Littau
| Littau | ||
|---|---|---|
| Staat: | ||
| Kanton: | ||
| Wahlkreis: | Luzern-Stadt | |
| Einwohnergemeinde: | Luzern | |
| Postleitzahl: | 6014 und 6015 | |
| frĂŒhere BFS-Nr.: | 1060 | |
| UN/LOCODE: | CH LIT (Littau)
CH RBU (ReussbĂŒhl) | |
| Koordinaten: | 662266Â /Â 211449 | |
| Höhe: | 511 mÂ ĂŒ. M. | |
| Höhenbereich: | 429â799 m ĂŒ. M. | |
| FlĂ€che: | 13,25 kmÂČ | |
| Einwohner: | 18'735 (31. Dezember 2022) | |
| Einwohnerdichte: | 1414 Einw. pro kmÂČ | |
Littau | ||
| Karte | ||

Littau ist ein Stadtkreis der politischen Gemeinde Luzern. Bis zum 31. Dezember 2009 war Littau eine eigenstÀndige politische Gemeinde im Amt Luzern des Kantons Luzern in der Schweiz.
GemĂ€ss Entscheid des SouverĂ€ns in der Volksabstimmung vom 17. Juni 2007 hat die Gemeinde Littau per 1. Januar 2010 mit der Stadt Luzern fusioniert. Die neuen Luzerner Stadtteile Littau und ReussbĂŒhl behalten dabei ihre Postleitzahlen.
Geographie
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Die ehemalige Gemeinde liegt im Westen und Nordwesten der Stadt Luzern. Ihre Ostgrenze bildet die Reuss. Ausserdem verlĂ€uft ein Teil der Grenze zu Emmen entlang der Kleinen Emme. Die Kleine Emme mĂŒndet beim Ortsteil ReussbĂŒhl von links in die Reuss. Bei Haldenweid verlĂ€sst die Grenze die Kleine Emme und fĂŒhrt mehrere Kilometer in nordwestlicher Richtung bis zur Quelle des Buzibachs. Von dort dreht sie nach SĂŒdwesten bis zum Weiler SagenhĂŒbeli sowie RĂŒteli kurz vor HellbĂŒhl. SĂŒdostwĂ€rts gehend kommt sie schliesslich zum Thorenbergkanal und zur Kleinen Emme. Das ganze Gebiet trĂ€gt den Namen Littauerberg, weil es auf einer welligen Hochebene liegt. Die Westgrenze verlĂ€uft entlang dem Lauf des Renggbachs. Von Renggloch an folgt sie in östlicher Richtung dem Nordhang des Sonnenbergs bis zum GĂŒtschwald. Vom GĂŒtschwald geht sie zurĂŒck zur Reuss.
Im Gebiet zwischen Kleiner Emme, Reuss und Sonnenberg liegen die Hauptsiedlungen. Auf dem Littauerboden bestehen die Siedlungen aus Einzelgehöften und HÀusergruppen.
Offiziell bestanden drei Ortschaften:[1]
- Littau
- ReussbĂŒhl
- Reussthal
An der Reuss liegt das Quartier Reussthal, welches westlich von der bewaldeten Zimmeregg begrenzt wird. Westlich davon, an der Strasse von Luzern nach Malters, liegt Rönnimoos. Dieses ist zusammengewachsen mit dem nachfolgenden Littau Dorf. Beide liegen leicht erhöht.
Nördlich vom Dorf liegt im Tal unten der Littauer Boden. Dieses Gebiet zwischen Kleiner Emme, Reuss und Zimmeregg teilt sich in verschiedene Quartiere auf. Das grösste davon ist ReussbĂŒhl. Nördlich davon, gegenĂŒber von Emmenbaum (Gemeinde Emmen), liegt Rothen. An einer Schleife der Kleinen Emme liegt der Roter Wald. Direkt unterhalb von Littau Dorf entstanden in den letzten Jahrzehnten einige Neubauquartiere. Zuerst beim Bahnhof, heute vermehrt im Littauer Boden westlich von ReussbĂŒhl. An der Kleinen Emme liegt eine grosse Industriezone.
Neben einigen kleinen WaldstĂŒcken im Littauerberg sind auch die Zimmeregg (mit dem Zimmereggwald), der Nordhang des Sonnenbergs, der Schachewald und der Roter Wald von Wald bedeckt.
Vom ehemaligen Gemeindeareal von 1328 ha ist ein Viertel (24,8 %) SiedlungsflÀche. 21,1 % sind von Wald und Gehölze bedeck und 52,3 % der GemeindeflÀche wird landwirtschaftlich genutzt.
Littau grenzt an Emmen, Kriens, die Stadt Luzern, Malters und Neuenkirch.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bevölkerungsentwicklung 1798â2004 | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1798 | 668 |
| 1837 | 1'104 |
| 1850 | 1'314 |
| 1860 | 1'644 |
| 1870 | 2'050 |
| 1880 | 2'661 |
| 1888 | 3'293 |
| 1900 | 3'699 |
| 1910 | 4'272 |
| 1920 | 4'365 |
| 1930 | 5'036 |
| 1941 | 5'131 |
| 1950 | 5'644 |
| 1960 | 8'715 |
| 1970 | 13'495 |
| 1980 | 14'996 |
| 1990 | 15'432 |
| 1995 | 15'600 |
| 2000 | 15'929 |
| 2004 | 16'020 |
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zwischen 1798 und 1850 verdoppelte sich die Einwohnerzahl (1798â1850: +96,7 %). Bis zur Fusion mit der Stadt Luzern gab es ein bestĂ€ndiges Bevölkerungswachstum. Zwischen 1850 und 1900 betrug es 181,5 %, als Littau Zielpunkt der abwandernden Landbevölkerung wurde. Damals entstanden im Littauer Boden, in Rothen und in der benachbarten Emmenweid (Gemeinde Emmen) grosse Industrieunternehmen, die viele ArbeitskrĂ€fte benötigten. Die Bevölkerungszunahme hielt auch in der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts in abgeschwĂ€chter Form an (1900â1950: +52,6 %). Innert der nĂ€chsten zwanzig Jahre wurde Littau vom Dorf zur Stadt (1950â1970: +139,1 %). Seit 1980 hat das Bevölkerungswachstum gemĂ€ssigtere Formen angenommen (1980â2000: +6,2 %) und stagniert seit dem Jahr 2000 erstmals in 200 Jahren.
Sprachen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bevölkerung benutzt im Alltag eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten VolkszÀhlung im Jahr 2000 gaben 75,64 % Deutsch, 6,23 % Italienisch und 5,96 % Serbokroatisch als Hauptsprache an.
Religionen, Konfessionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]FrĂŒher war die gesamte Bevölkerung Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geĂ€ndert. Im Jahr 2000 sah die religiöse Situation so aus: Es gab 63,75 % römisch-katholische, 10,31 % evangelisch-reformierte und 5,85 % orthodoxe Christen. Daneben fand man 7,97 % Muslime, 5,43 % Konfessionslose und 1,42 % AnhĂ€nger anderer nichtchristlicher Bekenntnisse.
| Bevölkerung nach NationalitÀt (VolkszÀhlung 2000) | ||
|---|---|---|
| NationalitĂ€t | Anzahl ohne DoppelbĂŒrger |
Anzahl mit DoppelbĂŒrger |
| Schweiz | 9'543 | 10'454 |
| Serbien und Montenegro | 1'484 | 1'562 |
| Italien | 1'143 | 1'503 |
| Portugal | 505 | 515 |
| Bosnien-Herzegowina | 860 | 900 |
| Kroatien | 401 | 431 |
| Spanien | 385 | 417 |
| Sri Lanka | 291 | 313 |
| Mazedonien | 252 | 294 |
| Deutschland | 134 | 189 |
| TĂŒrkei | 122 | 163 |
| Ăsterreich | 46 | 65 |
Die Muslime sind zwar in der Mehrheit Albaner aus dem Kosovo und Mazedonien sowie Bosniaken; dazu kommen aber auch viele TĂŒrken, Kurden, Araber und Somalis. Die Orthodoxen sind mehrheitlich Serben und Montenegriner. Einige Mazedonier und Griechen stossen dazu. Die AnhĂ€nger anderer nichtchristlicher Bekenntnisse sind grossmehrheitlich Hindus tamilischer Herkunft. Ausserdem gibt es unter ihnen noch einige Buddhisten vietnamesischer und chinesischer Herkunft.
Herkunft und NationalitÀt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von den Ende 2004 16'020 Einwohnern waren 10'291 Schweizer und 5'729 (= 35,8 %) AuslĂ€nder. Die Gemeinde hatte zum Zeitpunkt der Fusion mit der Stadt Luzern den höchsten AuslĂ€nderanteil aller Luzerner Gemeinden. In den Ortsteilen Reussthal und FluhmĂŒhle ist eine Mehrheit der Bewohner auslĂ€ndischer Herkunft. In ReussbĂŒhl, Littau Dorf und in den Quartieren im Littauer Boden ist der AuslĂ€nderanteil dagegen weit unter dem Durchschnitt der Gemeinde. Bei der letzten VolkszĂ€hlung im Jahr waren 59,91 % (einschliesslich DoppelbĂŒrger 65,63 %) Schweizer Staatsangehörige. Die Verteilung auf die wichtigsten NationalitĂ€ten kann man nebenstehender Tabelle entnehmen.
Kultur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Littau bietet ein breites Kulturangebot, neben Fussball- und Sportvereinen hat Littau auch zwei Jodelchöre und eine Musikgesellschaft.
FC Littau
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Fussballclub Littau besteht seit 1957 und hat neben drei Erwachsenen-Mannschaften, einem Frauen-Team, ein Juniorinnen Team, auch noch 17 Junioren Teams. Dazu kommen ein paar Senioren Teams.
FC SĂŒdstern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der zweite Fussballclub in Littau besteht seit 1930, jedoch noch nicht mit dem heutigen Namen, der Club nannte sich damals FC Red Star Littau. Als dann aber bekannt wurde, dass in ZĂŒrich bereits ein FC Red Star existierte, beschloss der Verein 1932 eine NamensĂ€nderung, die bis heute hin Bestand hat â FC SĂŒdstern.
Turnerinnen Verein STV Littau
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ob polysportiv, Leistungs- oder Breitensport. Von jung und ehrgeizig bis erfahren und rĂŒstig halten sich alle Turnenden fit und erfreuen sich an unserem breiten und abwechslungsreichen Angebot aus den 10 verschiedenen Riegen.
MĂ€nnerturnverein Littau
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der MĂ€nnerturnverein Littau wurde 1949 gegrĂŒndet. Seit seiner GrĂŒndung stehen das Turnen sowie der soziale Kontakt unter Gleichgesinnten im Vordergrund.
So heisst das Motto heute noch: Mach di schlau ond chomm doch au!
Jodelclub Littau
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ziel und Zweck des Klubs sind die Erhaltung alter schweizerischer Eigenart und das Brauchtum, wie Jodeln in Gruppen, Einzel und Duett. Pflege einer guten Kameradschaft und mit unseren Liedern der Bevölkerung Freude bereiten. FĂŒr einander da sein in guten wie in schlechten Zeiten.
JodlerfrĂŒnde Ruopige ReussbĂŒhl
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Jodlerklub JodlerfrĂŒnde Ruopige setzt sich zum Ziel, den Jodelgesang und das Brauchtum zu pflegen. Unser Jodlerklub zeichnet sich aus durch Freude am Singen und durch die Offenheit gegenĂŒber Volksliedern im Allgemeinen. Kameradschaft, LoyalitĂ€t und die gemeinsame FreizeitbeschĂ€ftigung sind unsere StĂ€rken. Unser Ziel ist es, den Jodelgesang der breiten Bevölkerung nĂ€her zu bringen.
Musikgesellschaft Littau
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Musikgesellschaft Littau[2] wurde 1912 in Littau gegrĂŒndet. Sie hat zum kulturellen Leben der Gemeinde Littau viel beigetragen und hat in der Gemeinde einen sehr hohen Stellenwert. Die MGL spielt seit mehreren Jahren in der 1. StĂ€rkeklasse Harmonie. Die MGL zĂ€hlt zurzeit 45 Aktivmitglieder mit einem Durchschnittsalter von 34 Jahren und pflegt eine sehr gute Kameradschaft. Zum Repertoire der MGL gehören Original Kompositionen wie auch anspruchsvolle Unterhaltungsmusik und natĂŒrlich auch MĂ€rsche.
Im Jahresprogramm stehen folgende Auftritte und AktivitÀten:
- Jahreskonzert mit zwei Konzertabenden (jeweils Ende November)
- Kinderkonzert mit GeschichtenerzÀhlerin (Ende November)
- Kirchenkonzert in der Pfarrkirche Littau (Mitte MĂ€rz)
- Teilnahme an Eidgenössischen und Kantonalen Musikfesten
- MusikstÀndchen an kirchlichen AnlÀssen: Weisser Sonntag, Firmung, Fronleichnam, Konfirmation
- Teilnahme Littauer Fasnacht (Festzelt auf Dorfplatz)
Die Musikgesellschaft Littau steht seit Januar 2018 unter der musikalischen Leitung von Silvia Riebli. Der Verein wird prĂ€sidiert von Stefan HĂ€fliger. Ihm steht ein fĂŒnfköpfiger Vorstand und eine Musikkommission zur Seite.
Weitere Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt noch unzÀhlige weitere Vereine und Clubs in Littau. Hier eine kurze unvollstÀndige AufzÀhlung:
Feuerwehr, Pfadi, Jungwacht, Blauring, Tennisclub, Boccia Club, Handball-, Volleyballverein, Basketball-, Unihockey-, Baseballclub, Handorgelverein, Bergchörli, Hundeverein, Schiessverein, Frauengemeinschaft, Abendzirkel, Klausgesellschaft, Trychler, Guggenmusiken [GögguschrÀnzer, Löchlitramper, Rootseemöven], 11er Club, LUFF Lucerne Functional Fitness...
Verkehr
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Littau liegt an der Bahnstrecke LuzernâBern und hat einen Bahnhof. Der öffentliche Verkehr erschliesst die Gemeinde aber hauptsĂ€chlich durch den Trolleybus Luzern und diverse Autobuslinien. Reussthal und ReussbĂŒhl liegen an den Trolleybuslinien 2 (Luzern BahnhofâEmmenbrĂŒcke Sprengi) und 5 (Kriens BusschleifeâEmmenbrĂŒcke Bahnhof SĂŒd). Rönnimoos und Littau Dorf werden von der Autobuslinie 12 (Luzern Bahnhof-Gasshof) sowie Linie 30 (Littau Bahnhof-Kantonsspital-Ebikon) der Verkehrsbetriebe Luzern erschlossen. Der Littauer Boden ist durch die Autobuslinie 40 der Auto AG Rothenburg (WaldibrĂŒcke EmmenâFlugzeugwerke EmmenâEmmen CenterâLittau DorfâLittau Bahnhof), die Autobuslinie 41 des Ortsbus Emmen/EmmenbrĂŒcke (EmmenbrĂŒcke SchönbĂŒhlâEmmen CenterâLittau Bahnhof) sowie die S-Bahn Linie 6 (LuzernâLangenthal) ans Netz des Ăffentlichen Verkehrs angeschlossen.
Ein Teil der ehemaligen Gemeinde (Littau Dorf u. a.) liegt an der Strasse LuzernâMaltersâWolhusen. Die Ortsteile im Reusstal liegen an der Strasse LuzernâEmmenbrĂŒcke. Die nĂ€chsten AutobahnanschlĂŒsse Emmen-SĂŒd und Luzern-Zentrum sind nur wenige Kilometer entfernt.
Geschichte
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Littau gehörte zu den Dinghöfen des Benediktinerklosters im Hof in Luzern, doch wird es geschichtlich unter dem Namen Litowo zum ersten Mal im Jahr 1178 in einer Stiftungsurkunde der LeutpriesterpfrĂŒnde der Stadt Luzern erwĂ€hnt. Das Kloster Murbach im Elsass ĂŒbte jahrhundertelang die Herrschaft aus. Im Jahr 1291 erwarben die Habsburger die Gemeinde. In ihrem Namen ĂŒbten die Herren von Littau die Herrschaft aus. Nachdem die Luzerner und Berner 1415 den Habsburgern den Aargau entrissen hatten, verschwand der letzte Rest von Einfluss seitens der Habsburger. In den folgenden Jahrzehnten war Littau in den HĂ€nden verschiedener adliger Familien aus Luzern und wurde 1481 von der Stadt Luzern ĂŒbernommen. Littau war ein sehr rebellischer Besitz und beteiligte sich sowohl am Zwiebelnkrieg im Jahr 1513 wie auch am Bauernkrieg 1653. Bis 1798 bildete Littau zusammen mit der Nachbargemeinde Malters eine Luzerner Landvogtei. Seit 1803 gehört es zum Amt Luzern. In Rothen wurde 1843 die Grundlage zum Sonderbund gelegt. In den Jahren 1844 und 1845 fanden auf Littauer Boden Kampfhandlungen im Rahmen der FreischarenzĂŒge statt. 1847 wurden eidgenössische Truppen einquartiert, um den Sonderbund zu stoppen.
Am 17. Juni 2007 hat die Bevölkerung von Littau in einer Volksabstimmung beschlossen, ihre Gemeinde mit der Stadt Luzern zu fusionieren. Am 1. Januar 2010 ging Littau in der Stadt Luzern auf und hörte auf als eigenstĂ€ndige Gemeinde zu existieren. Die Quartier- und Flurnamen jedoch bleiben bestehen und auch das Gemeindewappen darf lokal ohne offizielle Funktion weiterverwendet werden. Hingegen sind die postalischen Ortschaften 6014 Littau und 6015 ReussbĂŒhl verschwunden und durch 6014 Luzern resp. 6015 Luzern ersetzt worden.
Volkssage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine reiche Familie namens MarĂŒn schenkte der Gemeinde eine Holzglocke, fĂŒr die Kirche, die neu erbaut wurde. Als man sie zum ersten Mal "schlagen" wollte, gab es logischerweise keinen Klang. Die Leute der Gemeinde gingen auf die Strasse zur Kirche und riefen «LĂŒt au», «LĂŒt au». Und so solle der Name der Gemeinde Littau entstanden sein.
Mast Nr. 301
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ende 1990 in Littau errichtete Mast Nummer 301 â der Freileitung InnertkirchenâLittauâMettlen ist der höchste Schleuderbetonmast der Welt. Er ist 59,5 Meter hoch und wiegt 307 Tonnen. Der als Portalmast mit drei QuertrĂ€gern ausgefĂŒhrte Mast ist ein Abspannmast, der fĂŒr die Aufnahme von zwei 380-kV- und einem 110-kV-Stromkreisen ausgelegt ist.
- Mast Nr. 301
- Mast Nr. 301
- Mast Nr. 301, Bodenansicht
- Mast Nr. 301, Tafel
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Herbert Baumann (* 1964), Fussballspieler und -trainer
- Christoph Gilli (1963â2010), Fussballspieler und -trainer
- Peter Kurmann (* 1940), Kunsthistoriker
- Josef Lang (1879â1946), Filmverleiher und -produzent
- Dominik Riedo (* 1974), Germanist und Schriftsteller
- Gottlieb Ulmi (1921â1990), Bildhauer und Plastiker
- Alain Wiss (* 1990), Fussballspieler
- Thomas Wyss (* 1966), Fussballspieler und -trainer
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Barbara Hennig, AndrĂ© Meyer: KunstdenkmĂ€ler der Schweiz Band 116. "Die KunstdenkmĂ€ler des Kantons Luzern, Band II: Das Amt Luzern. Die Landgemeinden". Gesellschaft fĂŒr Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 2009, ISBN 978-3-906131-90-0, S. 271â300.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Waltraud Hörsch: Littau. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Waltraud Hörsch: ReussbĂŒhl. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Ortschaftenverzeichnis der Schweiz
- â Musikgesellschaft Littau. In: mglittau.ch. Abgerufen am 4. Dezember 2014.


