Leidling
Leidling Markt Burgheim | |
|---|---|
| Koordinaten: | 48° 42âČ N, 11° 5âČ O |
| Höhe: | 421 m |
| FlĂ€che: | 3,94 kmÂČ |
| Einwohner: | 180 (1. Jan. 2017)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 46 Einwohner/kmÂČ |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1975 |
| Postleitzahl: | 86666 |
| Vorwahl: | 08432 |
Leidling ist ein Ortsteil des Marktes Burgheim im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen im Regierungsbezirk Oberbayern.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Pfarrdorf Leidling liegt an der StaatsstraĂe 2050 zwischen Burgheim und Sinning. Vor Jahrtausenden floss die Donau durch ein Tal, das ĂŒber Leidling und Sinning in das Donaumoos fĂŒhrte. Doch die Donau grub sich einen anderen Weg, so dass diese TĂ€ler im Laufe der Zeit austrockneten.
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis in die 1970er Jahre war die Landwirtschaft der bedeutendste Wirtschaftsfaktor in Leidling. Von damals ca. 26 hauptberuflichen Landwirten sind heute nur noch fĂŒnf ĂŒbrig. Daneben gibt es noch eine Schreinerei.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]GegrĂŒndet wurde Leidling um 600 n. Chr. von den einwandernden Baiern. UrsprĂŒnglich nannte sich das Dorf âdie Siedlung des Luitiloâ. Es gehörte von Anfang an zum herzoglichen, dann zum königlichen Amt Neuburg und damit von 1197 bis 1247 den Pappenheimern. Die erste urkundliche ErwĂ€hnung findet sich im Pappenheimer Urbar. Das Patronatsrecht der Kirche ging 1267 von den Pappenheimern an die Wittelsbacher ĂŒber, die es um 1360 den Benediktinerinnen in Neuburg schenkten. In der Reformationszeit wird Leidling evangelisch.
Die Einwohnerzahl ist seit den 1930er Jahren konstant bei ca. 200 Einwohnern.
Bis zum 1. Juli 1972 gehörte die selbststĂ€ndige Gemeinde Leidling zum Landkreis Neuburg an der Donau und fiel dann im Zuge der Gebietsreform in Bayern an den neugegrĂŒndeten Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Am 1. Juli 1975 erfolgte die Eingemeindung in den Markt Burgheim.[2]
Pfarrei
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die katholische Pfarrei St. Georg gehört zur Pfarreiengemeinschaft Burgheim, Dekanat Neuburg-Schrobenhausen im Bistum Augsburg. Der Turm und die SĂŒdwestecke des Kirchenschiffes der Pfarrkirche entstanden um 1400. Der gotische Taufstein stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Im 17. Jahrhundert kamen noch das Schiff mit Vorzeichen und die Sakristei hinzu. Zur selben Zeit entstanden auch die Kanzel sowie das Hochaltarbild des Heiligen Georg. Eine umfangreiche Renovierung wurde Ende 2017 abgeschlossen.
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Burschenverein
- Freiwillige Feuerwehr Leidling
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heimatgeschichtlicher Verein Burgheim (Hrsg.): Markt Burgheim â 150 Einblicke in die Vergangenheit, insbes. S. 216â217 und 304â307, Verlag prellbook, Neuburg an der Donau 2022, ISBN 978-3-947630-04-2
- Adam Horn, Werner Meyer: Die KunstdenkmĂ€ler von Stadt und Landkreis Neuburg an der Donau. Kommissionsverlag R. Oldenbourg, MĂŒnchen 1958, Seiten 541â543. ISBN 3-486-50516-5
- Neuburger Kollektaneenblatt 021/1855. Hrsg.: Historischer Verein Neuburg, Monographien des Landgerichts Neuburg, S. 99â111, digitalisat.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Vereinsverzeichnis Burgheim und Ortsteile
- Michael Rademacher: Verwaltungsgeschichte Neuburg. Online-Material zur Dissertation, OsnabrĂŒck 2006. In: eirenicon.com.
- Diözese Augsburg
- Leidling in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Burgheimer Zwoaring. (PDF; 12 MB) Handels- und Gewerbevereinigung Markt Burgheim e. V., S. 14, abgerufen am 1. MĂ€rz 2024.
- â Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und SchlĂŒsselnummernĂ€nderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 601.