben um die Vorherrschaft in der Stadt mit immer teureren Spielereinkäufen an den Rande des Ruins getrieben. Schon 2002/03 war der Verein durch die massiven Schulden gezwungen, wichtige Spieler zu verkaufen: Alessandro Nesta für 30 Mio. Euro zur AC Mailand und Hernán Crespo für 36 Mio. Euro zu Inter Mailand. Dennoch wurde 2003/04 erneut der italienische Pokal gewonnen. Doch auch 2004/05 mussten mit Jaap Stam (10,5 Mio. Euro, AC Mailand) und Stefano Fiore (17 Mio. Euro, FC Valencia) weitere Schlüsselspieler verkauft werden.

Staatspräsident Giorgio Napolitano überreicht Lazio-Kapitän Rocchi die Coppa Italia (2009)

Wie Juventus Turin war auch Lazio in den Manipulationsskandal in der Serie A rund um Luciano Moggi verwickelt, der 2006 bekannt wurde. Als Strafe wurde gegen Lazio zunächst der Abstieg in die Serie B (zweithöchste Spielklasse) und der Abzug von sieben Punkten für die Saison 2006/07 verhängt. Lazio ging gegen dieses Urteil zweimal erfolgreich in Revision: Im ersten Revisionsurteil wurde der Zwangsabstieg in einen 11-Punkte-Abzug abgemildert, im zweiten Urteil wurden diese elf Zähler nochmals auf drei Punkte reduziert.

Sportlich gesehen waren die letzten Jahre für Lazio ein stetes Auf und Ab: Die Saison 2006/07 schloss man unter Trainer Delio Rossi trotz Punkteabzug als Tabellendritter ab und erreichte damit die Champions-League-Qualifikation. In dieser setzte Lazio sich gegen Dinamo Bukarest durch und qualifizierte sich für den Hauptbewerb, in welchem man hinter Real Madrid, Olympiakos Piräus und Werder Bremen aber nur Gruppenletzter wurde. In der Liga lief es in den folgenden Jahren ebenfalls relativ enttäuschend und Lazio kam nie über einen Platz im Tabellenmittelfeld hinaus. Mit einem Sieg im Elfmeterschießen über Sampdoria Genua wurde 2008/09 zum fünften Mal der italienische Pokal gewonnen.

In der Saison 2010/11 erreichte Lazio Platz fünf und qualifizierte sich mit zwei Siegen von 6:0 und 3:1 gegen Rabotnički Skopje für die UEFA Europa League 2011/12. Dort wurde man mit Sporting Lissabon, dem FC Vaslui und dem FC Zürich der Gruppe D zugelost, wo man mit neun Punkten den zweiten Platz erreichte. Das Sechzehntelfinale gegen den späteren Sieger Atlético Madrid verlor man mit zwei Niederlagen von 1:3 und 0:1 deutlich. In der Coppa Italia erreichte Lazio das Viertelfinale, das man mit 1:3 gegen den AC Mailand verlor.

Die Saison 2011/12 beendete Lazio auf dem vierten Platz, damit war man erneut zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation berechtigt. Dort schaltete man den NŠ Mura mit 2:0 und 3:1 aus und nahm mit Tottenham Hotspur, Panathinaikos Athen und dem NK Maribor in Gruppe J Platz. Mit zwölf Punkten wurden die Biancocelesti Gruppensieger und bewiesen sowohl in der K.O.-Runde der Europa League als auch in der Coppa Italia ein ordentliches Durchhaltevermögen. In Letzterem schaltete man Juventus nach einem 1:1 im Hinspiel mit 2:1 im Rückspiel aus und zog somit ins Finale ein. Dort gewann man im Derby della Capitale gegen die AS Rom mit 1:0 und holte den sechsten Pokalsieg.[1] In der Europa League setzte sich der Klub gegen Borussia Mönchengladbach (3:3 im Hinspiel, 2:0 im Rückspiel) und den VfB Stuttgart (2:0 und 3:1) durch. Im Viertelfinale gegen Fenerbahçe Istanbul unterlag Lazio im Hinspiel in der Türkei mit 0:2, das Rückspiel endete 1:1.

Die Saison 2012/13 beendete Lazio unter Trainer Vladimir Petković auf Rang sieben, die Teilnahme an der UEFA Europa League 2013/14 war aber durch den Pokalsieg gesichert. Zum Saisonauftakt gab es ein 0:4-Debakel im Supercup gegen Juventus. In der Europa League setzte sich Lazio mit zwölf Punkten in Gruppe J gegen Apollon Limassol und Legia Warschau durch. Den Gruppensieg musste man Trabzonspor überlassen. In der Coppa Italia musste sich Lazio im Viertelfinale mit 0:1 gegen den SSC Neapel geschlagen geben. Anschließend war im Sechzehntelfinale auch in der Europa League Schluss. Gegen Ludogorez Rasgrad verlor man im Hinspiel mit 0:1 und kam im Rückspiel – trotz zwischenzeitlicher 2:1-Führung im Gesamtscore – nicht über ein 3:3 hinaus. Die Saison 2013/14 endete für Lazio auf einem verhältnismäßig enttäuschenden neunten Platz am 4. Januar 2014 war Trainer Petković durch Edoardo Reja ersetzt worden.

Am 1. Juli 2014 wurde Stefano Pioli neuer Lazio-Trainer. Die Saison 2014/15 schloss man als unterlegener Pokalfinalist (1:2 gegen Juventus) und auf dem dritten Tabellenplatz ab und sicherte sich somit die Möglichkeit zur Qualifikation für die UEFA Champions League 2015/16. Diese misslang jedoch, da man trotz 1:0-Hinspielsieg gegen Bayer Leverkusen im Rückspiel mit 0:3 verlor. Immerhin durfte Lazio in der Europa League mitspielen und erreichte in Gruppe G gegen die AS Saint-Étienne, den FK Dnipro und Rosenborg Trondheim 14 Punkte und den ersten Platz. In der Coppa Italia scheiterte man im Viertelfinale einmal mehr an Juventus mit 0:1. In der Europa League setzte sich Lazio im Sechzehntelfinale gegen Galatasaray Istanbul durch, nachdem man im Hinspiel mit 1:1 unentschieden spielte und im Rückspiel mit 3:1 gewonnen hatte. Auch das Achtelfinal-Hinspiel gegen Sparta Prag endete mit einem 1:1. Diesmal ging aber das Rückspiel mit 0:3 verloren.

Lazio wurde in der Saison 2015/16 nur Achter der Serie A und verpasste damit erneut das europäische Geschäft. Auch den Supercup gegen Juventus unterlag man mit 0:2. Am 3. April 2016 wurde Trainer Pioli entlassen. Sein Amt übernahm interimsweise Simone Inzaghi. Nach einem wenige Tage dauernden Intermezzo des Argentiniers Marcelo Bielsa als Lazios Cheftrainer Anfang Juli 2016 wurde Inzaghi am 8. Juli 2016 zum Trainer befördert und die Biancocelesti erreichten in der anschließenden Saison erneut das Finale der Coppa Italia. Dabei gelangen auch kleinere Achtungserfolge, so schlug man Inter Mailand mit 2:1 und gegen die AS Rom gewann man das Hinspiel mit 2:0, verlor aber auch mit 2:3 im Rückspiel. Erneut war Juventus der Endspielgegner für Lazio, das mit 0:2 zum dritten Mal in Folge gegen den Rekordmeister unterlag. Zum Auftakt in die Saison 2017/18 gelang Lazio die Revanche im Supercup. Dort schlug man Juventus in einem denkwürdigen Spiel mit 3:2. Lazio führte mit 2:0, anschließend glich Juventus in der Schlussphase aus. Alessandro Murgia erzielte in der 94. Minute den Siegtreffer und sicherte so den vierten Supercuptitel für Lazio.

Nachdem man in der Saison 2016/17 den fünften Platz erreicht hatte, war Lazio zur Teilnahme an der UEFA Europa League 2017/18 berechtigt. In Gruppe K traf der Klub auf die OGC Nizza, den SV Zulte Waregem und Vitesse Arnheim. Mit 13 Punkten erreichte man den Gruppensieg und traf im Sechzehntelfinale auf den FCSB Bukarest. Nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel gewann Lazio das Rückspiel mit 5:1 deutlich. Auch im Achtelfinale setzte man sich gegen Dynamo Kiew durch. Auf ein 2:2 im Hinspiel folgte ein 2:0-Auswärtssieg. Im Viertelfinale traf man auf Red Bull Salzburg, gegen das man im Hinspiel mit 4:2 gewann. Das Rückspiel verlor Lazio jedoch mit 1:4 noch so hoch, dass man ausschied. In der Coppa Italia spielte man im Halbfinale gegen die AC Mailand zweimal 0:0. Lazio verlor jedoch im Elfmeterschießen gegen die Rossoneri.

Am 38. Spieltag kam es zum Duell zwischen Lazio und Inter Mailand. Um an der UEFA Champions League 2018/19 teilnehmen zu können, musste Lazio zumindest unentschieden spielen. Aufgrund eines späten Doppelschlags von Inter verloren die Biancocelesti die Partie mit 2:3. Die Nerazzurri zogen von den Punkten her gleich, überholten Lazio aber aufgrund des direkten Vergleichs. Am Ende stand dem Hauptstadtklub nur Platz fünf und damit lediglich die Teilnahme an der UEFA Europa League 2018/19 zu Buche. In Gruppe H traf man auf Eintracht Frankfurt, Apollon Limassol und Olympique Marseille. Lazio verlor drei der sechs Gruppenspiele. Allerdings reichten neun Punkte am Ende für den zweiten Platz, wobei im anschließenden Sechzehntelfinale gegen den FC Sevilla ausschied. Das Hinspiel verlor Lazio mit 0:1, die Niederlage im Rückspiel fiel mit 0:2 noch höher aus. Nachdem man in der Coppa Italia sowohl Inter (1:1, 4:3 n. E.) als auch Milan (0:0/1:0) ausgeschaltet hatte, stand Lazio gegen Atalanta Bergamo im Finale. Die Partie wurde mit 2:0 gewonnen und damit der siebte Pokaltitel gesichert. Auch den Supercup gewann Lazio im Dezember mit einem 3:1-Sieg gegen Juventus zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte.

Am Ende der Saison 2018/19 stand Lazio unter Inzaghi auf Platz acht der Serie A und war durch den Pokalsieg in der UEFA Europa League 2019/20 startberechtigt. Erstmals seit der Einführung des Wettbewerbs im Jahr 2009 kam Lazio nicht über die Gruppenphase hinaus. In Gruppe E belegte man hinter Celtic Glasgow sowie dem CFR Cluj und vor Stade Rennes mit sechs Punkten den dritten Platz. In der Coppa Italia war für Lazio erstmals seit 2015 wieder im Viertelfinale Endstation, diesmal mit einem 0:1 gegen den SSC Neapel.

In der Saison 2019/20 erkämpfte sich Lazio unter Simone Inzaghi den vierten Platz in der Serie A und damit die erste Teilnahme an der Champions League seit 14 Jahren. Hier beendete Lazio die Gruppenphase als einziger Teilnehmer der Gruppe F ungeschlagen. Mit zehn Punkten belegte man den zweiten Platz hinter Borussia Dortmund und vor dem FC Brügge sowie Zenit St. Petersburg. Im neuen Jahr gab es aber sowohl in der Coppa Italia als auch in der Champions League kein Weiterkommen. Im Viertelfinale des Pokals verlor man mit 2:3 gegen Atalanta Bergamo, im Achtelfinale der Königsklasse unterlag man doppelt mit 1:4 und 1:2 gegen den FC Bayern München.

Die Saison 2020/21 endete für Lazio in der Meisterschaft auf Platz sechs. Erneut startete man in der Europa League, wo man der Gruppe E zugelost wurde. Hier traf Lazio auf Galatasaray Istanbul, Olympique Marseille und Lokomotive Moskau. Neun Punkte reichten für den zweiten Platz. Erneut war zum Auftakt ins neue Jahr neben der Europa League auch die Coppa Italia bald beendet. Im Viertelfinale des Cups gab es eine 0:4-Niederlage gegen den AC Mailand, das Sechzehntelfinale der Europa League wurde gegen den FC Porto verloren. Auf eine 1:2-Niederlage im Hinspiel folgte ein 2:2-Remis.

Am 2. Juni 2021 verließ Simone Inzaghi Lazio Rom und wurde Trainer von Inter Mailand. Sein Nachfolger wurde Maurizio Sarri, der den Klub in der Saison 2021/22 auf den fünften Platz in der Serie A führte und damit die nächste Europa-League-Teilnahme erreichte. In der Gruppe F mit Feyenoord Rotterdam, dem FC Midtjylland und dem SK Sturm Graz erreichten alle Teilnehmer je acht Punkte. Aufgrund der Tordifferenz wurde Lazio Gruppendritter und wechselte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die UEFA Europa Conference League. Im Sechzehntelfinale siegte man hier über den CFR Cluj mit 1:0 im Hin- und 0:0 im Rückspiel. Im Achtelfinale unterlag man jedoch AZ Alkmaar nach doppelter 1:2-Niederlage. In der Coppa Italia schied Lazio im Viertelfinale mit 0:1 gegen Juventus Turin aus.

Die Saison 2022/23 beendete Lazio unter Sarri als Vizemeister mit 16 Zählern Rückstand auf den Meister SSC Neapel und qualifizierte sich für die nächste Champions-League-Teilnahme. In Gruppe E erreichte man vor Atlético Madrid und hinter Feyenoord Rotterdam sowie Celtic Glasgow mit zehn Punkten den zweiten Platz. Im Achtelfinale traf man wie schon drei Jahre zuvor auf den FC Bayern München. Nach einem überraschenden 1:0-Hinspielsieg musste man sich im Rückspiel in der Allianz Arena mit 0:3 geschlagen geben. Als Vizemeister durfte Lazio im ersten Supercup mit vier Mannschaften teilnehmen. Jedoch verlor man im Halbfinale mit 0:3 gegen Inter Mailand. Ebenfalls im Halbfinale verlor Lazio in der Coppa Italia gegen Juventus. Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel siegten die Biancocelesti mit 2:1, was nicht für den Einzug ins Finale genügte.

Am 13. März 2024 wurde Sarri als Lazio-Trainer entlassen. Wenige Tage später wurde Igor Tudor sein Nachfolger, der den Klub am Saisonende allerdings wieder verließ. Seit 1. Juli 2024 wird Lazio Rom von Marco Baroni trainiert. Marco Baroni trat nach der Saison aus persönlichen Gründen zurück und zur Saison 2025/2026 übernimmt Rückkehrer Maurizio Sarri zum zweiten Mal in seiner Trainerkarriere das Amt des Cheftrainers bei Lazio Rom.

Spiel- und Trainingsstätten

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Historische Spielstätten

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Erste Spielstätte war von 1900 bis 1905 der Campo di Piazza d'Armi. Es folgten von 1905 bis 1913 der Parco dei Daini, von 1913 bis 1931 der Campo della Farnesina und von 1931 bis 1953 das Stadio Nazionale del PNF.

Stadio Olimpico

Seit 1953 trägt Lazio Rom seine Heimspiele im Stadio Olimpico aus. Das Multifunktionsstadion wurde von 1927 bis 1932 als Teil des Foro Italico erbaut und diente seither als Austragungsstätte zahlreicher Sportgroßveranstaltungen wie etwa den Olympischen Sommerspielen 1960, den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1987, den Fußball-Europameisterschaften 1968 und 1980, der Fußball-Weltmeisterschaft 1990, sowie bis dato fünf Europapokal-Endspielen. Seit 2008 findet das jährliche Coppa-Italia-Finalspiel im Olimpico statt.

Das Stadio Olimpico ist vom europäischen Fußballverband UEFA in die Kategorie 4 (Elitestadion) eingeordnet und zählt mit aktuell über 70.000 Zuschauerplätzen zu den größten Europas.[2]

Fans und Anhänger

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Lazio-Fans in der Curva Nord des Olympiastadions (2007)

Insbesondere bei Heimspielen im Derby gegen den Lokalrivalen AS Rom zeigten sich in der Vergangenheit Ultra-Gruppierungen von Lazio Rom (Curva Nord) des Öfteren gewaltbereit. So kam es wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Lazio wurde vom italienischen Verband deswegen schon mehrfach mit Platzsperren oder Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestraft. Ein Problem stellte bis zu ihrer Auflösung die Ultragruppierung Irriducibili Lazio dar, die sich offen zum Faschismus bekannte und dementsprechend rassistisch und antisemitisch agierte. So waren bei Heim- sowie auch Auswärtsspielen oft Flaggen und Fahnen mit dem Hakenkreuz oder anderen faschistischen Symbolen zu sehen. Die Gruppe verlor hauptsächlich durch ihre ausgedehnten kommerziellen Tätigkeiten, wie den Verkauf einer breiten Palette an Merchandise, zunehmend den Rückhalt innerhalb der Kurve. Die Führungsposition wechselte an die landesweit angesehene Banda Noantri. Teile der Lazio-Ultras gelten nach wie vor als politisch rechts bis rechtsextrem.[3]

Lazio Rom ist Teil eines der bekanntesten Fußballderbys der Welt, dem Derby della Capitale (deutsch Hauptstadt-Derby), auch Derby di Roma, Derby Capitolino oder Derby del Cupolone, das Stadtderby gegen die AS Rom. Das erste Aufeinandertreffen der beiden Klubs fand am 8. Dezember 1929 in der Serie A statt.

Das Derby erhält seine besondere Brisanz durch die Fan-Rivalität der beiden römischen Vereine. Dies hat auch historische und politische Gründe: Der Geburtsort der Roma liegt im politisch linken Arbeiterviertel Testaccio im Süden von Rom, während Lazio im politisch rechten, wohlhabenden Parioli im Norden Roms beheimatet ist.

Ausrüster und Sponsoren

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Ausrüster ist seit 2022 der japanische Sportartikelhersteller Mizuno, der Vertrag läuft bis 2027.[4]

1981 schloss Lazio Rom einen Werbevertrag mit Tonini, die ihren Schriftzug auf den Trikots platzierten. Es folgten Seleco (1982–1984), Castor (1984–1986), Cassa di Risparmio di Roma (1986–1991), Banco di Santo Spirito (1991–1992), Banca di Roma (1992–1996), Cirio (1996–2000), Del Monte Foods (1998–1999), Stream (1999–2000), Siemens (2000–2003), Indesit (2003–2004), Parmacotto (2003–2005), INA Assitalia (2005–2007), Edileuropa (2007–2008), Groupama/Region Latium (2008–2009), Edileuropa/Paideia (2009), Paideia (2014), Seleco (2017–2018), Marathonbet (2018–2019) und Binance (2021–2023).

Daten und Fakten

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Meistermannschaft der S.S. Lazio im Jahr 1974
NationalTitelSaison
Italienische Meisterschaft 2 1973/74, 1999/2000
Italienischer Pokal 7 1958, 1997/98, 1999/2000, 2003/04, 2008/09, 2012/13, 2018/19
Italienischer Supercup 5 1998, 2000, 2009, 2017, 2019
InternationalTitelSaison
Europapokal der Pokalsieger 1 1998/99
UEFA Super Cup 1 1999
Coppa delle Alpi 1 1971

Erfolge der Jugendmannschaften

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Kader der Saison 2025/26

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Stand: 26. April 2026[5][6]

Nr.Nat.NameGeburtsdatumim Verein seitVertrag bis
Torhüter
40 Italien Edoardo Motta 13. Januar 2005 2026 2030
55ItalienAlessio Furlanetto7. Februar 200220162028
94ItalienIvan Provedel17. März 199420222027
Abwehrspieler
3ItalienLuca Pellegrini7. März 199920232027
4SpanienPatric17. April 199320152027
13ItalienAlessio Romagnoli12. Januar 199520222027
17PortugalNuno Tavares26. Januar 200020242029
23Elseid Hysaj2. Februar 199420212026
25DänemarkOliver Provstgaard4. Juni 200320252029
29ItalienManuel Lazzari29. November 199320192027
34SpanienMario Gila29. August 200020222027
77Adam Marušić17. Oktober 199220172026
Mittelfeldspieler
6ItalienNicolò Rovella4. Dezember 200120232028
7Fisayo Dele-Bashiru6. Februar 200120242028
21Reda Belahyane1. Juni 200420252029
24NiederlandeKenneth Taylor16. Mai 200220262030
26Toma Bašić25. November 199620212026
28Adrian Przyborek1. Januar 200720262030
32ItalienDanilo Cataldi6. August 199420132027
Stürmer
9SpanienPedro28. Juli 198720212026
10ItalienMattia Zaccagni ein weißes C in blauem Kreis16. Juni 199520222029
14NiederlandeTijjani Noslin7. Juli 199920242029
18DänemarkGustav Isaksen19. April 200120232028
19Boulaye Dia16. November 199620242026
20Petar Ratkov18. August 200320262030
22ItalienMatteo Cancellieri12. Februar 200220232027
27ItalienDaniel Maldini11. Oktober 200120262026

Ehemalige Spieler (Auswahl)

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Stand: Saisonende 2023/24; Fettgedruckte Spieler sind noch aktiv. Angegeben sind alle Pflichtspiele und -tore.

Ștefan Radu
Einsätze
NameZeitraumLigaPokalEuropapokalSonstigeGesamt
1  Ștefan Radu2008–202334925494 427
2  Giuseppe Favalli1992–200429846571 401
3  Giuseppe Wilson1969–19793245812- 394
4  Paolo Negro1993–200524647632 376
5  Senad Lulić2011–202128228583 371
6  Aldo Puccinelli1940–1943
1945–1955
3393-- 342
7  Sergej Milinković-Savić2015–202326723492 341
8  Ciro Immobile2016–202427023443 340
9  Luca Marchegiani1993–200324337572 339
10  Vincenzo D’Amico1972–1980
1981–1985
276557- 338

Rekordtorschützen

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Ciro Immobile
Silvio Piola
Tore
NameZeitraumLigaPokalEuropapokalSonstigeGesamt
1  Ciro Immobile2016–202416910262 207
2  Silvio Piola1934–1943143610- 159
3  Giuseppe Signori1992–1997107173- 127
4  Giorgio Chinaglia1969–1976981311- 122
5  Bruno Giordano1975–198586184- 108
6  Tommaso Rocchi2004–20138210121 105
7  Aldo Puccinelli1940–1943
1945–1955
771-- 78
8  Fulvio Bernardini1919–192673--- 73
9  Sergej Milinković-Savić2015–20235757- 69
10  Dante Filippi1920–192865--- 65

Individuelle Erfolge (Auswahl)

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Fußballer des Jahres/Guerin d’Oro (4)[7]

Trainer des Jahres (1)

Serie-A-Liga-Awards (4)

Spieler des Monats (4)

Trainer des Monats (1)

Goldener Schuh der UEFA (1)

Torschützenkönig Serie A (11)[8]

Torschützenkönig Italienischer Pokal (5)

Trainerhistorie

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Der bis heute erfolgreichste Trainer der Vereinsgeschichte von Lazio Rom, Sven-Göran Eriksson.
Cheftrainer
AmtszeitName
1901–1902  Bruto Seghettini
1902–1906 Sante Ancherani
1906–1907 Sante Ancherani
 Guido Baccani
1907–1908 Silvio Mizzi
 Guido Baccani
1908–1924 Guido Baccani
1924–1926 Dezső Kőszegi
1926–1927 Jenő Ligeti
1927–1928 Franz Sedlacek
1928–1929Technische Kommission
1929–1930 Pietro Piselli
1930–1931 Ferenc Molnár
1931–1932 Amílcar Barbuy
1932–1934 Karl Stürmer
1934–1936 Walter Alt
1936–1939 József Viola
1939 Luigi Allemandi
 Alfredo Di Franco
1939–1940 Géza Kertész
1940–1941 Ferenc Molnár
1941 Dino Canestri
1941–1943 Alexander Popovich
1943–1944 Dino Canestri
1944–1948 Anton Cargnelli
1948 Orlando Tognotti
1948–1951 Mario Sperone
1951–1953 Giuseppe Bigogno
1953 Alfredo Notti
1953–1954 Mario Sperone
1954 Federico Allasio
Cheftrainer
AmtszeitName
1954–1955 George Raynor
 Roberto Copernico
1955–1956 Luigi Ferrero
 Roberto Copernico
1956 Luigi Ferrero
 Jesse Carver
1956–1957 Jesse Carver
1957–1958 Milovan Ćirić
1958 Alfredo Monza
 Dino Canestri
1958–1960 Fulvio Bernardini
1960–1961  Enrique Flamini
1961  Enrique Flamini
 Jesse Carver
1961–1962 Paolo Todeschini
1962 Alfonso Ricciardi
1962 Carlo Facchini
1962–1964 Juan Carlos Lorenzo
1964–1966 Umberto Mannocci
1966–1967 Maino Neri
1967–1968 Renato Gei
1968 Roberto Lovati
1968–1971 Juan Carlos Lorenzo
1971 Roberto Lovati
1971–1975 Tommaso Maestrelli
1975 Giulio Corsini
1975–1976 Tommaso Maestrelli
1976–1978 Luís Vinício
1978–1980 Roberto Lovati
1980–1982 Ilario Castagner
1982–1983 Roberto Clagluna
Cheftrainer
AmtszeitName
1983 Juan Carlos Morrone
1983–1984 Paolo Carosi
1984–1985 Juan Carlos Lorenzo
1985 Giancarlo Oddi
 Roberto Lovati
1985–1986 Luigi Simoni
1986–1988 Eugenio Fascetti
1988–1990 Giuseppe Materazzi
1990–1994 Dino Zoff
1994–1997 Zdeněk Zeman
1997 Dino Zoff
1997–2001 Sven-Göran Eriksson
2001 Dino Zoff
2001–2002 Alberto Zaccheroni
2002–2004 Roberto Mancini
2004 Domenico Caso
2004–2005 Giuseppe Papadopulo
2005–2009 Delio Rossi
2009–2010 Davide Ballardini
2010–2012 Edoardo Reja
2012–2013  Vladimir Petković
2014 Edoardo Reja
2014–2016 Stefano Pioli
2016–2021 Simone Inzaghi
2021–2024 Maurizio Sarri
2024 Igor Tudor
2024–2025 Marco Baroni
2025–2026 Maurizio Sarri
2026– Gennaro Gattuso

Präsidentenhistorie

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Claudio Lotito
Präsidenten
AmtszeitName
1901–1904 Giuseppe Pedercini
1904–1922 Fortunato Ballerini
1922–1923 Enrico Giammei
1924–1925 Giorgio Guglielmi
1925–1926 Gerardo Branca
1926–1927 Riccardo Barisonzo
1927–1929 Nicolò Maraini
1929–1932 Remo Zenobi
1932 Alfredo Palmieri
1932–1933 Remo Zenobi
1933–1936 Eugenio Gualdi
1936–1938 Erberto Vaselli
1938 Olindo Bitetti
1938–1939 Remo Zenobi
1939–1941 Andrea Ercoli
1941–1944 Giovanni Minotto
Präsidenten
AmtszeitName
1944–1945 Andrea Ercoli
1945 Arnaldo Coni
1945–1948 Andrea Ercoli
1948Italien Renato Bornigia
1948Italien Giuseppe Rivola
1948–1949Italien Giovanni Mazzitelli
1949–1953Italien Remo Zenobi
1953Italien Antonio Annunziata
1953–1956Italien Costantino Tessarolo
1956–1960Italien Leonardo Siliato
1960Italien Andrea Ercoli
1960–1961Italien Costantino Tessarolo
1961–1962Italien Massimo Giovannini
1962–1963Italien Ernesto Brivio
1963–1964Italien Angelo Miceli
1964–1965Italien Giorgio Vaccaro
Präsidenten
AmtszeitName
1965Italien Gian Chiarion Casoni
1965–1980Italien Umberto Lenzini
1980–1981Italien Aldo Lenzini
1981–1983Italien Gian Chiarion Casoni
1983–1986Italien Giorgio Chinaglia
1986Italien Franco Chimenti
1986–1992Italien Gianmarco Calleri
1992–1994Italien Sergio Cragnotti
1994–1998Italien Dino Zoff
1998–2003Italien Sergio Cragnotti
2003–2004Italien Ugo Longo
2004–Italien Claudio Lotito

Lazios Hockeymannschaft der Herren gewann in der Saison 2004/05 die italienische Meisterschaft auf dem Feld, sowie 1991, 1996, 2001 und 2006 den italienischen Pokal.

Commons: Lazio Rom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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