Bellevesvre
| Bellevesvre | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Bourgogne-Franche-Comté | |
| Département (Nr.) | Département Saône-et-Loire (71) | |
| Arrondissement | Louhans | |
| Kanton | Pierre-de-Bresse | |
| Gemeindeverband | Bresse Nord Intercom’ | |
| Koordinaten | 46° 51′ N, 5° 22′ O | |
| Höhe | 185–213 m | |
| Fläche | 7,13 km² | |
| Einwohner | 315 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 44 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 71270 | |
| INSEE-Code | 71029 | |
Bellevesvre [] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté, im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Pierre-de-Bresse und zum Gemeindeverband Bresse Nord Intercom’. Die Gemeinde hat 315 Einwohner (Stand 1. Januar 2023)[1], sie werden Balusais, resp. Balusaises[2] genannt.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage und Struktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bellevesvre liegt im Norden des Arrondissement Louhans und grenzt im Süden an das Département Jura. Im Norden und entlang der Ostgrenze liegt Mouthier-en-Bresse, im Süden für ein kurzes Stück die jurassische Gemeinde Chapelle-Voland. Der ganzen Westgrenze entlang stößt die Gemeinde an Torpes bis ganz im Nordwesten wieder Mouthier-en-Bresse zum Nachbarort wird.
Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Bresse bourguignonne.[3]
Die Gemeinde wird durch INSEE eingestuft als «ländliche Gemeinde mit verstreuter Besiedlung». Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt im Bourg, die andere Hälfte in den Weilern und in weit verstreuten Einzelsiedlungen.
Die Gemeinde weist 104 Hektar bewaldete Flächen auf, was 14,4 % der Gemeindefläche entspricht. Die Bewaldung setzt sich zusammen aus 88 % Laubwald und 11 % zurzeit unbewaldeten Flächen (Rodungs- oder Aufforstungsgebiet)[4]. Die bewaldeten Flächen liegen vor allem im Nordwesten – Les Prés Bas – und Nordosten der Gemeinde – La Motte, Le Grand Taillis. In den Feuchtgebieten der Brenne bestehen große Flächen an Pappelplantagen.
In der Gemeinde werden 472.8 Hektar (etwa 66 % des Gemeindegebietes; Stand 2024) als landwirtschaftlich genutzt deklariert, wobei in der Gemeinde kein Bioanbau betrieben wird. Rund 36 % des Landwirtschaftslandes wird permanent als Wiese genutzt, auf 5 % wird Raps, auf 7 % wird Weichweizen und auf rund 31 % Körner- und Silomais angebaut.[5]
Gewässer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An stehenden Gewässern finden sich lediglich zwei erwähnenswerte Étangs, der Étang Chaud * und der Étang de la Voisse *, die beide durch einen namenlosen Bief in die Brenne entwässert werden. Aufgrund der Flurnamen ist offensichtlich, dass südlich des Bourg mindestens zwei weitere Étangs bestanden, nämlich der Étang de Bellevesvre und der Étang-Neuf.
An fließenden Gewässern ist La Brenne[6] prägend für die Gemeinde. Sie fließt von Osten her in das Gemeindegebiet, bediente früher die Moulin d’Or, schwenkt nach Süden und nördlich am Bourg vorbei, um das Gemeindegebiet nach Nordwesten zu verlassen, dabei bildet sie noch etwa 870 Meter die Grenze zu Torpes. Ganz im Süden der Gemeinde streift La Darge[7] die Gemeinde. Sie kommt von Südosten, von Chapelle-Voland kurz ins Gemeindegebiet, verlässt dieses jedoch nach einem Kilometer wieder, nach Torpes.
Étang de la Voisse (47 792 m² bei 46° 51′ N, 5° 22′ O)
Flächenangaben: Maximalflächen aus IGN - INPE Inventaire national des plans d'eau
Verkehrswege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bereits in gallorömischer Zeit war Bellevesvre ein wichtiger Ort, immerhin kreuzten sich hier fünf Römerstrassen. Von Norden her, von Pierre-de-Bresse, kommt die Departementsstrasse D73[8], durchzieht den Bourg in West-Ost-Richtung und wendet sich nach Südosten, Richtung Bletterans. Nach Verlassen des Gemeindegebiets gelangt sie ins Département Jura, wo sie zur D122 (39) wird. Die Straße folgt teilweise dem Trassee der Römerstraße von Verdun-sur-le-Doubs nach Poligny.
Im Bourg zweigt die D23[9] nach Südwesten ab. Auch diese Verbindung geht auf die Römerstraße nach Louhans-Châteaurenaud zurück. Sie findet ihre Fortsetzung nach Norden, als Route de Dole, im Département Jura wird sie zur D13 (39).
Ebenfalls im Bourg kommt die D137 von Westen, beginnend in Saint-Germain-du-Bois und führt weiter durch den Bourg, führt ausgangs Bellevesvre nach Norden, nach Mouthier-en-Bresse und schließlich nach Rye.
Schließlich verlässt südöstlich der Siedlung die D323[10] die Gemeinde nach Osten. Sie wird im Département Jura zur D1 (39). Sie geht ebenfalls weitgehend auf die Römerstraße nach Poligny zurück.
Weiler und Fluren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Gemeinde gehören historisch folgende Weiler und Fluren: Le Champ-de-Foire, La Chaumière, Chaux-d’Or, Chefain, Le Désert, Grand-Or, La Maladière, Les Meix, Les Moires, Le Mortier, La Motte, Le Moulin-d’Or, Petit-Or, Les Planches, La Tuilerie, La Verne[11].
Höhenprofil
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das Höhenprofil beginnt im Norden, an der Gemeindestraße, zwischen den Weilern Verne und La Chouillère (Gemeinde Mouthier-en-Bresse). Nördlich liegt eine kleine Hochebene, die sich bis Neublans-Abergement zieht. Das Gelände sinkt in der Folge ab bis zur Passage à gué und steigt erneut an bis zur Départementsstraße D23, die nach Abergement Saint-Jean führt. Nach einem brüsken Abfall fließt La Brenne etwas nördlich am Bourg vorbei. Das Gelände bleibt einigermaßen eben bis zum Weiler La Chaumière, an der Grenze zu Chapelle-Voland. Nahe der Gemeindegrenze streift La Darge die Gemeinde.
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Klima in Bellevesvre ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 11,9 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 20,9 °C, der kälteste der Januar mit 3,2 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1081 mm, dabei ist der November mit 117 mm der niederschlagsreichste, während Juli als trockenster Monat 72 mm aufweist. Über das ganze Jahr werden etwa 2764 Sonnenstunden gezählt.
| Bellevesvre | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bellevesvre
Quelle: climate-data.org Daten 1991 – 2021 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Toponymie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort wird erstmals 1089 als Ecclesia Bellevavre in den Büchern des Klosters Baume-les-Messieurs erwähnt. Der Name geht jedoch auf die gallorömische Besiedlungszeit zurück, ursprünglich bella vevre, mit der Bedeutung einer schönen Aue, aber auch Gestrüpp und Unterholz. Tatsächlich befindet sich der Ort am Kreuzungspunkt von fünf Römerstraßen, wovon die eine von Verdun-sur-le-Doubs nach Poligny, die anderen von Dole nach Louhans und Lons-le-Saunier führten. Die archäologischen Funde (Waffen aller Art, Schwerter, Dolche, Speere, Pfeil- und Lanzenspitzen, Schilde) belegen die Wichtigkeit dieser Siedlung, die in gallorömischer Zeit die größte Straßenkreuzung in der Bresse bildete.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bellevesvre verdankte seine Bedeutung im Hochmittelalter seiner strategischen Lage an der Grenze zwischen dem Herzogtum Burgund und der Freigrafschaft. Umgeben von einer Stadtmauer mit drei Toren, war die Kleinstadt von einem doppelten Stadtgraben umschlossen. Die Grenzlage erlaubte dem Ort schon früh, Messen und Märkte durchzuführen, die ihm zu ansehnlichem Reichtum verhalfen. Das Schloss stand im Norden des Ortes, auf einem Hügel, von Gräben umgeben. Eine kleine Burg, auf einer Anhöhe, 600 Schritte von Bellevesvre (im Weiler Motte), diente der Verteidigung gegen die Freigrafschaft. Heute findet sich nichts mehr von Schloss oder Burg. In den ehemaligen Kellern wurden Münzen, Waffen und Gebrauchsgegenstände gefunden.
Die Kirche wurde 1379 wieder erbaut, sie ist Mariä Geburt geweiht und enthält mehrere alte Grabsteine[12], beispielsweise aus dem 15. Jahrhundert von Jean de Terrans, Berater des Herzogs von Burgund, von J. Perrot († 1520), von Cl. Violet, Pfarrer von Charette († 1500), von Marie Beaune Bernard de Montessus, Baron von Bellevesvre, Gouverneur von Beaune († 1686) und von Jeanne de Bonneval, seiner Gemahlin († 1672). Eine Familiarité, die 1389 aus 19 Mitgliedern bestand, unterstützte den Kirchendienst in Bellevesvre. 1506 bestand sie noch aus sechs Mitgliedern und nach den in den Hugenottenkriegen erlittenen Verlusten waren es noch weniger. Schließlich gab es im 18. Jahrhundert nur noch einen Priester, der durch die Einwohner ernannt wurde. Eine Leprastation befand sich im 14. Jahrhundert nahe dem Fluss in einem Gebiet, das den Namen Champ Maillard (heute der Weiler Maladière) trug. Sie wurde später zu einem Asyl und einem Friedhof der Pestopfer.
1372, als der Glockenturm gebaut wurde, hatte die Kleinstadt sechs Schöffen. Nachdem das Haus Burgund 1477 in männlicher Linie ausgestorben war, ging das Herzogtum Burgund an Frankreich, die Freigrafschaft jedoch an den Burgundischen Reichskreis. Die Kriege im 16. und 17. Jahrhundert (Krieg gegen den savoyardischen Herzog Karl Emanuel I., Dreißigjähriger Krieg und Devolutionskrieg) bescherten dem Ort am äußersten Grenzpunkt des Herzogtums Burgund schreckliche Katastrophen. 1637 wurde Bellevesvre durch die freigräflichen Streitkräfte erobert und eingeäschert, es verblieben lediglich noch 16 Einwohner. Ähnlich erging es dem Nachbarort Mouthier, ja die ganze Gegend war weitgehend entvölkert und erholte sich nur sehr langsam.
Die Herren von Bellevesvre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Familie de Bellevesvre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dieser kleinen Stadt nannte sich eine adlige Familie, die im 10. Jahrhundert, zusammen mit dem nachmaligen Abt von Cluny, Bernon, das Kloster in Mouthier-en-Bresse (Monasterium in Brixia) gründete und die, verbunden mit den mächtigsten Familien in der Gegend, im 13. und 14. Jahrhundert viele waffenfähige Ritter, Äbte und Äbtissinnen hervorbrachte. Eine der Töchter dieser Familie, Marguerite de Bellevesvre, heiratete Henri II. d’Antigny, wurde die Mutter von Huguette d’Antigny de Sainte-Croix, die einen Étienne de Saint-Dizier heiratete und – in zweiter Ehe, nach einem kriminellen Abenteuer – die Gemahlin des Philippe de Vienne, Herr von Pymont, wurde. Guillaume von Bellevesvre wurde Bischof von Chalon und nahm 1299 am Konzil von Anse teil. Nach seinem Tode im Jahr 1300 fand er die letzte Ruhe in der Kirche St. Jean-de-la-Grotte in Autun, neben seinem Onkel Anselm (Anseau) de Pomard, Bischof von Autun (1253) und neben Henri de Montbéliard, seinem Bruder. Béatrice de Bellevesvre war 1336 Äbtissin in Lons-le-Saunier und ehrte ihr Geschlecht durch ihre Tugend und ihre Verdienste. Ritter Jean wurde 1362 Herr von Bellevesvre, nach ihm Jean de Montaigu, Baron von Couches, gefolgt schließlich gegen Ende des 14. Jahrhunderts von Jacques de Vienne, Herr von Pagny.
Die übrigen Herren von Bellevesvre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach Jean de Montaigu und Jaques de Vienne ging die Herrschaft im 15. Jahrhundert an die Fourneret über, die im Burgund hohe Posten in Justiz und Finanzen besetzten. Im 16. Jahrhundert waren die Damas de Marcilly die Herren, von denen sie 1630 Théode Pinsonnat, Präsident der Chambre des comptes in Dijon übernahm. Seine Tochter, Jacqueline de Pinsonnat, heiratete am 11. Januar 1633 Melchior Bernard de Montessus (* 1608, † 12. August 1672), Gouverneur von Beaune, wodurch die Baronie in deren Besitz überging. Sie umfasste die Gebiete von Torpes, Bellevesvre, Dissey (Weiler von Mouthier-en-Bresse) und den Ort Mouthier-en-Bresse.
Die Familie de Montessus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die de Montessus blieben Herren von Bellevesvre bis 1820, als ihnen der Comte de Grivel folgte, der Bürgermeister der Gemeinde und Landrat (Conseiller d'Arrondissement) war. Ritter Antoine-Charles-Gabriel Bernard de Montessus (* 3. Dezember 1755) war Oberst im Régiment du Maine, Graf von Rully und Bellevesvre, Baron von Dissey, Herr von Mouthier, Torpes und weiteren Orten. Ferrand, Intendant von Burgund, erwähnte die Familie 1698 „die Adligen dieser Familie haben immer in der Armee gedient: das Haus ist gut und alt“. Tatsächlich gehörten die de Montessus seit 1360 zum alten Adel des Herzogtums, ihnen entstammte ein Kanoniker des Kapitels von Lyon, Gouverneure von Chalon-sur-Saône und Beaune, Edelleute des Kabinetts des Königs, Ritter des Ordens vom Heiligen Geist, des Ludwigsordens und des Ordre de Saint-Georges de Bourgogne. Als Folge einer Heirat ließ sich die Familie in der Franche-Comté nieder, der ältere Zweig blieb jedoch nur kurze Zeit, seine Nachkommen wurden Barone und Grafen von Rully, der jüngere Zweig de Montessus de Chauvirey blieb in der Freigrafschaft, erlosch jedoch zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der Graf von Rully und Baron von Bellevesvre, Philippe-Charles-Gabriel Bernard de Montessus (* 14. April 1764, † 1. Dezember 1831) wurde stellvertretender Deputierter des Adels in der Vogtei Chalon und 1789 der Generalstände. 1791 emigrierte er, diente in der Armee Condé und kämpfte bis 1796 gegen Napoleon Bonaparte. 1803 wurde er Maréchal de camp beim Grafen der Provence, 1814 durch Karl X. bestätigt wurde er 1815 Lieutenant Général und in die Chambre des Pairs berufen. Er verließ die Pairskammer 1830 um den Eid nicht ablegen zu müssen und starb 1831 in Paris.
Heraldik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bellevesvre benutzt seit längerer Zeit das Wappen der Familie Bernard de Montessus[13]. Nicht zuletzt schmückt das Wappen die Straßenschilder in der Gemeinde. Blasonierung: In Blau ein goldener Sparren, begleitet von drei silbernen Sternen, je einer im linken und rechten Haupt und einer im Fuß.[14]
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

| Bellevesvre: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 420 | |||
| 1800 | 460 | |||
| 1806 | 507 | |||
| 1821 | 526 | |||
| 1831 | 549 | |||
| 1836 | 536 | |||
| 1841 | 549 | |||
| 1846 | 611 | |||
| 1851 | 630 | |||
| 1856 | 585 | |||
| 1861 | 620 | |||
| 1866 | 627 | |||
| 1872 | 678 | |||
| 1876 | 703 | |||
| 1881 | 695 | |||
| 1886 | 699 | |||
| 1891 | 702 | |||
| 1896 | 692 | |||
| 1901 | 694 | |||
| 1906 | 727 | |||
| 1911 | 706 | |||
| 1921 | 559 | |||
| 1926 | 545 | |||
| 1931 | 529 | |||
| 1936 | 543 | |||
| 1946 | 540 | |||
| 1954 | 486 | |||
| 1962 | 432 | |||
| 1968 | 396 | |||
| 1975 | 343 | |||
| 1982 | 308 | |||
| 1990 | 281 | |||
| 1999 | 246 | |||
| 2006 | 270 | |||
| 2011 | 274 | |||
| 2016 | 275 | |||
| 2022 | 306 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1968,[15] ab 1968 INSEE[16] Anmerkung(en): • Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz • Höchste Einwohnerzahl 1906 mit 727, tiefste Einwohnerzahl 1999 mit 246 (33,8 % vom Maximum) | ||||
| Bevölkerungsstruktur | Anzahl Einwohner 1 | männlich | weiblich | davon Ausländer 2 | Anteil % |
|---|---|---|---|---|---|
| 306 | 144 | 162 | 15 | 4,9 |
| Männer | Alterstufe | Frauen |
|---|---|---|
2 |
4 | |
21 |
23 | |
37 |
39 | |
20 |
28 | |
27 |
30 | |
21 |
19 | |
16 |
20 |
Die Bevölkerungsstruktur zwischen Männern und Frauen zeigt einen Überhang zugunsten der Frauen mit 53 % der Bevölkerung. Dabei sind 43 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre und 41 % über 60-Jährige und damit weitgehend im Rentenalter.
| Wohnstruktur 4 | Anzahl Wohneinheiten | davon Häuser | Wohnungen | Sonstige | Zu-/Abnahme seit 1999 |
|---|---|---|---|---|---|
| 210 | 190 | 19 | +12,9 % = 24 WE | ||
| davon Hauptwohnsitz 5 | 155 | ||||
| Zweit- oder Ferienwohnsitz | 30 | ||||
| vakant | 24 |
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In der Gemeinde befinden sich nebst Mairie und Kirche folgende Unternehmen nach Branchen:
| Branche | Anzahl Betriebe |
|---|---|
| Industrie und verarbeitendes Gewerbe | 3 |
| Baugewerbe | 3 |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 7 |
| Information und Kommunikation | |
| Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 1 |
| Grundstücks- und Wohnungswesen | 2 |
| Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen | 1 |
| Öffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen | 6 |
| Sonstige Dienstleistungen | 5 |
| Land- und Forstwirtschaftsbetriebe[18] | 4 |
In der Gemeinde befinden sich eine Bäckerei und eine Metzgerei, ferner ein Blumenladen, eine Bank, ein Coiffeur- und ein Schönheitssalon, vier Autogaragen, eine Immobilienagentur, je ein Maurer-, Schreinerei-/Zimmerei- und Elektrobetrieb, zwei Maler/Gipser- und ein Installateurbetrieb. Im Ort befindet sich ein Sportplatz/-halle, eine Arztpraxis, eine podologische Praxis, vier Krankenschwestern, ein Mehrzwecksaal, ein Gastronomiebetrieb und eine Post. Mit den Gütern des täglichen Bedarfs versorgen sich die Einwohner in Chaumergy oder in Pierre-de-Bresse[19]. Ein Wochenmarkt findet am Freitagmorgen statt.
Geschützte Produkte in der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als AOC-Produkte sind in Bellevesvre Comté[20] und Morbier[21] zugelassen, ferner Volaille de Bresse[22][23][24] und Dinde de Bresse[25].
Bildungseinrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Gemeinde besteht eine École maternelle[26] , die der Académie de Dijon[27] untersteht und von 27 Schulpflichtigen in einer Klasse besucht wird (Schuljahr 2024–2025[28]). Für die Schule gilt der Ferienplan der Zone A[29].
Öffentlicher Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es besteht keinerlei Anbindung an den Öffentlichen Verkehr in der Gemeinde.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Claude Courtépée (1721–1781): Description historique et topographique du Duché de Bourgogne. Band 5. Chez Causse, Dijon 1780 (französisch, google.fr [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Les temps anciens et le Moyen Âge. Band 1. Imprimerie Auguste Romand, Louhans (französisch, google.com [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Les temps modernes jusqu’à 1789. Band 2. Imprimerie Auguste Romand, Louhans (französisch, google.com [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Lucien Guillemaut (1842–1917): Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise: armoiries ouvrières, armoiries particulières et de familles. Vve L. Romand, Louhans 1909 (französisch, bnf.fr [abgerufen am 3. Februar 2026]).
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bellevesvre. auf INSEE. Institut national de la statistique et des études économiques, abgerufen am 4. Februar 2026 (französisch).
- Bellevesvre. Présentation de la commune. Ministère de la Culture, 2007, abgerufen am 4. Februar 2026 (französisch).
- Bellevesvre. in der POP Plateforme ouverte du patrimoine. Ministère de la Culture, abgerufen am 4. Februar 2026 (französisch).
- Bellevesvre. in Patrimoine en Bourgogne-Franche-Comté. Direction Culture, Sport et Jeunesse, abgerufen am 12. November 2023 (französisch).
- Bellevesvre. die Gemeinde, Einrichtungen, Wirtschaft, Tourismus, Gastronomie, Lokales. bei Bresse Nord Intercom’, abgerufen am 26. Februar 2026 (französisch).
- Bellevesvre im Journal de Saône-et-Loire, von Guillaume Badet, erschienen am 31. März 2013, französisch, abgerufen am 23. November 2015
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Commune Bellevesvre. auf banatic.interieur.gouv.fr. Ministère de l’Intérieur et des Outre-Mer, abgerufen am 10. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Bellevesvre. auf habitants.fr. Abgerufen am 10. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Atlas des paysages de Saône-et-Loire. Direction départementale des territoires, abgerufen am 18. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Les forêts de Bellevesvre. In: nosforets.fr. Abgerufen am 13. September 2026 (französisch).
- ↑ Bellevesvre. auf agri-map.fr. Abgerufen am 13. September 2026 (französisch).
- ↑ La Brenne, Länge 53,79 km, Zufluss zum Bras la Seillette Aval, Quelle bei 46° 47′ 46″ N, 5° 40′ 6,6″ O in Miéry auf ca. 437 m, Mündung bei 46° 44′ 12,8″ N, 5° 17′ 27,2″ O in Sens-sur-Seille auf ca. 181 m, La Brenne auf sandre.eaufrance.fr
- ↑ La Darge, Länge 10,2 km, Zufluss zur Brenne, Quelle bei 46° 50′ 36,2″ N, 5° 24′ 41,8″ O in Mouthier-en-Bresse auf ca. 209 m, Mündung bei 46° 48′ 46,4″ N, 5° 19′ 42,6″ O in Le Planois auf ca. 184 m, La Darge auf sandre.eaufrance.fr
- ↑ Route départementale française D73 (71). auf routes.fandom.com. Abgerufen am 14. März 2026 (französisch).
- ↑ Route départementale française 23 (71). auf routes.fandom.com. Abgerufen am 15. März 2026 (französisch).
- ↑ Route départementale française 323 (71). auf routes.fandom.com. Abgerufen am 15. März 2026 (französisch).
- ↑ Dictionnaire Topographique de Saône-et-Loire. Comité des Travaux Historiques et Scientifiques, abgerufen am 19. Juli 2023 (französisch).
- ↑ Kurzbeschrieb und Bilder Église de l'Immaculée Conception. (PDF) In: pastourisme71.com. Pastorale Tourisme & Loisirs, abgerufen am 20. Juli 2024 (französisch).
- ↑ Guillemaut, Lucien (1842-1917): Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise : armoiries ouvrières, armoiries particulières et de familles. Bellevesvre. In: Gallica. Abgerufen am 20. Dezember 2023 (französisch, Es handelt sich um das Wappen in der Mitte links).
- ↑ L'Armorial des Villes et des Villages de France. Bellevesvre. In: Armorialdefrance.fr. Abgerufen am 20. Dezember 2023 (französisch, Originalblasonierung: D'azur au chevron d'or accompagné de trois étoiles d'argent, deux en chef et une en pointe.).
- ↑ Einwohnerstatistik auf cassini.ehess.fr. cassini.ehess.fr, abgerufen am 24. März 2024 (französisch).
- ↑ Dossier complet, Commune de Bellevesvre (71029). Insee.fr, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Nombre d’unités légales et d’établissement en 2023. Commune de Bellevesvre (71029). Insee.fr, 31. Dezember 2023, abgerufen am 19. April 2026 (französisch).
- ↑ Portrait de territoire - Données de cadrage. Commune de Bellevesvre. In: stats.agriculture.gouv.fr/. Agreste, abgerufen am 19. April 2026 (französisch, Gemäß Erhebung von 2020).
- ↑ BELLEVESVRE - Le cadre de vie des Territoires. In: eterritoires.fr. Abgerufen am 11. Juni 2024 (französisch).
- ↑ Comté. L’Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 3. März 2026 (französisch).
- ↑ Morbier. L’Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 3. März 2026 (französisch).
- ↑ Poularde de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
- ↑ Chapon de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
- ↑ Volaille de Bresse ou Poulet de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
- ↑ Dinde de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
- ↑ Annuaire de l'éducation. In: education.gouv.fr. Ministère de l'éducation nationale, abgerufen am 12. April 2026 (französisch).
- ↑ Homepage der Académie de Dijon. Abgerufen am 10. Januar 2016 (französisch).
- ↑ Éffectifs d’élèves par école. In: data.education.gouv.fr. Abgerufen am 12. April 2026 (französisch).
- ↑ Calendrier scolaire. Abgerufen am 12. April 2026 (französisch).
