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MG J-Type

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
MG J1, J2, J3 und J4
Produktionszeitraum 1932–1934
Klasse Sportwagen
Karosserieversionen Tourenwagen, Roadster
VorgÀngermodell MG C-Type, MG D-Type
Nachfolgemodell MG PA Midget, MG PB Midget

Der MG J-Type wurde von MG von September 1932 bis MĂ€rz 1934 gebaut. Der 2-tĂŒrige Sportwagen wurde durch einen Motor mit obenliegender Nockenwelle (ohc) angetrieben, wie er im Wesentlichen schon im Morris Minor und Wolseley Ten sowie von 1929 bis 1932 im MG M-Type verwendet wurde, hier in ĂŒberarbeiteter Version mit Querstromzylinderkopf. Die Motorkraft wurde ĂŒber ein unsynchronisiertes Vierganggetriebe an die HinterrĂ€der weitergeleitet. Das Fahrgestell stammte vom MG D-Type und besaß vorne wie hinten an halbelliptischen Blattfedern aufgehĂ€ngte Starrachsen, die mit Hartford-ReibungsstoßdĂ€mpfern versehen waren. Der Wagen hatte einen Radstand von 2184 mm und eine Spurweite von 1.087 mm. Die meisten AusfĂŒhrungen waren offene Zweisitzer, aber es gab auch eine geschlossene Salonette-Version des J1 und einige Fahrgestelle gingen an selbstĂ€ndige Karosseriebauunternehmen. Die offenen Wagen kann man vom M-Type dadurch unterscheiden, dass sie tief ausgeschnittene TĂŒren besitzen.

AusfĂŒhrungen

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J1 Midget (1932–1933)

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J1 Midget

Bild nicht vorhanden

Produktionszeitraum 1932–1933
Karosserieversionen Tourenwagen, Roadster
Motoren Ottomotor:
0,85 Liter (26,5 kW)
LÀnge 3251 mm
Breite 1295 mm
Höhe
Radstand 2184 mm
Leergewicht 455 kg

Der J1 war der Viersitzer des Quartetts. Der Motor besaß 847 cm³ Hubraum, war vorher schon im C-Type eingesetzt und lieferte mit SU-Doppelvergasern 36 bhp (26,5 kW) bei 5500/min. Der Wagen kostete als offener Roadster £ 220 und als Salonette £ 225. Insgesamt entstanden 380 Exemplare.

J2 Midget (1932–1934)

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J2 Midget
MG Midget J2 (1933)
MG Midget J2 (1933)

MG Midget J2 (1933)

Produktionszeitraum 1932–1934
Karosserieversionen Roadster
Motoren Ottomotor:
0,85 Liter (26,5 kW)
LÀnge 3251 mm
Breite 1308 mm
Höhe
Radstand 2184 mm
Leergewicht 492 kg

Der J2 war die meistverkaufte AusfĂŒhrung der Baureihe, ein Zweisitzer fĂŒr den Straßenverkehr. FrĂŒhe Fahrzeuge hatten schmale, fest montierte RadkotflĂŒgel, aber 1933 erhielten sie die langen KotflĂŒgel, die fĂŒr alle MG bis zum TF der 1950er-Jahre typisch waren. Die Höchstgeschwindigkeit eines Serienmodells lag bei 104 km/h, ein fĂŒr die Zeitschrift The Autocar speziell hergerichtetes Exemplar erreichte 131 km/h. Die Wagen kosteten £ 199 Sh 10, es entstanden 2083 StĂŒck. FĂŒr einen Aufpreis von £ 12 Sh 12 erhielt der KĂ€ufer folgendes Zubehör: Temperaturanzeige, elektrische Uhr, Lederriemen fĂŒr die Motorhaube und Schutzgitter fĂŒr die Scheinwerfer.

Der Motor zeigte – wie bei allen J-Type-Modellen – in der Praxis UnzulĂ€nglichkeiten bei falscher Fahrweise und mangelnder Wartung: Wird der Motor ĂŒberdreht, kann die nur zweifach gelagerte Kurbelwelle schnell brechen. Ferner konnte es leicht zu FahrzeugbrĂ€nden kommen: Die obenliegende Nockenwelle wird durch eine vertikale Welle mit KegelrĂ€dern angetrieben (sog. Königswelle). An dieser Welle sitzt auch die Lichtmaschine. Wird das NockenwellengehĂ€use undicht, kann sich das Lecköl an dem Kollektor der Lichtmaschine entzĂŒnden.

Der J-Type besaß noch keine hydraulischen Bremsen, sondern mechanische, per Seilzug bediente. Diese erfordern regelmĂ€ĂŸige Wartung und ggf. ein Nachstellen, um zuverlĂ€ssig und gleichmĂ€ĂŸig zu funktionieren. Die geringe Bremsleistung der vergleichsweise kleinen Bremstrommeln veranlasste schon wĂ€hrend der Bauzeit dieses Modells viele Fahrer dazu, die Fahrzeuge auf grĂ¶ĂŸere Trommeln anderer MG-Modelle umzurĂŒsten.

Das Getriebe ist entsprechend der Bauzeit nicht synchronisiert und erfordert doppeltes Kuppeln und ggf. Zwischengas, um GetriebegerĂ€usche und hohen Verschleiß zu verhindern.

J3 Supercharged (1932–1933)

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J3 Supercharged
Cockpit eines MG Midget J3 (1932)
Cockpit eines MG Midget J3 (1932)

Cockpit eines MG Midget J3 (1932)

Produktionszeitraum 1932–1933
Karosserieversionen Roadster
Motoren Ottomotor:
0,75 Liter
LÀnge 3353 mm
Breite 1295 mm
Höhe
Radstand 2184 mm
Leergewicht

Der J3 war ein Rennsportwagen, dessen Hubraum durch Reduzieren des Hubes von 83 mm auf 73 mm nur 746 cmÂł betrug und der mit einem Powerplus-Kompressor ausgestattet war. Durch den geringeren Hubraum konnte der Wagen in der 750 cmÂł-Klasse starten. Er hatte die grĂ¶ĂŸeren Bremsen des L-Type Magna. 22 Fahrzeuge entstanden von dieser AusfĂŒhrung.

J4 Supercharged (1933)

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J4 Supercharged
MG Midget J4 (1933)
MG Midget J4 (1933)

MG Midget J4 (1933)

Produktionszeitraum 1933
Karosserieversionen Roadster
Motoren Ottomotor:
0,75 Liter (53 kW)
LÀnge 3353 mm
Breite 1295 mm
Höhe
Radstand 2184 mm
Leergewicht 657 kg

Der J4 war ein reiner Rennwagen mit leichterer Karosserie und dem Motor des J3, der aber durch höheren Ladedruck eine Leistung von 72 bhp (53 kW) bei 6000/min erreichte. Nur neun Fahrzeuge wurden von dieser AusfĂŒhrung gebaut.

Commons: MG J-Type – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Green, Malcolm: MG Sportscars, CLB International. (1997), ISBN 1-85833-606-6
  • Sedgwick, Michael & Gillies, Mark: A-Z of Cars of the 1930s, Bay View Books. (1989), ISBN 1-870979-38-9
  • Culshaw, David & Horrobin, Peter: The Complet Catalogue of British Cars 1895-1975, Veloce Publishing plc., Dorchester (1997), ISBN 1-874105-93-6