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Marcel Mathis

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Marcel Mathis
Marcel Mathis im MĂ€rz 2010
Marcel Mathis im MĂ€rz 2010
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 24. Dezember 1991 (34 Jahre)
Karriere
Disziplin Riesenslalom, Slalom
Verein SV Hohenems
Status zurĂŒckgetreten
Karriereende 24. September 2018
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Alpine Skiweltmeisterschaften
Gold Schladming 2013 Mannschaft
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-WeltcupdebĂŒt 29. JĂ€nner 2010
 Gesamtweltcup 54. (2011/12)
 Riesenslalomweltcup 15. (2011/12)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Riesenslalom 0 0 2
 Mannschaft 1 0 0
 

Marcel Mathis (* 24. Dezember 1991) ist ein ehemaliger österreichischer SkirennlÀufer, dessen stÀrkste Disziplin der Riesenslalom war. Im Jahr 2013 wurde er Weltmeister im Mannschaftswettbewerb.

Mathis stammt aus Hohenems in Vorarlberg. Er absolvierte die Skihauptschule in Schruns und das Sportgymnasium in Dornbirn. Nachdem er 2006 in seiner Altersklasse alle Wettbewerbe der österreichischen SchĂŒlermeisterschaften gewonnen hatte,[1] unterbrachen Verletzungen seine sportliche Laufbahn. Im selben Jahr erlitt er eine Fraktur des Sprunggelenks sowie einen Ausriss der Patellasehne, 2007 kamen Frakturen des Schien- und Wadenbeins hinzu. Aus diesem Grund musste er fast zwei Jahre lang pausieren.[2] Ab der Saison 2008/09 nahm Mathis, der damals im Vorarlberger Landeskader angehörte, regelmĂ€ĂŸig an FIS-Rennen teil. Nach seiner Aufnahme in den Nachwuchskader des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) folgten im November 2009 die ersten Starts im Europacup.

Obwohl Mathis im Europacup zunĂ€chst ohne Punkte blieb, nominierte ihn der ÖSV erstmals fĂŒr ein Weltcuprennen, den Riesenslalom von Kranjska Gora am 29. JĂ€nner 2010. In diesem Rennen verpasste er jedoch als Letzter des ersten Durchganges klar die Qualifikation fĂŒr den zweiten Lauf. Zwei Tage spĂ€ter belegte er im Riesenslalom der Juniorenweltmeisterschaften 2010 den achten Rang. Zu Beginn der Saison 2010/11 konnte er erstmals im Europacup punkten, wenig spĂ€ter folgten die ersten Top-10-Ergebnisse. Im Weltcup blieb er bei seinen vier Riesenslalom-Starts dieses Winters aber weiterhin ohne Ergebnis. Den Riesenslalom der Juniorenweltmeisterschaften 2011 beendete Mathis auf Platz fĂŒnf. Bei den österreichischen Jugendmeisterschaften wurde er 2010 und 2011 jeweils Zweiter in dieser Disziplin.[3] Im FrĂŒhjahr 2011 stieg er in den B-Kader des ÖSV auf.

Mathis feierte am 5. Dezember 2011 beim Riesenslalom von Trysil seinen ersten Europacupsieg und gewann zwei Wochen spĂ€ter, am 28. Dezember 2011, mit Platz 27 im Riesenslalom auf der Gran Risa in Alta Badia seine ersten Weltcuppunkte. Nach dem 25. Platz im Riesenslalom von Adelboden am 7. JĂ€nner 2012 erreichte er am 18. Februar 2012 im Riesenslalom von Bansko seinen ersten Podestplatz im Weltcup, als er mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang ĂŒberraschend auf den dritten Platz fuhr.[4] Einen Monat spĂ€ter, am 17. MĂ€rz 2012, erzielte er beim Finale der Weltcupsaison 2011/12 in Schladming erneut einen dritten Platz im Riesenslalom; zusammen mit Marcel Hirscher und Hannes Reichelt sorgte er fĂŒr ein rein österreichisches Podest.[5]

Nach diesen Ergebnissen wurde Mathis im FrĂŒhjahr 2012 in die Nationalmannschaft des ÖSV aufgenommen. Seine bisherigen Erfolge waren vor allem darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass er die Carving-Technik perfekt beherrschte und das Material ideal auf ihn abgestimmt war. Auf die Saison 2012/13 fĂŒhrte die FIS ein neues Materialreglement mit lĂ€ngeren und weniger stark taillierten Skis ein. Mathis hatte MĂŒhe, sich an die neuen Bedingungen anzupassen und fuhr noch zweimal knapp in die Top 10.[6] Er war bei den Heimweltmeisterschaften 2013 in Schladming an der Seite von Marcel Hirscher, Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser, Philipp Schörghofer und Carmen Thalmann Teil des österreichischen Teams im Mannschaftswettbewerb. Dabei kam er zwar nicht zum Einsatz, wurde aber mit seinen erfolgreichen Teamkollegen dennoch Weltmeister.

In den zwei folgenden Wintern fiel Mathis weit hinter die Konkurrenz zurĂŒck. So konnte er sich im Weltcupwinter 2014/15 kein einziges Mal in den PunkterĂ€ngen klassieren. Selbst im Europacup verlor er zeitweilig den Anschluss, mit einem 52. Platz als Tiefpunkt. Erst danach begann er seinen Fahrstil zu verĂ€ndern, was aber viel Zeit in Anspruch nahm.[6] Da auch im Winter 2015/16 die Erfolge ausblieben, strich ihn der ÖSV im Mai 2016 aus dem Kader.[7] Trotz dieses RĂŒckschlags setzte er seine Karriere fort. Im Europacup der Saison 2016/17 klassierte er sich zweimal auf Platz drei, ebenso holte er im MĂ€rz 2017 nach mehr als drei Jahren wieder einige Weltcuppunkte. Aufgrund dieser Entwicklung war er im Winter 2017/18 wieder im ÖSV-Kader vertreten. Die Erfolgsbilanz war aber erneut mĂ€ĂŸig (ein dritter Platz im Europacup und ein 27. Platz im Weltcup als Bestergebnisse), weshalb er ein weiteres Mal aus dem Kader fiel.

Am 24. September 2018 beendete Marcel Mathis seine aktive Karriere aufgrund ausbleibender Erfolge.[8][9]

Weltmeisterschaften

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Weltcupwertungen

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Saison Gesamt Riesenslalom
Platz Punkte Platz Punkte
2011/1254.16615.166
2012/1357.12118.121
2013/1494.3828.38
2016/17158.355.3
2017/18151.455.4
Datum Ort Land Disziplin
5. Dezember 2011TrysilNorwegenRiesenslalom
24. Februar 2012Sella NeveaItalienRiesenslalom

Juniorenweltmeisterschaften

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Weitere Erfolge

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Commons: Marcel Mathis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Medaillengewinne von Marcel Mathis bei österreichischen SchĂŒlermeisterschaften. (Memento des Originals vom 12. Juni 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. ÖSV-Siegertafel, abgerufen am 21. Oktober 2011.
  2. ↑ Etablierung im EC ist das große Ziel. Vorarlberg Online, 22. Januar 2011, abgerufen am 21. Oktober 2011.
  3. ↑ Medaillengewinne von Marcel Mathis bei österreichischen Jugendmeisterschaften. (Memento des Originals vom 17. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. ÖSV-Siegertafel, abgerufen am 6. Dezember 2011.
  4. ↑ Marcel-Demonstration in Bansko. derStandard.at, 18. Februar 2012, abgerufen am 16. Mai 2018.
  5. ↑ ÖSV-Triumph und große Cuche-Show. ORF, 18. MĂ€rz 2012, abgerufen am 16. Mai 2018.
  6. 1 2 Birgit Riezinger: Marcel Mathis: Schritt fĂŒr Schritt und mit Geduld. derStandard.at, 4. November 2015, abgerufen am 16. Mai 2018.
  7. ↑ Heimo Kofler: Marcel Mathis aus dem ÖSV-Kader gestrichen. Vorarlberger Nachrichten, 20. Mai 2016, abgerufen am 16. Mai 2018.
  8. ↑ SkirennlĂ€ufer Marcel Mathis zurĂŒckgetreten auf ORF Vorarlberg vom 24. September 2018, abgerufen am 24. September 2018
  9. ↑ Marcel Mathis beendet Ski-Karriere auf oesv.at vom 24. September 2018, abgerufen am 24. September 2018