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U 804

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
U 804 p1
Schiffsdaten
Flagge Deutsches Reich Deutsches Reich
Schiffstyp U-Boot
Klasse Typ IX/C40
Bauwerft Seebeckwerft, Geestemünde
Baunummer 713
Bestellung 10. April 1941
Kiellegung 1. Dezember 1942
Stapellauf 1. April 1943
Indienststellung 4. Dezember 1943
Verbleib Am 9. April 1945 durch Fliegerangriff versenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 76,5 m (Lüa)
Breite 6,51 m
Verdrängung
  • über Wasser: 1.144 t
  • unter Wasser: 1.257 t
 
Besatzung 48 Mann
Maschinenanlage
Maschine 2 × Dieselmotor
2 × Elektromotor
Höchst­geschwindigkeit 18,2 kn (34 km/h)
Propeller 2
Einsatzdaten U-Boot
Aktionsradius über Wasser: 13.850 sm (25.650 km) bei 10 kn,
unter Wasser: 63 sm (117 km) bei 4 kn sm
Tauchtiefe, max. 200 m
Höchst-
geschwindigkeit
getaucht
7,7 kn (14 km/h)
Bewaffnung

U 804 war ein U-Boot vom Typ IX/C40 der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg, welches im Zuge der Atlantikschlacht eingesetzt wurde. Das Boot konnte auf einer Feindfahrt einen Zerstörer mit 1300 t versenken. Es wurde im April 1945 durch Fliegerangriffe versenkt, wobei die ganze 55-köpfige Besatzung starb.

Der Bauauftrag wurde am 10. April 1941 an die Seebeckwerft in Geestenmünde vergeben. Die Kiellegung erfolgte am 1. Dezember 1942, die Indienststellung unter Oberleutnant zur See Herbert Meyer folgte am 4. Dezember 1943.

Die Ausbildung fand zwischen Dezember 1943 und Juni 1944 bei der 4. U-Flottille in Stettin statt, ab dem 1. Juli 1944 war das Boot der 10. U-Flottille in Lorient als Frontboot unterstellt. Das Boot lief am 12. Juni 1944 von Kiel über Kristiansand und Bergen zu seiner ersten Feindfahrt in den Nordatlantik aus. Auf dieser 122 Tage andauernden Unternehmung wurde ein Zerstörer mit 1300 t versenkt sowie eine De Havilland Mosquito der RAF Squadron 333 abgeschossen. Das Boot lief am 12. Oktober 1944 in Flensburg ein. Es folgten zwei Verlegungsfahrten nach Kiel und Stettin, dort wurde die Schnelltauchback des Typs A eingebaut, diese geänderte Rumpfform im Bereich der Back sollte die zum Abtauchen benötigte Zeit verringern.[1]

Am 4. April 1945 lief das umgebaute U 804 zusammen mit U 1056 von Kiel nach Horten aus, hier sollte es für die nächste Feindfahrt ausgerüstet werden. Das Boot wurde dabei von Flugzeugen gesichtet und anschließend von 36 De Havilland Mosquitos der RAF mit Raketen angegriffen und versenkt. Alle Besatzungsmitglieder fanden den Tod.

Durch Flugabwehrfeuer konnte eine Mosquito der RAF Film Unit abgeschossen werden.

Unterstellungen

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Flottille Beginn Ende
4. U-Flottille 5. Dezember 1943 30. Juni 1944
10. U-Flottille 1. Juli 1944 30. September 1944
33. U-Flottille 1. Oktober 1944 9. April 1945
  • Rainer Busch & Hans-Joachim Röll: Deutsche U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945. Band 4. Mittler, Hamburg, Berlin, Bonn 1999, ISBN 978-1-4738-9351-1, S. 336.

Einzelnachweise

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  1. ↑ U 804 – U-Boot-Archiv Wiki. Abgerufen am 6. Juni 2026.