U 804 war ein U-Boot vom Typ IX/C40 der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg, welches im Zuge der Atlantikschlacht eingesetzt wurde. Das Boot konnte auf einer Feindfahrt einen Zerstörer mit 1300t versenken. Es wurde im April 1945 durch Fliegerangriffe versenkt, wobei die ganze 55-köpfige Besatzung starb.
Der Bauauftrag wurde am 10. April 1941 an die Seebeckwerft in Geestenmünde vergeben. Die Kiellegung erfolgte am 1. Dezember 1942, die Indienststellung unter Oberleutnant zur See Herbert Meyer folgte am 4. Dezember 1943.
Die Ausbildung fand zwischen Dezember 1943 und Juni 1944 bei der 4. U-Flottille in Stettin statt, ab dem 1. Juli 1944 war das Boot der 10. U-Flottille in Lorient als Frontboot unterstellt. Das Boot lief am 12. Juni 1944 von Kiel über Kristiansand und Bergen zu seiner ersten Feindfahrt in den Nordatlantik aus. Auf dieser 122 Tage andauernden Unternehmung wurde ein Zerstörer mit 1300t versenkt sowie eine De Havilland Mosquito der RAF Squadron 333 abgeschossen. Das Boot lief am 12. Oktober 1944 in Flensburg ein. Es folgten zwei Verlegungsfahrten nach Kiel und Stettin, dort wurde die Schnelltauchback des Typs A eingebaut, diese geänderte Rumpfform im Bereich der Back sollte die zum Abtauchen benötigte Zeit verringern.[1]
Am 4. April 1945 lief das umgebaute U 804 zusammen mit U 1056 von Kiel nach Horten aus, hier sollte es für die nächste Feindfahrt ausgerüstet werden. Das Boot wurde dabei von Flugzeugen gesichtet und anschließend von 36 De Havilland Mosquitos der RAF mit Raketen angegriffen und versenkt. Alle Besatzungsmitglieder fanden den Tod.
Durch Flugabwehrfeuer konnte eine Mosquito der RAF Film Unit abgeschossen werden.
Rainer Busch & Hans-Joachim Röll:Deutsche U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945. Band4. Mittler, Hamburg, Berlin, Bonn 1999, ISBN 978-1-4738-9351-1, S.336.