Bruailles
| Bruailles | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Bourgogne-Franche-Comté | |
| Département (Nr.) | Saône-et-Loire (71) | |
| Arrondissement | Louhans | |
| Kanton | Louhans | |
| Gemeindeverband | Bresse Louhannaise Intercom’ | |
| Koordinaten | 46° 36′ N, 5° 14′ O | |
| Höhe | 177–210 m | |
| Fläche | 22,36 km² | |
| Einwohner | 984 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 44 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 71500 | |
| INSEE-Code | 71064 | |
Bruailles [] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Louhans und zum Gemeindeverband Bresse Louhannaise Intercom’. Die Gemeinde hat 984 Einwohner (Stand 1. Januar 2023)[1], sie werden Bruaillois, resp. Bruailloises genannt. Teilweise wird auch die Bezeichnung Bruaillais und Bruaillaises[2] gebraucht.
Geografie
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Lage und Struktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bruailles liegt in der Mitte der südlichen Hälfte des Arrondissements Louhans. Es liegt 3,7 Kilometer südsüdwestlich des Kantonshauptortes Louhans-Châteaurenaud.
Der Bourg liegt an der Westseite des Gemeindegebiets, direkt über dem Tal des Solnan, der die Westgrenze bildet. Im Norden grenzt Bruailles an Louhans-Châteaurenaud, im Nordosten an Saint-Martin-du-Mont, im Osten liegt Sagy. Im Süden grenzt Frontenaud an Bruailles, im Südwesten Sainte-Croix-en-Bresse und im Westen La Chapelle-Naude
Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Bresse[3].
Die Gemeinde wird durch INSEE eingestuft als «Ländliche Ortschaft mit verstreuter Besiedlung». Die Bevölkerung lebt knapp zur Hälfte im Bourg, die übrigen in Weilern und Einzelsiedlungen.
Die Gemeinde weist 562 Hektar bewaldete Flächen auf, was 25,0 % der Gemeindefläche entspricht. Die Bewaldung setzt sich zusammen aus 59 % Laubwald und 39 % Eichen- und Buchenwald[4]. Die bewaldeten Flächen liegen vorwiegend im Süden – Bois Planté, La Grande Rippe de Bione, Rippe des Grosbons, Les Machadières –, Osten – Grand Bois Rebouton – und Nordwesten der Gemeinde – Bois Renaud. Dazu bestehen kleinere Waldflächen im zentralen Gemeindegebiet.
In der Gemeinde werden 1167 Hektar (entsprechend 51,9 % des Gemeindegebiets; Stand 2024) als landwirtschaftlich genutzte Flächen deklariert, wovon 6,3 Hektar für den Bioanbau zugelassen sind. Rund 48 % des Landwirtschaftslandes wird permanent als Wiese genutzt, auf 6 % wird Raps, auf 8 % wird Weichweizen und auf rund 22 % Körner- und Silomais angebaut.[5]
Gewässer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An stehende Gewässer befinden sich in der Gemeinde drei benannte Étangs, nebst einer Anzahl Weiher und Teiche. Aufgrund der bestehenden Biefs und Flurnamen ist anzunehmen, dass einst weitere Étangs bestanden, die in neuerer Zeit aufgelassen wurden (beispielsweise Étang de Vaux, Champ de l’Étang).
Nahezu im Zentrum der Gemeinde, etwa einen Kilometer östlich des Bourg, lieg der Étang de la Galette *, der aus zwei Becken besteht. Der Étang wird vorwiegend für die Freizeitfischerei genutzt, ist aber ebenfalls verbunden mit einem Wanderweg. Der Étang entwässert nach Norden in La Vallière.
Im Süden der Gemeinde befinden sich zwei weitere Étangs. Ganz im Süden liegt der Étang du Parc *, an seinem Ausfluss liegt der Ancien Moulin de Chardenoux, der Bief entwässert nach Süden, in die Gizia.
Etwas nördlicher liegt der Grand Étang * der sein Wasser nach Norden in die Vallière schickt.
Bezüglich der fließenden Gewässer ist Bruailles ein markanter Ort, indem hier große Mengen an Wasser aus dem Jura ankommen um in die Seille zu münden.
Im Süden der Gemeinde, von Sainte-Croix-en-Bresse, fließt Le Solnan[6] zur Gemeindegrenze von Bruailles. Er mäandriert nach Norden bis zum nordwestlichsten Punkt, wo er nach Louhans-Châteaurenaud weiterfließt. Die Gemeindegrenze folgt dem Lauf des Solnan.
Von Saint-Martin-du-Mont kommt im Nordosten der Gemeinde La Vallière[7] und bildet die nordöstliche Gemeindegrenze. Später wendet sie sich zum Moulin de Marcilly, und verläuft wieder nach Nordwesten, um die Gemeindegrenze zu Louhans-Châteaurenaud zu bilden. Bei Les Combes mündet der Ruisseau de Blaine in die Vallière und an der nordwestlichen Ecke der Gemeinde mündet sie selber in den Solnan, um gemeinsam in Louhans-Châteaurenaud in die Seille zu münden.
Nachdem die Blaine in die Vallière mündet und die Vallière sich mit dem Solnan vereinigt, sammeln sich große Wassermassen aus dem Jura. Louhans-Châteaurenaud hatte deshalb stets mit den unkalkulierbaren Wassermengen zu kämpfen. Bereits im 16. Jahrhundert wurde deshalb damit begonnen, einen Entlastungskanal zu bauen – genannt La Sâle –, der seinen Anfang im Norden von Bruailles nimmt und einen Teil des Wassers aus der Vallière durch die Stadt Louhans in die Seille führt.
Étang du Parc (74 609 m² bei 46° 34′ N, 5° 16′ O)
Grand Étang (85 032 m² bei 46° 35′ N, 5° 17′ O)
Flächenangaben: Maximalflächen aus IGN - INPE Inventaire national des plans d'eau
Verkehrswege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Norden der Gemeinde, von Louhans-Châteaurenaud her, kommt die Départementsstraße D996[8] beim Pont de la Barque in die Gemeinde. Sie verläuft in südöstlicher Richtung durch die Gemeinde, bis zum Bois Parpillon, beim Kreisverkehr verläuft sie nach Süden und verlässt die Gemeinde bei La Barre nach Sainte-Croix-en-Bresse. Sie ist im Gemeindegebiet 4,77 Kilometer lang. Die D996 geht in großen Teilen zurück auf die Römerstraße, die Louhans mit Cousance verband.
Beim Kreisverkehr vom Bois Parpillon führt die Départementsstraße D972[9] nach Südosten weiter bis Château de Chardenoux, wo sie die Gemeinde nach 4,335 Kilometer nach Sagy verlässt.
Bei Les Huichards zweigt die Départementsstraße D150 rechtwinklig von der D972 ab, verläuft nach Südwesten und verlässt die Gemeinde nach 1,185 Kilometer nach Sainte-Croix-en-Bresse.
Im nördlichsten Zipfel der Gemeinde durchquert die Départementsstraße D21 das Gemeindegebiet. Sie kommt von Louhans-Châteaurenaud, durchzieht für 645 Meter praktisch unbesiedeltes Gebiet und verlässt Bruailles nach Saint-Martin-du-Mont.
Kurz nachdem die D996 die Gemeinde erreicht hat, beim Pont de la Barque, zweigt die Départementsstraße D350 nach Osten ab. Sie quert die Eisenbahntrasse und verläuft südwärts, bis zum Weiler Patran, dort wendet sie sich nach Südosten bis zum Bourg. Im Bourg setzt die Route du Bourg den fort, verläuft bei der Kirch nach Nordosten und mündet in die D996. Diese Straße hat lediglich die Aufgabe, den Bourg zu erschließen, sie ist 3,6 Kilometer lang.
Auf dem Gemeindegebiet verläuft eine ehemalige Eisenbahnstrecke, die jedoch nicht mehr betrieben wird. Die Strecke kommt vom nordwestlichsten Punkt der Gemeinde, verläuft nach Südsüdosten und verlässt die Gemeinde nach Sainte-Croix-en-Bresse.
Erschließungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch die Gemeinde verläuft eine Hochspannungsleitung mit einer Spannung von 63 kV mit der Bezeichnung Ligne aérienne 63kV N° 1 Louhans – Pymont, die Louhans mit Lons-le-Saunier verbindet. Die Leitung wurde 1955 erstellt und 2025 vollständig saniert[10]. Die Leitung streift die Gemeinde Bruailles viermal im Norden. Sie kommt vom Umspannwerk in Louhans-Châteaurenaud in Saint-Claude von Westen zur Gemeinde und durchzieht das nordwestlichste Gemeindegebiet für 205 Meter in Richtung Osten (96°). Ein zweites Mal durchquert sie Gemeindegebiet etwas weiter östlich, bei Les Combes für 710 Meter. Ein weiteres Mal streift die Leitung weiter östlich für 54 Meter, bis sie nördlich von Marcilly nochmals Gemeindegebiet erreicht. Sie verläuft weiterhin nach Osten (96°) bis nördlich des Moulin de Marcilly, wo sie sich nach Ostnordosten wendet (68°) und die Gemeinde bei Les Fossés nach 1,7 Kilometern nach Saint-Martin-du-Mont verlässt. Auf Gemeindegebiet wird die Leitung gesamthaft von 7 Stahlgittermasten getragen.
Weiler und Fluren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Gemeinde gehören folgende Weiler und Fluren: Aiseray, L’Argillet, Les Barbiers-des-Bois, La Barque, Beauregard, Le Boident, Bois-d’Avost, Le Bois-Renaud, Le Buet, Champ-Milan, Les Chandeliens, Chardenoux, Chichevière, La Communauté, Corcelettes, Courcelles, Les Cours, Culay, La Farge, La Fouinarde, Les Galets, Le Grand-Chemin, Les Grands-Taillis, La Grange-du-Fond, Les Huichards, Les Marandiers, Marcilly, Les Maublancs, Maumont, Le Moulin-des-Bois, Les Moux, Patran, Le Petit-Chardenoux, Les Petits-Taillis, La Pichaudière, La Planche, Les Quatre-Chemins, Les Ruachons, La Tarde, Terre-grasse, La Terve, La Tuilerie-de-Courcelles, Tuilerie-du-Champ-Grelot, Les Tupins, Les Varennes, Le Vau, Le Venay.[11]
Höhenprofil
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Das Höhenprofil beginnt mit dem Solnan und der Talsohle, die hier etwa 500 Meter breit ist. Dann folgt ein steiler Anstieg auf die durchschnittliche Höhe der Bresse-Ebene von 200 bis 210 Meter. Am Westhang liegt der langgezogene Bourg entlang der Départementsstraße D350, 23 Meter über dem Solnan. Jenseits des höchsten Punktes verläuft das Trassee der Eisenbahnlinie, die heute nicht mehr betrieben wird. Noch etwas weiter östlich verläuft die Départementsstraße D996 und gleich östlich davon liegt ein Étang in der Senke. Das Gelände steigt wieder an, durchbrochen von einem angeschnittenen Kerbtal und gefolgt von einer Senke zum Bief des Étang de la Galette. Wieder folgt ein kleiner Anstieg bis zum Bief, der aus dem Grand-Étang nach Norden fließt. Schließlich steigt das Gelände wieder auf Normalhöhe und auf der Kuppe liegt der Weiler Aiseray, bevor das Gelände wieder steil abfällt ins Tal der Vallière, die kurz nach der Gemeindegrenze fließt.
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Klima in Bruailles ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 12,3 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 21,5 °C, der kälteste der Januar mit 3,6 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1042 mm, dabei ist der November mit 119 mm der niederschlagsreichste, während Juli als trockenster Monat 62 mm aufweist. Über das ganze Jahr werden etwa 2781 Sonnenstunden gezählt.
| Bruailles | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bruailles
Quelle: climate-data.org Daten 1991 – 2021 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Toponymie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort taucht erstmals 870 als Brogalia villa auf, 1225 wird zudem eine Kirche erwähnt Ecclesia Bruelli. 926 wird in Curcellis (Courcelles) und in Culecis (Culay) erwähnt. Die Gegend scheint also schon recht früh besiedelt gewesen zu sein. Die Bezeichnung des Ortes Brogalia scheint auf das Galloromanisch zurückzugehen, wo brueille Wald, Gestrüpp und Buschwerk bedeutete[12].
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bruailles liegt an der Römerstraße Louhans – Frontenaud, so wie auch die beiden anderen, im ersten Jahrtausend erwähnten Weiler. Die Lehen im Gebiet von Bruailles gehörten zur Oberhoheit der Herren von Sainte-Croix, außer Chichevière, das zum Kloster Gigny gehörte und die Gerichtsbarkeit bei Louhans lag. 1845 wird über die Kirche von Bruailles berichtet, sie entbehre jeglichen kunsthistorischen Interesses – und sei überdies zu klein. 1849 wurde offensichtlich der Chor erweitert, am 17. Juni 1879 wurde die Kirche jedoch durch ein Feuer teilweise zerstört. 1883 bis 1885 wurde die Kirche neu erbaut. Obwohl die alten Ziegelsteine noch brauchbar gewesen wären, entschied man sich für einen Bau aus Quadersteinen. Die Kirche ist Mariä Himmelfahrt geweiht[13].
Die Herren von Bruailles
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gebiet von Bruailles unterstand den Herren von Sainte-Croix-en-Bresse, mit Ausnahme von Chichevière, das zur Abtei Gigny gehörte. Bruailles gehörte ab dem 13. Jahrhundert zur Kastellanei von Sagy und unterstand damit direkt den Herzögen von Burgund und später den Königen von Frankreich. Erst ab dem 17. Jahrhundert begannen sich wieder kleinere Lehen zu bilden, die vornehmlich an die Noblesse de robe vergeben wurden.
Im Ort bestanden verschiedene Lehen und auch verschiedene Burgen.
- Marcilly mit einer Burg über der Vallière: 1714 François de Thoisy, Ritter und Kirchenpatron, Ende 17. Jahrhundert, Antoine de Bretagne,
- Courcelles mit Schloss: de Thoisy
- Patran: d’Épernay
- Chardenoux mit Schloss: 1714 – 1790 Nicolas du Puget, Pierre Nicolas du Puget, Claude François du Puget, alle Écuyers
- Chichevière: Abtei Gigny
- Bruailles mit Schloss: ab 1750 gehörten zwei Drittel François de Thoisy, Écuyer, Herr von Joudes und Marcilly und ein Drittel Charles Eugène Gabriel de La Croix de Castries, Marquis de Castries. 1780 geht die Herrschaft an Georges de Thoisy, der die Herrschaften des Gemeindegebietes vereinigt.
Bevölkerung
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| Bruailles: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1793 | 1.025 | |||
| 1800 | 1.128 | |||
| 1806 | 1.163 | |||
| 1821 | 1.050 | |||
| 1831 | 1.104 | |||
| 1836 | 1.171 | |||
| 1841 | 1.169 | |||
| 1846 | 1.171 | |||
| 1851 | 1.218 | |||
| 1856 | 1.178 | |||
| 1861 | 1.164 | |||
| 1866 | 1.166 | |||
| 1872 | 1.175 | |||
| 1876 | 1.242 | |||
| 1881 | 1.331 | |||
| 1886 | 1.300 | |||
| 1891 | 1.165 | |||
| 1896 | 1.148 | |||
| 1901 | 1.173 | |||
| 1906 | 1.186 | |||
| 1911 | 1.182 | |||
| 1921 | 1.086 | |||
| 1926 | 1.064 | |||
| 1931 | 1.041 | |||
| 1936 | 993 | |||
| 1946 | 1.010 | |||
| 1954 | 958 | |||
| 1962 | 862 | |||
| 1968 | 822 | |||
| 1975 | 793 | |||
| 1982 | 851 | |||
| 1990 | 800 | |||
| 1999 | 842 | |||
| 2006 | 912 | |||
| 2011 | 940 | |||
| 2016 | 990 | |||
| 2022 | 973 | |||
| Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1968,[14] ab 1968 INSEE[15] Anmerkung(en): • Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz • Höchste Einwohnerzahl 1881 mit 1331, tiefste Einwohnerzahl 1975 mit 793 (59,6 % vom Maximum) | ||||
| Bevölkerungsstruktur | Anzahl Einwohner 1 | männlich | weiblich | davon Ausländer 2 | Anteil % |
|---|---|---|---|---|---|
| 973 | 472 | 501 | 27 | 2,8 |
| Männer | Alterstufe | Frauen |
|---|---|---|
2 |
5 | |
54 |
63 | |
107 |
123 | |
101 |
99 | |
72 |
77 | |
54 |
63 | |
82 |
70 |
Die Bevölkerungsstruktur zwischen Männern und Frauen ist ziemlich ausgeglichen, wobei 43 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre sind. Gleichzeitig beträgt der Anteil der Jugendlichen bis 15 Jahre 16 %. Demgegenüber beträgt der Anteil der über 60-Jährigen 36 %. Diese Struktur dürfte auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass seit 1999 dank einer regen Bautätigkeit die Wohneinheiten um 21 % zugenommen haben. Dadurch dürfte ein Zuzug von jungen Familien mit Kindern erfolgt sein.
| Wohnstruktur 4 | Anzahl Wohneinheiten | davon Häuser | Wohnungen | Sonstige | Zu-/Abnahme seit 1999 |
|---|---|---|---|---|---|
| 559 | 548 | 11 | +21,5 % = 99 WE | ||
| davon Hauptwohnsitz 5 | 459 | ||||
| Zweit- oder Ferienwohnsitz | 60 | ||||
| vakant | 40 |
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Gemeinde befinden sich nebst Mairie und Kirche folgende Unternehmen nach Branchen:
| Branche | Anzahl Betriebe |
|---|---|
| Industrie und verarbeitendes Gewerbe | 8 |
| Baugewerbe | 12 |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 17 |
| Information und Kommunikation | 1 |
| Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 4 |
| Grundstücks- und Wohnungswesen | 5 |
| Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen | 9 |
| Öffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen | 7 |
| Sonstige Dienstleistungen | 6 |
| Land- und Forstwirtschaftsbetriebe[17] | 16 |
In der Gemeinde befinden sich eine Metzgerei, ein Coiffeursalon und eine Immobilienagentur, ferner drei Bauhandwerksbetriebe, eine Schreinerei/Zimmerei, zwei Elektriker, drei Maler/Gipser und zwei Installateurbetriebe. Zudem ist in der Gemeinde ein Fußballplatz, ein Sportplatz/-halle, eine Krankenschwester, ein Hotel (15 Zimmer), ein Restaurant, eine Gîte und ein Arbeitsamt. Mit den Gütern des täglichen Bedarfs versorgen sich die Einwohner weitgehend in Louhans[18].
Geschützte Produkte in der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als AOC-Produkte sind in Bruailles Crème et beurre de Bresse[19][20], ferner Volaille de Bresse[21][22][23] und Dinde de Bresse[24] zugelassen.
Bildungseinrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Gemeinde besteht eine École primaire[25] (École maternelle und École élémentaire), die der Académie de Dijon[26] untersteht und von 68 Schülern in drei Klassen besucht wird (Schuljahr 2024–2025[27]). Für die Schule gilt der Ferienplan der Zone A[28].
Öffentlicher Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es besteht keinerlei Anbindung an den Öffentlichen Verkehr in der Gemeinde.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Claude Courtépée (1721–1781): Description historique et topographique du Duché de Bourgogne. Band 5. Chez Causse, Dijon 1780 (französisch, google.fr [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Les temps anciens et le Moyen Âge. Band 1. Imprimerie Auguste Romand, Louhans (französisch, google.com [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Les temps modernes jusqu’à 1789. Band 2. Imprimerie Auguste Romand, Louhans (französisch, google.com [abgerufen am 3. Februar 2026]).
- Lucien Guillemaut (1842–1917): Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise: armoiries ouvrières, armoiries particulières et de familles. Vve L. Romand, Louhans 1909 (französisch, bnf.fr [abgerufen am 3. Februar 2026]).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bruailles. auf INSEE. Institut national de la statistique et des études économiques, abgerufen am 4. Februar 2026 (französisch).
- Bruailles. Présentation de la commune. Ministère de la Culture, 2008, abgerufen am 4. Februar 2026 (französisch).
- Bruailles. in der POP Plateforme ouverte du patrimoine. Ministère de la Culture, abgerufen am 4. Februar 2026 (französisch).
- Bruailles. in Patrimoine en Bourgogne-Franche-Comté. Direction Culture, Sport et Jeunesse, abgerufen am 4. Februar 2026 (französisch).
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Geschichte der Bresse
- Römerstraßen in der Bresse
- Bresse, Geografie, Geomorphologie, Wirtschaft
- Bresse bourguignonne, Beschreibung der Bresse als Naturlandschaft
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Commune Bruailles. auf banatic.interieur.gouv.fr. Ministère de l’Intérieur et des Outre-Mer, abgerufen am 22. Februar 2026 (französisch).
- ↑ Bruailles. auf habitants.fr. Abgerufen am 24. Januar 2016 (französisch).
- ↑ Atlas des paysages de Saône-et-Loire. Direction départementale des territoires, abgerufen am 18. September 2026 (französisch).
- ↑ Les forêts de Bruailles. In: nosforets.fr. Abgerufen am 19. September 2026 (französisch).
- ↑ Bruailles. auf agri-map.fr. Abgerufen am 19. September 2026 (französisch).
- ↑ Le Solnan, Länge 61,6 km, Zufluss zur Seille, Quelle bei 46° 20′ 33″ N, 5° 21′ 31,3″ O in Verjon auf ca. 227 m, Mündung bei 46° 37′ 46,2″ N, 5° 13′ 5,5″ O in Louhans-Châteaurenaud auf ca. 176 m, Le Solnan auf sandre.eaufrance.fr
- ↑ La Vallière, Länge 50,8 km, Zufluss zum Solnan, Quelle bei 46° 37′ 25,3″ N, 5° 36′ 27,7″ O in Revigny auf ca. 419 m, Mündung bei 46° 37′ 10,2″ N, 5° 13′ 19,6″ O in Louhans-Châteaurenaud auf ca. 178 m, La Vallière auf sandre.eaufrance.fr
- ↑ Route nationale française 396. auf routes.fandom.com. Abgerufen am 14. März 2026 (französisch).
- ↑ Route nationale française 472. auf routes.fandom.com. Abgerufen am 16. März 2026 (französisch).
- ↑ Une ligne haute tension entre Jura et Saône-et-Loire. In: ICI.fr Lise Dussaut. ICI Bourgogne - Radio France, 1. Dezember 2025, abgerufen am 31. August 2026 (französisch).
- ↑ Dictionnaire Topographique de Saône-et-Loire. Comité des Travaux Historiques et Scientifiques, abgerufen am 21. September 2026 (französisch).
- ↑ Ernest Nègre, Toponymie générale de la France, Librairie Droz, 1. Januar 1990, Buchseite 258, französisch, abgerufen am 5. Dezember 2014.
- ↑ Kurzbeschrieb und Bilder Église Notre-Dame de l'Assomption. (PDF) In: pastourisme71.com. Pastorale Tourisme & Loisirs, abgerufen am 20. Juli 2024 (französisch).
- ↑ Einwohnerstatistik auf cassini.ehess.fr. cassini.ehess.fr, abgerufen am 24. März 2024 (französisch).
- ↑ Dossier complet, Commune de Bruailles (71064). Insee.fr, abgerufen am 5. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Nombre d’unités légales et d’établissement en 2023. Commune de Bruailles (71064). Insee.fr, 31. Dezember 2023, abgerufen am 19. April 2026 (französisch).
- ↑ Portrait de territoire - Données de cadrage. Commune de Bruailles. In: stats.agriculture.gouv.fr/. Agreste, abgerufen am 19. April 2026 (französisch, Gemäß Erhebung von 2020).
- ↑ BRUAILLES - Le cadre de vie des Territoires. In: eterritoires.fr. Abgerufen am 14. Juni 2024 (französisch).
- ↑ Crème de Bresse. auf INAO L’Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
- ↑ Beurre de Bresse. auf INAO L’Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
- ↑ Poularde de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
- ↑ Chapon de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
- ↑ Volaille de Bresse ou Poulet de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
- ↑ Dinde de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
- ↑ Annuaire de l'éducation. In: education.gouv.fr. Ministère de l'éducation nationale, abgerufen am 12. April 2026 (französisch).
- ↑ Homepage der Académie de Dijon. Abgerufen am 10. Januar 2016 (französisch).
- ↑ Éffectifs d’élèves par école. In: data.education.gouv.fr. Abgerufen am 12. April 2026 (französisch).
- ↑ Calendrier scolaire. Abgerufen am 6. April 2026 (französisch).
