Minsleben
Minsleben Stadt Wernigerode | |
|---|---|
| Koordinaten: | 51° 52âČ N, 10° 50âČ O |
| Einwohner: | ca. 520 (Mai 2022)[1] |
| Eingemeindung: | 1. April 1993 |
| Postleitzahl: | 38855 |
| Vorwahl: | 03943 |


Minsleben ist seit dem 1. April 1993 ein Ortsteil der Stadt Wernigerode[2] in Sachsen-Anhalt.
Geografische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Minsleben liegt am Nordrand des Harzes in der nach Norden offenen Ebene. Am Ort vorbei flieĂt die Holtemme. VerbindungsstraĂen fĂŒhren von Minsleben nach Wernigerode, Reddeber, Heudeber und Silstedt. In der NĂ€he liegt die HundemĂŒhle.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort kann auf eine ĂŒber 1000-jĂ€hrige Geschichte zurĂŒckblicken. Im Ort befand sich ein adeliger Hof, der sich lange Zeit im Besitz der Familie Reiffenstein befand. Das Herrenhaus wird heute teilweise als WohngebĂ€ude genutzt, der dazugehörige Landschaftspark ist öffentlich zugĂ€nglich. Auch die GutsmĂŒhle kann an bestimmten Tagen besichtigt werden.
Beginnend ab etwa dem Jahr 1890 hat ein Bahnarbeiter von Minsleben 89 StrĂ€ucher und BĂ€ume entlang der Eisenbahnlinie in menschliche und tierische Formen geschnitten. Das wurde eine Attraktion fĂŒr die Passagiere und seine Arbeit war auch auf Ansichtskarten und in Zeitschriften verbreitet und dokumentiert.[3]
Von 1936 bis 1970 wurde in der sieben Kilometer Luftlinie entfernt gelegenen Elbingeröder Erzgrube BĂŒchenberg Eisenerz abgebaut und ab 1940 mit einer 8,65 Kilometer langen Luftseilbahn ins Tal nach Minsleben transportiert, wo es auf Bahnwaggons umgeladen wurde.
Am 7. April 1945 griffen zwei amerikanische Jagdbomber auf dem Bahnhof Minsleben zwei PersonenzĂŒge und einen GĂŒterzug mit KZ-HĂ€ftlingen an. Es gab 32 Todesopfer und zahlreiche Schwerverwundete.[4]
Bahnverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Haltepunkt Minsleben an der Bahnstrecke Heudeber-DanstedtâBad Harzburg wird seit Oktober 2006 nicht mehr bedient.[5]
GedenkstÀtten und Denkmale
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- Die Dorflinde auf dem Krugberg steht als Naturdenkmal (ND 0026WR) unter Schutz.[6]
- Gedenkstein an den 100. Geburtstag des Kaisers Wilhelm I.
- Gedenkstein fĂŒr die 32 Todesopfer eines amerikanischen Jagdbomberangriffs auf drei EisenbahnzĂŒge im BahnhofsgelĂ€nde
- SammelgrabstÀtte auf dem Ortsfriedhof, in der eine namentlich bekannte Belgierin begraben ist, die wÀhrend des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und ein Opfer von Zwangsarbeit wurde
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Minsleben (Harz, Sachsen-Anhalt, Deutschland) - Einwohnerzahlen, Grafiken, Karte, Lage, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 20. Mai 2026.
- â Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre VerĂ€nderungen seit 01.01.1948 in den neuen LĂ€ndern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
- â SochaĆ s nĆŻĆŸkami. In: SvÄtozor. 11. November 1904, S. 116 (nkp.cz).
- â http://www.wernigerode-in-jahreszahlen.de/jahr-1945/artikel-584.html
- â Unterwegs, Herbst 2006 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2018. Suche im Internet Archive), Seite 3.
- â âLinde in Minslebenâ im Baumregister, bei www.baumkunde.de