MG J-Type
| MG J1, J2, J3 und J4 | |
|---|---|
| Produktionszeitraum | 1932â1934 |
| Klasse | Sportwagen |
| Karosserieversionen | Tourenwagen, Roadster |
| VorgÀngermodell | MG C-Type, MG D-Type |
| Nachfolgemodell | MGÂ PAÂ Midget, MGÂ PBÂ Midget |
Der MG J-Type wurde von MG von September 1932 bis MĂ€rz 1934 gebaut. Der 2-tĂŒrige Sportwagen wurde durch einen Motor mit obenliegender Nockenwelle (ohc) angetrieben, wie er im Wesentlichen schon im Morris Minor und Wolseley Ten sowie von 1929 bis 1932 im MG M-Type verwendet wurde, hier in ĂŒberarbeiteter Version mit Querstromzylinderkopf. Die Motorkraft wurde ĂŒber ein unsynchronisiertes Vierganggetriebe an die HinterrĂ€der weitergeleitet. Das Fahrgestell stammte vom MG D-Type und besaĂ vorne wie hinten an halbelliptischen Blattfedern aufgehĂ€ngte Starrachsen, die mit Hartford-ReibungsstoĂdĂ€mpfern versehen waren. Der Wagen hatte einen Radstand von 2184 mm und eine Spurweite von 1.087 mm. Die meisten AusfĂŒhrungen waren offene Zweisitzer, aber es gab auch eine geschlossene Salonette-Version des J1 und einige Fahrgestelle gingen an selbstĂ€ndige Karosseriebauunternehmen. Die offenen Wagen kann man vom M-Type dadurch unterscheiden, dass sie tief ausgeschnittene TĂŒren besitzen.
AusfĂŒhrungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]J1 Midget (1932â1933)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| J1 Midget | |
|---|---|
Bild nicht vorhanden | |
| Produktionszeitraum | 1932â1933 |
| Karosserieversionen | Tourenwagen, Roadster |
| Motoren | Ottomotor: 0,85 Liter (26,5 kW) |
| LĂ€nge | 3251Â mm |
| Breite | 1295Â mm |
| Höhe | |
| Radstand | 2184Â mm |
| Leergewicht | 455Â kg |
Der J1 war der Viersitzer des Quartetts. Der Motor besaĂ 847Â cmÂł Hubraum, war vorher schon im C-Type eingesetzt und lieferte mit SU-Doppelvergasern 36Â bhp (26,5Â kW) bei 5500/min. Der Wagen kostete als offener Roadster ÂŁÂ 220 und als Salonette ÂŁÂ 225. Insgesamt entstanden 380 Exemplare.
J2 Midget (1932â1934)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| J2 Midget | |
|---|---|
MG Midget J2 (1933) | |
| Produktionszeitraum | 1932â1934 |
| Karosserieversionen | Roadster |
| Motoren | Ottomotor: 0,85 Liter (26,5 kW) |
| LĂ€nge | 3251Â mm |
| Breite | 1308Â mm |
| Höhe | |
| Radstand | 2184Â mm |
| Leergewicht | 492Â kg |
Der J2 war die meistverkaufte AusfĂŒhrung der Baureihe, ein Zweisitzer fĂŒr den StraĂenverkehr. FrĂŒhe Fahrzeuge hatten schmale, fest montierte RadkotflĂŒgel, aber 1933 erhielten sie die langen KotflĂŒgel, die fĂŒr alle MG bis zum TF der 1950er-Jahre typisch waren. Die Höchstgeschwindigkeit eines Serienmodells lag bei 104 km/h, ein fĂŒr die Zeitschrift The Autocar speziell hergerichtetes Exemplar erreichte 131 km/h. Die Wagen kosteten ÂŁÂ 199 Sh 10, es entstanden 2083 StĂŒck. FĂŒr einen Aufpreis von ÂŁÂ 12 Sh 12 erhielt der KĂ€ufer folgendes Zubehör: Temperaturanzeige, elektrische Uhr, Lederriemen fĂŒr die Motorhaube und Schutzgitter fĂŒr die Scheinwerfer.
Der Motor zeigte â wie bei allen J-Type-Modellen â in der Praxis UnzulĂ€nglichkeiten bei falscher Fahrweise und mangelnder Wartung: Wird der Motor ĂŒberdreht, kann die nur zweifach gelagerte Kurbelwelle schnell brechen. Ferner konnte es leicht zu FahrzeugbrĂ€nden kommen: Die obenliegende Nockenwelle wird durch eine vertikale Welle mit KegelrĂ€dern angetrieben (sog. Königswelle). An dieser Welle sitzt auch die Lichtmaschine. Wird das NockenwellengehĂ€use undicht, kann sich das Lecköl an dem Kollektor der Lichtmaschine entzĂŒnden.
Der J-Type besaĂ noch keine hydraulischen Bremsen, sondern mechanische, per Seilzug bediente. Diese erfordern regelmĂ€Ăige Wartung und ggf. ein Nachstellen, um zuverlĂ€ssig und gleichmĂ€Ăig zu funktionieren. Die geringe Bremsleistung der vergleichsweise kleinen Bremstrommeln veranlasste schon wĂ€hrend der Bauzeit dieses Modells viele Fahrer dazu, die Fahrzeuge auf gröĂere Trommeln anderer MG-Modelle umzurĂŒsten.
Das Getriebe ist entsprechend der Bauzeit nicht synchronisiert und erfordert doppeltes Kuppeln und ggf. Zwischengas, um GetriebegerÀusche und hohen Verschleià zu verhindern.
J3 Supercharged (1932â1933)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| J3 Supercharged | |
|---|---|
Cockpit eines MG Midget J3 (1932) | |
| Produktionszeitraum | 1932â1933 |
| Karosserieversionen | Roadster |
| Motoren | Ottomotor: 0,75 Liter |
| LĂ€nge | 3353Â mm |
| Breite | 1295Â mm |
| Höhe | |
| Radstand | 2184Â mm |
| Leergewicht | |
Der J3 war ein Rennsportwagen, dessen Hubraum durch Reduzieren des Hubes von 83 mm auf 73 mm nur 746 cmÂł betrug und der mit einem Powerplus-Kompressor ausgestattet war. Durch den geringeren Hubraum konnte der Wagen in der 750 cmÂł-Klasse starten. Er hatte die gröĂeren Bremsen des L-Type Magna. 22 Fahrzeuge entstanden von dieser AusfĂŒhrung.
J4 Supercharged (1933)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| J4 Supercharged | |
|---|---|
MG Midget J4 (1933) | |
| Produktionszeitraum | 1933 |
| Karosserieversionen | Roadster |
| Motoren | Ottomotor: 0,75 Liter (53 kW) |
| LĂ€nge | 3353Â mm |
| Breite | 1295Â mm |
| Höhe | |
| Radstand | 2184Â mm |
| Leergewicht | 657Â kg |
Der J4 war ein reiner Rennwagen mit leichterer Karosserie und dem Motor des J3, der aber durch höheren Ladedruck eine Leistung von 72 bhp (53 kW) bei 6000/min erreichte. Nur neun Fahrzeuge wurden von dieser AusfĂŒhrung gebaut.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Green, Malcolm: MG Sportscars, CLB International. (1997), ISBN 1-85833-606-6
- Sedgwick, Michael & Gillies, Mark: A-Z of Cars of the 1930s, Bay View Books. (1989), ISBN 1-870979-38-9
- Culshaw, David & Horrobin, Peter: The Complet Catalogue of British Cars 1895-1975, Veloce Publishing plc., Dorchester (1997), ISBN 1-874105-93-6

